Nach einem Unfall einen Anwalt einschalten: Lohnt sich das?

Von Sandra, letzte Aktualisierung am: 3. Juli 2019

Nach unverschuldetem Unfall: Anwalt ist empfehlenswert

Es lohnt sich, nach einem Unfall einen Anwalt einzuschalten.

Es lohnt sich, nach einem Unfall einen Anwalt einzuschalten.

Rechtsanwälte lohnen sich erst, wenn es Probleme gibt!

Viele Menschen beherzigen diesen Satz und kontaktieren einen Anwalt meist erst, wenn sich massive Schwierigkeiten abzeichnen.

Oftmals können Rechtsexperten in diesem Fall lediglich den Schaden begrenzen. Eine rechtzeitige Hinzuziehung eines Anwalts kann hingegen Nachteilen von vorneherein entgegen wirken.

Hinzu kommt, dass Anwälte Betroffene meist auf Rechte hinweisen können, welche Ihnen zustehen aber nicht bedacht wurden.

Doch wer muss die entstandenen Kosten bezahlen? Bei einem Unfall einen Anwalt nehmen: Ja oder Nein? In diesem Ratgeber bekommen Sie eine Antwort und erfahren, wie Ihnen ein Anwalt nach einem Unfall helfen kann.

Weitere Informationen zur Zuhilfenahme eines Anwalts nach einem Unfall

Schuldhafter Verkehrsunfall: Kann ein Anwalt die Kosten reduzieren?

Sie sind überzeugt, Sie sind für den Zusammenstoß mit einem anderen Kfz verantwortlich? Auch in diesem Fall ist es ratsam, nach dem Verkehrsunfall schnellstmöglich einen Rechtsanwalt zu kontaktieren.

Möglicherweise trifft Sie nur eine Teilschuld. In diesem Fall kann ein Experte ermitteln, welche Ansprüche gegen Sie bestehen. Des Weiteren kann ein Rechtsanwalt nach einem Autounfall sowohl die eigene als auch die gegnerische Versicherung kontaktieren und mit dieser kommunizieren.

Es ist ratsam, am Unfallort kein Schuldeingeständnis zu unterschreiben, selbst wenn Sie überzeugt sind, der Verursacher zu sein. Füllen Sie nur den Unfallbericht wahrheitsgemäß aus.

Ohne Schuld in einen Unfall verwickelt? Ein Rechtsanwalt ist zu empfehlen

Bei der Kommunikation mit Versicherungen hilft Ihnen ein Rechtsanwalt nach einem Verkehrsunfall weiter.

Bei der Kommunikation mit Versicherungen hilft Ihnen ein Rechtsanwalt nach einem Verkehrsunfall weiter.

Umgekehrt sollten Sie nicht auf einen Anwalt verzichten, selbst wenn alle Beteiligten sich einig sind, dass Sie für den Zusammenstoß nicht die Schuld tragen.

Denn auch in diesem Fall gilt: Sie verhandeln nicht direkt mit den anderen Unfallbeteiligten, sondern mit deren Versicherungen.

Diese wollen natürlich so wenig zahlen wie möglich und beauftragen deshalb Experten damit, den für sie günstigsten Weg zu finden. Dies begründen sie meist mit jenem Teil der Rechtsprechung, welcher ihnen in die Karten spielt.

Ein Anwalt für Unfallrecht und Verkehrsrecht kann ermitteln, ob diese auf Ihren Unfall überhaupt zutrifft und welche Urteile von der Versicherung ausgelassen wurden.

Sogar der Bundesgerichtshof bestätigt, dass Sie als schuldloser Beteiligter eines Unfalls das Recht haben, unmittelbar nach einem Unfall einen Anwalt einzuschalten.

Dies beruht auf dem Prinzip der Chancengleichheit: Immerhin können gegnerische Versicherungen deutlich mehr Erfahrung und Expertenwissen vorweisen als Geschädigte.

Mietwagen oder Schadensersatz – was steht Ihnen zu?

Oftmals wissen viele Betroffene nicht, welche Rechte Ihnen zustehen. Ein Rechtsanwalt ermittelt nach einem Unfall genau, ob beispielsweise ein Anspruch auf Schadensersatz geltend gemacht werden kann.

Vielleicht muss die gegnerische Versicherung ebenfalls einen Mietwagen finanzieren, bis der Schaden an Ihrem Kfz behoben wurde. Auch hier ist es ratsam, die teilweise schwierige Kommunikation einem Anwalt zu überlassen.

Schmerzensgeld kann Ihnen ebenfalls nach einem Unfall zustehen – auch in diesem Fall kann ein Anwalt ausloten, welche Beträge Sie fordern können.

Nach einem Unfall einen Anwalt einschalten: Welche Kosten entstehen und wer zahlt sie?

Die Kosten für einen Anwalt: Nach einem Unfall müssen Sie nicht immer zahlen.

Die Kosten für einen Anwalt: Nach einem Unfall müssen Sie nicht immer zahlen.

Viele scheuen sich aufgrund der Kosten, nach einem Autounfall einen Anwalt zu kontaktieren. Doch die Gebühren müssen nicht immer von Ihnen beglichen werden.

Geben Sie Ihrem Anwalt nach dem Autounfall den Auftrag, die Schadensregulierung durch die Versicherung kritisch zu überwachen. Denn in der Regel müssen nicht Sie, sondern die Versicherung die Kosten dafür tragen.

Grundsätzlich gilt: Sind Sie nicht schuldig an dem Autounfall, wird der Rechtsanwalt von der gegnerischen Haftpflichtversicherung bezahlt.

Liegt allerdings eine Teilschuld vor, zahlt der Versicherer Ihres Unfallgegners lediglich einen Teil der Anwaltskosten: nämlich den, der sich auf die Schuld Ihres Gegners bezieht.

Besprechen Sie diese Option vorab mit Ihrem Anwalt. Viele Rechtsexperten lassen sich darauf ein, Ihren Auftrag nicht auf den gesamten Schaden an den Kfz, sondern auf den schuldhaften Teil Ihres Gegners zu begrenzen.

Es gilt also beim Verkehrsunfall: Die Anwaltskosten trägt der Schuldige.

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