Verwarnungsgeldkatalog: Was droht bei „geringfügigen“ Verstößen?

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Wann müssen Sie mit einem Verwarngeld rechnen?

Verwarnungsgeldkatalog: Parken an einer unübersichtlichen Stelle kann ein Verwarngeld nach sich ziehen.

Verwarnungsgeldkatalog: Parken an einer unübersichtlichen Stelle kann ein Verwarngeld nach sich ziehen.

Wer im Straßenverkehr sogenannte „geringfügige Ordnungswidrigkeiten“ begeht bzw. verschuldet, dem kann durch die zuständige Verwaltungsbehörde – wie die Polizei oder das Ordnungsamt – ein Verwarnungsgeld bzw. Verwarngeld drohen.

Hierbei handelt es sich um eine Geldsanktion, welche gemäß § 56 Gesetz über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) eine Höhe von 5 bis 55 Euro aufweist. Darüber hinaus werden anders als bei Geldbußen bei Verwarngeldern hingegen keine Verwaltungskosten von der Behörde erhoben.

Doch welche Verstöße umfasst der Verwarnungsgeldkatalog? Sieht der Gesetzgeber für manche Tatbestände sowohl Verwarn- als auch Bußgelder vor? Und was folgt, wenn Sie die Geldsanktion gemäß Verwarngeldkatalog nicht begleichen? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert der nachfolgende Ratgeber.

Auszug aus dem Verwarnungsgeldkatalog

Eine Auswahl an Tatbeständen, für welche Sanktionen gemäß Verwarnungsgeldkatalog drohen und die entsprechenden Verwarngelder, zeigt die nachfolgende Tabelle:

Tatbestand Verwarngeld
Vorschriftswidriges Befahren des Gehwegs10 Euro
Behinderung durch zu langsames Fahren20 Euro
Rechtsüberholen innerhalb geschlossener Ortschaften30 Euro
Missachtung der Vorfahrt25 Euro
Abbiegen ohne rechtzeitige Anzeige der Fahrtrichtungsänderung10 Euro
Parken an einer engen bzw. unübersichtlichen Straßenstelle
15 Euro
Halten vor oder in einer Feuerwehrzufahrt 10 Euro
Unzulässiges Parken in der zweiten Reihe
20 Euro
Parken ohne Parkschein
10 Euro
Missbrauch der Hupe
5 Euro
Fehlender Verbandskasten
5 Euro
Fehlende Warnweste
15 Euro
Sicherheitsgurt nicht angelegt
30 Euro
Zu laute Musik im Auto 10 Euro

Wichtig! Ein eigenständiger Verwarnungsgeldkatalog existiert in Deutschland nicht mehr. Stattdessen umfasst der vereinheitlichte Tatbestandskatalog seit 2002 sowohl Buß- als auch Verwarngelder.
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Was beinhaltet der Verwarnungsgeldkatalog?

Verwarngeldkatalog: Sanktioniert im Straßenverkehr begangene geringfügige Ordnungswidrigkeiten.

Verwarngeldkatalog: Sanktioniert im Straßenverkehr begangene geringfügige Ordnungswidrigkeiten.

Die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr wird in Deutschland durch verschiedenste Vorschriften und Gesetze geregelt. Zu den wichtigsten Rechtsverordnungen zählt dabei die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), welche die allgemeinen Verkehrsregeln und die Vorschriften zu den einzelnen Verkehrszeichen umfasst.

Darüber hinaus basieren Bußgeld- und Verwarnungsgeldkatalog auf der StVO bzw. sanktionieren ein vom Gesetzestext abweichendes Verhalten.

Viele Tatbestände im Verwarngeldkatalog sind zum Parken und Halten bzw. Verstößen im ruhenden Verkehr. Dabei ist die Höhe der Geldsanktion nicht selten auch davon abhängig, wie lange Sie dort verkehrswidrig parken und ob Sie andere Verkehrsteilnehmer dadurch behindern.

Abhängig von den Umständen des Verkehrsverstoßes drohen bei manchen Tatbeständen entweder Sanktionen gemäß Bußgeld- oder Verwarngeldkatalog. Wird die Geschwindigkeit überschritten, ist hierbei die tatsächliche km/h-Angabe – nach Abzug einer Toleranz – ausschlaggebend. Demnach greift der Verwarnungsgeldkatalog in der Regel bis zu einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 15 km/h. Darüber hinaus droht ein Bußgeld.

Die im Verwarngeldkatalog gemäß StVO definierten Sanktionen sind grundsätzlich als Entgegenkommen der Behörden zu bewerten. Begleichen Sie diese Forderungen nicht oder nicht rechtzeitig, besteht die Möglichkeit, dass die zuständige Behörde ein Bußgeldverfahren einleitet. In diesem Fall müssen Sie mit höheren Sanktionen als denen im Verwarnungsgeldkatalog rechnen, denn bei einem Bußgeldbescheid fällen zusätzliche Verwaltungskosten an.
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