Schmerzensgeld nach einer Prellung erhalten: Entschädigung durch Geldleistung

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Leistung und VerletzungBetragGerichtJahr
Schmerzensgeld bei Rippenprellung und Oberarmprellungca. 260 €AG Gelnhausen (C 1470/83)1984
Schmerzensgeld bei Prellung am Knie, Gehirnerschütterung, Zahnverletzung und Platzwundeca. 1500 €OLG Karlsruhe (1 U 27/90)1990
Schmerzensgeld bei Thoraxprellung und Brustbeinprellungca. 770 €LG Hannover (9 S 50/90)1990
Schmerzensgeld bei Schulterprellung, verbunden mit Prellungen am Brustkorb, Rücken und den Leistenca. 1500 €LG Trier (4 O 296/99)2001
Schmerzensgeld bei Schädelprellung, dazu Prellungen am Becken, Oberschenkel, Knie, Ellgenbogen, Handgelenk, Brustkorb und eine HWS-Verletzungca. 2000 €AG Achim (13-10 C 210/11)2013

Nach einem Unfall ist Schmerzensgeld bei Prellungen möglich

Nach einer Prellung kann Schmerzensgeld Genugtuung verschaffen.

Nach einer Prellung kann Schmerzensgeld Genugtuung verschaffen.

Prellungen sind als dumpfe und geschlossene Verletzungen zu definieren. Die Ursachen können vielfältig sein. Ein Schlag, ein Stoß, ein Aufprall fallender Gegenstände sowie ein Sturz können die schmerzhafte Verletzung auslösen.

Dabei stellen sich Betroffene oft eine Frage, unabhängig davon, ob eine Rippen-, Oberschenkel- oder eine Schädelprellung vorliegt: Muss Schmerzensgeld durch den Verursacher gezahlt werden?

Der vorliegende Ratgeber geht dieser Frage auf den Grund. Hier erfahren Sie, in welchen Fällen überhaupt ein Anspruch auf Schmerzensgeld bei einer Prellung besteht. Weiterhin werden Sie darüber informiert, wie Ansprüche geltend gemacht werden können und warum ein versierter Rechtsanwalt dabei wertvolle Hilfe leistet.

Bedingungen für den Anspruch

Eine Prellung führt grundsätzlich zu Schmerzen, die sich besonders unter Bewegung und Belastung bemerkbar machen. Fällt die Verletzung besonders schwer aus, sind sogar Einblutungen und Schwellungen möglich. Die Lebensqualität eines Betroffenen wird also zu einem gewissen Grad eingeschränkt.

Die Frage: „Wie viel Schmerzensgeld steht mir bei Prellungen zu?“, ist durchaus berechtigt, wenn eine andere Person für die Verwundung verantwortlich ist. Denn dann ist die Grundvoraussetzung für den zivilrechtlichen Anspruch erfüllt und Betroffene können die Entschädigungsleistung einfordern.

Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Unfall im Straßenverkehr oder eine gewollte Gewalteinwirkung die Quetschverletzung ausgelöst hat. § 253 Absatz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) spricht Personen auch dann das Recht eine „billige Entschädigung“ zu, wenn es zu einer Körperverletzung gekommen ist. Führt also beispielsweise ein Autounfall zu einer Schulterprellung, kann Schmerzensgeld eingefordert werden, wenn die andere Partei die Schuld trägt.

Schmerzensgeld nach einer Prellung ist möglich, wenn eine andere Person diese verursacht hat.

Schmerzensgeld nach einer Prellung ist möglich, wenn eine andere Person diese verursacht hat.

In einem solchen Fall, in dem die Zahlung von Schmerzensgeld auf die Prellung folgt, soll Wiedergutmachung geleistet werden. Diese sorgt für einen Ausgleich und schafft und Genugtuung bei der verletzen Person, die sich bis zu diesem Zeitpunkt unter den negativen Folgen des Unfalls gelitten hat.

Wie hoch fällt das Schmerzensgeld nach einer Prellung aus?

Grundsätzlich gibt es keine Vorgaben für die Höhe eines Schmerzensgeldes. Hier entscheidet immer das Gericht, welches sich mit dem jeweiligen Fall befasst. Auch ohne Gerichtsver­fahren kommt es auf den Einzelfall an. Die Höhe der Entschädigung ist entsprechend nicht zu generalisieren. Das gilt auch dann, wenn bei einem Unfall die Schuld eindeutig einer Partei zuzuordnen ist. Die obig aufgeführte Schmerzensgeldtabelle zeigt jedoch, welche Dimensionen Schmerzensgelder bei Prellungen annehmen können. Doch auch dabei dürfen Sie nicht vergessen:

  • Eine solche Schmerzensgeldtabelle dient ausschließlich der Orientierung. Über jede Entschädigungsleistung wird individuell entschieden.
  • Die Höhe vom Schmerzensgeld, welches einer Prellung folgt, ist auch davon abhängig, ob weitere Verletzungen vorhanden sind. Sind langfristige Folgen, beispielsweise in Form von Schmerzen, abzusehen, fällt auch oft der zu zahlende Geldbetrag höher aus.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass nicht jede kleine zusätzliche Verletzung das Schmerzensgeld nach einer Prellung erhöht. Befindet das Gericht, dass kleinere Wunden die Lebensqualität des Betroffenen nicht beeinträchtigen, werden diese als Bagatellschäden klassifiziert. Folglich gelten sie als so geringfügig, dass sie keine Auswirkung auf die Höhe des Schmerzensgeldes haben.

Wer seinen Anspruch auf Schmerzensgeld durchsetzen will, muss immer damit rechnen, dass die Gegenseite versucht, so viele Verletzungen wie möglich als Bagatellschäden zu deklarieren. Eindeutige ärztliche Nachweise können solche Behauptungen widerlegen. Weitere Hinweise zur Anspruchsdurchsetzung liefert Ihnen der nächste Abschnitt.
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Schmerzensgeld bei einer Prellung einfordern – Darauf kommt es an!

Soll Schmerzensgeld nach einer Prellung gezahlt werden, müssen Betroffene in jedem Fall zum Arzt gehen und sich die Verletzungen attestieren lassen. Der ärztliche Nachweis ist eine wichtiges Beweismittel für die Anspruchsdurchsetzung. Vor der Untersuchung sollte zudem nicht zu viel Zeit verstreichen. Es ist empfehlenswert, direkt zum Arzt zu gehen, nachdem Sie sich die Verletzungen zugezogen haben. Dann gelten die Nachweise in der Regel auch als glaubwürdig.

Sind Sie im Besitz der notwendigen Nachweise, können Sie Schmerzensgeld einfordern. Bei Prellungen wie auch bei anderen Verletzungen haben Sie dabei die Wahl zwischen zwei Wegen. So können Sie sich zum einen dafür entscheiden, außergerichtlich Ihre Ansprüche durchzusetzen. Dazu wenden Sie sich direkt an den Täter bzw. die für ihn zuständige Versicherung.

Außergerichtliche Verhandlungen können sich jedoch als schwierig erweisen. Sehen sich Versicherungen mit Forderungen zu Schmerzensgeld konfrontiert, wählen die Verantwortlichen meist den Weg, der mit den kleinsten finanziellen Einbußen verbunden ist. Folglich kann Schmerzensgeld, das einer Prellung folgt, unerwartet niedrig ausfallen.
Auch eine Schulterprellung schließt Schmerzensgeld nicht aus.

Auch eine Schulterprellung schließt Schmerzensgeld nicht aus.

Um solche Fälle auszuschließen oder sich effektiv dagegen zu wehren, ist es empfehlenswert, sich von Vornherein um die Hilfe eines versierten Rechtsanwalts zu bemühen. Dieser ist nicht nur in der Lage, eine angemessene Entschädigung einzufordern. Er kann sich auch als starker Verbündeter erweisen, wenn Sie die Schadensersatzforderungen vor Gericht durchsetzen möchten.

In diesem Fall wird der zuständige Anwalt sich um ein Zivilverfahren bemühen. Dieses findet unabhängig von etwaigen Strafrechtsverfahren statt, in denen es ausschließlich um die Sanktionierung der Täter und nicht um die Entschädigung der Opfer geht. Soll Schmerzensgeld für eine Prellung eingefordert werden, muss das Augenmerk also auf einer zivilrechtlichen Klageerhebung liegen. Folgende Aspekte sind dabei zu beachten:

  • Ein sogenannter Klageantrag muss in diesem Fall eingereicht werden, in der Regel durch den zuständigen Rechtsanwalt.
  • Die Klageschrift enthält alle Dokumente, die als Berechnungsgrundlage für das Schmerzensgeld zur Prellung genutzt worden sind. Dazu gehören oft ärztliche Atteste sowie Nachweise zur Erwerbsunfähigkeit und zum notwendigen Heilungsaufwand.
  • Der Klageantrag muss eine definitive Geldspanne nennen.
Nicht vergessen: Für das Schmerzensgeld nach einer Prellung gibt es keinen gesetzlich festgesetzten Betrag. Die Höhe der zu zahlenden Summe wird für jeden Einzelfall individuell festgesetzt. Betroffene sind grundsätzlich gut beraten damit, sich von einem Anwalt unterstützen zu lassen. Dieser weiß genau, worauf beim Zivilverfahren geachtet werden muss.
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