Maut in Montenegro: Reisen durch den Balkan

Gibt es in Montenegro eine Maut?

Wird eine Maut in Montenegro verlangt?

Wird eine Maut in Montenegro verlangt?

Seit über zehn Jahren ist Montenegro wieder unabhängig. Das südeuropäische Land mit Zugang zur Adriaküste wär einst Teil der Republik Jugoslawien. In dem Land, das kleiner als Schleswig-Holstein ist, leben ca. 625.000 Einwohner.

In den letzten Jahren hat Montenegro in Sachen Tourismus stark nachgelegt. Die kulturelle, architektonische und ökologische Vielfalt trifft den Geschmack eines breiten Publikums. Beeindruckend ist auch die montenegrinische Küste, die zu großen Teilen aus Karstgestein besteht. Der Balkanstaat ist definitiv eine Reise wert

Vorteilhaft ist auch, dass in Montenegro überall mit Euro gezahlt werden kann. Europäer müssen also keine Wechselstube aufsuchen und dort Umtauschgebühren in Kauf nehmen. Ob die Reisekasse allerdings durch eine PKW-Maut in Montenegro belastet wird, ist Thema des nachfolgenden Ratgebers.

Montenegros Straßennetz

Bisher gibt es in Montenegro keine Autobahnen. Allerdings befinden sich gegenwärtig drei Autobahnen sowie zwei autobahnähnliche Straßen in Planung und werden zum Teil auch schon baulich verwirklicht. Entsprechend muss bisher keine Maut in Montenegro gezahlt werden. Kraftfahrer können weitgehend gebührenfrei mit ihrem Auto in dem Balkanland verkehren.

Es ist aber anzunehmen, dass mit der Fertigstellung der neuen Verkehrswege, Mautgebühren eingeführt werden. Die besondere Topographie der Republik macht nämlich den Ausbau der Infrastruktur sehr kostspielig. Wie hoch die Maut in Montenegro für die verschiedenen Fahrzeuge letztlich sein wird, kann aber noch nicht beziffert werden.

Gescheitertes Experiment: Die Öko-Vignette von Montenegro

Schlagzeilen machte der Balkanstaat im Jahr 2008, als die sogenannte Öko-Maut eingeführt wurde. Montenegro bezeichnete diese als Ökosteuer und wollte die Erlöse für den Umweltschutz ausgeben. PKW-Fahrer mit oder ohne Anhänger mussten zehn Euro bei Einfahrt in das Land zahlen – mit Wohnmobil bis fünf Tonnen kostete die Vignette, die für ein Jahr gültig war, 30 Euro. Damit war es eine pauschale und keine streckenbezogene Maut wie in Kroatien.

Bereits mit Ende des Jahres 2011 wurde die „versteckte“ und viel kritisierte Öko-Maut in Montenegro abgeschafft.

Maut in Montenegro: Sozina-Tunnel

Es gibt nur eine Tunnel-Maut in Montenegro.

Es gibt nur eine Tunnel-Maut in Montenegro.

Obwohl Sie die Straßen von Montenegro grundsätzlich gebührenfrei befahren können, ist dies nicht überall der Fall. Einzige Ausnahme bildet der Sozina-Tunnel. Er verkürzt die Fahrzeit zwischen der Hafenstadt Bar und der Hauptstadt Podgorica enorm. Statt die hohen Passstraßen nutzen zu müssen, können Kraftfahrer nun eine direktere Verbindung wählen.

Der knapp 4.200 Meter lange Tunnel wurde bereits 2005 fertig gestellt. Im selben Jahr wurde auch die Tunnel-Maut eingeführt. Montenegro verlangt unterschiedliche Preise je Fahrzeugkategorie. Maßgeblich sind die Höhe des Fahrzeugs, die Anzahl der Achsen und das zulässige Gesamtgewicht:

  • Kategorie I: Krafträder
  • Kategorie II: Auto und Kraftfahrzeuge mit zwei Achsen bis 1,90 Meter Höhe und maximal 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht
  • Kategorie III: Kfz mit drei und mehr Achsen bis 1,90 Meter Höhe und maximal 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht
  • Kategorie IV: Kfz mit bis zu drei Achsen bis maximal 1,90 Meter Höhe und über 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht, Auto mit Anhänger
  • Kategorie V: Kfz mit 4 oder mehr Achsen über 1,30 Meter Höhe und über 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht

Nachfolgend finden Sie die Preise für die Tunnel-Maut von Montenegro (Sozina)

FahrzeugkategorieMaut in Euro
Kategorie I 1,00
Kategorie II2,50
Kategorie III5,00
Kategorie IV10,00
Kategorie V18,00

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