Tempolimit: Zulässige Geschwindigkeit in Frankreich

Von Dörte, letzte Aktualisierung am: 5. September 2019

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Eine Richtgeschwindigkeit ist in Frankreich kein Thema

Anhänger oder Wohnwagen: In Frankreich muss eine Geschwindigkeit beachtet werden.
Anhänger oder Wohnwagen: In Frankreich muss eine Geschwindigkeit beachtet werden.

Wie schnell Reisende sein dürfen, hängt auch im Urlaub größtenteils davon ab, mit welchem Fahrzeug sie wo fahren. Gerade im Ausland sollten sich Fahrer mit den gesetzlichen Geschwindigkeitsbeschränkungen befassen, da die Sanktionen teilweise deutlich über den deutschen liegen.

So kann beispielsweise das Wissen darum, welche Geschwindigkeit in Frankreich auf der Autobahn für PKW oder Wohnmobile erlaubt ist, nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern auch etwaige Bußgeldern verhindern.

Was Reisende in Bezug auf eine Geschwindigkeitsbegrenzung in Frankreich beachten sollten, welches Tempolimit in Frankreich wo gilt und mit welchen Sanktionen bei Geschwindigkeitsverstößen zu rechnen ist, betrachtet der nachfolgende Ratgeber näher.

FAQ: Erlaubte Geschwindigkeit in Frankreich

Wie schnell darf ich in Frankreich auf der Autobahn fahren?

Die Höchstgeschwindigkeit auf französischen Autobahnen beträgt 130 km/h.

Und welche Höchstgeschwindigkeit gilt in Frankreich innerorts?

Innerhalb geschlossener Ortschaften gilt in Frankreich die gleiche Höchstgeschwindigkeit wie in Deutschland: 50 km/h.

Welche Geschwindigkeit ist auf französischen Landstraßen erlaubt?

Auf französischen Landstraßen dürfen Sie höchstens 80 km/h fahren.

Auszug aus dem französischen Bußgeldkatalog zum Tempolimit

In Frankreich bringt die Missachtung der Geschwindigkeit keine Strafe im rechtlichen Sinn mit sich, führt allerdings zu Bußgeldern und Fahrverboten. Zudem werden ihnen Punkte vom Punktekonto abgezogen. Die nachfolgende Tabelle gibt einen auszughaften Überblick zu möglichen Sanktionen für eine Missachtung der Geschwindigkeit in Frankreich:

VerstoßBußgeld
Geschwindigkeitsüberschreitung von bis zu 20 km/hAb 135 €
Geschwindigkeitsüberschreitung mehr als 50 km/h1500 €

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Zulässige Höchstgeschwindigkeit in Frankreich

In Frankreich gilt ein Tempolimit grundsätzlich auf allen Straßen. Das heißt, dass es sich bei den Vorgaben immer um eine konkrete Geschwindigkeitsbeschränkung handelt. In Frankreich gibt es keine Richtgeschwindigkeit, sodass die allgemeinen Vorschriften bzw. die Angaben auf den Verkehrszeichen die jeweils zulässige Höchstgeschwindigkeit darstellen.

Bestimmen keine Verkehrsschilder die erlaubte Geschwindigkeit, gelten in Frankreich die Vorgaben der Straßenverkehrsordnung. Im sogenannten „Code de la Route“ (auf Deutsch: „Regeln der Straße“) ist unter anderem festgehalten, dass in geschlossenen Ortschaften für alle Kraftfahrzeuge ein Tempolimit von 50 km/h gilt.

Frankreich: Auf der Autobahn ist die Geschwindigkeit immer vorgeschrieben.
Frankreich: Auf der Autobahn ist die Geschwindigkeit immer vorgeschrieben.

Außerhalb der Ortschaften ist dann wichtig, auf welcher Straße Reisende unterwegs sind und mit welchem Fahrzeug sie fahren. Wie in Deutschland unterscheidet sich je nach Fahrzeug die zulässige Geschwindigkeit in Frankreich. Mit Anhänger, Wohnwagen oder Wohnmobil müssen Urlauber auch hier langsamer fahren, als wenn sie nur mit PKW oder Motorrad unterwegs sind.

Landstraße oder Autobahn: In Frankreich ist die Geschwindigkeit immer vorgeben

Allgemein dürfen PKW auf Landstraßen maximal 80 km/h, auf Schnellstraßen 110 km/h und auf Autobahnen 130 km/h fahren. LKW dürfen außerorts je nach Gewicht höchstens 80 km/h oder 90 km/h auf dem Tacho haben.

Die zulässige Geschwindigkeit für Anhänger in Frankreich verringert sich erst dann, wenn das Gesamtgewicht des Gespanns mehr als 3,5 t beträgt. Dann sind sowohl auf Schnellstraßen als auch auf Autobahnen nur 90 km/h erlaubt. Das bedeutet in der Regel, dass mit einem Wohnwagen die Geschwindigkeit in Frankreich ebenfalls reduziert wird, da das Gesamtgewicht des Gespanns üblicherweise die 3,5 t überschreitet.

Auch bei anderen Fahrzeugen spielt das Gewicht in Bezug auf die erlaubte Geschwindigkeit eine Rolle. So wird beispielsweise für ein Tempolimit in Frankreich beim Wohnmobil zwischen Fahrzeugen bis 3,5 t und solchen über 3,5 t unterschieden. Leichte Wohnmobile werden in der Regel als PKW behandelt. Das heißt, für diese gelten die Vorgaben für PKW. Fahrer von schweren Wohnmobilen hingegen müssen in Frankreich eine niedrigere Geschwindigkeitsbegrenzung beachten.

Welche Höchstgeschwindigkeit in Frankreich auf der Autobahn und auf Landstraßen für wen zu beachten ist, verdeutlicht nochmals die nachfolgende Tabelle:

Fahrzeuginner­orts,
außer­orts
Kraft­fahr­straßeAuto­bahn
PKW
Motor­rad
50 km/h,
80 km/h
110 km/h130 km/h
... mit An­hänger50 km/h,
80 km/h
110 km/h,
90 km/h wenn über 3,5 t
130 km/h,
90 km/h wenn über 3,5 t
Wohn­mobil bis 3,5 t50 km/h,
80 km/h
110 km/h130 km/h
Wohn­mobil über 3,5 t50 km/h,
80 km/h
100 km/h110 km/h
LKW50 km/h,
80 km/h
90 km/h,
80 km/h ab 12 t
90 km/h
Wichtig ist zudem auch, dass für Fahrer, die den Führerschein noch nicht länger als drei Jahre besitzen, in Frankreich eine andere Höchstgeschwindigkeit gilt. So dürfen sie auf Autobahnen mit maximal 110 km/h unterwegs sein, auf Schnellstraßen sogar nur mit 100 km/h.
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4 Kommentare

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  1. Sven sagt:

    Ist es richtig das ein Gespann mit einem zGG von über 3,5t auf der Autobahn 110km/h fahren darf?
    Bis jetzt hab ich überall gelesen das dann ebenfalls nur 90km/h erlaubt sind.
    Oder ist die Tabelle im obigen Artikel an der Stelle falsch was die 110 km/h angeht?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Sven,
      vielen Dank für diesen Hinweis. Wir haben den Text entsprechend angepasst.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  2. Ulrich sagt:

    Jeder Anhänger hat in seiner Allgemeinen Betriebserlaubnis eine vom Hersteller vorgegebene “bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit”. Mir wäre kein Anhänger bekannt – schon gar kein Wohnanhänger – bei welchem diese über 100 km/h läge. Diese vom Hersteller vorgegebene Höchstgeschwindigkeit für meinen Anhänger gilt allgemein, immer und überall. Somit darf ich auch in Frankreich mit Gespannen unter 3,5 t nicht schneller als 100 km/h fahren, da mein Hänger per Betriebserlaubnis nicht dafür zugelassen ist – egal was der französichen „Code de la Route“ für die jeweilige Straße zulässt. Im Falle eines Unfalls könnte zudem die eigene Versicherung das Fahren über 100 km/h vermutlich als “grob fahrlässig” einstufen und eventuell Zahlungen verweigern.
    Nebenbei bemerkt: Anhängerreifen sind für eine höhere Tragkraft ausgelegt als normale Autoreifen, sind aber generell auf eine Höchsgeschwindigkeit von 120 km/h beschränkt. 20 km/h Sicherheitsspanne für Reifen an Anhängern, die gerne mal überladen gezogen werden (wer hat schon eine Waage zur Hand?), oft viel herumstehen und “Standplatten” entwickeln, der Sonne über Jahre ausgesetzt sind und oft deutlich älter werden, als die Reifen an PKWs. Diese Höchstgeschwindigkeit der Reifen würde ich deshalb aus Vernunfts- und Sicherheitsgründen auch nie ausreizen wollen, da bei dauerhaften Geschwindigkeiten über 100 dann schon mal ein überraschender Reifenplatzer droht und dies endet bei Gespannen meist in Schleudern mit Überschlag.
    Erfahrung im Bekanntenkreis: Überschreitung der Geschwindihkeit letzten Sommer in Frankreich um EINEN km/h = 180€.
    Eigene Erfahrung vor ca 15 Jahren (bevor ich’s dann besser wusste) : mit einem Renault Scenic und einem (windschlüpfrigen) Eriba Touring mit 110 bis 115km/h im Rhonetal hoch, endet mit Überhitzung des Automatikgetriebes, einem 15 cm Riss im Getriebegehäuse und einer Rechnung von damals 5000 €.
    Drei Jahre später: 100 bis 110 km/h mit VW Touran + Eriba – zwei Frankreichfahrten innerhalb von drei Monaten = zwei mal Turboladerdefekt – 700€ und 3900€.

  3. Bernd sagt:

    Hallo,
    fällt ein Wohnmobil mit 13,5 t zGG unter die Klasse “Wohnmobil über 3,5 t” oder “LKW”?
    Danke für die Aufklärung.

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