Achtung Geldstrafe! Bei Alkohol am Steuer versteht der Gesetzgeber keinen Spaß!

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Kein Kavaliersdelikt: Alkohol am Steuer kann teuer werden

Hohe Geldstrafe: Alkohol am Steuer kann teuer bestraft werden.

Hohe Geldstrafe: Alkohol am Steuer kann teuer bestraft werden.

So ärgerlich die Ahndungen von Verkehrsordnungswidrigkeiten auch erscheinen: Bußgelder, Punkte und sogar ein Fahrverbot sind im Vergleich zu den Strafen gemäß Strafgesetzbuch (StGB) mild. Fahren Sie beispielsweise mit Alkohol im Blut Auto, kann eine hohe Geldsumme als Strafe anfallen.

Wie hoch ist die Geldstrafe bei Alkohol am Steuer? Welche weiteren Konsequenzen drohen beschwipsten Autofahrern?

Dieser Ratgeber erläutert, wie sich die Geldstrafe des Tatbestands „Alkohol am Steuer“ zusammensetzt, wann sich der Betrag erhöht und welche weiteren Folgen vorgesehen sind.

Bußgeld oder Geldstrafe? Bei Alkohol am Steuer ist beides möglich

In Sachen Alkohol am Steuer sind drei Aspekte zu betrachten:

  • Promillegrenze: In Deutschland gilt eine Promillegrenze von 0,5. Verstoßen Sie gegen diese, droht ein Bußgeld von 500 bis 1500 Euro.
  • Fahrtüchtigkeit: Verstoßen Sie nicht nur gegen die Promillegrenze, sondern verlieren zusätzlich aufgrund des Alkohols Ihre Fahrtüchtigkeit, droht Ihnen anstelle des Bußgelds eine Geldstrafe. Der Straftatbestand „Alkohol am Steuer“ schlägt hier mit der Entsprechung von bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe zu Buche. Fahruntüchtigkeit kann bereits ab einem Wert von 0,3 Promille vorliegen. Ab einem Wert von 1,1 wird automatisch von Fahruntüchtigkeit ausgegangen.
  • Gefährdung des Verkehrs: Gefährden Sie aufgrund der Alkoholaufnahme den restlichen Verkehr, erhöht sich die Geldstrafe. Das Äquivalent von bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe ist vorgesehen.
Es liegt also im Ermessen der Behörden bzw. der kontrollierenden Beamten, einzuschätzen, ob Sie noch in der Lage sind, ein Fahrzeug zu führen, wenn Ihr Blutalkoholspiegel sich zwischen 0,5 und 1,1 Promille befindet.
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Wie hoch ist die Geldstrafe bei Alkohol am Steuer?

Alkohol am Steuer: Eine hohe Geldstrafe droht für den Tatbestand.

Alkohol am Steuer: Eine hohe Geldstrafe droht für den Tatbestand.

§ 316 des Strafgesetzbuches (StGB) bestimmt:

(1) Wer im Verkehr […] ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft“

Doch wie berechnet sich die Höhe der Geldstrafe in diesem Fall? Im Strafrecht wird diese mittels Tagessätzen ermittelt. Wie hoch ein solcher Tagessatz ist, hängt von der wirtschaftlichen Situation des Beschuldigten ab. Als grobe Formel dient: Tagessatz = monatliches Nettoeinkommen / 30.

Ein Tagessatz entspricht einem Tag im Gefängnis. Erfüllen Sie den Tatbestand „Alkohol am Steuer“ gemäß § 316 StGB, kann die Geldstrafe also bis zu 365 Tagessätze betragen. Sie gelten ab einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen als vorbestraft.

Selbiges Prinzip greift, wenn Sie gemäß § 315 StGB wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eine Geldstrafe zahlen müssen. Da das Gesetz die Freiheitsstrafe auf bis zu fünf Jahre ausdehnt, kann eine deutliche höhere Anzahl an Tagessätzen fällig werden.

Es bleibt nicht bei einer Geldstrafe: Alkohol am Steuer kann den Führerschein kosten

Neben der mitunter hohen Geldstrafe müssen Sie mit dem Entzug Ihrer Fahrerlaubnis rechnen, wenn Sie sich mit Alkohol im Blut hinters Steuer gesetzt haben. Gemäß § 69 StGB gilt:

(1) Wird jemand wegen einer rechtswidrigen Tat, die er bei oder im Zusammenhang mit dem Führen eines Kraftfahrzeugs oder unter Verletzung der Pflichten eines Kraftfahrzeugführers begangen hat, […] so entzieht ihm das Gericht die Fahrerlaubnis, wenn sich aus der Tat ergibt, daß er zum Führen von Kraftfahrzeugen ungeeignet ist.“

Der Tatbestand „Alkohol am Steuer“ führt in der Regel immer zur Ansicht, der Betroffene sei nicht in der Lage, ein Auto sicher zu führen. Erst nach Ablauf einer Sperrfrist von mindestens sechs Monaten kann ein neuer Führerschein erlangt werden. Greift kein Führerscheinentzug, kann ein Fahrverbot von bis zu drei Monaten angeordnet werden.

Es ist zudem wahrscheinlich, dass Betroffene eine medizinisch-psychologische Untersuchung absolvieren müssen, bevor sie wieder fahren dürfen. Ab 1,6 Promille ist eine MPU-Anordnung sicher.
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