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Gassi fahren verboten: Schlecht für Gesundheit und Tierwohl

News von Ann-Katrin S.

Veröffentlichungsdatum: 22. Mai 2023

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Hundebesitzer leben länger und gesünder. Das belegen viele Studien. Allerdings gilt das nur für den, wer mit seinem treuen Vierbeiner auch Gassi geht. Gassi fahren ist der Gesundheit und dem Tierwohl jedoch weniger förderlich. Es stellt zudem eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit dar und ist daher verboten.

Sicherer im als am Auto: Mit dem Hund Gassi zu fahren ist verboten.
Sicherer im als am Auto: Mit dem Hund Gassi zu fahren ist verboten.

Gassi fahren laut StVO verboten

Auf diese Idee kommen immer wieder Hundebesitzer, die keine Lust haben, mit ihrem Hund zu Fuß spazieren zu gehen. Sie lassen ihren Hund an der Leine neben dem fahrenden Auto herlaufen.

Für das Gassi fahren findet die Straßenverkehrsordnung in § 28 deutliche Worte: 

Haus- und Stalltiere, die den Verkehr gefährden können, sind von der Straße fernzuhalten. […] Es ist verboten, Tiere von Kraftfahrzeugen aus zu führen.” 

Gassi fahren mit dem Auto kostet daher ein Bußgeld von 5 Euro – eher eine symbolische Strafe.

Gassi fahren ist nicht artgerecht

Doch das Bußgeld macht darauf aufmerksam, dass das Gassi fahren sowohl für den Vierbeiner als auch für andere Verkehrsteilnehmer gefährlich werden kann. Der Jagdinstinkt könnte den Hund dazu verleiten, sich loszureißen oder unter das Auto zu geraten. 

Als Autoinsasse können Hundebesitzer nicht schnell genug auf solche Situationen reagieren. Damit verletzen sie beim Gassi fahren ihre Aufsichtspflicht und riskieren Probleme mit der Haftpflichtversicherung. 

Abgesehen davon kommt das Tierwohl zu kurz. Hunde müssen stehen bleiben, schnüffeln und markieren können. Beim Gassi fahren können die Besitzer vom Auto aus schwer einschätzen, ob der Hund körperlich damit überfordert ist, Schritt zu halten

Gassi gehen statt fahren: Viel gesünder!

Gassi gehen statt fahren ist besser für alle Beteiligten.
Gassi gehen statt fahren ist besser für alle Beteiligten.

Ein Hund motiviert – im Idealfall – zu mehr Bewegung an der frischen Luft. Schon 15 Minuten Gassi gehen (statt fahren) senken laut einer britischen Studie (University of East Anglia) das Schlaganfallrisiko. Die Studie zeigt, dass eine Motivation durch äußere Faktoren, wie die Notwendigkeit, auch bei schlechtem Wetter Gassi zu gehen, sehr wichtig ist.

Die regelmäßige Bewegung stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte, fördert den Stressabbau und senkt den Blutdruck. Nicht nur die Bewegung tut gut: Beim Streicheln eines Hundes werden Glückshormone ausgeschüttet. 

Quellen und weiterführende Links

Über den Autor

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Ann-Katrin S.

Ann-Katrin hat Spanisch und Geschichte studiert und liebt es, sich stets in neue Wissensgebiete einzuarbeiten. Sie unterstützt unsere Redaktion bei bussgeldkatalog.org seit 2022 als Volontärin.

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1 Kommentar

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  1. Malefizturm
    Am 28. Oktober 2023 um 9:39

    Ich beobachte immer wieder Menschen die ihre Hunde hinter dem Auto herlaufen lassen. Also nicht mal an der Leine. Gilt hierfür der selbe Paragraf?

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