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WHO: Tempolimit von 30 km/h soll weltweit innerorts gelten

News von bussgeldkatalog.org, veröffentlicht am: 18. Mai 2021

Warum fordert die WHO ein Tempolimit von 30 km/h in Städten und Dörfern?
Warum fordert die WHO ein Tempolimit von 30 km/h in Städten und Dörfern?

Seit dem 11. Mai diesen Jahres müssen Autofahrer in spanischen Städten eine wichtige neue Regel beachten: Auf vielen innerstädtischen Straßen gilt seitdem Tempo 30, wie wir in diesem Newsbeitrag berichtet haben. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist dies der richtige Weg in eine sicherere Zukunft des Straßenverkehrs. Im Rahmen der aktuell laufenden Globalen Verkehrssicherheitswoche fordert die WHO ein weltweites Tempolimit von 30 km/h in Städten sowie Dörfern.

Tempo 30 in Städten und Dörfern soll Menschenleben retten

Weltweit sollen Autofahrer & Co. innerhalb geschlossener Ortschaften laut Forderungen der WHO maximal Tempo 30 fahren dürfen. Ziel sei es laut Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, unter anderem, die Städte lebenswerter, grüner und gesünder zu machen.

Einen weiteren wichtigen Punkt stellt die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer dar. Laut Angaben der WHO kommen jedes Jahr rund 1,3 Millionen Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Zu den Unfallursachen zählen besonders häufig Geschwindigkeitsüberschreitungen. Flächendeckend Tempo 30 in Städten einzuführen, könnte viele Menschenleben retten.

Jeder Staat ist jedoch selbst dafür zuständig, entsprechende Tempolimits festzusetzen bzw. bestehende Regelungen zu ändern. Bislang ist nicht damit zu rechnen, dass beispielsweise in Deutschland innerorts Tempo 30 zur Norm wird.

Welche Tempolimits gelten weltweit aktuell innerorts?

In Anbetracht der Forderung der WHO, ein generelles Tempolimit von 30 km/h in allen Städten und Dörfern auf der ganzen Welt einzuführen, stellt sich natürlich auch die Frage, wie schnell Fahrer aktuell eigentlich innerorts unterwegs sein dürfen. Innerhalb Europas ist diese Frage relativ leicht zu beantworten: Hier gilt, wie die folgende Grafik zeigt, fast flächendeckend Tempo 50 innerhalb geschlossener Ortschaften, insofern Verkehrsschilder keine anderen Regeln vorgeben.

Unsere Infografik zeigt, welches Tempolimit in Europa für Pkw gilt.
Unsere Infografik zeigt, welches Tempolimit in Europa für Pkw gilt.

Und wie verhält es sich im Rest der Welt? Die folgende Liste zeigt Ihnen eine Auswahl von Staaten mit den dort innerorts geltenden Tempolimits:

  • Australien: 40 bis 60 km/h (je nach Bundesstaat)
  • Ägypten: 60 km/h
  • Brasilien: 30 bis 50 km/h
  • China: 60 km/h
  • Namibia: 60 km/h
  • Neuseeland: 50 km/h
  • Mexiko: 40 km/h
  • Südafrika: 60 km/h
  • Thailand: 50 km/h
  • USA: 25 bis 30 mph (ca. 40 bis 48 km/h; je nach Bundesstaat)
  • Vereinigte Arabische Emirate: 60 km/h

Welche Vorteile hätte ein innerstädtisches Tempolimit von 30 km/h in Deutschland?

Das von der WHO geforderte Tempolimit soll für weniger Unfälle sorgen.
Das von der WHO geforderte Tempolimit soll für weniger Unfälle sorgen.

Die Forderung der WHO, innerorts ein Tempolimit von 30 km/h einzuführen, ist keine neue Idee. In Deutschland gab es in der Vergangenheit schon öfter von verschiedenen Stellen Bestrebungen, Tempo 30 in Städten durchzusetzen. Laut der Publikation “Wirkungen von Tempo 30 an Hauptverkehrsstraßen” des Umweltbundesamtes (2016) könnte mit folgenden Auswirkungen zu rechnen sein:

  • Der Verkehrsfluss könnte besser sein.
  • Die Lärmbelastung sinkt.
  • Die Belastung durch Luftschadstoffe kann verringert werden.
  • Der Verkehr wird sicherer.
  • Hauptverkehrsstraßen würden weiterhin so leistungsstark bleiben wie bei Tempo 50.

Quellen und weiterführende Links

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4 Kommentare

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  1. Norbert J. sagt:

    Innerorts Tempo 30 hat das Niveau Dr.Eisenbart’scher Therapien. Das die sog. Studie vom Umweltbundesamt kommt, sagt mehr als genug. Der Verkehrsfluss wird hauptsächlich durch Ampelschaltungen und Verkehrsführung beinflusst und nicht(!) von der erlaubten Geschwindigkeit. Die Lärmbelastung wird ebenfalls mehr von der Verkehrsdichte und dem Verkehrsfluss(Brems- und Beschleunigungsvorgänge) beeinflusst. Die Belastung durch Schadstoffe sollte schon differenziert angegeben werden: Welche Schadstoffe? Welche Mengen? usw.. Die pauschale Aussage, der Verkehr wird sicherer ist ohne Grundlage: ruhender Verkehr ist am sichersten! Auch für die Sicherheit ist der Vekerhsfluss, vor allem aber die Verkehrsdichte wesentlich bedeutsamer als die zulässige Geschwindigkeit. Das die Hauptverkehrsstraßen weiterhin so leistungsstarkt bleiben ist eine Behauptung, die die Kriterien Verkehrsfluss und Verkehrsdichte völlig außer acht läßt. Statt pauschaler Begrenzungen haben flexible Verkehrssteuerungssysteme eine bessere und genauere Wirkung. Wer ein Mal sich den Verkehr in den Metropolen der Welt ansieht, wird feststellen, dass die Verkehrslage hinsichtlich Verkehrsfluss und Verkehrsdichte überhaupt nicht vergleichbar ist. Weder die WHO noch das Umweltbundesamt haben die fachliche Qualifiaktion fundierte Aussagen zu Straßenverkehr.

  2. Toni sagt:

    Der größte Unsinn den ich mir vorstellen kann und hoffentlich auch nicht zu stande kommt,

  3. Karl-Heinz sagt:

    Betreff: Tabelle Tempolimits für Pkw in Europa.
    In der Zeile Deutschland ist unter der Spalte Autobahn 130 Km/h Höchstgeschwindigkeit angegeben. Diese Angabe ist falsch.
    Auf Autobahnen in Deutschland gilt Richtgeschwindigkeit von 130 Km/h. Das entsprechende Verkehrszeichen dazu ist quadratisch, blau
    und mit weißer 130 beschriftet.

  4. Michael sagt:

    Ich möchte sehen wir unsere GRÜNEN immer 30 fahren.
    Dank den Fahrradfahrer/innen Kann man manchmal nur 10 fahre.Dank den GRÜNEN.
    Die Fahrradfahrer sind DANK den GRÜNEN schlimmer ales die 500PS Fahrer.

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