Euro 1 – Wann erhält ein Fahrzeug keine Plakette?

Was ist bei der Schadstoffklasse Euro 1 zu beachten?

Die Umweltplakette für Euro 1 existiert nicht, da es sich um die schlechtmöglichste Schadstoffklasse handelt.

Die Umweltplakette für Euro 1 existiert nicht, da es sich um die schlechtmöglichste Schadstoffklasse handelt.

In Deutschland werden seit dem Jahr 2008 systematisch Umweltzonen eingeführt. Diese dienen dazu, dass die Schadstoffe in der Luft, insbesondere in den Großstädten, reduziert werden sollen.

Dadurch werden die Umwelt und auch die Menschen, welche in der Stadt leben, geschützt. Denn die Feinstaubpartikel und die Abgase können gesundheitliche Schäden verursachen.

Um dies durchzusetzen, müssen Fahrzeuge eine Umweltplakette besitzen, die darauf hinweist, ob sie in der Umweltzone fahren dürfen.

Was bei der Gruppe mit dem Schadstoff Euro 1 für eine Plakette notwendig ist, wie sich eine fehlende Feinstaubplakette auswirkt und was generell bei der Euro-1-Norm zu berücksichtigen ist, erfahren Sie in dem folgenden Ratgeber.

Wann wird ein Kfz in die Emissionsklasse Euro 1 eingestuft?

Es gibt vier verschiedene Schadstoffgruppen und drei Varianten für die Umweltplakette. Euro 1 gehört zur Schadstoffgruppe 1, welche auch unter der Bezeichnung „Euronorm 1“ bekannt ist.

Für Euro 1 gilt die Abgasnorm nur bei vierrädrigen Fahrzeugen.

Für Euro 1 gilt die Abgasnorm nur bei vierrädrigen Fahrzeugen.

Damit werden Autos gekennzeichnet, welche eher nicht umweltfreundlich sind und eine hohe Feinstaubemission haben.

Bei den Plaketten gilt, je geringer die Emission, desto höher ist die Nummer innerhalb der Schadstoffgruppe.

Diese Nummer findet sich auf der Umweltplakette deutlich sichtbar wieder.

Eine Feinstaubplakette 1 ist bisher keine Möglichkeit, da diese Fahrzeuge generell nicht in der Umweltzone fahren dürfen.
Da diese Autos allgemein einem Fahrverbot unterliegen, für die bestimmten Gebiete, wurde eine Feinstaubplakette für Euro 1 nicht eingeführt.

Diese Fahrzeuge erhalten gemäß Euro-1-Abgasnorm keine Umweltplakette:

  • Personenkraftwagen ohne einen geregelten Katalysator.
  • Meist ältere Dieselfahrzeuge, insbesondere die Autos, welche schlechte Werte hinsichtlich der Feinstaubpartikel aufweisen.
  • Alte Fahrzeuge mit einem Ottomotor.

Wenn Sie sich unsicher sind, ob die genannten Faktoren bei Ihrem Fahrzeug gegeben sind, dann können Sie auch in Ihren Fahrzeugpapieren nachsehen und daraus die Emissionsschlüsselnummern Ihres Fahrzeuges ablesen. Bei diesen Emissionsschlüsselnummern wird dem Fahrzeug keine Plakette zugeteilt:

  • Fahrzeuge mit einem Ottomotor und den Ziffern: 0, 03-13, 15, 17, 88, 98.
  • Fahrzeuge mit einem Dieselmotor und den Ziffern: 0-24, 34, 40, 77, 88, 98.

Zu finden sind diese Nummern in der Zulassungsbescheinigung. Hierbei sollten Sie bei älteren Fahrzeugen mit Papieren, welche vor dem 1. Oktober 2005 ausgestellt wurden, auf die letzten beiden Ziffern unter dem Punkt „zu 1“ nachsehen. Neuere Zulassungspapiere, die nach dem 1. Oktober 2005 ausgestellt wurden, haben die Emissionsnummern bei Teil I unter dem Punkt „14.1“, als die letzten zwei Ziffern stehen.

Ausnahmen für eine Umweltplakette bei Fahrzeugen der Gruppe Euro 1

Generell erhalten Fahrzeuge mit einem Ottomotor ohne einen Katalysator und mit dem US-Kat der ersten Generation keine Plakette. Allerdings gibt es diesbezüglich auch Ausnahmen. Beispielsweise wenn es sich um Kraftfahrzeuge mit Elektro-, Gas- oder Wasserstoffantrieb handelt. Diese Autos erhalten, trotz der Emissionsklasse Euro 1, dennoch eine grüne Plakette.

Gut zu wissen: Bei Fahrzeugen mit einem Dieselmotor sind diese Ausnahmen nicht zwangsläufig der Fall, da diese häufig mehr Feinstaub-Ausstoß haben und daher strenger bewertet werden.

Ist das Umrüsten der Fahrzeuge mit der Klasse Euro 1 empfehlenswert?

Wenn die Abgase von Ihrem Fahrzeug zu schädlich sind, gibt es keine Plakette.

Wenn die Abgase von Ihrem Fahrzeug zu schädlich sind, gibt es keine Plakette.

Durch die Einteilung in die Emissionsklasse Euro 1 haben Fahrer dieser Fahrzeuge einige Nachteile. Sie erhalten keine Umweltplakette, dürfen daher auch nicht in der Umweltzone fahren bzw. haben dort ein generelles Fahrverbot einzuhalten. Andernfalls droht ein Bußgeld, da das Fahren ohne eine Umweltplakette eine Ordnungswidrigkeit ist. Diese wird mit einem Bußgeld von 80 Euro geahndet. Punkte in Flensburg werden dafür allerdings nicht vermerkt.

Dennoch würde sich das Bußgeld summieren, wenn mit einem alten Fahrzeug innerhalb der Bereiche gefahren wird, in denen die Umweltzone und eine Plakettenpflicht gelten. Daher ist eine Investition in eine Umrüstung des Fahrzeuges empfehlenswert.

So kann ein kostenaufwändiges Euro 1 Fahrzeug zumindest in eine günstigere Schadstoffgruppe eingestuft werden und der Fahrer spart dadurch sogar in der Zukunft. Denn die Kfz-Steuer bei Euro 1 liegt höher als Fahrzeuge, welche beispielsweise eine Umweltplakette durch die Einstufung in die Klasse Euro 2 erhalten haben.

Wie funktioniert ein Umbau eines Autos mit Euro 1?

Wenn Sie Ihr Auto gerne umweltfreundlicher umrüsten lassen wollen, dann sollten Sie eine Werkstatt damit beauftragen, dass diese Ihnen einen Kaltlaufregler in Ihr Fahrzeug einbaut. Für diesen Umbau müssen allerdings der Katalysator und die Lambdasonde funktionsfähig sein und keine Mängel haben.

Ein Kaltlaufregler dient dazu, dass  die schädlichen Stoffe im Abgas deutlich minimiert werden, was die Umwelt schützt und die Feinstaubpartikel reduziert. Eine andere Variante ist es, dass Sie sich einen Rußfilter einsetzen lassen. Bei der Umrüstung des Fahrzeuges ist ein staatlicher Zuschuss von bis zu 330 Euro möglich. Danach kann durch die Einstufung in eine bessere Euro-Klasse die Hälfte der Steuern im Jahr gespart werden.

Durch eine fehlende Feinstaubplakette, darf das jeweilige Auto nicht in der Umweltzone fahren.

Durch eine fehlende Feinstaubplakette, darf das jeweilige Auto nicht in der Umweltzone fahren.

Nicht bei allen Fahrzeugen ist auch eine Umrüstung einfach möglich. Dennoch sollten Sie über diese Investition nachdenken, da einmal die Umwelt geschont wird und die Menschen in den Ballungszentren geschützt werden. Zudem haben Sie als Fahrer den Vorteil, dass Sie dann kein Bußgeld riskieren und bei der Kfz-Steuer einiges an den Kosten einsparen können.

Wieso sind Fahrzeuge der Emissionsklasse Euro 1 so schädlich?

Fahrzeuge welche keine Plakette zugeordnet bekommen, da Sie zur schlechtesten Schadstoffgruppe, der Gruppe 1 gehören, verursachen eine höhere Luftverschmutzung. Durch die abgegebenen Abgase kann sich Feinstaub weit mehr verbreiten, als es bei anderen Autos der Fall ist.

Andere Fahrzeuge, welche einen gesonderten Filter diesbezüglich besitzen, können die Umweltverschmutzung deutlich eingrenzen.

Durch erhöhte Messwerte in der Luft wurde festgestellt, dass der Feinstaubaustoß von Fahrzeugen immens ist und für den Mensch krebserregend sein kann. Die Qualität der Luft wird daher verbessert und die Schadstoffe reduziert, wenn Besitzer von Fahrzeugen mehr darauf achten, dass beispielsweise bei ihrem Auto ein Rußpartikelfilter nachgerüstet wird. Dadurch wird eine bessere Partikelminderungsstufe erreicht.

Schadstoffreduzierende Kraftfahrzeuge soll es in Deutschland außerdem nach und nach mehr geben. Die Produktion diesbezüglich soll weiter gefördert werden, sodass die Luftverschmutzung gerade in den Großstädten weiter gesenkt wird.

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