Ein Bussgeld aus der Schweiz bezahlen – Hohe Preise für kleine Verstöße

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Schweizerische Bussen mit empfindlichen Summen

Ein Bussgeld aus der Schweiz zu bezahlen, bedeutet zumeist, tief in die Tasche zu greifen.

Ein Bussgeld aus der Schweiz zu bezahlen, bedeutet zumeist, tief in die Tasche zu greifen.

205.902 Millionen Schweizer Franken ließen 2013 die Kassen der Schweiz klingeln. Einen Anteil davon bildeten auch die Bussen (zu deutsch: Bußgelder), die das Land durch Vollstreckung der Vorschriften aus dem Verkehrsrecht einnahm.

Von der Geschwindigkeitsübertretung, über den Park- bis hin zum Überholverstoß – all die großen und kleinen Fehltritte, die laut dem schweizerischen Bussgeldkatalog geahndet werden, ziehen teilweise beachtliche Summen nach sich.

Ein Bussgeld aus der Schweiz zu bezahlen, kann für einen Deutschen daher äußerst unangenehm sein. Denn umgerechnet in Euro liegen die meisten Bussen deutlich über dem, was hierzulande üblich ist.

Erfahren Sie in diesem Ratgeber, welche Beträge möglich sind und ob Touristen wieder in Deutschland angekommen verpflichtet sind, einen schweizerischen Bussgeldbescheid zu zahlen.

Was kosten Verkehrsverstöße in der Schweiz?

Strafzettel im Ausland sind oft weitaus teurer als in Deutschland. Daher sollten sich deutsche Urlauber vorab immer über die wichtigsten Verkehrsregeln informieren, wenn sie ein fremdes Land, zum Beispiel die Schweiz, mit dem eigenen Auto erkunden möchten.

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Denn nur, wer sich an das geltende Recht der Schweizer hält, ist davor sicher, ein Bussgeld aus der Schweiz bezahlen zu müssen.

Was hierzulande der Bussgeldkatalog ist, wird in der Schweiz in der Bussenliste der Ordnungsbussenverordnung geregelt. Dort ist aufgeführt, welche Beträge ein Strafzettel aus der Schweiz aufweisen kann.

Während das Nichtmitführen des Führerscheins mit 20 Schweizer Franken (CHF), umgerechnet ca. 18 Euro, zu Buche schlägt, wird eine vergessene Fahrerkarte bei Berufskraftfahrern mit 140 CHF geahndet (rund 129 Euro).

Die deutsche Polizei kann einen Verkehrssünder nicht zwingen, ein Bussgeld aus der Schweiz zu bezahlen.

Die deutsche Polizei kann einen Verkehrssünder nicht zwingen, ein Bussgeld aus der Schweiz zu bezahlen.

Teurer wird es noch bei Ladungsverstößen. Diese können bis zu 250 CHF, ca. 230 Euro, kosten. Die gleiche Strafe müssen Verkehrssünder zahlen, die innerorts mit 11 bis 15 km/h zu schnell unterwegs sind.

Bei einer Geschwindigkeitsübertretung auf der Autobahn um 21 bis 25 km/h muss der Temposünder laut Strafzettel aus der Schweiz noch mehr bezahlen: 260 CHF, etwa 239 Euro.

Massive Geschwindigkeitsverstöße werden in der Regel im Rahmen eines Strafverfahrens sanktioniert. Ein Richter fällt dann ein Strafurteil nach freiem Ermessen und ohne Grundlage einheitlicher Tarifvorgaben.

Auch bei Alkohol am Steuer sieht das schweizerische Recht harte Folgen bei der Vollstreckung vor: Bei Fahrten mit einem Blutalkoholwert zwischen 0,5 und 0,79 Promille wird nicht nur der Führerschein entzogen, es kommt außerdem zu einer Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren. Die Höhe der Geldstrafe orientiert sich dabei auch an den Vermögensverhältnissen des Delinquenten.

Muss ein Deutscher Bussgeld aus der Schweiz bezahlen?

Aktuell existiert kein Vollstreckungsabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz, wie es bei den EU-Mitgliedsstaaten der Fall ist.

Erhält ein deutscher Staatsbürger von den schweizerischen Behörden einen Bussgeldbescheid, weil er einen Verstoß mit seinem Auto begangen hat, wird er zwar von der hiesigen Polizei dazu aufgefordert das Bussgeld aus der Schweiz zu bezahlen, zwingen kann sie ihn dazu jedoch nicht. Ebenso gilt ein schweizerisches Fahrverbot für einen Deutschen in seinem Heimatland nicht.

Wer das Bussgeld aus der Schweiz nicht bezahlen möchte, sollte die Verjährung abwarten.

Wer das Bussgeld aus der Schweiz nicht bezahlen möchte, sollte die Verjährung abwarten.

Der deutsch-schweizerische Polizeivertrag zur grenzüberschreitenden gemeinschaftlichen Kriminalitätsbekämpfung, der seit 14 Jahren gültig ist, enthält zwar Vorschriften, die besagen, dass ein Bussgeld aus der Schweiz in Deutschland vollstreckt werden kann. Jedoch sind genau diese Regelungen noch nicht in Kraft getreten.

Gerade Personen, die regelmäßig in die Schweiz reisen, sollten es allerdings dennoch nicht unterlassen, das Bussgeld aus der Schweiz zu bezahlen. Andernfalls drohen Schwierigkeiten bei der Wiedereinreise und gegebenenfalls sogar die Vollstreckung einer Ersatzfreiheitsstrafe.

Möchte ein Autofahrer umgehen, die Strafe zu zahlen, muss er bis zur erneuten Einreise in die Schweiz die Verjährungsfrist abwarten, die sich auf drei Jahre beläuft.

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6 Kommentare

  1. l.martin sagt:

    Bitte senden sie mir per E-Mail Bußgeldkatalog zu.

    Mit freundlichen Gruß
    Martin L.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Martin,

      Sie müssen einfach nur unten auf der Seite Ihre E-Mail-Adresse angeben und anklicken, dass Sie den Bußgeldkatalog als PDF haben möchten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  2. Alexander sagt:

    Hallo,

    Bitte um den PDF Bußgeldkatalog der Schweiz. Vielen Dank!

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Alexander,

      wir können Ihnen leider nur den deutschen Bußgeldkatalog als PDF zur Verfügung stellen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  3. Jana H. sagt:

    Bitte um Zusendung des Bußgeldkataloges per E-Mail.
    Danke

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