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Was ist ein Pedelec-Fahrrad? Definition, Zulassung, Versicherung & mehr

Von bussgeldkatalog.org, letzte Aktualisierung am: 10. September 2021

Unterwegs als Pedelec-Fahrer: Was müssen Sie wissen?

Das Pedelec ist ein Elektro-Fahrrad, welches die Leistung des Fahrers unterstützt.
Das Pedelec ist ein Elektro-Fahrrad, welches die Leistung des Fahrers unterstützt.

Fahrräder haben einen tollen Ruf: Sie machen sportlich, sie schädigen nicht die Umwelt und sie sorgen trotzdem für eine gewisse mobile Unabhängigkeit. Als Pendler kann es trotzdem auf dem Fahrrad etwas anstrengend werden. Wer dann bspw. nicht tagtäglich verschwitzt auf die Arbeit kommen will, erwägt es vielleicht, sich ein Pedelec zuzulegen. Dies ist, grob gesagt, ein Fahrrad, welches mit einem Motor ausgestattet ist.

Der Motor unterstützt die Fahrleistung bis zu einer gewissen Geschwindigkeit und schaltet sich dann selbst ab. Es ist allerdings beim Pedelec wichtig, welche Geschwindigkeit es auf den Tacho bringt. Davon sind nämlich weitere Regeln für den Verkehr abhängig, etwa, ob auf dem Pedelec ein Helm getragen werden muss oder ob der Abschluss einer Versicherung notwendig ist. Infos zu diesen Themen lesen Sie in unserem Ratgeber.

FAQ: Pedelec

Was ist ein Pedelec?

Beim Pedelec handelt es sich um eine Fahrrad, das über einen Elektromotor verfügt. Dieser unterstützt den Fahrer bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Wer schneller fahren möchte, muss dies mithilfe der eigenen Muskeln schaffen. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Pedelec häufig fälschlicherweise als E-Bike bezeichnet.

Besteht beim Pedelec eine Helmpflicht?

Nein, da Pedelecs dem normalen Fahrrad gleichgestellt sind und es in Deutschland keine Helmpflicht auf dem Fahrrad gibt.

Wo darf das Pedelec fahren?

Wie Fahrräder müssen Pedelecs Radwege nutzen und ansonsten auf die Straße ausweichen. Ausnahmen gelten allerdings zum Beispiel für Kinder.

Überlegen Sie, ein E-Bike zu kaufen? In unserem E-Bike-Vergleich finden Sie eine ausführliche Kaufberatung und viele Tipps rund um das elektrische Fahrrad. Dort erhalten Sie außerdem auch Informationen über:

Was ist der Unterschied zwischen einem Pedelec und einem E-Bike?

Pedelecs und E-Bikes meinen häufig dasselbe und das ist auch nur teilweise falsch: E-Bikes hat sich mittlerweile als genereller Überbegriff für verschiedene Arten von Elektrofahrrädern durchgesetzt. Allerdings werden diese je nach Funktion gemäß des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) unterschieden und gehen daher mit unterschiedlichen Gesetzen für den Fahrer einher. Bereits seit November 2003 gilt nämlich für alle EU-Länder: Sie müssen die gültigen EU-Richtlinien für das E-Bike bzw. das Pedelec in die nationale Gesetzgebung übernehmen.

E-Bike oder Pedelec: Der Unterschied ist wichtig für die Regeln gemäß Verkehrsrecht.
E-Bike oder Pedelec: Der Unterschied ist wichtig für die Regeln gemäß Verkehrsrecht.

Normales Pedelec: Definition und Infos

Den größten Marktanteil unter den E-Bikes hat das normale Pedelec mit über 90 Prozent. Der Begriff leitet sich aus der Abkürzung des englischen Begriffs (Pedal Electric Cycle) ab. Das Pedelec, im Unterschied zum E-Bike im engeren Sinne (wir beschreiben es weiter unten näher), unterstützt den Fahrer nur, und zwar bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h (das entspricht einer Nenndauerleistung von 0,25 kW) und eben nur dann, wenn in die Pedalen getreten wird. Wer schneller fahren möchte, der muss sich auf die Leistung des eigenen Körpers verlassen, die bei einem durchschnittlichen Radfahrer um die 100 Watt beträgt.

Gemäß § 1 des StVG handelt es sich beim normalen Pedelec somit um ein Fahrrad:

Keine Kraftfahrzeuge im Sinne dieses Gesetzes sind Landfahrzeuge, die durch Muskelkraft fortbewegt werden und mit einem elektromotorischen Hilfsantrieb mit einer Nenndauerleistung von höchstens 0,25 kW ausgestattet sind, dessen Unterstützung sich mit zunehmender Fahrzeuggeschwindigkeit progressiv verringert und

  1. beim Erreichen einer Geschwindigkeit von 25 km/h oder früher,
  2. wenn der Fahrer im Treten einhält,

unterbrochen wird.

Da es gemäß deutschem Verkehrsrecht dem Fahrrad gleichgestellt ist, ergeben sich damit wichtige Erkenntnisse: Ein normales Pedelec, welches als Elektrofahrrad bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h unterstützt, braucht keine gesonderte Zulassung. Genausowenig müssen Sie einen Helm auf Ihrem Pedelec tragen, eine Versicherung dafür abschließen oder eine bestimmte Altersgrenze einhalten.

Selbiges gilt übrigens auch für Modelle, welche eine Anfahrhilfe bis zu 6 km/h haben. Das bedeutet, dass bis zum Erreichen dieser Geschwindigkeit nicht in die Pedalen getreten werden muss. Dies ist eigentlich ein Unterschied, der das E-Bike vom Pedelec abgrenzt – dass das betreffende Gefährt auf Knopfdruck fährt. Bis zu einer solch geringen Geschwindigkeit wie eben genannt, handelt es sich trotzdem rechtlich gesehen noch immer um Letzteres.

S-Pedelec: Was ist das?

Daneben gibt es jedoch auch Fahrzeuge, die eine höhere Nenndauerleistung aufweisen und daher als schnelle Pedelecs, S-Klasse oder einfach S-Pedelecs bezeichnet werden. Generell gleicht die Funktionsweise zwar der des normalen Pedelecs, jedoch wird hier die Motorunterstützung erst ab einer Geschwindigkeit von 45 km/h abgeschaltet. Ein solches Gefährt gilt dann nicht mehr als Fahrrad, sondern als Keinkraftrad. Für den Halter des Fahrzeugs bedeutet dies u. a.: Sie müssen Ihr Pedelec versichern, eine Zulassung sowie einen Führerschein dafür besitzen. Details und weitere Infos finden Sie in unserer Aufzählung:

Für schnelle Pedelecs benötigen Sie einen Führerschein der Klasse AM.
Für schnelle Pedelecs benötigen Sie einen Führerschein der Klasse AM.
  • Die Versicherung für Ihr Pedelec muss per Kennzeichen dokumentiert sein, welches am Gefährt angebracht wird.
  • Der Hersteller einer S-Klasse benötigt eine Betriebserlaubnis vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) für jedes einzelne Modell. Die Einzelzulassung schreibt damit vor, dass weder der Besitzer selbst noch der Händler einfach das Pedelec einem Tuning o. Ä. unterziehen kann. Wer sein Elektrofahrrad baulich verändern will, der muss sich an Positivlisten halten, die der Fachhändler zur Verfügung stellt.
  • Fahrer benötigen mindestens die Fahrerlaubnisklasse AM. Menschen, deren Geburtsdatum vor April 1965 liegt, müssen dagegen für das S-Pedelec keinen Führerschein vorweisen.
  • Das Mindestalter für Pedelecs bis zu 45 km/h beträgt 16 Jahre.
  • Das S-Pedelec zieht eine Helmpflicht nach sich. Bisher gilt jedoch ein Fahrradhelm als ausreichend.
  • Auch die Promillegrenze gilt wie beim Pkw: 0,5 Promille sind eine Ordnungswidrigkeit, bei einem Unfall können schon 0,3 Promille strafbar sein.

E-Bikes im engeren Sinn

Wie bereits erwähnt, benötigt der Fahrer zur Fortbewegung keine Muskelkraft bei dieser Art von Elektrofahrrad. Während beim Pedelec der Motor nur unterstützt, wenn die Pedalen betätigt werden, kann das E-Bike auf Knopfdruck oder durch einen Drehgriff allein fahren. Überschreitet hierbei die Motorleistung die Grenze von 500 Watt und eine Geschwindigkeit von höchstens 20 km/h nicht, so wird hier von einem Kleinkraftrad (bzw. ein Leichtmofa) gesprochen.

Auch muss mindestens eine Mofa-Fahrerlaubnis, eine Betriebserlaubnis sowie eine Versicherung vorhanden sein, um das Gefährt bewegen zu dürfen.

Alles in geordneten Bahnen: Wo darf das Pedelec fahren?

Darf ein Pedelec den Fahrradweg benutzen? Unter Umständen muss es das sogar.
Darf ein Pedelec den Fahrradweg benutzen? Unter Umständen muss es das sogar.

Welches Pedelec wo fahren darf, das hängt davon, als was es gemäß deutschem Verkehrsrecht gilt:

  1. Normales Pedelec bis 25 km/h: Diese Fahrzeuge gelten als Fahrräder und müssen sich demnach auch so verhalten. Das bedeutet, dass Fahrradwege nicht nur genutzt werden dürfen, sondern auch der Pflicht dazu nachgekommen werden muss, wenn es das entsprechende Verkehrsschild für den Radweg so vorschreibt.
  2. S-Pedelec bis 45 km/h: Diese Fahrzeuge zählen weder zu den Fahrrädern, noch zu den Leichtmofas. Sie dürfen daher unter keinen Umständen die Radwege benutzen. Das bedeutet zudem, dass auch Fahrradstraßen nur genutzt werden dürfen, wenn eine entsprechende Ausnahme am Verkehrsschild hinzugefügt wurde. Auch wenn eine Einbahnstraße für Fahrräder in die entgegengesetzte Richtung freigegeben ist, gilt dies nicht für ein S-Pedelec. Allerdings ist es teilweise möglich, diese Fahrzeuge im Nahverkehr zu transportieren. Die Entscheidung darüber obliegt jedoch dem jeweiligen Bundesland und Verkehrsverbund bzw. dem Verkehrsträger.

Das Wichtigste zum Pedelec-Antrieb

In aller Regel ist ein Pedelec mit einem Motor ausgestattet, welcher durch einen Akku betrieben wird. Da die technischen Voraussetzungen beim Akku maßgeblich für die Eigenschaften des Gefährts sind, lohnt es sich, sich vor einem Kauf mit dem Pedelec-Akku auseinanderzusetzen und dabei verschiedene Modelle hinsichtlich des Preises und der Leistung zu vergleichen.
Ein Pedelec aus Ihrem Mountainbike machen? Das geht - mit Hilfe von Fachkräften.
Ein Pedelec aus Ihrem Mountainbike machen? Das geht – mit Hilfe von Fachkräften.

Unabhängig davon stellen sich viele Interessierte auch sicherlich die Frage, wie weit Sie mit einem vollgeladenen Akku auf dem Pedelec kommen. Die Reichweite hängt jedoch von mehreren Faktoren ab und können von den Herstellerangaben abweichen. So sind bei einem hochwertigen Gerät zwischen 50 und 100 km möglich, können aber je nach Witterungsbedingungen, Bodenverhältnissen u. Ä. um bis zu 50 Prozent von den Herstellerangaben variieren.

Weitere wichtige Faktoren für die Reichweite beim Pedelec sind das Gewicht das Fahrers, die Außentemperatur, die Pflege des Fahrrads sowie die Gänge, die genutzt werden (niedrigere Gänge sind energiesparender). Diese sollten Sie beachten, wenn Sie wissen wollen, wann Ihr Pedelec an die Ladestation angeschlossen werden muss.

Fahrrad mit Elektromotor zum Pedelec nachrüsten: Ja oder nein?

Grundsätzlich ist es möglich, dass Ihr normales Fahrrad zum Pedelec wird. Die Nachrüstung sollte jedoch von Fachkräften durchgeführt werden, die sich mit den entsprechenden Vorschriften auskennen, damit ein sicheres Gefährt entsteht, welches die Anforderungen des Verkehrsrechts erfüllen.

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13 Kommentare

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  1. Frank S. sagt:

    Guten Tag
    Ich bin seit 2 Wochen stolzer Besitzer eines S- Pedelec, heißt, ein Fahrrad mit Versicherungskennzeichen, das bis 45 km/h zugelassen ist. Ich weiß das ich mit diesem Fahrrad nicht auf dem Fahrradweg fahren darf, sondern die Straße benutzen muss. Was ich aber in diesen 2 Wochen bisher erlebt habe, das geht auf keine Hutschnur. Man wird abgedrängt, an gehupt, bepöbelt, kurz gesagt, es ist lebensgefährlich auf der Straß zu fahren. Soweit ich weiß, ist Deutschland auch das einzige Land, in dem es verboten ist, für diese schnellen Fahrräder, den Fahrradweg zu benutzen. Ich verstehe auch die anderen Verkehrsteilnehmer, denn man ist einfach ein Hindernis auf der Straße, und 90% der Verkehrsteilnehmer wissen auch gar nicht, das man mit diesen S- Pedelec auf der Straße fahren muss. Ich bin jetzt jedenfalls soweit, das ich den Fahrradweg nutze, auch wenn das Gesetzeswidrig ist. Mir widerstrebt das gewaltig, da ich ein gesetzestreuer Bürger bin. Ich habe gestern auch schon bei der Polizei, und auch bei der Bußgeldstelle angerufen, und wollte mich erkundigen, wie hoch denn dafür die Strafe ist, da ich im aktuellen Bußgeldkatalog selber nichts gefunden habe. Jedoch, weder die Polizei, noch die Bußgeldstelle konnten mir da weiter helfen, da die auch nichts gefunden haben. Für mich heißt das aber im Umkehrschluss, wenn da nichts im Bußgeldkatalog steht, und auch die zu stelligen Stellen nichts darüber wissen, wäre ja eine Strafe für das befahren des Radweges nicht rechtens, oder sehe ich das jetzt falsch ? Vor allem, wenn eine Strafe ausgesprochen wird, wie wird die dann bemessen ? Da diese S- Pedelec ja in Deutschland, wie auch in allen anderen Ländern zugelassen sind, kann ich das jetzt nicht verstehen, und schon gar nicht, das Leute die so ein S- Pedelec nutzen, in Lebensgefahr gebracht werden, da sie gezwungen werden, auf der Straße zu fahren !

  2. Andreas K. sagt:

    Danke Frank für das Teilen Deiner Erfahrungen. Exakt dasselbe habe ich auch erlebt. Je nach eigener Dünnhäutigkeit, nutzte ich immer wieder die Straße, möglichst aber welche ohne Radweg daneben, damit zumindest dieser Hup- und Hassgrund ausgeschlossen ist. Ansonsten nutze ich geteerte Feldwege, wo ich langsam fahre, wenn jemand anderes entgegenkommt und versuche von anderen möglichst wenig genutzte Wege zu finden. Ein Abenteuer. Und es ist ein scheußliches Gefühl, dass man nirgend wirklich hingehört. Das stresst sehr und ich hoffe sehr, dass die Regelung geändert wird. Aber auch, dass Autofahrer verstehen, dass ihnen die Straße nicht alleine gehört, sondern dass wir zusammenhalten müssen.

  3. Stefan sagt:

    Ich verstehe die Problematik von Frank voll und ganz. Auf der anderen Seite finde ich es nicht angenehm, als regulärer E-Bike-Fahrer auf einem schmalen Fahrradweg (und die gibt es zu genüge) regelmäßig von 45 km/h schnellen von Mopeds oder schnellen S-Pedelecs überholt zu werden, die mich dann mit ihrer elektrischen Hupe auch erschrecken und vor lauter Schreck in den Graben befördern könnten. Ist kein einfaches Thema.

  4. Nad sagt:

    Das ist ganz einfach zu beantworten:
    Laut Bussgeldkatalog :
    Sie benutzten vorschriftswidrig nicht die Fahrbahn = § 2 Abs.1, § 49 StVO = 10 Euro
    – mit Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer = 15 Euro
    – mit Gefährdung = 20 Euro
    – und bei Unfall = 25 Euro

  5. Renate sagt:

    Guten Tag, vielleicht könnten “Sie” mir auf meine Frage eine Antwort geben. Wir haben unsere MTB von einem Fahrradhändler zu einem Pedelec umbauen lassen mit Hinterradantrieb. Nach einer gewissen Zeit haben wir bei einer Tour festgestellt, dass der Motorantrieb nicht nur mit einer der Vorwärtsbewegung der Pedale anspringt, sondern auch wenn man im Stehen die Pedale rückwärts bewegt. Das darf natürlich nicht sein, denn es bestand die Gefahr, dass bei unvorsichtigem Bewegen der Pedale das Fahrrad plötzlich losspringt. Wir haben den Fahrradhändler daraufhin mit dieser Problematik kontaktiert und er sieht keine Notwendigkeit, die Reparatur zu übernehmen. Bei wem liegt die Haftung, wenn ein Schaden durch unvorsichtigem Benutzen des Rades entsteht, bzw. wenn jemand zu Schaden kommt. Wir glauben, dass dies nicht den Straßenverkehrsordnung entspricht und können das Rad jetzt leider nicht mehr benutzen.
    Die Umrüstung ist von einem Fachmann durchgeführt werden, der sich mit den entsprechenden Vorschriften auskennen müsste, damit ein sicheres Gefährt entsteht und den Anforderungen des Verkehrsrechts erfüllt.??? Wir bitten um Antwort, wer haftet, wenn ein Schaden entsteht oder wer die Reparatur übernimmt. Wie sollen wir uns jetzt verhalten?
    Für eine Antwort oder Hilfestellung wären wir Ihnen sehr dankbar
    Schönen Gruß

    • Miko sagt:

      Ein Fachmann war das eher nicht. Der Fachmann wird dadurch zum Hersteller mit allen Pflichten und Haftungen. Er muß ja für die CE-Kennzeichung sorgen bei so einem Umbau. Übereinstimmung mit der Maschinenrichtlinie. EMV-Prüfung.
      Das kann keine normale Fahrradwerkstatt leisten. Viel zu aufwendig und zu teuer, das Verfahren für ein einzelnes Fahrzeug durchzuführen.
      Wenn diese Dokumente nicht vorliegen, handelt es sich möglicherweise um ein “illegales” Fahrzeug. Wenn es nicht richtig funktioniert, ist das natürlich eine Reklamation bzw. ein Grund zur Reparatur.
      Auch wenn die Frage jetzt schon ein Jahr alt ist, gilt der Sachverhalt immer noch.

    • Matt sagt:

      Der Halter ist wie beim Auto auch für den ordnungsgemäßen Betriebszustand zuständig. Vorsatz wäre es, wenn sie trotz Kenntnis nun dennoch fahren.

  6. Jürgen sagt:

    Hallo S Pedelec Fahrer!

    Ich stimmen Ihnen voll zu.
    Die Regierung will die Umwelt schonen. Ich habe aktuell 20 km einfach und fahre seit Jahren fast das ganze Jahr zur Arbeit.
    Ich bekomme mein S Pedelec im Januar. Auch noch ein Liegebike!
    Wie Ihr müsste ich auf der Strasse fahren. Das ist dann sogar eine Bundesstrasse. An der läuft ein Radweg die kompletten 20 km. Ich freue mich schon das erste mal den kompletten Berufsverkehr Morgens um 7 Uhr auf 20 km lahmzulegen.
    Wenn EU Vorgaben in Nationales Recht umgesetzt werden muss, so sollte dies dann auch bei den S Pedelec und der Nutzung der Radwege gelten.
    Ich kann nur hoffen, das eure und mein Kommentare auch von Politikern gelesen wird die mal auch Einfluss nehmen (wollen). Zum Thema Geschwindigkeit sei nur bemerkt, das dies Quatsch ist. Zumindest Ausserorts. Hier überholen mich/ oder kommen entgegen Rennradfahrer die sicher auch 40-45 km/h fahren. Wir haben ja sogar Licht, Blinkanlage… Das finde ich bei vielen auf dem Radweg nicht.
    Falls jemand für Niedersachsen jemand kennt dem man schreiben sollte mache ich dies gerne.
    Wie Ihr werde ich die 20 km sicher nicht auf der B4 den Verkehr lahmlegen. Vorschrift hin oder her. Wenn ich zwei Radfahrer. morgens und Abends auf der Piste habe ist das eh viel. Da kann man auch etwas langsamer fahren! Gruß Jürgen

  7. Mark S. sagt:

    Guten Tag zusammen,

    auch ich bin seit November 2020 im Besitz eines S-Pedelecs und nutze es auch seitdem regelmäßig.
    Ich kann an dieser Stelle ebenfalls LEIDER sämtliche Erfahrungen anderer S-Pedelec Fahrer bestätigen.
    Es ist aktuell lebensgefährlich das S-Pedelec als Pendlerfahrzeug zu nutzen.
    Nicht weil die deutschen Straßen so lebensgefährlich sind, sondern weil das Verhalten der Auto-, Bus- und LKW-Fahrer für uns gefährlich ist.
    Ich erfahre fast jeden Tag unzählige Nötigungen, teilweise sogar unbeschreibliche Beschimpfungen aller Art und riskante Überholmanöver!

    Ich selbst bin Pendler und habe einen einfachen Arbeitsweg von ca. 35km, also pro Tag ca. 70km.
    Diese Wege fuhr ich bisher (wetterabhängig) mit dem Auto oder dem Motorrad.

    Nur als Randanmerkung: Ich fahre mit meinem Auto im Jahr ca. 25.000km.
    Kenne somit die Situation als Autofahrer auf unseren Straßen sehr gut, was den Verkehr und vor allem auch langsam fahrende Fahrzeuge anbelangt.
    Zudem treibe ich gerne Sport und nutze daher auch in meiner Freizeit regelmäßig mein Rennrad.
    Kenne somit auch sehr gut die Situation aus der Sicht als Fahrradfahrer.

    Ich möchte es hier nicht unnötig lang machen.
    Aber in Bezug auf S-Pedelec Nutzung in Deutschland müssen sich dringend grundlegende Dinge ändern!
    Es ist in KEINSTER Weise verantwortbar, warum ein S-Pedelec mit defektem Motor/leerer oder defekter Batterie oder ausgeschaltetem Motor weiterhin die Straße benutzen muss! Mein S-Pedelec wiegt z.B. 30kg. Ohne Motorunterstützung im trainierten Zustand schaffe ich es eine konstante Geschwindigkeit von ca. 20 – 25 kmh zu halten und das auf der Straße! Auf dem selben Weg nutze ich aber mein Rennrad auf dem Radweg mit 35 kmh!, weil ich die Straße nicht nutzen darf! Wo liegt hier der tiefere Sinn? Das “Mehrgewicht” des S-Pedelecs von ca. 20kg gegenüber den 10kg vom Rennrad? Diese 20kg Unterschied bringen so manche Fahrer, egal ob mit oder ohne technischer Leistungsunterstützung , selber mit. Unter dem Strich kann das also nicht das Problem sein (70 kg Fahrer + 30 kg S-Pedelec = 100 kg / 90 kg Fahrer + 10 kg Rennrad = 100 kg).

    Thema kurzes “Überqueren” von Radwegen:
    Auch hier ist es nicht in Worte zu fassen, dass ich wegen den gesetzlichen Anforderungen einen großen Umweg fahren muss, weil der kürzere und auch weniger gefährlichere Weg eine sehr kurze Benutzung des Radweges von ca. 1 km bedeuten würde. Dadurch erhöht sich mein Stromverbrauch, reduziert die wertvolle Reichweite meines Fahrzeuges und bin gezwungen am gefährlicheren Autoverkehr teilzunehmen.

    Thema verkehrsberuhigte Zonen:
    Hier darf ich mit meinem S-Pedelec 7 kmh fahren, aber auf dem Radweg, wenn ich z.B. an eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 25 kmh halte, nicht. Das widerspricht sich in jeglicher Hinsicht.

    Thema Mitführen in öffentlichen Verkehrsmitteln:
    Warum darf ein Pedelec mitgeführt werden und ein S-Pedelec nicht? Auch hier stützt man sich engstirnig auf “reine Buchstaben” (Fahrzeugklasse/Kategorie). Weder ist ein S-Pedelec bautechnisch größer als ein Fahrrad noch bewege ich dieses “Fahrzeug” im sattelsitzend, also in der Fahrposition, im öffentlichen Verkehrsmittel. Auch das Fahrzeuggewicht kann hierbei keine Rolle spielen (hatten ich weiter oben schon einmal angesprochen). Im übrigen wiegen bepackte Reiseräder sehr schnell um ein vielfaches mehr als die S-Pedelecs. Das Mitführen von S-Pedelecs in öffentlichen Verkehrsmitteln würde ebenfalls ein sehr wichtiger Beitrag zur Umwelt leisten.

    Es wird dringend eine eigene Kategorisierung für S-Pedelecs benötigt, um:
    – Autoverkehr flüssig zu halten
    * jedes Verkehrshindernis stellt eine zusätzliche Unfallgefahr dar
    * jedes zusätzliche Bremsen vernichtet kinetische Energie, welches anschließend unnötig beim Überholvorgang in einem größeren Maße hinzugefügt werden muss, was den Verordnungen für Umweltschutz in vollem Maße widerspricht
    * in diesem Zuge ist ein dringendes Umdenken bzgl. der Geschwindigkeit für S-Pedelecs und Mopeds notwendig!
    ~ 50 kmh für alle Verkehrsteilnehmer, welche die Straße nutzen
    ~ dadurch Vermeidung gefährlicher Überholmanöver
    ~ Umweltschutz wird gewahrt durch weniger Vernichtung kinetischer Energie
    ~ dieses wird sogar schon lange erfolgreich angewendet ohne bisheriger negativ auffallender Ereignisse (bisher als Sonderregelung/Ausnahme für Mopeds der ehemaligen DDR, welche bis teilweise sogar über 50 kmh fahren)
    * Schutz für Leib und Leben der S-Pedelec Fahrer
    * Vermeidung von Unfällen aller Verkehrsteilnehmer
    * neue genaue Regelungen für das Benutzen der Radwege, Gemeinschaftswege (Geh- und Radweg), Fahrradstraßen, Fahrradschnellstraßen
    ~ Gedankenansätze:
    ~ z.B. generell max. 25 kmh auf Radwegen
    ~ wer schneller unterwegs sein möchte/will/oder kann muss den Radweg verlassen und die Straße benutzen, auch Rennräder!

    Warum brauchen wir dringend eine Anpassung der Verkehrsordnung?
    – Umweltschutz wird von der Regierung groß geschrieben => die Pendler, die einen großen Teil des Verkehrsaufkommens und somit der Umweltverschutzung ausmachen, wurden bis heute kaum, teilweise gar nicht berücksichtigt
    – am Paradebeispiel Corona-Schutzmaßnahmen übt sich die Bundesregierung sich hervorragend darin, Gesundheit und somit Leib und Leben eines jeden einzelnen Bürgers zu schützen, die S-Pedelec “Fahrzeug-Führer” wurden bis heute in einem vollkommen unzumutbaren Maße vernachlässigt
    – die Regierung hat die Pflicht Sorge zu tragen, dass auch S-Pedelec Fahrer in einem ausreichenden Maße Schutz zukommt
    – die Regierung kommt ihrer Verpflichtung, die Umwelt zu schonen und umweltschonende Maßnahmen in ausreichendem Maße zu fördern und zu unterstützen in Bezug auf die gesamte Pendlersituation nicht nach

    Wer kennt hier Möglichkeiten bzw. hat Ressourcen/Möglichkeiten, dass sich in diesem Thema endlich zu Gunsten ALLER sich diese Dinge ändern.
    Ich sehe hier nicht in erster Linie den einzelnen kleinen Mann/Frau in der Verantwortung z.B. via Petition ein ganzes Gesetzespaket zu reformieren.
    Die Verantwortung sehe ich hier in erster Linie in der Regierung selbst (Fürsorgepflicht, siehe Corona) aber auch sämtliche Institute/Lobbys/Vereinigungen des Zweiradbereiches, welche sich bis heute nicht in einem ausreichenden Maße für die Sicherheit und die Förderung des Umweltschutzes eingesetzt haben.

  8. Maier sagt:

    S-Pedelec dürfen nicht auf Radwegen, Feld-, Wald-,Wiesenwegen und Wirtschaftswegen fahren, wenn kein Zusatzschild vorliegt [Wirtschaftswege sind in aller Regel für KFZ gesperrt und nur für Land- und Forstwirtschaftlichen KFZ Verkehr frei]. Auf dem Land eine Illusion alle Wege mit Zusatzschild auszustatten. Praktisch ein indirektes Verbot der S-Pedelec. Schade, da es gerade auf dem Land weite Strecken gibt.
    Aber wer will auf dem Land auf eine Abkürzung über einen “Feldweg” verzichten, oder über die gefährlich vielbefahrene Landstraße fahren, wenn es parallel einen “menschenleeren” Wirtschaftsweg gibt. Wie gesagt, Praktisch ein Verbot für S-Pedelec.
    Das Befahren von Feld/Wald/Wiesen/Wirtschaftswegen sollte mehr diskutiert werden, nicht alle wohnen in der Stadt.

  9. Alfred sagt:

    Ich halte es auch wie Frank, meine Gesundheit ist mir wichtiger, als das verbot auf dem Radweg zu fahren.
    Wenn ich Plattgefahren wurde sagt hinterher auch keiner, schade drum, aber er musste auf der Straße fahren. ich habe auch die Erfahrung gemacht, wenn ci nicht den Radweg nutze, sondern auf der Straße fahre, dass ich abgedrängt werde oder angehupt. Ich habe immer 20 Euro am Fahrrad, wenn ich dann doch mal zur Kasse gebeten werden sollte. das ist mir mein Leben aber wert.

  10. Oliver sagt:

    Sehr verwunderlich, dass die Premium-Menschen auf S-Pedelecs sich aus Angst auf zu enge und zu volle Radwege zurückziehen möchten und dort lieber Bio-Radfahrer und Pedelec-Fahrer behindern und vor allem gefährden, statt sich an die auf für sie gültigen Vorschriften der StVO zu halten.

    Ich habe nahezu täglich mit S-Pedelec-Idioten zu tun, die das Recht zu ihren Gunsten beugen und in Abständen deutlich unter 1 m an Normalradfahrern vorbei pflügen. Denen ist dann völlig egal, ob sie zu eng an erfahrenen oder unerfahrenen Radfahrern vorbei pflügen, egal ob Kinder oder Senioren. Ein besonders krasses Exemplar zieht seine Bahn auf eng an Kindergruppen auf dem Weg zum Waldkindergarten entlang. Das ist die andere Seite der Medaille.

    • Ludwig sagt:

      Mit dem Kommentar von Oliver vom August 2021 wird es polarisierend. Das ist mindestens “unschön” in “neudeutscher” Sprechweise, wenn nicht beleidigend. Ich fahre seit 10 Jahren ein S-Pedelec (250W) und habe meine Freude dran, bei freier Strecke auch mal die E-Unterstützung für höhere Gechwindigkeiten nutzen zu können. Zum Idioten oder Premium Menschen bin ich dabei nicht geworden. Oliver scheint hier zu übersehen, dass man mit einem S-Pedelec eine Motorunterstützung bis 45 kmh hat, diese Geschwindigkeit aber nicht ständig fahren muss. Auch fährt so ein S-Pedelec nicht von alleine schneller als ein 25 Kmh Pedelec, was immer wieder vermutet wird. In früheren Jahren fuhr ich regelmäßig und sehr viel mit dem Rennrad, hier ist eine Geschwindigkeit von 35 Kmh auch kein Problem. Auch das hat micht nicht zum Idioten gemacht. Oliver meint wahrscheinlich eher die Mitbürger, welche (auf was für einem Drahtesel auch immer) ihre gute Kinderstube vergessen und rücksichts- oder gedankenlos andere Verkehrsteilnehmer gefährden oder mindestens erschrecken. Wie gesagt, die gibt es auf allen zweidrädrig rollenden Gefährten (auch in allen anderen). Ansonsten kann ich mich den vorherigen Kommentatoren im Bezug auf die Teilnahme am Strassenverkehr unter PKW, Bussen und LKW’s nur anschließen. Was man als Radfahrer / Kleinkraftradfahrer / Fahrer eines auf 25-45 Kmh beschränkten Leicht-PKW auch ohne S-Pedelec auf der Straße erlebt, lässt einen oft froh sein, mit dem Leben davongekommen zu sein, wenn man am Ziel angelangt ist. Das Thema ist nicht von ungefähr der Grund für die neue “Aufrüstung” des Bussgeldkatalogs. Warum dann eine Zulassung für S-Pedelec, wenn die Vorschriften die Nutzung quasi verbieten?

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