Oldtimer kaufen - Alte Autos kaufen - Autokauf 2018

Oldtimer kaufen – beliebte Klassiker unter den Autos

Alles rund um den Oldtimer-Kauf finden Sie hier

Wenn Sie einen Oldtimer kaufen wollen, sind zahlreiche Aspekte zu bedenken.

Wenn Sie einen Oldtimer kaufen wollen, sind zahlreiche Aspekte zu bedenken.

Für viele kommt ein Fahrzeug von der Stange nicht in Frage. Neu produziert und frisch aus dem Werk erzählen sie weder eine Geschichte noch haben sie das gewisse Extra. Wer nicht selbst mit dem Oldtimer unterwegs sein will, der kann sich einen Oldie auch als wertvolle Geldanlage zulegen.

Gründe genug, sich für einen Klassiker zu entscheiden. Doch welcher Hersteller, welches Modell und welche Ausstattung sollen es sein? Wo lauern beim Oldtimer-Kauf die größten Gefahren und wo gibt es günstige Oldtimer zu kaufen? Fragen, denen wir uns in diesem Ratgeber widmen.

Der Oldtimermarkt – die beliebtesten Exemplare der Deutschen

Dem Verband der Automobilindustrie (VDA) nach, greifen immer mehr Menschen in Deutschland zu einem Oldtimer. Im Jahr 2015 zählte der Verein über 350.000 Exemplare mit einem stolzen Alter von dreißig Jahren oder älter. Sie alle befanden sich zudem in ihrem Originalzustand und wurden nicht modifiziert. Nur unter diesen Voraussetzungen erhalten sie ein H-Kennzeichen, das sich steuerbegünstigend auswirkt.

Historische Kraftfahrzeuge wie Oldtimer können ein H-Kennzeichen erhalten, wenn sie zum Kulturerhalt beitragen. Dies hat ein Gutachter zu bestätigen. Voraussetzung hierfür ist, dass ab der Erstzulassung mindestens 30 Jahre ins Land gegangen sind und auch der Originalzustand noch größtenteils vorhanden ist. Ob ein Fahrzeug über ein H-Kennzeichen verfügt, ist an der letzten Stelle zu erkennen. Dort ist dann ein H vermerkt.

Der beliebteste Oldtimer der Deutschen ist noch immer der Käfer von Volkswagen. Gleich dahinter, jedoch deutlich abgeschlagen, liegt auf Platz zwei der Mercedes Benz Typ W und auf Platz drei der R 107 desselbigen Herstellers. Erst auf Platz vier folgt der VW Golf.

Auch die auf dem deutschen Markt beliebtesten Marken hat der VDA im Jahr 2015 untersucht. Auf dem Siegerpodest der beliebtesten Oldtimer nahm Mercedes-Benz Platz. Dahinter rangiert der Konkurrent Volkswagen. Am dritt häufigsten wurden Oldtimer von Porsche gekauft. Erst dann folgten Ford, Opel und BMW.

Die Oldtimer-Auktion: eine Möglichkeit, einen echten Schatz zu ergattern

Während Interessenten gewöhnliche Gebrauchtwagen, Lkw und Motorräder in der Regel über einen lokal ansässigen Händler oder von privat kaufen, erfolgt der Oldtimer-Kauf häufig über eine sogenannte Oldtimerbörse. Im Rahmen einer Oldtimer-Versteigerung können Interessenten hier nicht nur Pkw, sondern zum Beispiel auch Oldtimer-Motorräder kaufen oder Oldtimer-Traktoren erwerben. Wer künftig einen Oldie sein Eigen nennen möchte, dem seien auch Inserate in Fachzeitschriften ans Herz gelegt. Hier verkaufen Eigner ebenfalls ihre alten Klassiker.

Damit sie beim Oldtimer-Kaufen vom Anbieter beim Preis nicht über den Tisch gezogen werden, ziehen Sie den Deutschen Oldtimer Index (DOX) zur Wertermittlung heran. Er wird vom VDA seit 1999 herausgegeben und bietet anhand verschiedener Fahrzeugtypen einen Anhaltspunkt, wie viel Geld Sie investieren sollten und ob der verlangte Preis den Wert des Fahrzeugs übersteigt.

Der Oldtimerhandel – diese Tipps sollten Sie sich beim Oldtimer-Kaufen zu Herzen nehmen

Der Oldtimermarkt ist groß und vielfältig.

Der Oldtimermarkt ist groß und vielfältig.

Egal, ob Sie einen Oldtimer-Pkw, Lkw, Oldtimer-Traktoren oder ein Oldtimer-Motorrad kaufen wollen, bevor Sie sich in die Untiefen des umfangreichen Oldtimermarkts begeben, machen Sie sich mit den Erfordernissen des Gebraucht-Fahrzeugmarkts vertraut. Experten raten, folgende Empfehlungen zu beherzigen.

Bevor Sie dazu entscheiden, einen Oldtimer zu kaufen, prüfem Sie die Qualität des Angebots auf Herz und Nieren. Das heißt, es geht nichts über die detaillierte Begutachtung des Gefährts. Nehmen Sie sich den Oldie also ganz genau vor und überprüfen Sie ihn auf seine Vorzüge ebenso wie auf seine Mängel. Vor allem von einer Inspektion des Unterbodens des Oldtimers sollten Sie vor dem Kaufen nicht absehen, denn hier verstecken sich häufig Schäden.

Heben Sie den Oldtimer deshalb mit einer Hebebühne an und untersuchen Sie ihn notfalls auch mit einer Taschenlampe von unten. Werfen Sie einen ebenso kritischen Blick unter die Motorhaube.

Im Motorraum sollten Sie ihre Aufmerksamkeit zunächst auf den Motor richten. Tropft Öl heraus? Gleiches gilt für den Öltank. Ist am Ölpeilstab weiß-bräunlicher Schaum erkennbar? Dann ist die Zylinderkopfdichtung womöglich hin. Haben sich Reste am Öldeckel vom Oldtimer angesammelt und einen Film gebildet? Das ist kein gutes Zeichen, verweist es doch auf die Nachlässigkeit des Vorbesitzers regelmäßig das Öl auszutauschen. Es kann ebenfalls auch auf zahlreiche, kurze Fahrten hindeuten, was wiederum mit vermehrter Rostbildung im Auspuff korreliert.

Abgesehen von der Suche nach Rostspuren am und im gesamten Fahrzeug, kontrollieren Sie vor dem Kaufen auch die Spaltmaße vor allem zwischen den Türen und Hauben. Diese sollten nicht zu groß ausfallen, da sonst schneller Feuchtigkeit ein- und unerwünschte Korrosion auftreten könnten. Auch ihre Gleichmäßigkeit ist von Relevanz, weisen Abweichungen doch unter Umständen auf einen Unfall hin, dessen Auswirkungen mehr schlecht als recht beseitigt wurden.

Sind Sie selbst nicht fit genug, empfiehlt es sich, einen in diesem Bereich besser bewanderten Bekannten oder Freund mitzunehmen, der Ihnen mit seiner Expertise beim Oldtimer-Kaufen hilfreich zu Seite steht. Alternativ kann die Beauftragung eines Sachverständigen oder Gutachters beim Oldtimer-Kaufen sehr hilfreich sein. Ein solches Wert- und Zustandsgutachten erstellen auch Experten von DEKRA und TÜV für etwa 150 Euro.

Die Beschaffenheit eines Oldtimers wird anhand von Zustandsnoten beurteilt. Welche Note was aussagt, führt folgende Tabelle aus.
ZustandsnoteBeschreibung
1Der Oldie befindet sich aus technischer und optischer Sicht in einem mangelfreien Zustand. Er ist mit einem Neuwagen vergleichbar bzw. nur selten zu finden.
2Der Oldtimer ist gut in Schuss und befindet sich wahlweise in einem seltenen, guten und unrestaurierten Originalzustand oder wurde von einem Fachmann anspruchsvoll rekonstruiert. Weder fehlen ihm Teile, noch sind welche zusätzlich verbaut worden. Während er aus technischer Hinsicht einwandfrei läuft, können geringe Verschleißspuren vorhanden sein.
3Das Fahrzeug ist gepflegt, fahrbereit und bereits gebraucht. Technisch und optisch sind Mängel vorhanden, die jedoch aus einem üblichen Gebrauch resultieren. Durchrostungen weist er nicht auf. Unmittelbare Schadensbehebungen stehen nicht an.
4Der Oldie ist mit augenscheinlichen Gebrauchsspuren übersät und nur eingeschränkt fahrbereit. Es besteht die Möglichkeit, neben den offensichtlichen technischen und optischen Schäden weitere Mängel zu entdecken. Ohne Überholung gelangt das Fahrzeug nicht durch die nächste Hauptuntersuchung (TÜV). Es weist leichte bis mittelschwere Durchrostungen auf. Darüber hinaus sind kleinere Teile nicht mehr vorhanden oder kaputt.
5Der Zustand des Oldtimers ist mangelhaft. Er ist nicht fahrbereit und es sind umfangreiche Rekonstruktionsarbeiten nötig. Hierzu muss das Fahrzeug gegebenenfalls gänzlich auseinandergebaut werden. Einige Teile fehlen.

Welchen Oldtimer Sie kaufen, sollte ebenfalls vom Angebot an Ersatzteilen abhängig gemacht werden. Da die Klassiker bereits schon einige Jahrzehnte alt sind, fallen auch Reparaturen verhältnismäßig häufig an. Hierauf sollten Sie schon beim Kauf gefasst sein und deshalb im Blick haben, wie es um die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und anderweitigem Zubehör bestellt ist.

In der Regel finden sich solche Teile für beliebte Marken und Modelle leichter als für sehr ausgefallene Exemplare. Egal, ob Sie sich dazu entscheiden, einen Pkw- oder Motorrad-Oldtimer zu kaufen, je gängiger der Hersteller, desto größer auch die Wahrscheinlichkeit, dass bei Fragen und Problemen Experten in der näheren Umgebung zur Verfügung stehen. Auch dies ist daher in die Kaufentscheidung einzubeziehen. Gegebenenfalls kann dies auch als Argument in den Preisverhandlungen verwendet werden.

US-Oldtimer kaufen – was es beim Import zu beachten gilt

Wer sich für einen amerikanischen Oldie interessiert, der ist unter Umständen auch bereit, sich den Wagen oder das Motorrad direkt vor Ort – in den Vereinigten Staaten selbst – anzusehen. Schließlich will niemand die Katze im Sack kaufen. Ein recht teurer Spaß, selbst wenn man die Inaugenscheinnahme mit dem anstehenden Urlaub verbindet. Schließlich sind Transatlantik-Flüge in der Regel recht kostenintensiv. Und auch der anschließend abzuwickelnde Oldtimer-Import ist mit einigen Umständen verbunden, ein zu großer Aufwand für viele Interessenten.

Soll es unbedingt ein US-Oldtimer sein und Sie wollen sich Mühe und Kosten sparen, dann greifen Sie auf spezialisierte Händler in Deutschland zurück. Diese importieren Classic Cars und andere Liebhaberstücke via Schiffstransfer und bieten sie hier zum Verkauf an. Achtung: In den Vereinigten Staaten ist das Konzept „Datum der Erstzulassung“ unbekannt. Beim Verkauf ist lediglich das Modelljahr von Relevanz. Es findet sich in der Fahrzeug-Identifikationsnummer. Um sich keine Fehlinvestition zu leisten, empfiehlt es sich, den Händler eingehend zu überprüfen. So stellen Sie sicher, keinem dubiosen Verkäufer aufzusitzen.

Oldtimer-Auto kaufen – auch hier niemals auf eine Probefahrt verzichten

Beim Oldtimerhandel ist neben einer Inspektion das Probefahren Pflicht.

Beim Oldtimerhandel ist neben einer Inspektion das Probefahren Pflicht.

Eine Probefahrt liefert Ihnen wichtige Informationen zum Fahrverhalten des Wagens. Aber auch die Funktionalitäten lassen sich hierbei ganz wunderbar unter Realbedingungen testen. Wichtig ist, dass mit einem kalten Motor gestartet wird. Nur so werden etwaige Zündungsschwierigkeiten offensichtlich. Sind Sie losgefahren, sollten Sie in einem sicheren Moment in den Rückspiegel schauen und darauf achten, ob blauer Rauch aus dem Auspuff steigt. Dies könnte ein Indikator für verschlissene Ventilschaftdichtungen bzw. Kolbenringe sein. Des Weiteren sollte der Oldtimer beim Fahren auch nicht nach links oder rechts ziehen, wenn Sie ihn nicht mehr mit Gas versorgen.

Kennen Sie den Kupplungstest? Er funktioniert wie folgt: Sie führen den Schaltknüppel in den dritten Gang und betätigen dann die Feststellbremse. Wenn Sie jetzt das Gaspedal drücken und die Kupplung sanft kommen lassen, müsste der Motor absaufen. Tritt dieser Effekt nicht ein, ist die Feststellbremse defekt.

Haben Sie schon auf den Geruch im Oldtimer geachtet? Nicht selten gefährden Kondenswasser und Feuchtigkeit allgemein die Qualität eines älteren Liebhaberstücks, dringt es doch in Polster und Karosserie ein und verursacht neben Rost auch stockige Luft und Schäden.

Ist Ihre Wahl auf ein bestimmtes Exemplar gefallen, sehen Sie keinesfalls von einem Kaufvertrag ab. Der ein oder andere Anbieter wird versuchen den Handel als Handschlag-Vertrag ohne Papiere durchzuwinken. Davon ist nur abzuraten, kann der Käufer den Verkäufer bei nachträglich festgestellten Mängeln so nur schwer in Haftung nehmen.

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