Blaue Plaketten: Diesel-Fahrverbote sollen gestaffelt werden

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News vom 06.03.2018 um 10:48 Uhr

Umweltbundesamt: Blaue Plaketten sollen drohende Diesel-Fahrverbote entzerren

Umweltbundesamt: Blaue Plaketten sollen drohende Diesel-Fahrverbote entzerren

Seit einer Woche ist es offiziell: Deutsche Städte, in denen die Grenzwerte für Stickoxide überschritten werden, dürfen Fahrverbote für Dieselfahrzeuge aussprechen. Seit der Bekanntgabe des Urteils durch das Bundesverwaltungsgericht am vergangenen Dienstag wird an allen Fronten heftig debattiert. Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes, plädiert für „Blaue Plaketten“ – Diesel-Fahrverbote sollen auf die Situation vor Ort angepasst werden. Neu ist die Idee einer solchen Kennzeichnung nicht.

Was sich hinter der „blauen Plakette“ verbirgt

Hierzulande exitieren bis dato drei Arten von Plaketten für Kfz. Diese kennzeichnen die Art des Schadstoffaustoßes und bestimmen, ob ein Wagen eine Umweltzone befahren darf. Dabei werden vier Schadstoffgruppen unterschieden:

  1. Gruppe: Keine Plakette, zu hohe Schadstoffemmission
  2. Gruppe: Rote Plakette, alte Diesel-Fahrzeuge, Einfahrt in Umweltzonen grundsätzlich nicht erlaubt
  3. Gruppe: Gelbe Plakette, Einfahrt in nahezu alle Umweltzonen untersagt
  4. Gruppe: Grüne Plakette, Benutzung jeder Umweltzone erlaubt
Nun schlägt Krautzberger nicht nur eine, sondern zwei blaue Plaketten für mögliche Diesel-Fahrverbote vor: eine hellblaue und eine dunkelblaue. Die hellblaue Plakette ist für bereits zugelassene Euro-6-Diesel und nachgerüstete Euro-5-Diesel vorgesehen. Die dunkelblaue Plakette hingegen solle erst später eingeführt werden: Diese kennzeichnet die neuen Abgasstufen, wie Euro 6d-TEMP oder Euro 6d, welche ohnehin wesentlich weniger Stickoxide produzieren.

Zukunft für Dieselfahrer noch ungewiss

Blaue Plaketten für Diesel-Fahrverbote stellen nur einen Bruchteil möglicher Änderungen dar

Blaue Plaketten für Diesel-Fahrverbote stellen nur einen Bruchteil möglicher Änderungen dar

Dabei geht es nicht nur darum, den Städten eine Identifizierung betroffener Fahrzeuge zu erleichtern; statt pauschaler Fahrverbote soll so eine Staffelung erfolgen, welche die individuelle, lokale Situation berücksichtige. Bisher wurde die Einführung von blauen Plaketten – seit Diesel-Fahrverbote absehbar sind, werden diese schon diskutiert – jedoch stets abgelehnt.

Es bleibt abzuwarten, ob sich dies in Zukunft ändert. Denn bis es zu tatsächlichen Diesel-Fahrverboten kommt, dürfte noch einige Zeit ins Land gehen: So betonte das Bundesverwaltungsgericht bei der Urteilsverkündung, dass eine solche Maßnahme in Phasen von statten gehen solle und Übergangsfristen einzuhalten sein. Darüberhinaus solle eine Verhältnismäßigkeit gewahrt werden.

Ob und auf wessen Kosten bestimmte Diesel nachgerüstet werden müssen – auch bei dem Thema ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Betroffene Autobauer betonen die Unwirtschaftlichkeit solcher Maßnahmen, konkrete Entscheidung gibt es bis jetzt noch nicht.

Darüberhinaus bleibt natürlich die Entrüstung und Frustration beim Verbraucher. Blaue Plaketten oder nicht: Diesel-Fahrverbote könnten, je nach Ausmaß, mitunter tausende Existenzen bedrohen.

Blaue Plaketten für Diesel-Fahrverbote – gut oder schlecht? Die Tabelle gibt Ihnen einen Überblick möglicher Vor- und Nachteile:

Pro blaue PlaketteContra blaue Plakette
✓ bessere Luftqualität✕ 13 Millionen Dieselfahrzeuge würden aus deutschen Städten ausgeschlossen werden
✓ mehr Personen würden sich für Elektroautos interessieren, was wiederum einen positiven Aspekt auf die Umwelt hat✕ teure Nachrüstungsmaßnahmen müssten ergriffen bzw. das betroffene Kfz verkauft werden
✕ gravierender Wertverlust bei einem möglichen Verkauf, da sich kaum noch Personen für ein solches Fahrzeug interessieren würden
✕ Weiterentwicklung der Abgasreinigungssysteme & Fördergelder durch die Regierung, um eine so hohe Anzahl an Fahrzeugen nachrüsten zu können
✕ neue Verkehrsschilder inkl. Aufkleber fürs Auto
✕ hoher bürokratischer Aufwand, wenn Fahrer ohne blaue Plakette in die Stadt einfahren und dies geahndet werden muss
✕ Autohersteller würden auf einigen Fahrzeugen sitzenbleiben

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