Das Rennrad als sportliche Alternative im Straßenverkehr

Von Sandra, letzte Aktualisierung am: 11. August 2019

Das sogenannte Rennbike wird Teil des alltäglichen Straßenbildes

Auch ein Rennfahrrad muss verkehrssicher ausgestattet sein, wenn es im Straßenverkehr genutzt wird.

Auch ein Rennfahrrad muss verkehrssicher ausgestattet sein, wenn es im Straßenverkehr genutzt wird.

Mit dem Rennrad durch den Straßenverkehr, kann das gut gehen? Radfahren wird in Deutschland als umweltschonende Alternative zum Auto immer beliebter. Da ist es nur allzu verständlich, dass sich Radfahrer auch für eine sportliche Ausführung interessieren. So ein besonderes Bike löst dann auch eine ganz neue Faszination aus.

Ein Rennfahrrad sieht mitunter, aufgrund seiner speziellen Gestaltung, sehr futuristisch aus und manchen Autofahrern ist der Anblick eines solchen auch nicht geheuer. Das mag daran liegen, dass viele Fahrradkuriere ein sogenanntes Rennvelo verwenden und oft auch eher negativ auffallen. Sie fahren zu schnell und meist auch ohne Licht oder Reflektoren.

Ein modernes Rennrad ist meist leichter als ein herkömmliches Fahrrad, hat weniger Extraanbauten aufzuweisen und ist meist auch schneller sowie wendiger unterwegs. Doch auch ein Rennrad muss verkehrssicher sein, wenn es am Straßenverkehr teilnehmen soll.

Was als Rennrad in Deutschland gilt und welche gesetzlichen Vorgaben beachtet werden müssen, betrachtet der folgende Ratgeber näher.

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Ob Rennrad für Einsteiger oder Profis: Die Verkehrssicherheit geht vor

Ursprünglich war ein Rennrad ein Fahrrad, das für den sportlichen Einsatz bei Radrennen und auf der Radrennbahn hergestellt wurde. Das bekannteste Radrennen ist wohl die Tour de France. Doch vielen ist auch bekannt, dass ein Rennrad beim Triathlon eine große Rolle spielt. Auch hier müssen Sportler über längere Strecken ein Rennrad fahren.

Heutige Sporträder haben meist einen Rahmen aus Carbon oder Aluminium, was das Gewicht von einem Rennrad stark reduziert. Auch Rahmen aus Stahl oder Titan werden verwendet. Diese Gewichtsreduzierung macht das Rennrad für den Radsport ideal. Darüber hinaus gibt es verschiedene Varianten, die je nach Einsatzort und Funktion gestaltet sind. So sieht ein Touren-Rennrad anders aus als ein E-Rennrad.

Allgemein wird ein Fahrrad dann als Rennrad bezeichnet, wenn es diese speziellen Rahmen aufweist, einen sogenannten Bügellenker besitzt und sich die Sattelspitze hinter dem Tretlager befindet. Ein Rennrad im Triathlon hat darüber hinaus auch noch weitere Speziallenker oder Aufsätze.

Ein Rennrad fällt oft auch durch die Reduktion auf die, zum Fahren wichtigen, Komponenten auf. So ist es äußerst selten, dass ein Fahrrad als Rennrad mit einem Schutzblech ausgestattet ist. Auch fehlen oft Gepäckträger sowie eine festinstallierte Fahrrad-Beleuchtung.

Jedoch ist ein Rennrad ohne Beleuchtung nicht verkehrssicher und sollte für den alltäglichen Gebrauch daher nachgerüstet beziehungsweise mit der notwendigen Ausstattung versehen werden. Außerhalb vom Radsport muss ein Rennrad den Vorschriften der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) entsprechen.

Es ist jedoch erlaubt, dass am Rennrad eine batteriebetriebene Beleuchtung angebracht wird. Scheinwerfer und eine rote Schlussleuchte müssen immer vorhanden sein.

Rennradfahrer müssen sich an die Straßenverkehrsordnung (StVO) halten. Daher gilt auch hier die Benutzungspflicht von ausgeschilderten Radwegen oder Radfahrstreifen. Eine Ausnahme für die Nutzungspflicht von einem Radweg, ob mit normalen Fahrrad oder einem Rennrad, bilden Kinder bis zehn Jahre. Diese dürfen – bis acht Jahre müssen – den Fußweg benutzen.

Auch wer mit dem Rennrad im Urlaub unterwegs ist, muss sich an die ortsüblichen Verkehrsvorschriften halten. Sind Radfahrer mit dem Rennrad auf Reisen, sollten sie sich im Vorfeld auch über die gültigen Vorschriften informieren.

Weitere Besonderheiten von einem Rennrad

Ein Rennrad hat immer einen sogenannten Bügellenker.

Ein Rennrad hat immer einen sogenannten Bügellenker.

Ein übliches Rennrad hat schmale Räder und Felgen sowie spezielle Ventile. Um ein Rennrad aufpumpen zu können, bedarf es oft auch einer besonderen Luftpumpe. Die Reifen und Felgen sind an die spezielle Geometrie des Rahmens angepasst.

Da ein solches Rad aerodynamisch und an den Fahrer angepasst sein muss, wird die Rahmenhöhe bei einem Rennrad anders bemessen als bei einem normalen Fahrrad und der Sitzwinkel ist steiler eingestellt. Die Rahmenhöhe bei einem Rennrad kann daher zwischen 51 cm und 64 cm liegen.

Auf jeden Falls müssen Fahrer individuell ihr Rennrad einstellen – besonders Anfänger könnten damit jedoch Probleme haben. Daher empfiehlt sich eine Beratung bei einem Radspezialisten. Auch die Rennrad-Wartung oder Hinweise zur Nutzung vom Rennrad im Winter können hier besprochen werden.

In der Regel sind bei einem Rennrad die Schaltung (Gangschaltung) und die Bremsen als eine Einheit vorhanden. Meist handelt es sich dabei um mechanische Felgenbremsen, sodass Rennradfahrer auch bei einem Rennrad die Bremse einstellen können. Eher selten ist bei einem Rennrad jedoch eine elektronische Schaltung zu finden.

Aufgrund des fehlenden Gepäckträgers und der dazugehörigen Aufhängungen kann an einem Rennrad kein Anhänger angebracht werden. Auch wäre der leichte Rahmen dieser Bikes dafür nicht geeignet.

Zubehör für ein Rennrad – wie Computer, Beleuchtung, spezielle Kleidung oder Sonnenbrillen – sind vielfältig und für fast jeden Rennradfahrer eine Zusatzinvestition wert.
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3 Kommentare

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  1. Schwein gehabt sagt:

    “Schweinwerfer und eine rote Schlussleuchte müssen immer vorhanden sein.”
    Gilt das auch für Vegetarier oder ist es möglich alternativ einen Obst-, Gemüse- oder besser: Müsliwerfer zu nutzen?

  2. Ernst sagt:

    Fast täglich erlebe ich gefährliche Situationen durch Rennradfahrer. Trotz Millionen teurer Radwege, die reichlich vorhanden sind, fährt kein Rennradfahrer auf diesen, obwohl das nach StvO Vorschrift ist. Als Autofahrer bin ich oft gezwungen abzubremsen, und den Verkehrsfluss zu behindern. Diese Rennradfahrer gefährden nicht nur sich, sondern auch Andere. Kommt es zu einem Unfall, ist typisch der Autofahrer schult. Dazu muß es erst gar nicht kommen, wenn diese Möchtegern Armstrong, mit NICHT verkehrssichem Gerät (keine Klingel, keine Beleuchtung, keine Reflektoren, auf dem 2 Meter entfernten, sicherem, Millionen teuren, Fahrradweg fahren würden. Ich darf an meinem PKW auch nicht alle Beleuchtungseinrichtungen und Signalanlagen abbauen, und dann mit Breitreifen und tiefergelegt mit 200 km/h auf dem Radweg Brettern,weil die Strasse voll ist, und wenn mir danach ist. NOCH leben wir in Deutschland. Und damit das Zusammen funktioniert, braucht es Regeln. Warum soll es keine Regeln für Rennradfahrer geben? Sind die ALLE für die Tour unterwegs, mit Ausnahmegenehmigung? Ich darf jedenfalls nicht für die 24 Stunden vom Nürburgring auf der Strasse trainieren. (Das gibt Ärger). Fahrrad super toll, aber bitte auf dem Radweg, und NICHT auf der Strasse!!!

  3. Lars sagt:

    Die Argumente beider Seiten sind schon wegen des hohen Aufregungspotenzials hinlänglich ausgetauscht. Der Rennradfahrer ärgert sich über schlaglöchrige Radwege, der Autofahrer muss abbremsen und behindert den Folgeverkehr. Ja – wir sind in Deutschland und da gibt es Regeln – aber ist diese Einstellung zielführend?
    Selbst unsere Ordnungshüter legen die StVO weich aus, wenn es um schlaglochempfindliche Carbonrenner unter Straßenbenutzung geht. Einfach mal nicht auf mein gutes Recht bestehen und nach alter ‚Hallo-Partner-Dankeschön‘ Philosophie die Verkehrswege teilen. Ich freue mich über die Mehrzahl der Autofahrer, die sich an den strammen Waden und bunten Rennradrahmen im Straßenverkehr freuen. Würde mir auch mal wieder gut tun, häufiger aufs Rennrad zu steigen. Ich mache um die Kollegen gerne einen Bogen und wenn ich mal abbremsen muss – na und, kostet mich 7 Sekunden Fahrtzeit und ein anerkennendes Lächeln.

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