Flugbuch zur gewerblichen Drohne führen: Piloten sind zum Nachweis verpflichtet!

Flüge von Drohnen sind im Flugbuch zu protokollieren

Ein Flugbuch zur Drohne kann heute komfortabel auf dem Smartphone geführt werden.

Ein Flugbuch zur Drohne kann heute komfortabel auf dem Smartphone geführt werden.

Immer mehr Menschen begeistern sich dafür, mit einer Drohne spektakuläre Rundflüge zu unternehmen, um tolle Aufnahmen anzufertigen oder gar Postlieferungen durch die Luft zu schicken. Sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich steigt folglich die Beliebtheit der UAVs (Unmanned Aerial Vehicles).

Jeder Pilot muss sich dabei an bestimmte gesetzliche Vorgaben halten. Der vorliegende Ratgeber beschäftigt sich mit dem Flugbuch, welches für Drohnen zu führen ist, die gewerblichen Zwecken dienen.

Hier erfahren Sie, wie dieses mit der Aufstiegserlaubnis zusammen hängt. Nicht zuletzt informieren wir Sie darüber, welche Konsequenzen es haben kann, wenn auf das Flugbuch zur Drohne verzichtet wird.

Kein Flugbuch zur Drohne lässt die Aufstiegserlaubnis erlöschen

Wie bereits erwähnt, ist ein Flugbuch zum gewerblichen UAV in jedem Fall vorgeschrieben. Dieses hängt direkt mit der Aufstiegsgenehmigung zusammen, welche sich Unternehmer besorgen müssen, wenn sie Flüge mit gewerblichen Drohnen machen wollen. Dabei gilt:

  • Die notwendige Aufstiegsgenehmigung wird vom Luftfahrtbundesamt des zuständigen Bundeslandes vergeben.
  • Diese ist für jeden Flugeinsatz zu beantragen und erfasst ein Abfluggewicht von bis zu 25 Kilogramm.
  • Bis zu einem Gewicht von fünf Kilogramm sind auch vereinfachte Genehmigungen ausreichend, die pauschal beantragt werden und zwei Jahre lang gültig sind.
  • Eine Haftpflichtversicherung, ähnlich wie bei einem Kfz, muss in beiden Fällen abgeschlossen werden.

Wer eine Genehmigung erhält, muss bestimmte Nebenbedingungen erfüllen, damit diese bestehen bleibt. Dazu gehört auch das Flugbuch, welches zur Drohne zu führen ist. Anfangs kam dabei noch eine Papierversion zum Einsatz, die mittlerweile jedoch veraltet ist. Mittlerweile kann eine Smartphone-App für diesen Zweck verwendet werden.

Verschiedene Daten werden durch das Flugbuch zur Drohne protokolliert. Dazu gehören mitunter der Name des Piloten, Einsatzorte, Datum und Uhrzeit, Flugdauer einzelner Strecken, die Anzahl an Starts und Landungen sowie die Gesamtflugzeit.
Ohne Flugbuch für Drohnen müssen Unternehmer Bußgelder fürchten.

Ohne Flugbuch für Drohnen müssen Unternehmer Bußgelder fürchten.

Wer auf ein Flugbuch zur Drohne verzichtet, verliert die Aufstiegserlaubnis. Und jegliche Flüge, die dann unternommen werden, ziehen das Risiko eines Bußgeldes für den Drohnenpiloten nach sich. Die Höhe der Sanktion richtet sich dabei nach dem Einzelfall. So wurde einem Drohnenführer zu einem Bußgeld von 1.500 Euro verurteilt, da er ohne Genehmigung einen Drohnenflug durchführte und dabei Fotoaufnahmen anfertigte.

Weitere Vorgaben zum Drohneneinsatz

Neben der Verpflichtung, ein Flugbuch zur Drohne zu führen, gibt es einige andere Richtlinien und Verbote, welche Drohnenflieger zu beachten haben. So gibt es bestimmte Gebiete, die weder von gewerblichen noch von privaten Drohnen durchflogen werden dürfen. Dazu zählen mitunter Bahnanlagen, Krankenhäuser und Orte, an denen Menschenansammlungen herrschen.

Weiterhin ist seit Oktober 2017 eine Drohnenkennzeichnung vorgegeben, wenn das Flugobjekt mindestens 250 Gramm wiegt. Dabei handelt es sich um eine Plakette, die den Namen und die Adresse des Halters zeigt. Diese muss fest mit der Drohne verbunden sein, damit sie nicht zwischendurch verloren geht.
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5 Kommentare

  1. Robert sagt:

    Hallo,

    muss ich auch für eine Drohne unter 2,5kg zwingend ein Flugbuch führen,
    wenn ich sie gewerblich nutze?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Robert,

      unseres Kenntnisstandes nach muss bei einem gewerblichen Einsatz immer ein Flugbuch geführt werden – unabhängig vom Gewicht der Drohne.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • Hans sagt:

        Also das Luftfahrtbundesamt in TH hat mich in dieser Hinsicht NICHT EXPLIZID darauf hingewiesen. Aber aus Sicherheitsgründen sollte man es dennoch führen.
        Am besten aber mal bei deinem Zuständigen Amt Nachgefragt. Dort Hilft man dir gerne weiter.

        Gruß,
        Hans

  2. Richard sagt:

    Hallo,
    reicht es aus die Protokollierung der DJI-App zu nutzen. Dort sind alle GPS-Daten von jedem Flug protokolliert. Ebenso die Flugstrecke, Datum und Uhrzeit.

    Mit freundlichen Grüßen
    Richard

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