Kokain und seine Nachweisbarkeit: Auf Spurensuche des weißen Pulvers

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Beim Kokain ist die Nachweisbarkeit ein wichtiger Aspekt für Verkehrskontrollen.

Beim Kokain ist die Nachweisbarkeit ein wichtiger Aspekt für Verkehrskontrollen.

Kokain: Energielieferant mit hoher Nachweisdauer

Heutzutage kann nur derjenige Erfolg haben, der Leistung zeigt und das am besten jeden Tag, rund um die Uhr. Doch eine solche permanente Bereitschaft über viele Stunden ist energie- und kräftezehrend und irgendwann gerät jeder an seine Leistungsgrenzen.

Manch einer greift dann zu einer Line Koks, um die naturgegebene Müdigkeit zu unterdrücken und die bereits abflauende Konzentrationsfähigkeit wie aus dem Nichts wieder zu steigern. Doch während die Wirkung der berauschenden Droge nach ca. einer Stunde wieder versiegt, bleiben die Rückstände der Substanz noch deutlich länger im Körper.

Aber wie sieht es beim Kokain mit der Nachweisbarkeit genau aus? Wie lange ist der Konsum von Kokain nachweisbar?

Der folgende Artikel klärt alle wichtigen Fragen rund um den Konsum und die Nachweisbarkeit von Kokain.

Kokain, Koks, Schnee, Crack – Viele Namen ein und derselben illegalen Droge

Neben Substanzen wie Cannabis bzw. THC, LSD, Ecstasy oder Speed hat wohl jeder schon einmal von Kokain gehört. Doch die wenigsten wissen, was das für eine Droge ist. Und auch wie es sich beim Konsum von Kokain mit der Nachweisbarkeit verhält, ist vielen nicht bewusst.

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Gerade für Kraftfahrer kann diese Frage entscheidend sein, da Drogenfahrten in Deutschland streng geahndet werden.

Bereits ein erstmaliger Verstoß gegen das Drogengesetz im Straßenverkehr kann 500 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und einen Monat Fahrverbot nach sich ziehen. Dabei kann einem Konsumenten also beim Kokain die Nachweisbarkeit der Droge schnell zum Verhängnis werden.

Kokain kennt viele Formen, denn es kann gesnieft, geraucht oder gespritzt werden. In seinem Urzustand ist es ein kristallines Pulver, welches aus den Blättern des Kokastrauches gewonnen wird. Es zählt zu den sekundären Pflanzenstoffen und gehört chemisch gesehen zur Gruppe der Alkaloide. Zur Herstellung von Kokain werden die in der Pflanze enthaltenen Alkaloidbestandteile extrahiert.

Was diese Droge so beliebt macht, ist die Kombination aus einer berauschenden und örtlich betäubenden Wirkung.

So funktioniert Kokain

Kokain wirkt auf das zentrale Nervensystem ein und stört dort den Stoffwechsel der Neurotransmitter, also der Botenstoffe.

Es hemmt die Wiederaufnahme bestimmter Botenstoffe und erhöht somit deren Konzentration im sogenannten „Vergnügungszentrum“ des Gehirns.

Je nach Form des Konsums variiert beim Kokain die Wirkungsdauer. Allerdings sind die berauschten Zustände generell eher kurz und erstrecken sich nicht über Stunden.

Beim Kokain sind Nachweisbarkeit und Wirkungsdauer nicht miteinander zu verwechseln.

Beim Kokain sind Nachweisbarkeit und Wirkungsdauer nicht miteinander zu verwechseln.

  • Gerauchtes Crack wirkt innerhalb von acht bis zehn Sekunden und hält den Rausch für fünf bis zehn Minuten aufrecht. Intravenös setzt der Einfluss der Droge nach 30 bis 45 Sekunden ein und flaut nach zehn bis 20 Minuten wieder ab.
  • Einen deutlich längeren Rauschzustand zieht der orale oder intranasale Konsum nach sich. Hier wirkt die Droge eine halbe bis dreiviertel Stunde, allerdings ist der Wirkungseintritt dafür auch verzögert.
  • Bei der oralen Aufnahme setzt er erst nach zehn bis 30 Minuten ein, beim Sniefen zeigen sich erste berauschende Erscheinungen nach zwei bis drei Minuten.
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Kokain und seine Nachweisbarkeit

Doch wie lange ist Kokain nachweisbar? Diese Frage scheint insbesondere vor dem Hintergrund der recht kurzen Rauschzustände wichtig zu sein, da sich Konsumenten hier schnell verschätzen können. Allzu oft führt die Diskrepanz der Wirkungsdauer vom Kokain und dessen Nachweisbarkeit dazu, dass sich manch ein Verkehrsteilnehmer hinter das Steuer setzt und sich in Sicherheit wiegt, weil er nicht damit rechnet, dass Kokain nach Tagen und Wochen, teilweise sogar Monaten, noch nachgewiesen werden kann.

Kokain ist im Blut oder Urin meist nur wenige Tage nachweisbar. Die Rauschdroge wird hauptsächlich in der Leber abgebaut, was sich unter Umständen in erhöhten Leberwerten zeigen kann. Die Leber baut das Kokain nahezu vollständig ab, sodass nur in etwa vier Prozent unverändert über den Urin ausgeschieden werden. Wesentlich länger halten sich Rückstände der Droge in den Haaren.

Beim Kokain hängt die Nachweisbarkeit nicht nur von den individuellen körperlichen Bedingungen, sondern auf vom gewählten Testverfahren ab.

Wie lange ist Kokain im Urin nachweisbar?

„Wie lange bleibt Kokain im Urin“, mit dieser Frage setzen sich Konsumenten oftmals auseinander, um sich vor möglichen strafrechtlichen Konsequenzen abzusichern.

Neben einigen anderen Substanzen ist auch Kokain im Urin nachweisbar. Entscheidend ist dabei, wie beispielsweise beim Cannabis, das Hauptabbauprodukt, welches sich deutlich im Körper einlagert als der Wirkstoff . Daher ist beim Kokain die Nachweisbarkeit des Abbauprodukts, Benzoylecgonin, höher als von der Substanz selbst.

Kokain ist ein Methylester, welches durch die Spaltung seiner chemisches Elemente mittels Wasser (Hydrolyse) Benzoylecgonin als Hauptabbauprodukt bildet.

Während Kokain nur einige Stunden im Urin verbleibt, ist Benzoylecgonin bis zu vier Tage oder bei stärkerem Konsum sogar drei Wochen lang per Urinscreening nachweisbar.

Wie lange ist Kokain im Blut nachweisbar?

Neben dem Urin ist Blut ein Träger von Kokain und kann daher per Analyse die konsumierte Droge anzeigen. Aber wie lange bleibt Kokain im Blut? Die Hauptsubstanz selbst ist sechs bis 24 Stunden nachweisbar. Das Abbauprodukt kann auch noch drei Tage später ermittelt werden.

Wie lange ist Kokain im Haar nachweisbar?

Haare eigenen sich besonders gut, um für Kokain eine hohe Nachweisbarkeit zu erzielen. Das liegt vor allem daran, dass bei der Bildung der Haare Substanzen, die sich zu dem Zeitpunkt im Blut befinden, in das Haar eingebaut werden.

Ein einmaliger Konsum lagert sich entsprechend nur vereinzelt ab. Wenn die Haare ein Stück gewachsen sind, lassen sich diese Beweise durch einen Haarschnitt also leicht entfernen. Allerdings wachsen Haare durchschnittlich nur etwa 13 Millimeter pro Monat, sodass durchaus einige Zeit vergehen muss, eh das verräterische Haarstück entfernt werden kann.

Mittels Haaranalyse ist für Kokain eine Nachweisbarkeit von bis zu mehreren Monaten möglich. Langhaarfrisuren erhöhen dabei den Zeitraum, in dem die Droge ihre Spuren hinterlässt.
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