Autokauf: Diesel oder Benziner – Was ist sinnvoll?

Soll ich mir einen Diesel oder lieber einen Benziner kaufen?

Auto-Neukauf: Diesel oder Benziner, was darf es sein?

Auto-Neukauf: Diesel oder Benziner, was darf es sein?

Benziner oder Diesel kaufen – Das ist hier die Frage. Lange Zeit galt Deutschland als „Diesel-Land“: Noch 2015 entschieden sich 48 Prozent der Neuwagenkäufer für den Diesel und gegen den Benziner.

Aber diese Zahl ist rückläufig. Angesichts von Abgas-Skandalen und der Diskussion von Fahrverboten musste der Diesel in den vergangenen Jahren einen gehörigen Imageverlust hinnehmen und der Benziner geriet immer höher in Kurs.

2016 befanden sich unter allen Pkw-Neuzulassungen noch zu 45,9 Prozent Fahrzeuge mit Diesel-Motor. Im ersten Halbjahr von 2017 waren es hingegen nur noch 41,3 Prozent. Der Marktanteil der Benziner dagegen erhöhte sich von 52,1 Prozent im Jahr 2016 auf satte 55,8 Prozent im ersten Halbjahr 2017.

Doch trotz dieser Entwicklung ist die Frage beim Autokauf, ob es Benziner oder Diesel werden soll, für viele Fahrer weiterhin aktuell. Dieser Ratgeber informiert Sie über die Eigenschaften beider Fahrzeugtypen.

Diesel oder Benziner im Vergleich: die Vor- und Nachteile

Die Frage: „Was ist besser: Benziner oder Diesel?“ ist nicht ohne weiteres zu beantworten, denn beide haben ihre Vor- und Nachteile.
Um Ihnen bei der Entscheidung für Diesel oder für Benziner zu helfen, haben wir für Sie die wichtigsten Kriterien gegenübergestellt.

Diesel oder Benziner - Wessen Treibstoff ist energieeffizienter?

Diesel oder Benziner – Wessen Treibstoff ist energieeffizienter?

Wer ist energieeffizienter: Diesel oder Benziner?

Die Kraftstoffe Diesel und Benzin werden beide aus Rohöl gewonnen. Diesel hat eine höhere Masse und ist schwerer, weil es mehr Kohlenstoffatome enthält – etwa 13 Prozent mehr als ein Liter Benzin. Genau aus diesen Kohlenstoffatomen wird bei der Verbrennung des Treibstoffs die Energie gewonnen. Daher stecken in einem Liter Diesel rund 13 Prozent mehr Energie als im Benzin.

Hinzu kommt, dass der Wirkungsgrad von Diesel- und Benzin-Motoren unterschiedlich ist. Während der Benziner ungefähr 37 Prozent der im Treibstoff enthaltenen Energie in Bewegung umwandeln kann, schafft der Diesel sogar 42 Prozent.

Auf die Frage, ob der Diesel oder der Benziner energieeffizienter funktioniert, muss deshalb eindeutig mit „Diesel“ geantwortet werden.

Diesel oder Benziner – Was ist umweltfreundlicher?

Um die Umweltverträglichkeit von Diesel- oder Benziner-Fahrzeugen zu beurteilen, muss ihr Abgasausstoß betrachtet werden.

Da Diesel-Fahrzeuge eine leistungsstärkere Motorisierung haben, benötigen sie generell weniger Treibstoff, um die gleiche Leistung zu erbringen wie ein vergleichbarer Benziner. Demnach stoßen sie theoretisch geringere Mengen des Klimagases CO2 aus, weshalb der Diesel lange Zeit als klimafreundlicheres Fahrzeug galt.

Tatsächlich aber sind Diesel-Autos häufig schwerer als Benziner, nicht zuletzt weil ihr Treibstoff eine höhere Masse hat. Ein höheres Fahrzeuggewicht erfordert wiederum einen höheren Spritverbrauch, weshalb ein Diesel letztendlich häufig doch so viel Kraftstoff benötigt wie ein Benziner. Die Behauptung, der Diesel produziere weniger Kohlendioxid, stimmt daher nur in der Theorie.

Hinzu kommt, dass Diesel-Motoren im Vergleich zum Benziner erheblich größere Mengen an Schadstoffpartikeln ausstoßen. Dabei handelt es sich vor allem um gesundheitsschädigende Stickoxide, die die Schleimhäute und Atemwege angreifen.

In der Kategorie Umweltverträglichkeit geht der Punkt deshalb an den Benziner.

Ist Diesel oder Benziner teurer? Ein Kostenvergleich

Diesel oder Benziner? Die Kfz-Steuer ist für letzteren geringer.

Diesel oder Benziner? Die Kfz-Steuer ist für letzteren geringer.

Zum Ende dieser Gegenüberstellung soll noch ein Kostenvergleich von Diesel und Benziner folgen.

Wer einen Diesel oder Benziner gebraucht kaufen möchte, wird feststellen, dass der Anschaffungspreis für einen Diesel häufig günstiger ist als beim Benziner. Dies liegt daran, dass derzeit viele Autobesitzer wechseln und ihren Diesel als Gebrauchtwagen verkaufen. Da ergibt sich die eine oder andere Gelegenheit zum Schnäppchen.

Ein Grund dafür ist, dass in immer mehr Städten ein generelles Fahrverbot für Autos mit Diesel-Motor diskutiert wird, um die Schadstoffbelastung zu reduzieren. Daher fürchtet so mancher Autofahrer, bald mit seinem Fahrzeug nicht mehr durch die Innenstadt zu kommen und sattelt auf Benziner oder Elektroautos um.

Beim Kauf eines Neuwagens ist der Preisunterschied nicht so offensichtlich und sehr von den Automodellen abhängig. Nicht selten gibt es Benziner, die günstiger daherkommen als vergleichbare Diesel-Autos.

In puncto Kosten profitieren Diesel-Fahrer vor allem von einer geringeren Energiesteuer: Diese ist für Diesel-Kraftstoff um 18,41 Cent geringer als für Benzin, wodurch sich die Kosten für die Tankfüllung gegenüber dem Benziner verringern.

Allerdings war es das auch mit den Steuervorteilen, denn die Kfz-Steuer ist für den Diesel in der Regel deutlich teurer. Im Vergleich mehrerer Modelle stellte sich heraus, dass mancher Diesel-Fahrer fast doppelt so viel Kfz-Steuer zahlen muss wie ein Besitzer eines Benziners.

Bei der Kfz-Versicherung ist die Differenz nicht ganz so dramatisch, doch auch hier muss für Diesel-Autos in der Regel mehr bezahlt werden.

Fazit: Ob Sie sich einen Diesel oder Benziner kaufen sollen, müssen Sie letztendlich natürlich selbst entscheiden.

Wenn Sie ein leistungsstarkes Auto suchen und oft lange Strecken fahren, so dass Sie merklich von den geringeren Spritkosten profitieren, könnte ein Diesel das richtige für Sie sein.

Möchten Sie dagegen an der Kfz-Steuer und der -Versicherung sparen und sind Sie viel in Städten unterwegs, sollten Sie sich nach einem Benziner umsehen.

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