Drohnen-Plakette: Infos zur Kennzeichnung - Drohnen-VO 2018

Die Drohnen-Plakette: Kennzeichen sind bei bestimmten Flugobjekten Pflicht

Ob eine Kennzeichnung an Ihre Drohne muss, hängt unter anderem vom Gewicht ab.

Ob eine Kennzeichnung an Ihre Drohne muss, hängt unter anderem vom Gewicht ab.

Viele Drohnen müssen ein „Nummernschild“ vorweisen

Drohnen sollen in Zukunft immer mehr Einzug in das Leben der Gesellschaft finden. Nicht nur Privatpersonen entdecken ihre Freude an den kleinen Fliegern. Immer mehr Unternehmen spielen gedanklich mit den Vorteilen, die beispielsweise bei der Paketlieferung mit einer Drohne vorliegen. Damit es dabei nicht zu gefährlichen Situationen kommt, hat der Gesetzgeber klare Regeln aufgestellt.

Zu diesen gehört auch die Pflicht, bestimmte Drohnen einer Kennzeichnung mithilfe von Plaketten zu unterziehen. Der vorliegende Ratgeber beschäftigt sich detailliert mit diesem Thema. Hier erfahren Sie, in welchen Fällen eine Drohnen-Plakette zu nutzen ist. Darüber hinaus nennen wir Ihnen einige weitere Vorschriften, die bei Drohnenflügen zu beachten sind.

Das besagt die Kennzeichnungspflicht bei Drohnen

Unabhängig davon, ob die Drohnennutzung gewerblich oder privat stattfindet, sind Besitzer der Flugobjekte verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Das Prinzip dabei folgt dem, das auch bei Kraftfahrzeugen angewandt wird.

Fügt also eine Drohne dritten Personen Schäden zu, übernimmt die Haftpflichtversicherung des Unfallpiloten diese. Das schützt die Eigentümer davor, durch horrende Kosten zu verarmen. Gerade dann, wenn auch noch Schmerzensgeldforderungen dazu kommen, können sich Forderungen in Höhe von mehreren Tausend Euro ergeben.

Ob eine Plakette eine Drohne zieren muss, ist mitunter abhängig vom Gewicht des jeweiligen Flugobjektes. So gilt ab einem Abfluggewicht von über 250 Gramm: Es muss eine Drohnen-Plakette sichtbar, feuerfest und dauerhaft angebracht sein. Namen und Adressen des Besitzers müssen Plaketten in diesem Fall wiedergeben.

Mit oder ohne Plakette: EIne Drohne darf nicht in der nähe von großen Menschenansammlungen fliegen.

Mit oder ohne Plakette: EIne Drohne darf nicht in der nähe von großen Menschenansammlungen fliegen.

Kommt es zu einem Unfall, können durch das Kennzeichen die Drohne und der dazugehörige Halter schnell identifiziert werden. Das erleichtert und beschleunigt die versicherungstechnischen Vorgänge.

Darüber hinaus ist zu beachten, dass bei schwereren Drohnen zur Plakette weitere Auflagen zu erfüllen sind:

  • Ab einem Gewicht von zwei Kilogramm: Hier ist ein sogenannter Flugkundennachweis erforderlich, der auch als Drohnen-Führerschein bezeichnet wird. Eine Prüfung beim Luftfahrt-Bundesamt muss dafür bestanden werden.
  • Ab einem Gewicht von fünf Kilogramm: Hier muss eine Aufstiegserlaubnis vorliegen, welche von den zuständigen Landesluftfahrtbehörden ausgestellt wird.

Weitere Vorschriften für Drohnenbesitzer

Es zeigt sich bereits, dass der Gesetzgeber neben der Drohnen-Plakette eine Reihe weiterer Vorgaben aufgestellt hat, an die sich Betroffene halten müssen. So müssen Drohnenpiloten darauf achten, die Flugobjekte nur in Sichtweite fliegen zu lassen. Elektronische Verbindungen durch Monitore allein reichen nicht aus.

Außerdem dürfen gewerbliche wie auch private Drohnen in bestimmten Gebieten nicht unterwegs sein. Das ist mitunter in unmittelbarer Nähe zu Krankenhäusern und Bahnanlagen der Fall. Auch große Menschenansammlungen dürfen mit Drohnen in keinem Fall angeflogen werden. Sonst drohen Bußgelder mit Drohnenbezug.

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