Heuschnupfen beim Autofahren kann gefährlich werden

News von bussgeldkatalog.org, veröffentlicht am: 10. Februar 2020

Die Gefahr von Heuschnupfen beim Autofahren wird oft unterschätzt.
Die Gefahr von Heuschnupfen beim Autofahren wird oft unterschätzt.

Wenn die Tage wieder wärmer werden und die Blumen anfangen zu sprießen, freut sich nicht jeder über die erblühende Natur. Dank des milden Winters fliegen bereits die ersten Pollen und machen so manchem Allergiker zu schaffen. Was viele dabei oft unterschätzen: Heuschnupfen kann beim Autofahren eine echte Gefahr darstellen. Wir verraten Ihnen, was Sie als Allergiker beachten sollten, wenn Sie sich zur Pollenzeit hinters Steuer setzen.

Höhere Unfallgefahr durch Heuschnupfen

Das Allergie-Centrum der Berliner Charité untersuchte in einer Studie, wie sich Heuschnupfen beim Autofahren auswirken kann. Dabei gaben 75 Prozent der Befragten an, dass ihre Allergie sie zumindest vom Straßengeschehen ablenken würde, wie das Portal aponet.de berichtet. 13 Prozent der Studienteilnehmer meinten, dass ihre Beschwerden sie schon einmal komplett vom Autofahren abhielten, und bei 7 Prozent war der Heuschnupfen wenigstens teilweise für einen Unfall oder eine Situation, die beinahe in einem Unfall geendet hätte, verantwortlich.

Aber was genau macht Heuschnupfen beim Autofahren so gefährlich? Zum einen sind die Kfz-Führer durch ihre Beschwerden abgelenkt und konzentrieren sich weniger auf den Straßenverkehr, zum anderen können tränende Augen die Sehkraft einschränken.

Hinzu kommen die ständigen Niesattacken, die sich bei einer Pollenallergie kaum vermeiden lassen. Denn beim Niesen schließen wir unweigerlich die Augen und selbst wenn das nur für eine Sekunde der Fall sein sollte, bedeutet dies bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h (entspricht 13,9 m/s) bereits eine Blindfahrt von fast 14 Metern. Wenn dann gleich vier oder fünf Nieser hintereinander in der Nase kitzeln, stellt dies eine ernstzunehmende Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer dar.

Heuschnupfen beim Autofahren: Diese Tipps erleichtern Ihnen die Pollensaison

Heuschnupfen beim Autofahren: Medikamente können Linderung verschaffen, aber achten Sie auf mögliche Nebenwirkungen.
Heuschnupfen beim Autofahren: Medikamente können Linderung verschaffen, aber achten Sie auf mögliche Nebenwirkungen.

Wenn Sie als Autofahrer selbst alljährlich mit Pollenallergien zu kämpfen haben, können Ihnen diese Tipps künftig das Leben erleichtern:

  • Halten Sie die Fenster beim Fahren geschlossen.
  • Reinigen Sie regelmäßig die Flächen in Ihrem Auto und versuchen Sie, möglichst wenige Allergieauslöser einzuschleppen. Verstauen Sie Ihre Jacke beim Einsteigen am besten im Kofferraum, damit die Pollen daran Sie nicht erreichen.
  • Vermeiden Sie es, unter Bäumen und neben Sträuchern zu parken.
  • Wechseln Sie regelmäßig einmal im Jahr den Innenraumfilter Ihrer Klimaanlage. Dieser hält nämlich nicht nur Staub- und Abgaspartikel von Ihrem Fahrzeuginnenraum fern, sondern auch Pollen. Dadurch sollten Sie auch bei eingeschalteter Klimaanlage in Ihrem Auto frei durchatmen können.
  • Seien Sie vorsichtig mit Medikamenten. Prinzipiell ist es gut, Antiallergika einzunehmen, bevor Sie sich hinters Steuer setzen, denn diese können Ihre Beschwerden lindern und so Ihre Fahrtauglichkeit erhöhen. Vor der Einnahme sollten Sie allerdings den Beipackzettel gründlich studieren: Manche Medikamente fördern die Müdigkeit, wodurch Ihre Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit abnimmt. Unter diesen Umständen kann die Behandlung von Heuschnupfen beim Autofahren ebenso gefährlich werden wie eine Nichtbehandlung.

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