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Bussgeld aus der Schweiz nicht bezahlen: Welche Konsequenzen drohen?

Von Thomas R.

Letzte Aktualisierung am: 27. Februar 2024

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Schweizerischen Strafzettel in Deutschland nicht zahlen?

Ein Bussgeld aus der Schweiz nicht zu bezahlen, kann Probleme bei der Wiedereinreise verursachen.
Ein Bussgeld aus der Schweiz nicht zu bezahlen, kann Probleme bei der Wiedereinreise verursachen.

Das schweizerische Straßennetz erstreckt sich über knapp 71.000 Kilometer. Ob eine Rundfahrt um den Genfersee, ein Besuch des Matterhorns oder eine Spritztour durch Zürich – die Schweiz beherbergt viele sehenswerte Orte, die für deutsche Touristen schnell und einfach mit dem Auto zu erreichen sind.

Doch allzu schnell sollten Autofahrer die naturbelassene Landschaft nicht an sich vorbeiziehen lassen. Denn die Schweiz sieht nach geltendem Bussgeldkatalog für Raser, die gewisse km/h-Grenzen überschreiten, hohe Beträge, unter Umständen gar Haftstrafen vor.

Wieder zu Hause angekommen, wartet dann eine böse Überraschung, wenn ein Strafzettel aus dem Ausland im Briefkasten den Verstoß gegen das Verkehrsrecht der Schweizer ahndet. Manch ein Verkehrssünder glaubt jedoch, dass er das Bussgeld aus der Schweiz nicht bezahlen muss, immerhin befindet er sich ja wieder auf deutschem Boden.

Stimmt das? Ist es möglich, einen Strafzettel aus der Schweiz schlichtweg nicht zu bezahlen? Wie ist die Verjährung für Verkehrsverstöße? Finden Sie hier Antworten auf diese Fragen.

FAQ: Bußgelder aus der Schweiz nicht bezahlen

Können Bußgeldbescheide aus der Schweiz in Deutschland vollstreckt werden?

Da kein Vollstreckungsabkommen zwischen den Ländern besteht, kann ein Schweizer Bußgeld nicht in Deutschland eingetrieben werden.

Was passiert, wenn ich das Bußgeld aus der Schweiz nicht bezahle?

Reisen Sie danach erneut in die Schweiz ein, können Sie bei einer dortigen Verkehrskontrolle dazu aufgefordert werden, das Bußgeld auf der Stelle zu zahlen.

Wann verjährt ein Bußgeldbescheid aus der Schweiz?

Die Verjährung findet nach drei Jahren statt.

Freifahrtschein mangels deutsch-schweizerischem Vollstreckungsabkommen?

Während seit 2010 für die Mitgliedsstaaten der EU ein Gesetz zur europaweiten Vollstreckung von Geldstrafen und -bussen gilt, existiert ein solches Abkommen zwischen Deutschland und der Schweiz nicht bzw. nur in eingeschränkter Form.

Grundlage bildet hier der 2002 in Kraft getretene deutsch-schweizerische Polizeivertrag. Dieser dient dazu, durch eine grenzüberschreitende polizeiliche und justizielle Kooperation Kriminalität und illegaler Zuwanderung Herr zu werden.

Der 1999 beschlossene Vertrag sieht in den Artikeln 36 und folgenden auch Vollstreckungsbestimmungen bei Überschreitung der Bagatellgrenze von 70 Schweizer Franken bzw. 40 Euro vor. Nach diesem Recht wäre es fatal, ein in der Schweiz erhobenes Bussgeld in Deutschland nicht zu bezahlen.

Allerdings sind eben diese Vorschriften noch nicht gültig, weswegen ein Bussgeld aus der Schweiz in Deutschland nicht vollstreckt werden kann. Dennoch ist es unter gewissen Voraussetzungen nicht ratsam, ein Bussgeld aus der Schweiz nicht zu bezahlen.

Schweizerischen Strafzettel ignoriert – Diese Konsequenzen folgen

Auch wenn die deutschen Behörden einen schweizerischen Bussgeldbescheid nicht vollstrecken können, sollte es sich ein Verkehrssünder gründlich überlegen, ob er ein Bussgeld aus der Schweiz nicht bezahlen möchte.

Manch ein Urlauber beschließt, ein Bussgeld aus der Schweiz in Deutschland nicht zu bezahlen.
Manch ein Urlauber beschließt, ein Bussgeld aus der Schweiz in Deutschland nicht zu bezahlen.

Diejenige Person, die laut Bescheid dazu aufgefordert wird, eine gewisse Summe zu zahlen, weil sie gegen geltendes Recht verstoßen hat, muss nämlich damit rechnen, bei einer Wiedereinreise in die Schweiz mit ihrem Fehltritt konfrontiert zu werden.

Denn auch, wenn seit Ende 2008 durch den Schengen-Beitritt der Schweiz keine Personenkontrollen an der Grenze mehr stattfinden, sind Stichproben im Land nach wie vor üblich.

Eine offene Strafe wird mit den Personalien und der Adresse des Verkehrssünders in das sogenannte Bussschuldnerregister eingetragen. Dieses kann bei einer Verkehrskontrolle abgerufen werden. Wird dann festgestellt, dass sich der kontrollierte Fahrzeughalter entschlossen hatte, das Bussgeld in der Schweiz nicht zu bezahlen, wird er im Rahmen dieser Überprüfung dazu aufgefordert, sein Versäumnis an Ort und Stelle nachzuholen.

Wurde auf dem Bescheid oder auf einer Mahnung eine Umwandlung der Geldbusse in eine Ersatzfreiheitsstrafe angedroht, droht bei der Einreise die Inhaftierung. Die Ersatzstrafe beläuft sich jedoch nicht über Jahre, sondern erstreckt sich gemäß Artikel 106 des schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB) über mindestens einen Tag bis hin zu maximal drei Monaten.

Verjährung schweizerischer Verkehrsverstöße

Wurde ein Tatbestand des schweizerischen Bussgeldkatalogs im Rahmen eines einmaligen Urlaubes erfüllt, ist es möglich, innerhalb der Verjährungsfrist das Bussgeld aus der Schweiz nicht zu bezahlen.

Gemäß Artikel 109 StGB ist für die Verjährung von Strafe und Strafverfolgung – also auch für erhobene Bussgelder – ein Zeitraum von drei Jahren vorgesehen. Nach Ablauf dieser Zeit, kann ein nicht bezahltes Bussgeld bei der Wiedereinreise nicht mehr vollstreckt werden.

Über den Autor

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Thomas R.

Thomas hat einen Abschluss in Politikwissenschaften von der Universität Jena. Er gehört seit 2018 zum Team von bussgeldkatalog.org und verfasst News und Ratgeber zu verschiedenen Themen im Verkehrsrecht.

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45 Kommentare

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  1. Paul
    Am 16. Februar 2023 um 18:35

    Guten Tag,
    wegen 1 km/h innerorts erhielt ich aus der Schweiz einen Bußgeldbescheid über 40 Franken. Dann habe ich diese Seite hier gefunden und nicht getzahlt. Inzwischen kam die Mahnung, nun sind es 80 Franken. Den Text verstehe ich nicht, alles Französisch.
    Darauhin las ich hier auf der Seite noch einmal nach und fand einen Kommentar von Achim aus 2018, bei dem ein Parkversoß-Bußgeldverfahren an ein privates Inkassounternehmen abgegeben wurde. Die Redaktion erklärte daraufhin, dass es sich dann um zivilrechtliche Forderungen handelt, die dann auch in Deutschland durchsetzbar/ vollstreckbar sind.
    Unterscheiden sich evtl. Forderungen aus Parkverstößen rechtlich von denen aus Geschwindigkeitsübertretungen?
    Wenn das so ist, dass die Forderungen an Inkassos verkauft werden können, dann sind doch die ganzen Diskussionen über die Nichtvollstreckbarkeit wegen fehlendem Abkommen obsolet und man sollte dann doch lieber zahlen.
    Zumindest sollte auf diese Möglichkeit bereits im oberen Erklärungstext hingewiesen werden und nicht erst und nur als Antwort auf einen Kommentar. Zumal dieses Thema bereits 2018 aufkam und auch bis heute im Erklärungstext dazu nichts steht.
    Und was bedeutet in Ihren Antworten immer das “in der Regel”? Ist der Verkauf von Forderungen an Inkassounternehmen dann die Ausnahme?
    Das “in der Regel” ist natürlich eine rechtliche Absicherung. Aber wenn man solche Themen bedient, dann bitte vollständig. Also was können Ausnahmen sein, die vonm der Regel abweichen. Sonst bleibt der Lesende immer unsicher und man kann sich solche Seiten eigentlich sparen.
    Danke und Gruß

    • Anne
      Am 29. März 2024 um 6:28

      Hallo Paul,

      mich haben die Schweizer beim falsch Parken und beim Überfahren einer (scheins) roten Ampel ertappt.
      Obwohl ich sehr aufgepasst hatte!
      Nach meinem Kurzurlaub kam nach ein paar Wochen ein Strafzettel über 750,- Schweizer Franken.
      Gezahlt habe ich nicht. Wieder nach einigen Wochen kam ein Gerichtsurteil.
      Bis heute habe ich die Strafe nicht gezahlt. Und nach dem Gerichtsurteil habe ich auch nichts mehr davon gehört.

  2. Hasan
    Am 23. Januar 2023 um 10:51

    ich habe nicht bezahlt.
    Habe strafbefehl aus der Schweiz bekommen. Höhe 500 Euro.
    Was soll ich jetzt machen. Können die es vollstrecken. hier in Deutschland.

    Gruß
    T Hasan

  3. Frage
    Am 20. September 2022 um 13:51

    Hallo zusammen,

    mein Freund hat Anfang 2019 eine Strafzettel für zu schnelles fahren erhalten. Er hatte damals scheinbar nicht die finanziellen Mittel den Strafzettel zu bezahlen und hat dies somit auch nicht getan.

    Letztes Jahr hatte er Post erhalten wegen 1 Tag Haft bei Einreise da er den Strafzettel nicht bezahlt hatte.

    Nun sind inzwischen 3,5 Jahre rum, heißt es, es ist komplett verjährt oder muss er noch Befürchtungen haben?
    Über Österreich zu fahren ist immer so ein Umweg ^^

  4. Dila S
    Am 24. August 2022 um 10:42

    Hallo,
    Wir waren im März 2022 mit meinem Mann in der Schweiz und haben die Parkzeit leider überschritten.
    Wir haben eine Strafe von 40 franken bekommen, haben es nicht bezahlt nachdem wir uns informiert haben. Ja genau 6 Monate später diese Woche also haben wir 90 franken mahngebühr dazu bekommen, heißt eine Strafe von 130 franken.
    Was sollen wir tun?

  5. Anna
    Am 6. September 2020 um 17:51

    Was kommt als Einschreiben aus der Schweiz ?

  6. arturo
    Am 13. Juni 2020 um 15:31

    Hallo zusammen ,
    wurde im jahr 2006 heftig auf der basel autobahn geblitztz, 3500 frenken ungefähr wie ich mich erinnern kann knapp 70 km zu schnell.
    habe den straffzettel nicht bezahlt.. kann ich wieder normal einreisen oder können die mich bei eine routinenkontrolle festnehmen ?

    • Zara
      Am 7. Mai 2022 um 9:06

      Guten Tag,

      wir haben eine Busse wegen fehlender Vignette von 200 Franken erhalten. Gilt nach vier vor, dass keine Eintragung in das deutsche Register bei Nichtbezahlung erfolgt? Danke

  7. Jens
    Am 3. Dezember 2019 um 13:04

    Einen schönen guten Tag, die Damen,
    die Schweizer Behörden möchten von mir gern 60 Franken / 55 € für mal 7 km/h zu schnell haben – ist ja heftig.
    Wie ist denn die Vollstreckungsgrenze von 70 Franken bzw. 40 € zu verstehen? Das passt ja nun nicht mit dem Wechselkurs. 70 Franken sind nicht erreicht, aber 40 € überschritten!? Wäre in Deutschland auch für die Schweiz die Halterhaftung maßgeblich? Ein Foto wurde nicht nachgewiesen.
    Weiterhin drohen die damit, meine Daten in der internat. Personen- und Objektsuche einzutragen, was angeblich zur Folge haben kann, dass ich Schwierigkeiten bei einer Kontrolle z. B. Flughafenabfertigung bekommen könnte. Das halte ich aber für fies übertrieben, was interessiert eine deutsche Flughafenbehörde eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 7 km/h in der Schweiz an? (Schweizerische Kontrollen mal ausgenommen).
    Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!
    Jens

  8. Ingo
    Am 3. September 2019 um 9:43

    Ich bin 2005 in der Schweiz 26 km zu schnell gefahren. Musste vor Ort 580 Euro bezahlen.
    Zuhause habe ich dann ein Schreiben bekommen nach dem ich nochmals 280 Euro und 1 Monat Fahrverbot zu begleichen hätte.
    Dieses Geld habe ich nie bezahlt , bin aber auch nie mehr in die Schweiz eingereist.
    Frage , kann ich jetzt wieder unbescholten einreisen , oder bin ich im System der Schweizer Polizei noch gespeichert.

    Danke , Grüße Ingo

  9. Georg
    Am 14. August 2019 um 9:55

    Hallo,
    Geschwindugkeitsübertretung mit dem Motorrad:
    Erhalte wg. 8km/h Überschreitung 100 CHF Bussgeldbescheid. Kann ich als Halter belangt werden, obwohl ich nicht gefahren bin und der Fahrer Integralhelm m. Sonnenblende – also nicht erkennbar – gefahren ist?

  10. Uwe
    Am 29. Juni 2019 um 16:37

    Hallo
    Wie sieht es aus, wenn bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung der Fahrzeughalter auf keinen Fall der Fahrzeugführer sein kann (Alter / m/w ). Ermitteln hier die deutschen Behörden den Fahrzeugführer oder ist in der Schweiz grundsätzlich der Fahrzeughalter verantwortlich.

  11. Stephan
    Am 27. Mai 2019 um 20:54

    Hallo!
    Habe letzte Woche die einstündige bezahlte Parkgebühr am Bahnhof in Ilanz um 5 Minuten überzogen. Wie es schon “Murphy Gesetz” vorsieht, kam selbstverständlich genau in diessen paar Minütchen ein Kontrolleur… Ich habe nicht gesehen ob er unser Kennzeichen notiert hat, jedenfalls war kein Knöllchen an den Scheibenwischern. Hat jemand Erfahrungen oder Wissen, ob diese “schlimme Straftat” schon ausreicht für ein Bußgeld?
    Vielen Dank im Voraus!
    Stephan

  12. Bernhard
    Am 22. April 2019 um 10:55

    Danke für die tollen Erläuterungen, die endlich Licht in meine schweizerische Bußgeldsache von 2014 bringt. Seiter mache ich einen Bogen um die Eidgenossen.
    Läuft die dreijährige Verjährungsfrist ab dem Tag der Verkehrsübertretung, dem Tag der Zustellung oder dem Tag der zuletzt erfolgten wiederholten Zahlungsaufforderung (Ersatzfreiheitsstrafandrohung inklusive)?
    Die bisher letzte Zahlungsaufforderung erfolgte nach meiner Erinnerung mehr als 3 Jahre nach der Verkehrsübertretung (8 km/h auf der Autobahn, ursprünglicher Betrag EUR 30,-, nach Euro-Abwertung EUR 40,-, zuletzt ca. EUR 230,-).

  13. Marco
    Am 14. April 2019 um 11:20

    Hallo,

    ich bin im September letzten Jahres (2018) in der Schweiz geblitzt worden. Nun habe ich zwei Rechnungen bekommen. Eine Rechnung für den Verstoß gegen Ordnungswidrigkeit und eine zweite (deutliche höhere) für das Strafverfahren. Habe bereits den Verstoß gegen die Ordnungswidrigkeit gezahlt kann aber die deutlich höhere Summe noch nicht zahlen da ich als Schüler deutlich weniger Geld zur Verfügung habe als manch ein Berufstätiger.

    Was passiert nun wenn ich diese zweite Rechnung nicht begleiche? In der Mahnung steht folgendes:

    “Sollten sie die Zahlungsfrist unbenutzt verstreichen lassen, leiten wir die Betreibung gegen Sie ein.”

    Habe ich das wirklich zu befürchten?

    Vielen Dank im Voraus.

  14. Ludger
    Am 14. Februar 2019 um 12:27

    Hallo,
    habe in der Schweiz eine Strafmandat wegen fehlender bzw. schlecht sichtbarem Parkticket über 40 CHF bekommen. Die angegeben Zeit war aber völlig falsch , weil ich erst eine halbe Stunde nach dieser auf den Parkplatz gefahren bin, dafür habe ich auch benennbare Zeugen. Noch besser , ich hatte auch ein Parkticket im Auto liegen, das ich nach Ankunft gelöst hatte. Ich habe sowohl mit Ordnungsamt als auch Polizeibehörde Kontakt aufgenommen, aber die sind starrsinnig und unbeweglich wie ein Betonblock. Man empfiehlt mir den kostenpflichtigen Prozessweg. Keinerlei Einsehen, den offensichtlichen Fehler zu korrigieren. Scheint mir eine Menge Willkür in einem kleinen Polizeistaat zu sein.
    Es ist unfassbar, wie man mit Willkür verarscht wird und nichts dagegen machen kann, auch der prozessweg mit Anwaltskosten würde sogar bei erfolgreichem verfahren mit erheblichen Kosten bei mir liegen bleiben.

  15. Rangin
    Am 31. Januar 2019 um 17:42

    Hallo Guten Tag
    Ich habe Strafzettel bekommen von Schweizer 180 Chf 157€ in 60 Tagen musste ich das bezahlen aber die frist ist abgelaufen was ist muss tun?
    Danke Rangin

  16. Sven
    Am 29. Januar 2019 um 14:52

    Hallo.
    Gibt es einen Unterschied bezüglich der Verjährung und Vollstreckung auch in Deutschland zwischen dem Bußgeld und den Verfahrenskosten für den Führerscheinentzug? Diese sind separat und ziehen ebenfalls separat Kosten ein.

    Danke und Gruß,
    Sven

  17. Werner
    Am 3. Dezember 2018 um 19:22

    Soll im Oktober 2018 in Zürich mit einem Wohnmobil bei Rot über die Kreuzung gefahren sein. Bekam einen Strafzettel über 250 CHF. Ich fahre gar kein Wohnmobil und war in den letzten 10 Jahre nicht in der Schweiz. Nun habe ich darauf einen RA aus der Schweiz konsoldiert, er sagte mir bezahlen oder er übernimmt mein Mandat, mit einem Eigenanteil von 150.– Euro und kann mir aber nicht zusagen, ob er erfolgreich wird. Wie soll ich mich verhalten, ich habe keine Akteneinsicht noch ein Foto, kann aber beweisen, aufgrund der Zulassung(KFZ-Brief oder Schein, Versicherung) daß ich das nicht gewesen bin , obwohl sie mir mein Kennzeichen angegeben haben.

    • bussgeldkatalog.org
      Am 20. Dezember 2018 um 16:06

      Hallo Werner,

      ggf. führt bereits ein klärendes Gespräch mit der Behörde zum Erfolg, möglicherweise liegt ja nur ein Fehler vor. Ansonsten können Sie sich auch an einen deutschen Anwalt wenden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  18. Helmut J.
    Am 5. April 2018 um 15:40

    Wurde in Schweiz mit leider 51 km/h zu viel geblitzt. Nun ist von Kanton Uri Staatsanwaltschaft ein Brief gekommen mit 2100 Franken. Muss ich das bezahlen oder? Was bedeutet eine Ersatzfreiheitsstrafe? Da steht bei nicht bezahlen 17 Tage ersatzfreiheitsstrafe.
    mfg Jurt

    • bussgeldkatalog.org
      Am 30. April 2018 um 16:22

      Hallo Helmut,

      wie Sie dem obigen Text entnehmen können, ist bei Androhung einer Ersatzfreiheitsstrafe eine Inhaftierung möglich, wenn Sie erneut einreisen und noch nicht bezahlt haben.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  19. Soysal
    Am 31. März 2018 um 20:13

    Hallo,
    habe heute einen strafzettel für überschreiten einer roten ampel bekommen in höhe von 300Euro!
    Ich erinnere mich an dem Moment, und die Ampel war noch gelb.
    Die schweizerischen Behörden sollen auch kein Einsehen in die Videoaufnahmen erlauben ist im Brief geschrieben.
    Fühle mich verarscht.
    Kann ich Videoaufnahmen einfordern?

    Danke!

    Soysal

    • bussgeldkatalog.org
      Am 30. April 2018 um 12:21

      Hallo Soysal,

      wir dürfen an dieser Stelle keine kostenlose Rechtsberatung anbieten. Ein Anwalt für verkehrsrecht, der sich bestenfalls mit der Situation in der Schweiz auskennt, kann Sie zum weiteren Vorgehen beraten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • Shahin
        Am 4. September 2018 um 21:26

        Mir wurde genau dasselbe Strafzettel geschickt. Der Betrag ist aber 211 EUR. Bei mir im Brief steht auch, dass man keinen Recht hat die Videoaufnahmen oder Fotomaterial zu sehen.
        Was soll ich jetzt tun ?
        Falls sie mir nicht hier helfen können, kennen Sie vielleicht einen Anwalt/eine Anwältin, die einen ähnlichen Fall hat ?

        Mit freundlichen Grüßen

        • bussgeldkatalog.org
          Am 26. Oktober 2018 um 16:42

          Hallo Shahin,

          wenden Sie sich am besten an einen Anwalt für Verkehrsrecht in Ihrer Nähe. Dieser kann Sie umfassend beraten und weiß, wie in solch einem Fall vorzugehen ist.

          Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  20. Achim
    Am 29. März 2018 um 15:35

    Ich habe einen 60 chf Steafzettel an einer Parkuhr in der Schweiz bekommen. Die ganzen Mahnläufe und Drohungen sind bereits gelaufen. Jetzt kam ein Schreiben von der schweizer Creditreform als Inkassounternehmen mit einer Forderung von chf 420,05. Spielt es eine Rolle wer aus der Schweiz diese Forderung eintreiben möchte? Ich hoffe nicht.

    • bussgeldkatalog.org
      Am 30. April 2018 um 9:51

      Hallo Achim,

      immer öfter aber nutzen die ausländischen Behörden auch den Service von privaten Inkassounternehmen, die Geldbußen aus dem Ausland stellvertretend eintreiben. Dabei werden öffentlich-rechtliche Ansprüche als zivilrechtliche Forderungen etwa von Parkraumbewirtschaftern oder Autobahnbetreibern definiert, sodass privatrechtliche Inkassoverfahren angesetzt werden können. Auf diese Weise machen Inkassounternehmen zum Beispiel auch in der Schweiz verhängte Geldbußen in Deutschland geltend, obwohl diese kein Vollstreckungsabkommen mit Deutschland geschlossen hat. Das ist häufig rechtswirksam, da der europäische Zusammenschluss auch grenzüberschreitend die zivilrechtliche Durchsetzung von Ansprüchen ermöglicht. Infos zum weiteren Vorgehen erhalten Sie bei einem Anwalt für Verkehrsrecht.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  21. Wolfgang
    Am 28. Januar 2018 um 15:59

    Guten Tag,
    ich, in Deutschland wohnhaft, soll im August 2017 innerorts in der Schweiz 7 km zu schnell gefahren sein. Eine Übertretungsanzeige, mit einem Bußgeld in Höhe von 120 CHF verbunden, habe ich ignoriert. Auf eine darauffolgende Zahlungserinnerung habe ich ebenfalls nicht reagiert.

    An diesem Wochenende nun erhalte ich von der zuständigen Staatsanwaltschaft in der Schweiz einen Strafbefehl aufgrund der Anzeige wegen “Überschreiten der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit”. Zur Busse soll ich jetzt noch 100 CHF Verwaltungsgebühren zusätzlich zahlen. Bei nicht fristgerechter Zahlung wird mit einer Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen gedroht.

    Meine Frage an Sie: Da ich tw. widersprüchliche Aussagen erhalten habe: Kann die schweizer Behörde mit Hilfe der deutschen Justiz die Strafe vollstrecken? Oder kann ich mich darauf verlassen, dass dies aufgrund fehlendem Rechtsabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland nicht möglich ist? Mir ist bewusst, dass ich, zahle ich nicht, Probleme bei der Einreise / dem Aufenthalt in der Schweiz bekommen kann. Ich habe allerdings nicht vor, in den nächsten Jahren in die Schweiz einzureisen.

    Im Voraus für Ihre hoffentlich schnelle Antwort vielen Dank.

    Freundliche Grüße
    Wolfgang

    • bussgeldkatalog.org
      Am 12. Februar 2018 um 12:07

      Hallo Wolfgang,

      eine Vollstreckung durch deutsche Behörden ist in der Regel nicht möglich, da hierfür keine gesetzliche Grundlage besteht. Genaue Informationen erhalten Sie bei einem Anwalt für Verkehrsrecht.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  22. Heinz
    Am 22. Januar 2018 um 14:42

    Beginnt die 3 jährige Verjährungsfrist ab dem Verstoß oder ab der Zustellung der Übertretungsanzeige?

    • bussgeldkatalog.org
      Am 12. Februar 2018 um 11:29

      Hallo Heinz,

      dies kommt darauf an, ob Sie sich auf die Verjährung der Verfolgung oder Vollstreckung beziehen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • Jessica
        Am 6. September 2018 um 11:58

        Ich würde es darauf beziehen, ab wann ich wieder “risikofrei“ in die Schweiz einreisen kann. Ist hier der Verstoß maßgebend, die erste oder letzte Zustellung?

        LG Jessica

        • bussgeldkatalog.org
          Am 2. November 2018 um 11:42

          Hallo Jessica,

          bei geringfügigen Verstößen tritt die Vollstreckungsverjährung nach drei Jahren ein. Die Vollstreckung betrifft den Bescheid.

          Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  23. Sahin
    Am 10. Dezember 2017 um 0:29

    Hallo ,heute ich habe Strafzettel gekriegt von Zürich, bei dem Ampel gefahren (aber Ampel war gelb).muss ich bezahlen oder nicht wenn nicht bezahlen wird was kann passieren.ich brauche Hilfe .

    • bussgeldkatalog.org
      Am 2. Januar 2018 um 12:24

      Hallo Sahin,

      Bussen aus der Schweiz können in Deutschland nicht vollstreckt werden. Reisen Sie jedoch wieder in die Schweiz ein, kann dort das Geld von Ihnen verlangt werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  24. Bernd
    Am 21. Oktober 2017 um 10:53

    Ich habe einen Bußgeldbescheid über 52 Euro aus der Schweiz bekommen. Wird der Betrag höher, wenn ich nach dieser ersten Aufforderung nicht bezahle?
    Muss ich mehr bezahlen, wenn ich es drauf ankommen lasse, ob ich in der Schweiz kontrolliert werde?
    Gruß

    • isabella
      Am 17. Januar 2018 um 17:14

      ja kommen gleich Mahngebühren in ca 150 euro dazu

    • bussgeldkatalog.org
      Am 13. November 2017 um 11:54

      Hallo Bernd,

      auch in der Schweiz sollten Mahngebühren anfallen. Werden Sie dann in der Schweiz erwischt, wird die erhöhte Busse gefordert.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  25. Uwe J.
    Am 17. Oktober 2017 um 21:15

    Ich habe heute im Zürich als deutscher Fahrzeugführer einen Bussbeschescheid in Höhe von 54 Sfr für das Nichtbedienen der Parkuhr erhalten. Ist der Betrag in dieser Höhe Standard und sollte ich ihn bezahlen? Danke für Ihre Antwort

    • bussgeldkatalog.org
      Am 13. November 2017 um 13:26

      Hallo Uwe J.,

      eins vorweg: Es ist uns nicht erlaubt, eine Rechtsberatung zu erteilen – das bedeutet, wir dürfen Ihnen nicht zu rechtlichen Schritten raten oder abraten.

      Sie tun natürlich grundsätzlich gut daran, entsprechende Bescheide zu begleichen. Uns liegen leider keine genauen Details vor, was standardmäßig in der Schweiz verhangen wird. Grundsätzlich sollten Sie jedoch von strengeren Sanktionen als hierzulande ausgehen.

      Das Team von bussgeldkatalog.org

  26. Maier
    Am 29. August 2017 um 8:56

    Guten Tag,
    Nach dem ich ihren Artikel gerade gelesen habe , gehe ich davon aus das dieser aktuell ist.
    Dann habe ich also das Recht meinen Strafzettel aus der Schweiz nicht zu bezahlen ?
    Aber ,kann dann also erst wieder in 3 Jahren ohne sorgen durch die Schweiz fahren.
    Sehe ich das richtig ?
    Gruß

    • bussgeldkatalog.org
      Am 11. September 2017 um 9:48

      Hallo Maier,

      ein Bußgeldbescheid aus der Schweiz kann nach aktueller Rechtssituation nicht in Deutschland vollstreckt werden. Nach drei Jahren ist eine Vollstreckung in der Schweiz nicht mehr möglich.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  27. Parnitzke
    Am 24. September 2016 um 11:41

    Hallo,

    was ist wenn ich nie in der Schweiz war und dennoch eine Mahnung bekomme für angebliches Parken ohne Parkschein. 40 CHF.

    MfG

    K.P.

    • bussgeldkatalog.org
      Am 26. September 2016 um 10:15

      Hallo Parnitzke,

      wir dürfen keine Rechtsberatung anbieten. Daher bitten wir Sie, sich in diesem Fall an einen Anwalt zu wenden, da dieser Sie bezüglich des weiteren Vorgehens und eines eventuellen Einspruchs beraten kann.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

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