Diesel-Fahrverbot in Stuttgart gilt ab 2019

News vom 11.07.2018 um 15:13 Uhr

Die Landesregierung hat ein Diesel-Fahrverbot für Stuttgart beschlossen.

Die Landesregierung hat ein Diesel-Fahrverbot für Stuttgart beschlossen.

Bereits im Februar dieses Jahres hatte das Bundesverwaltungsgericht ein äußerst wichtiges Urteil gefällt: Fahrverbote, die der Luftreinhaltung dienen, sind grundsätzlich erlaubt, insofern diese verhältnismäßig sind. Dieses Urteil ebnete der Stadt Hamburg den Weg, das erste Diesel-Fahrverbot Deutschlands durchzusetzen. Seit dem 31. Mai dürfen Kfz, welche die Abgasnorm Euro 6 nicht erfüllen, bestimmte Straßenabschnitte nicht mehr befahren. Nun gesellt sich eine weitere Stadt dazu: Ab 2019 wird es ein Diesel-Fahrverbot in Stuttgart geben.

Für wen gilt das Fahrverbot?

Die aus der CDU und den Grünen bestehende Regierung Baden-Württembergs hat beschlossen, dass ab dem 1. Januar 2019 ein Diesel-Fahrverbot in Stuttgart gilt. Wichtig ist in diesem Zusammenhang Folgendes:

  • Betroffen sind vor Diesel-Kfz der Euro-Abgasnorm 4 und schlechter.
  • Bislang ist geplant, dass jüngere Fahrzeuge mit Euro 5 von Fahrverboten verschont bleiben.

Doch warum sollen Fahrverbote dieser Art überhaupt eingeführt werden? Schon seit längerem ist die Luftverschmutzung durch Feinstaub und Stickoxide in Stuttgart ein großes Problem. Zu oft werden die gültigen Grenzwerte überschritten.

Wie das Kraftfahrt-Bundesamt mitteilt, sind im Raum Stuttgart, Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und im Rems-Murr-Kreis rund 188.163 Diesel-Fahrzeuge mit Euro 1 bis 4 registriert. Diese wären von einem Diesel-Fahrverbot in Stuttgart betroffen.

Lassen sich ältere Fahrzeuge auf Euro 6 umrüsten?

Viele Betroffene mögen sich nun fragen, ob Sie Ihr älteres Fahrzeug umrüsten können, um einem Diesel-Fahrverbot in Stuttgart zu entgehen. Einige Firmen haben sich bereits daran gemacht, gewisse Systeme zu entwickeln. Eine Lösung wäre etwa ein spezieller SCR-Katalysator, der den Stickstoffausstoß von Diesel-Fahrzeugen reduzieren kann, so dass sie die Abgasnorm Euro 6 erfüllen.

Für die Abgasreinigung wird der Zusatzstoff AdBlue benötigt. Hierbei handelt es sich um einen flüssigen Harnstoff-Zusatz. Dafür muss ein zusätzlicher Tank eingebaut werden. Diese Lösung bietet sich vor allem für Diesel mit Euro 5 an, soll aber auch für Euro 4 funktionieren.

Das Problem: Bislang befinden sich diese Systeme noch in der Entwicklung. Sie sollen wahrscheinlich erst ab 2019 auf den Markt kommen, wenn sie ausreichend getestet wurden.

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