Handy am Steuer: In der Probezeit ein B-Verstoß

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Die Ordnungswidrigkeit „Handy am Steuer“

Telefonieren am Steuer verlängert die Probezeit nicht, es handelt sich um einen B-Verstoß.

Telefonieren am Steuer verlängert die Probezeit nicht, es handelt sich um einen B-Verstoß.

Seit dem Jahr 2004 ist das Telefonieren mit dem Handy am Steuer verboten. Dies gilt nicht nur in der Probezeit, sondern immer und für jeden. Durch die Überarbeitung des Bußgeldkatalogs fallen nun seit Mai 2014 für die Ordnungswidrigkeit ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro und ein Punkt in Flensburg an.
In der Straßenverkehrsordnung (StVO) ist ein entsprechendes Verbot verankert:

Wer ein Fahrzeug führt, darf ein Mobil- oder Autotelefon nicht benutzen, wenn hierfür das Mobiltelefon oder der Hörer des Autotelefons aufgenommen oder gehalten werden muss. Dies gilt nicht, wenn das Fahrzeug steht und bei Kraftfahrzeugen der Motor ausgeschaltet ist. (§23 Asb 1a StVO).

Dieses Verbot erstreckt sich allerdings nicht nur auf das Telefonieren am Steuer, sondern beinhaltet eben alle Aktionen mit dem Handy, für welches es aufgenommen werden muss. Dazu zählen also auch SMS schreiben, Anrufe und die Uhrzeit checken und Anruf wegdrücken. Soll das Handy als Navigationsgerät genutzt werden, muss eine Halterung bzw. Freisprechanlage genutzt werden. Schon das bloße in der Hand halten des Handys führt zum Bußgeldbescheid.

Nutzen Fahrer im Auto eine Freisprechanlage oder die Sprachfunktion des Handys, ist mit keinen Strafen zu rechnen. Angesichts der steigenden Unfallzahlen, weil Fahrer mit dem Handy beschäftigt waren, ist eine Freisprechanlage eine sinnvolle Anschaffung, zumal sie in der Regel günstiger als ein Bußgeld von 60 Euro ist.

Im Folgenden erklären wir, wie es Fahranfängern ergeht, die in der Probezeit mit dem Handy am Steuer erwischt werden.

Ordnungswidrigkeiten in der Probezeit: A- und B-Verstöße

Ordnungswidrigkeiten werden im Bußgeldkatalog nach A- und B-Verstößen kategorisiert. Jenachdem fällt die Strafe milder oder höher aus.
Zu typischen A-Verstößen zählen Ordnungswidrigkeiten wie beispielsweise:

  • Überholen um Überholverbot
  • Rotlichtverstoß

Zu B-Verstößen zählen unter anderem:

  • Kennzeichenmissbrauch
  • mit abgefahrenen Reifen fahren
  • Gefährdung anderer beim Abbiegen

So gilt auch die Ordnungswidrigkeit „Handy am Steuer“ in der Probezeit als B-Verstoß und hat damit keine Konsequenzen für die Probezeit – es sei denn, es liegen bereits Verstöße vor.

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Wer in der Probezeit das Handy am Steuer nutzt, kassiert einen Punkt und ein Bußgeld von 60 Euro.

Wer in der Probezeit das Handy am Steuer nutzt, kassiert einen Punkt und ein Bußgeld von 60 Euro.

Während A-Verstöße zu einer Verlängerung der Probezeit um zwei Jahre und einem Aufbauseminar führen, ist bei B-Verstößen erst einmal nur das Bußgeld zu zahlen und der Punkt auf dem Punktekonto zu verkraften. Genaueres dazu erfahren Sie im Folgenden.

Handy am Steuer in der Probezeit: Mit welchem Bußgeld ist zu rechnen?

Fahranfänger, die mit dem Handy am Steuer in der Probezeit erwischt werden, zahlen das reguläre Bußgeld von 60 Euro und kassieren einen Punkt in Flensburg. Handelt es sich gleichzeitig um den ersten B-Verstoß ist mit keinen weiteren Konsequenzen in Bezug auf die Probezeit zu rechnen.

Anders sieht dies allerdings aus, wenn der Fahranfänger bereits einen B-Verstoß eingefahren hat, denn dann kommt es ebenfalls zu einer Verlängerung der Probezeit und einer Teilnahme beim Aufbauseminar. Handeln Sie sich durch das Telefonieren in der Probezeit einen B-Verstoß ein und setzten noch einen A-Verstoß drauf, verlängert sich die Probezeit ebenfalls und das Aufbauseminar steht an.

Wurde der Fahranfänger beispielsweise zum zweiten Mal mit dem Handy am Steuer in der Probezeit erwischt, kommt es ebenfalls zu einer Verlängerung dieser und zu einem Aufbauseminar. Darüber hinaus wird ein zweiter Punkt auf dem Konto gut geschrieben und die Buße ist erneut zu zahlen. Unter Umständen wirft die Bußgeldstelle dem Fahrer Beharrlichkeit vor und verhängt ein Fahrverbot.

Führerscheinentzug durch das Telefonieren am Steuer in der Probezeit?

Befindet sich ein Fahranfänger bereits in der verlängerten Probezeit, kann der Verstoß „Handy am Steuer in der Probezeit“ weitreichende Konsequenzen haben. Erst einmal führen ein erster B- und A-Verstoß zu keinen Problemen.

Kommt allerdings ein A- oder drei B-Verstöße hinzu wird die Fahrerlaubnis und damit der Führerschein entzogen. Lassen sich Fahranfänger also mehrmals mit dem Handy am Steuer in der Probezeit erwischen, kann dies zum Führerscheinentzug führen. Darüber hinaus kann die Bußgeldstelle von Beharrlichkeit ausgehen und ein Fahrverbot verhängen.

Auch für Radfahrer gilt das Handyverbot. Wird dies allerdings missachtet, fällt ein Bußgeld von 25 Euro an. Auch dieses Vergehen wird als B-Verstoß gewertet.

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14 Kommentare

  1. jessica sagt:

    hey ich bin noch in der probezeit und wurde mit dem handy erwischt in der hand!
    was passiert mir jetzt wegen meinem Führerschein?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Jessica,

      in der Regel zieht der Verstoß Handy am Steuer ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro nach sich. Da es sich jedoch um einen B-Verstoß handelt wird die Probezeit üblicherweise nicht verlängert. Kommt allerdings ein weiterer Verstoß hinzu, kann dies durchaus geschehen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  2. Sascha sagt:

    Moin moin wurde geblitzt mit 12 kmh zu schnell und dazu das Handy am Steuer habe ein Bescheid bekommen das beides gesehen wurde muss ich zum aufbauseminar? So wie ich es gelesen habe nur wenn ich 21 zu schnell gefahren wäre. Was ist wenn ich nun noch mal geblitzt werde?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Sascha,

      mit 12 km/h zu schnell folgen keine Probezeitmaßnahmen. Allerdings stellt das Handy am Ohr einen B-Verstoß dar. Sollten Sie erneut mit dem Handy erwischt werden, wird Ihre Probezeit verlängert. Sollten Sie erneut unter 21 km/h geblitzt werden, stellt dies ebenfalls keinen A-Verstoß dar. Außer dem Verwarnungsgeld sollten keine anderen Konsequenzen folgen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  3. Tanja sagt:

    Hallo,

    Ich kenne eine Person, die wirklich sehr unverantwortlich Auto fährt.Sie stellt eine Gefahr für sich und für andere dar. Sie ist noch in der Probezeit, hat bereits Unfallflucht begangen und wurde mehrfach geblitzt, z.B. einmal mit 22 km/h zu viel (innerorts) und 51 km/h zu viel (außerorts). Außerdem hat sie bereits Besuch von der Polizei bekommen, weil jemand dachte, sie sei betrunken Auto gefahren und sich das Kennzeichen gemerkt hat. Mir hat sie erzählt, sie sei am Steuer eingeschlafen; das auch mehrfach. Ich weiß auch mit Sicherheit, dass sie alkoholisiert Auto gefahren ist, nur wird sie nie erwischt. Hinzu kommt, dass sie neulich in ein Taxi gefahren ist. Sie sagt, sie sei eingeschlafen, ich vermute, sie hat, wie so oft, wieder Handyvideos am Steuer gedreht. Sie macht regelmäßig Life-Videos auf Facebook und Snapchat während sie fährt und andere Autos überholt.
    Ihre Eltern habe ihr schon öfter das Auto weggenommen, es ihr aber immer wieder zurückgeben.
    Einmal hat sie, als ihr das Auto weggenommen wurde, ein Auto ihres Vaters geklaut, ist damit losgefahren und hat einen Unfall gebaut. Sie ist mit dem Auto, dass sehr stark beschädigt war, zu uns nach Hause gefahren und hat es einfach hier stehen gelassen.
    Einmal ist sie mit ihrem Auto liegengeblieben, weil sie nicht getankt hat.
    Bis jetzt hat sie nur einen Monat Fahrverbot bekommen und hat ihren Führerschein schon wieder zurückbekommen.

    Müsste sie ihren Führerschein nicht schon längst verloren haben?
    Muss ich jetzt darauf hoffen, dass sie von der Polizei erwischt wird?
    Kann ich irgendetwas tun?
    Sie fährt wirklich wie eine Wahnsinnige!

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Tanja,

      Ihnen steht es immer frei sich an die zuständigen Behörden zu wenden und Verstöße dort anzuzeigen. Da wir keine Rechtsberatungen durchführen, empfehlen wir Ihnen den Rat eines Anwalts einzuholen, da dieser die Situation beurteilen kann und Sie entsprechend berät.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  4. Sebastian sagt:

    Guten Tag,

    Ich wurde letztens mit Handy am steuer angehalten.
    Ich hatte es in der Hand, da es so lange geklingelt hat bis ich es ausgemacht habe. In dem kurzen Moment bin ich leicht nach rechts gezogen, aber habe direkt wieder das auto gerade gehalten und dann ging schon das Blaulicht hinter mir an, überholte mich und ich sollte folgen.
    Der Polizist forderte Führerschein und Fahrzeugpapiere wie normal, er meinte ich wäre gegen den Bordstein gefahren und Papa würde sich freuen da ich die Felgen kaputt fahren würde weil ich am Handy war. Wohlgemerkt als ich nach dem Szenario nachgeschaut habe war nichtmal ein Kratzer weder an der Felge noch am Reifen und ich denke bei 50kmh merkt und hört man auch wenn man gegen den Bordstein fährt.
    Etwas dazu gesagt hab ich in dem Moment auch nicht, da ich noch einen leichten schock hatte da ich auch das erste mal Angehalten wurde.
    Als nächstes meinte der Polizist nach dem Blick auf den Führerschein das ich ja noch in der Probezeit sei und das wohl eine Nachschulung bzw. ein Aufbauseminar fällig wird und das ein teurer Spaß wird in höhe von etwa +450€.
    Er wollte mein Handy sehen und hat sich Modell und Marke aufgeschrieben und meinte ich solle es in Zukunft lassen, was ich natürlich auch lassen werde ist klar.
    Was man dazu sagen muss ich habe mir noch nie vorher irgendetwas zu schulden kommen lassen, weder A noch B Verstöße. Nichtmal geblitzt wurde ich in jeglicher Hinsicht.

    Meine Frage ist jetzt, hat der Polizist nur geblufft um Angst zu machen oder ist es doch möglich das ich ein Aufbauseminar aufgebührt bekomme? Rein rechtlich müsste ich ja nur 60€ und einen Punkt bekommen, da es ja nur ein B-Verstoß ist und der erste Verstoß.

    Liebe Grüße

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Sebastian,

      in der Regel handelt es sich beim Verstoß Handy am Steuer um einen B-Verstoß, der, wie Sie richtig aufführen, ein Bußgeld von 60 Euro sowie einen Punkt in Flensburg zur Folge hat. Üblicherweise ist hier nicht mit einem Aufbauseminar zu rechnen, wenn keine weiteren Verstöße vorliegen. Dennoch müssen Sie hier den Bußgeldbescheid abwarten. In diesem sollten alle Sanktionen aufgeführt sein.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  5. Zimmermann sagt:

    Hallo ich hab mal eine frage ich wurde in meiner probezeit angehalten wegen telefonieren und musste Bußgeld bezahlen und habe einen Punkt bekommen . Seit Januar bin ich aus der probezeit laut meinen Führerschein. Da wollte ich mal fragen ob das wirklich so ist oder automatisch durch den Punkt verlängert wurde und ich noch garnicht aus der probezeit bin ?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Zimmermann,

      beim Handy am Steuer handelt es sich um einen B-Verstoß. Wenn Sie keinen weiteren Verstoß begangen haben, sollte Ihre Probezeit nach zwei Jahren beendet sein.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  6. Rafail sagt:

    Guten Tag,

    ich wurde während meiner Probezeit Rot-geblitzt und musste an einem Aufbauseminar teilnehmen.
    Wenige Monate später wurde ich mit dem Handy am Steuer erwischt und musste 60 Euro bezahlen + 1 Punkt.
    Gestern wurde ich geblitzt, Außerorts mit 27km/h zu viel. (70 km/h waren erlaubt, ich bin direkt nachdem ich geblitzt
    worden bin zu den Kollegen gefahren die den Blitzer aufgestellt haben um zu fragen wie viel km/h ich zu schnell unterwegs war.)

    Jetzt mache ich mir große Sorgen ob ich meinen Führerschein entzogen bekomme, mit MPU und mehrere Monate Fahrverbot. So wie ich das Verstanden habe dürfte mein Führerschein eigentlich nicht entzogen werden oder?

    Danke im voraus an die Redaktion!

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Rafail,

      Sie dürften noch Glück haben. Der Führerschein wird in der Probezeit erst entzogen, wenn Sie drei A-Verstöße gesammelt haben, wobei zwei B-Verstöße als ein A-Verstoß gelten. So wie Sie es beschreiben, haben Sie nun zwei A-Verstöße (Rote Ampel und Geschwindigkeitsverstoß). Das Handy am Steuer ist ein B-Verstoß. Sie sollten also zukünftig besser auf die Einhaltung der Verkehrsregeln achten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  7. Lara sagt:

    Hallo,

    knapp zwei Jahre ist es jetzt her, dass meine Probezeit wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung verlängert wurde. Ich habe Bußgeld gezahlt, das Aufbauseminar absolviert + 1 Punkt. Heute bin ich nun mit dem Handy am Steuer angehalten worden und frage mich, ob das wegen der Vorgeschichte größere Konsequenzen als die 60€ und einen weiteren Punkt hat.

    Danke im vorraus

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Lara,

      da es sich dabei um einen B-Verstoß handelt, müssen Sie mit keinen probezeitrelevanten Maßnahmen rechnen. Allerdings wird Ihnen bei einem weiteren B-Verstoß die Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung empfohlen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

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