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Unerlaubt die Weihnachtsferien vorziehen: Ein Bußgeld kann drohen!

News von bussgeldkatalog.org, veröffentlicht am: 2. Dezember 2022

Heiligabend sowie der erste Weihnachtsfeiertag fallen in diesem Jahr auf das Wochenende. Das ist nicht nur für Arbeitnehmer ärgerlich. Dieser Umstand kann auch Schüler und deren Eltern vor Probleme stellen. In Bayern fangen die Ferien zum Beispiel erst am 24.12. an. Die Schüler müssen somit am 23. Dezember noch am Unterricht teilnehmen. Doch Vorsicht: Wenn Sie, weil Sie Verwandte besuchen wollen, die Weihnachtsferien eigenmächtig vorziehen, droht ein Bußgeld.

Weihnachtsferien vorziehen und Schule schwänzen: Dieses Bußgeld ist möglich

Wenn Sie die Weihnachtsferien eigenmächtig vorziehen, riskieren Sie ein Bußgeld.
Wenn Sie die Weihnachtsferien eigenmächtig vorziehen, riskieren Sie ein Bußgeld.

Bis zur 9. Klasse besteht in Deutschland die Schulpflicht. Wenn ein Schüler nicht am Unterricht teilnimmt, muss es dafür triftige Gründe, wie zum Beispiel eine Krankheit geben. In den Schulferien besteht selbstverständlich keine Anwesenheitspflicht.

Im Jahr 2022 beginnen die Weihnachtsferien vergleichsweise spät. So müssen Schüler in Rheinland-Pfalz, Hamburg, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen noch bis zum 22.12. die Schulbank drücken. In Bayern ist gar der 23.12. der letzte Schultag des Jahres.

Wer also eine längere Anreise zu Verwandten hat, kann da schon einmal unter Zeitdruck geraten. Dennoch dürfen Sie die Weihnachtsferien nicht einfach vorziehen. Wer unentschuldigt beim Unterricht fehlt, muss mitunter mit einem Bußgeld rechnen. Die nachfolgende Tabelle zeigt, wie teuer es werden kann, wenn Kinder für einen vorzeitigen Beginn der Weihnachtsferien die Schule schwänzen:

VerstoßBußgeld
... gegen die Schulpflicht
Baden-Württembergbis 1.000 €
Bayernbis 1.000 €
Berlinbis 2.500 €
Brandenburgbis 2.500 €
Bremen*bis 500 € (für Schüler)
bis 1.000 € (für Eltern)
Hamburg*bis 1.000 €
Hessen*bis 1.000 €
Mecklenburg-Vorpommern*bis 2.500 €
Niedersachsenbis 1.000 €
Nordrhein-Westfalenbis 1.000 €
Rheinland-Pfalzbis 1.500 €
Saarland*bis 1.000 €
Sachsenbis 1.250 €
Sachsen-Anhaltbis 1.000 €
Schleswig-Holsteinbis 1.000 €
Thüringenbis 1.500 €
* bei Strafbarkeit aufgrund dauernder oder wiederholter Pflichtverletzungen: Geldstrafe bis 180 Tagessätze oder Freiheitsstrafe bis 6 Monate

Ist eine Schulbefreiung vor den Weihnachtsferien möglich?

Mit einer Schulbefreiung droht Ihnen bei vorgezogenen Weihnachtsferien kein Bußgeld.
Mit einer Schulbefreiung droht Ihnen bei vorgezogenen Weihnachtsferien kein Bußgeld.

Es gibt auch einen legalen Weg, auf welchem Schüler die Weihnachtsferien vorziehen können. Dann droht selbstverständlich auch kein Bußgeld. Es besteht nämlich die Möglichkeit, eine Schulbefreiung zu beantragen.

Ein entsprechendes Formular dafür erhalten Sie im Sekretariat der Schule. Allerdings muss für die Schulbefreiung ein triftiger Grund bestehen. Wollen Sie zum Beispiel in den Weihnachtsferien entfernte Verwandte besuchen, um mit diesem das Weihnachtsfest zu feiern, könnte dies ein solcher Grund sein.

Wichtig: Allerdings ist die Schule nicht verpflichtet, Ihren Antrag zu bewilligen. Es kann also durchaus sein, dass Ihr Kind doch zum Unterricht erscheinen muss. Melden Sie den Sprössling dann einfach krank, wird die Schule in aller Regel ein ärztliches Attest verlangen. Können Sie dieses nicht vorweisen, droht ein Bußgeld.

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