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Rote Umweltplakette – Welche Fahrzeuge bekommen sie?

Von bussgeldkatalog.org, letzte Aktualisierung am: 9. Oktober 2021

Was bei der Schadstoffgruppe 2 zu berücksichtigen ist

Die rote Umweltplakette erhalten Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 2.
Die rote Umweltplakette erhalten Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 2.

In Deutschland wurde im März 2007 die Verordnung durchgesetzt, dass Fahrzeuge durch farbliche Plaketten gekennzeichnet sein müssen. Diese geben an, zu welcher Schadstoffgruppe das Kfz zählt. In die anschließend entstandenen Umweltzonen, dürfen nur noch Kfz bestimmter Schadstoffgruppen fahren.

Aufgrund dieser Regelung soll die Umwelt geschont und die dort lebenden Menschen geschützt werden. Durch eine verbesserte Luftqualität, aufgrund reduzierter Schadstoffe in der Luft, soll das Risiko anhand der krebserregenden Stoffe in den Abgasen zu erkranken, verringert werden.

Da eine Feinstaubbelastung minimiert werden kann, wenn weniger Fahrzeuge in bestimmten Bereichen unterwegs sind, ist diese Kennzeichnungen durch die Umweltplaketten und die Unterteilung in Umweltzonen durchaus vorteilhaft.

Der folgende Ratgeber gibt Ihnen alle wichtigen Informationen über die rote Feinstaubplakette. Wann bekommt ein Auto eine rote Plakette? Was ist generell bei der Schadstoffgruppe 2 zu beachten? Die Antworten darauf erhalten Sie in dem anschließenden Text.

FAQ: Rote Umweltplakette

Wann bekommt ein Fahrzeug die rote Umweltplakette?

Die rote Umweltplakette erhalten ausschließlich Dieselfahrzeuge der Euro-2-Norm und der Euro-1-Norm mit Partikelfilter und die daher der Schadstoffgruppe 2 zugeordnet werden können.

Darf ich mit der roten Plakette in eine Umweltzone fahren?

Nein, nur mit der grünen Umweltplakette dürfen Sie in eine Umweltzone fahren. Außer in Neu-Ulm. Hier ist das Befahren der Umweltzone auch mit einer gelben Plakette möglich.

Ist es möglich, die rote Plakette auf Grün umzurüsten?

Plaketten können Sie nicht einfach umrüsten. Fahren Sie ein Auto der Euronorm 2 können (rote Plakette) können Sie hier aber einen Rußpartikelfilter einbauen. Ihr Fahrzeug fällt dann in die Schadstoffgruppe 3 und kann die gelbe Umweltplakette erhalten. Durch die höhere Schadstoffgruppe ergeben sich steuerliche Vorteile.

Ist die rote Umweltplakette eine Euro-2-Plakette?

Die Euronormen entsprechen nicht immer den Zahlen auf der Umweltplakette. So können Diesel der Abgasnorm Euro 2 entweder die rote Umweltplakette oder die gelbe Plakette erhalten. Die gelbe Umweltplakette erhalten Euro-2-Diesel aber nur mit einem Partikelfilter.

Voraussetzungen für die rote Umweltplakette

Die Umweltplakette in Rot erhalten in der Regel Dieselautos der Schadstoffklasse Euro 2 und Euro 1 mit Partikelfilter. Von den vier Plaketten-Kategorien ist diese nicht sehr vorteilhaft, wenn Sie möglichst barrierefrei unterwegs sein möchten. Die rote Umweltplakette ist sozusagen die schlechteste Kategorie, da danach nur noch die Schadstoffgruppe 1 folgt, welche keine Plakette bekommt. Insbesondere in den vielbefahrenden Gebieten ist es generell nicht möglich, dass mit einer Feinstaubplakette in rot gefahren wird.

Sie erhalten eine rote Umweltplakette, wenn Ihr Fahrzeug folgende Merkmale aufweist:

  • Ihr Fahrzeug ist in Schadstoffklasse 2 (Euro 2) oder in Schadstoffklasse 1 (Euro 1), aber mit Partikelfilter
  • Ihr Auto wurde zwischen 01.01.1997 und 31.12.2000 erstmals zugelassen (bei Lkw und Bussen: zwischen 01.10.1996 und 30.09.2001)
  • Für das Fahrzeug mit Dieselmotor lassen sich in Ihren Fahrzeugpapiere folgende Emissionsschlüsselnummern finden: 25-29, 35, 41, 71.
  • Sie fahren ein Fahrzeug mit einem Ottomotor, ein Verbrennungsmotor, welcher erhebliche Abgase verbreitet und daher in den Bereich für den Schadstoff bei Euro 2 fällt.

Die Euro-1- und Euro-2-Abgasnorm bedeutet, dass die Schadstoffe, welche das Fahrzeug ausstößt, gesundheitliche Schäden bei Menschen hinterlassen können. Der Feinstaub ist allgemein auch für die Umwelt schädlich.

In der Probe- und Anfangsphase der Umweltzonen, war es noch möglich, dass Sie diese mit einem Dieselfahrzeug und einer roten Feinstaubplakette (Euro 2 oder Euro 1 mit Partikelfilter) befahren durften. Dies ist seit dem 1. Januar 2015 untersagt.

Merkmale der roten Umweltplakette

Die rote Plakette kennzeichnet Autos mit hoher Schadstoffemission.
Die rote Plakette kennzeichnet Autos mit hoher Schadstoffemission.

Die Plakette der Schadstoffgruppe 2 ist durch ein Verkehrsrot farblich gut und deutlich gekennzeichnet. Zudem ist die Nummer 2 groß auf der Plakette zu sehen. Das Kennzeichen des jeweiligen Fahrzeugs muss mit einem lichtechten schwarzen Stift auf der Umweltplakette in das weiße Feld eingetragen werden. Der Plaketten-Durchmesser liegt bei 80 Millimetern. Sie ist rund und schwarz umrandet. Die aufgeführten wichtigen Ziffern der jeweiligen Schadstoffgruppe umfassen eine Höhe von 35 Millimetern und sind in der Schrift DIN 1451 verfasst.

Auch die Farben der Untergründe, welche die Signalfarbe zeigen und charakteristisch für die genaue Einstufung sind, werden lichtecht hergestellt. Dadurch ist eine einfache Ablösung nicht möglich und die Plaketten sind zudem fälschungssicher.

In die Umweltzone mit roter Plakette fahren: Welche Strafe folgt?

Diesel-Fahrzeuge der Euronorm 2 und der Euronorm 1 mit Partikelfilter erhalten eine rote Umweltplakette, da sie viele Schadstoffe ausstoßen. Deswegen dürfen Fahrzeuge mit der Schadstoffgruppe 2 nicht in allen Zonen fahren. Das Verkehrsschild, welches auf die Umweltzonen hinweist, gibt auch an, welche Plakette Sie benötigen, um innerhalb des Bereiches fahren zu dürfen. Es gibt jedoch keine Umweltzonen, die Sie mit einer roten Umweltplakette befahren dürfen.

Fahrzeuge der Euro-2-Abgasnorm können einen Partikelfilter nachrüsten und so statt der roten eine gelbe Umweltplakette erhalten.
Fahrzeuge der Euro-2-Abgasnorm können einen Partikelfilter nachrüsten und so statt der roten eine gelbe Umweltplakette erhalten.

Wer trotzdem mit der roten oder ohne eine Umweltplakette (obwohl das für das Kfz vorgeschrieben ist) in eine Umweltzone fährt, der riskiert ein Bußgeld. Die Geldbuße dafür liegt bei 80 Euro. Punkte in Flensburg werden jedoch nicht notiert.

Die rote Umweltplakette auf eine grüne ändern – Geht das?

Nein, das geht nicht. Denn es ist nur möglich auf die nächsthöhere Schadstoffgruppe aufzurüsten.

Die rote Plakette wird für Kfz der Schadstoffgruppe 2 vergeben (Euro 2 und Euro 1 mit Partikelfilter). In Euro-2-Fahrzeuge können Sie ein Partikelminderungssystem einbauen lassen. Diese Nachrüststufe muss von einer Werkstatt bestätigt werden. Dadurch würde Ihr Kfz in die Schadstoffgruppe 3 eingeordnet werden. Damit können Sie aber dennoch nur die gelbe Plakette bekommen.

Eine grüne Plakette erhalten Sie, wenn Ihr Kfz zur Schadstoffgruppe 4 zählt. Dazu gehören Fahrzeuge der Schadstoffklasse Euro 4 oder höher oder Euro-3-Diesel mit Rußpartikelfilter.

Mit Euro 2 Schadstoffklasse können Sie also keine grüne Plakette bekommen.

Gut zu wissen: Es kann sogar die Kfz-Steuer bei der Euro 2 mit einer Umrüstung gespart werden. Die Aufstufung der Euro-Klasse kann bis zur Hälfte der Steuern im Jahr einsparen.

Generell erhalten Sie also bei der Schadstoffklasse Euro 2 eine gelbe oder rote Plakette und somit ein Fahrverbot in meisten Umweltzonen.

Allerdings gibt es auch Ausnahmen, wenn Ihr Fahrzeug beispielsweise nicht umgerüstet werden kann, dass dennoch für Sie kein Fahrverbot anfällt. Dabei sind die folgenden Faktoren wichtig:

  • Bei dem Fahrzeug handelt es sich um eine Arbeitsmaschine oder eine land- und forstwirtschaftlich genutzte Zugmaschine.
  • Kraftfahrzeuge, wie Motorräder oder generell zwei-und dreirädrige Kraftfahrzeuge sind von der Regelung der Umweltzonen ausgeschlossen.
  • Es handelt sich bei dem Fahrzeug um einen Oldtimer, welches mit dem H-Kennzeichen oder einer roten 07-Nummer ausgestattet ist.
  • Ärztliche Fahrzeuge, wie Krankenwagen müssen keine Umweltplakette besitzen.

Wie teuer ist eine rote Umweltplakette?

Eine Plakette kostet zwischen 5 bis 10 Euro und kann entweder durch ein Formular online bestellt werden oder Sie kaufen diese persönlich. Dafür müssen Sie nur Ihre Fahrzeugpapiere vorzeigen, um die Umweltplakette zu erhalten. Durch den Versand kostet die Plakette in der Regel 6 Euro.

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5 Kommentare

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  1. Hans - Peter J. sagt:

    Fahrzeuge mit Euro 2 sind laut TÜV und DEKRA sauberer wie Euro 4 – 5, hier sehe ich schon wieder ein Betrug, mein LKW 9 tonner: hat eine Euro 2 Plakete, darauf sagte ich dann können Sie mir auch die grüne geben, der Prüfer sagte, würde ich gerne tun, aber die EU in Brüssel, hat eine andere Meinung. Was soll man von Brüssel halten. Der Abgastest hat das Fahrzeug bestanden.

  2. Wolfgang sagt:

    Können Sie bestätigen, dass man Fahrzeuge mit Schadstoffklasse Euro 2 ab Februar nächsten Jahres in Frankfurt nicht mehr fahren darf?

  3. Pascal sagt:

    und wieder macht der Deutsche staat sachen die gar keinen sinn ergeben um die Wirtschaft voranzutreiben weil die alten Autos zu lange halten… doof sind wir nicht. Gottseidank wohne ich weit von der nächsten “Umweltzone” weg… so kann ich meinen Diesel mit roter Plakette noch lange fahren..

  4. K. Schulz sagt:

    Mein Gedanke… Nissan 200 SX, Bj. 1999, Euro 2, Benziner… wäre ein Youngtimer… glaube ich… Ab 35 Jahren ein Oldtimer – richtig?
    Ob Umrüstung möglich ist, kann ich nicht sagen. Reicht eine bestandene AU aus? Oder wird der mit roter Plakette eingestuft?
    Freue mich über ne fachmännische Antwort.

    LG
    K. aus Sachsen

  5. Wilfried sagt:

    Hallo
    kann man einen Partikelfilter bei einem L200 nachrüsten und was kostet das

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