Fahrrad-Rikscha: Die grüne Taxialternative

Die Rikscha prägt als Fahrradtaxi das moderne Stadtbild

Die Rikscha entwickelt sich zur Alternative im Stadtverkehr

Die Rikscha entwickelt sich zur Alternative im Stadtverkehr

Die Rikscha gehört in den meisten Großstädten bereits zum alltäglichen Stadtbild. Ursprünglich aus Asien stammend, haben sich Rikschas in den letzten Jahrzehnten zu einer umweltfreundlichen Alternative für die Personenbeförderung im europäischen Stadtverkehr entwickelt.

In Europa ist die Rikscha bereits seit dem 19. Jahrhundert bekannt. Die moderne Version der Fahrradrikscha erfreut sich hier seit den späten 1990er Jahren immer größerer Beliebtheit. Zum einen kann dies auf das wachsende Umweltbewusstsein zurückgeführt werden, da eine moderne Fahrradrikscha keine Emissionen erzeugt.

Zum anderen ermöglichen die neuen, wendigen Modelle ein schnelleres Vorankommen im Stadtverkehr. Zumal die Rikscha als Fahrrad gilt und teilweise auch für KFZ gesperrte Bereiche, sowie verkehrsberuhigte Zonen und Umweltzonen, befahren darf – sofern dies nicht auch für Fahrräder verboten ist.

Somit bietet die Fahrradrikscha nicht nur für Touristen eine attraktive Alternative zu Busrundfahrten, sondern sind auch für Einwohner der Städte als Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr interessant.

Die moderne Rikscha im Straßenverkehr: Was zu beachten ist

Eine Fahrradrikscha ist rechtlich gesehen ein Fahrrad, daher ist die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr erlaubt. Um mit einer Fahrradrikscha am Straßenverkehr in Deutschland teilnehmen zu dürfen, muss diese den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung (StVO) entsprechen. Es ist dabei egal ob die Riskscha gekauft, ausgeliehen oder als Fahrradtaxi genutzt wird. Sie muss, wie ein Fahrrad auch verkehrssicher ausgestattet sein.

Für mehr Sichtbarkeit im Stadtverkehr und aufgrund der Spurbreite empfehlen Verkehrsexperten Rikschas mit Reflektoren auszustatten, die die Breite anderen Verkehrsteilnehmern anzeigen – zum Beispiel durch Montage von Reflektoren an den äußersten Ecken, sowohl hinten als auch vorn.

Zur Verkehrssicherheit gehört folgende Ausstattung:

  • helltönende Klingel
  • zwei voneinander unabhängige Bremsen
  • zwei rutschfeste, festverschraubte Pedale, die sowohl hinten als auch vorne mit gelben Rückstrahlern ausgestattet sind
  • ein weißer Frontstrahler sowie ein rotes Rücklicht
  • Reflektorstreifen oder gelbe Speichenreflektoren (jeweils zwei pro Rad)

Die Nichtachtung der Straßenverkehrsordnung, zum Beispiel durch Fahrten unter Alkoholeinfluss, sowie eine nicht verkehrssichere Rikscha im Straßenverkehr können, genau wie bei einem Fahrrad, Bußgelder zur Folge haben. Eine Helmpflicht gibt es, wie auch beim Rad, nicht.

 Eine Fahrrad-Rikscha muss verkehrssicher ausgestattet sein.

Eine Fahrrad-Rikscha muss verkehrssicher ausgestattet sein.

Die Fahrradrikscha als alternatives Transportmittel

Besonders in Großstädten wie Berlin, Hamburg, Köln oder München werden Fahrradtaxis für Stadtrundfahrten oder kürzere Strecken in den Innenstädten genutzt. Fahrradtaxiunternehmen haben sich mit Fahrradrikschas sowie mit Elektro Rikschas in den letzten fünfzehn Jahren in Deutschland fest etabliert. Die Tour mit einem Fahrradtaxi hat sich zu einer beliebten Stadtrundfahrtvariante entwickelt.

Die Preise für die Beförderung werden entweder per Kilometer oder nach Nutzungsdauer erhoben. Für die Nutzung einer Rikscha als Taxi variieren die Preise je nach Anbieter und Ort zwischen fünf und sieben Euro pro Kilometer oder ab 24,00 Euro für 30 Minuten Fahrzeit.

In einigen Städten ist es außerdem möglich sich nicht nur von den Fahrradtaxis herumfahren zu lassen, sondern es können Rikschas ausgeliehen werden. So hat sich auch Rikscha fahren zu einer Touristenattraktion entwickelt. Der Verleih von Rikschas ist meist bei etablierten Fahrradverleihern möglich. Stadtführungen oder einzelne Touren können in vielen Städten individuell gebucht werden.
Auch der Kauf und die private Nutzung von Rikschas ist Deutschland gestattet.

Für das Fahren mit einer Rikscha und auch für den Personentransport sind keine gesonderte Genehmigungen notwendig. Das Oberlandesgericht Dresden hat dies in einem Urteil vom 11.10.2014 bestätigt.

Diese Rikscha-Typen gibt es:

  • Es wird zwischen zwei grundsätzlichen Formen der Fahrradrikscha unterschieden. Bei den meisten in Deutschland zu findenden Modellen, die als Fahrradtaxi verwendet werden, handelt es sich um einen dreirädrigen Hecklader. Hier befindet sich der Fahrer vor der Sitzbank seiner Passagiere.
  • Die zweite Variante der Rikscha ist ein dreirädriger Frontlader. Dieser versetzt die Antriebseinheit und den Fahrer hinter die Passagiere, so dass diese eine freie Sicht auf das vor ihnen liegende Gelände haben

Die modernen Rikscha Modelle werden, im Gegensatz zu den berühmten Rikschas aus Asien, in Leichtbauweise gefertigt, besitzen neben einer Gangschaltung auch oftmals einen elektrischen Hilfsmotor. Die Passagiere werden durch klappbare oder festinstallierte Verdecks vor der Witterung geschützt.

Auch Varianten bei denen das gesamte Radgestell von einer Aluminiumhülle – häufig auch als Werbefläche genutzt – umgeben ist, sind häufig anzutreffen.

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1 Kommentar

  1. Patrick H. sagt:

    Sehr informativer Artikel,
    ich selber bin in Hannover mal Fahrradtaxi/ Richscha gefahren. Auch in einer noch nicht so großen Stadt wie Hannover ist es trotzdem ein beliebtes Fortbewegungsmittel bzw immer auch noch eine Besonderheit ggü. dem „normalen Taxi“.
    Gut, dass die Rickscha als Fahrrad im Staßenverkehr gilt, so kann man doch im urbanen Verkehr schneller vorankommen.

    Beste Grüße, Patrick
    [durch Redaktion geändert]

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