Lendormin – Verminderte Reaktionsfähigkeit durch Schlafmittel

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Unfallgefahr: Schläfrigkeit am Steuer

Lendormin ist ein Mittel gegen akute Schlafstörungen.

Lendormin ist ein Mittel gegen akute Schlafstörungen.

Ob nach durchzechter Nacht oder einfach aufgrund von brütender Hitze – wer nicht rechtzeitig in den Schlaf findet, der quält sich am Morgen dann meist mit Kopfschmerzen und dicken schläfrigen Augen aus dem Bett und fühlt sich wie überfahren.

Eine ausgewogene Menge Schlaf ist das A und O, um fit in den Tag zu starten. Die Deutschen benötigen in der Regel acht Stunden, um sich des nachts zu regenerieren. Damit liegt Deutschland im Ländervergleich im guten Mittelfeld, was die Schlafdauer betrifft.

Einzelne Unterschreitungen dieses Wertes sind meist relativ problemlos auszuhalten. Doch wenn die durchschnittliche Schlafzeit dauerhaft aufgrund von Schlafstörungen unterschritten wird, muss Hilfe her.

Lendormin ist ein Schlafmittel, welches durch den Wirkstoff Brotizolam bei akuten Beschwerden als Tablette eingenommen wird. Was in der Nacht hilft, kann jedoch am darauffolgenden Morgen unerwünschte Effekte haben, denn mit Medikamenten am Steuer ist nicht zu spaßen. Außerdem darf bei diesem Arzneimittel das Risiko einer Abhängigkeit nicht unterschätzt werden.

Erfahren Sie hier, wie bei dem Schlafmittel Lendormin die Nebenwirkungen aussehen, was bei der Dosierung zu beachten ist und ob die Teilnahme am Straßenverkehr beeinträchtigt wird.

Schnell in den Schlaf mit Lendormin (Brotizolam)

Lendormin ist ein Arzneimittel, welches zur kurzzeitigen Behandlung von Ein- und Durchschlafstörungen angewandt wird. Es darf ausschließlich bei Schlafproblemen angewandt werden, die einen klinisch bedeutsamen Schweregrad aufweisen.

Lendormin entfaltet seine Wirkung durch den darin enthaltenden Wirkstoff Brotizolam. Ähnlich wie Zolpidem beeinflusst dieser die Ausschüttung des Nervenbotenstoffes GABA (Gamma Aminobuttersäure), welcher im Körper den Schlaf reguliert.

Indem sich Lendormin nach der Einnahme an bestimmte GABA-Rezeptoren bindet, wird der hemmende bzw. einschlaffördernde Effekt des Neurotransmitters verstärkt. Der Konsument wird so schneller müde und findet leicht in den Schlaf.
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Die Anwendungsdauer sollte so kurz wie möglich sein, da die Gefahr einer Abhängigkeit oder Suchtentwicklung bei den Tabletten hoch ist. Außerdem sollte ein Arzt die Therapie begleiten.

Nebenwirkungen der Tabletten

Lendormin ist nur für eine kurzzeitige Behandlung geeignet, da Nebenwirkungen und Suchtpotenzial gravierend sind.

Lendormin ist nur für eine kurzzeitige Behandlung geeignet, da Nebenwirkungen und Suchtpotenzial gravierend sind.

Im Rahmen einer Behandlung mit Lendormin kann eine Dysfunktion des Erinnerungsvermögens auftreten. Üblicherweise tritt diese Beeinträchtigung mehrere Stunden nach der Einnahme der Tablette in Erscheinung.

Zusätzlich kann ein ordnungsmäßiger Gebrauch Symptome einer verminderten Reaktionsfähigkeit hervorrufen. Diese stellt eine große Gefahr für die aktive Teilnahme am Straßenverkehr dar, da es schnell zu einem selbstverschuldeten Unfall kommen kann.

Diese Risiken werden verstärkt, wenn zusätzlich Alkohol, Drogen oder andere Medikamente eingenommen wurden.

Denn bei einem derartigen Mischkonsum sind die Wechselwirkungen tückisch und zumeist vorab nicht absehbar. Zusätzlich kann es zu Überdosierungen kommen, die lebensgefährlich sein können.

Weitere charakteristische Nebenwirkungen, die beim Gebrauch von Lendormin auftreten können, sind:

  • Benommenheit/Schläfrigkeit am nächsten Morgen
  • emotionale Dämpfung
  • Aufmerksamkeitsstörungen
  • Verwirrtheit
  • Schwindelgefühl, Kopfschmerzen
  • Muskelschwäche
  • Sehstörungen
Gerade aufgrund dieser Nebenwirkungen ist es wichtig, sich genau an die Dosierungsvorschriften und die Hinweise vom Arzt zu halten.

Lendormin: Empfohlene Dosierung

Die Dosis sollte zwischen einer halben und einer ganzen Tablette zu 0,25 Milligramm am Tag liegen.

Eine Dosierungserhöhung kann zentralnervöse Störungen verursachen. Auch wenn sich die Symptome nicht bessern, sollten Änderungen der Dosierung nur in Absprache mit einem Arzt erfolgen.

Lendormin gilt laut Betäubungsmittelgesetz als verkehrsfähiges und verschreibungspflichtiges Medikament.

Lendormin gilt laut Betäubungsmittelgesetz als verkehrsfähiges und verschreibungspflichtiges Medikament.

Die Behandlungsdauer sollte maximal zwei Wochen betragen und das Absetzen der Tabletten schrittweise erfolgen. Wenn Sie das Arzneimittel also absetzen, sollten Sie die Anweisungen von dem behandelnden Arzt befolgen.

Gilt Lendormin als Betäubungsmittel?

Lendormin bzw. Brotizolam ist im Betäubungsmittelgesetz aufgeführt. Es ist jedoch nicht gleichzusetzen mit illegalen Substanzen wie MDMA, Kokain oder Speed.

Lendormin ist in Anlage 3 enthalten und gehört zu den verkehrsfähigen und verschreibungspflichtigen Betäubungsmitteln. Dabei handelt es sich um Medikamente, die ein emotionales und körperliches Abhängigkeitspotenzial in sich bergen. Ein Apotheker darf die Tabletten also nur nach Vorlage eines Rezepts ausgeben.

Die Einnahme von Lendormin setzt demnach immer ein ärztliches Rezept sowie einen gefahrenvermeidenden Umgang voraus. Im Zweifel sollte ein Patient daher nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, um zu vermeiden, dass auf eine absolute Fahruntüchtigkeit erkannt wird. Wie beim Konsum von Alkohol gilt auch hier, das Auto im Zweifel stehen zu lassen.

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