Rechte für Fußgänger stärken und deren Sicherheit verbessern

News vom 08.05.2017 um 15:54 Uhr

Mehr Rechte für Fußgänger können zur Verbesserung der Verkehrssicherheit führen.

Mehr Rechte für Fußgänger können zur Verbesserung der Verkehrssicherheit führen.

Hamburg. Die Bezirksfraktion Hamburg-Nord der Grünen und die SPD wollen gemeinsam moderne Strategien für den Fußverkehr entwickeln und dadurch die Rechte für Fußgänger verbessern. Dazu gehören auch Baumaßnahmen zur Förderung des „barrierefreien Bezirks Hamburg-Nord“ in Höhe von 150.000 Euro.

Schwächste Verkehrsteilnehmer leben gefährlich

Beim Fußverkehr handelt es sich um die einfachste und auch natürlichste Form der Fortbewegung. Darüber hinaus wirkt sie sich auch positiv auf die Umwelt sowie die Gesundheit aus und ist dadurch eine kostengünstige Alternative auf kürzeren Strecken.

Allerdings gehen mit dem Zufußgehen auch Risiken einher. So kamen allein im Jahr 2015 537 Fußgänger bei einem Verkehrsunfall in Deutschland ums Leben. Bei mehr als der Hälfte der Verunglückten handelte es sich um Menschen über 65 Jahren. Aber auch Kinder sind besonders gefährdet, zählen sie doch am häufigsten zu den Schwerverletzten.

Aus diesem Grund startet in den Hamburger Bezirken Alsterdorf und Hoheluft-Ost ein Pilotprojekt, welches für mehr Rechte für Fußgänger sorgen soll. Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit Anwohnern und Geschäftsansässigen, die Sicherheit der Fußwege zu erhöhen.

Erhöhen lässt sich die Verkehrssicherheit für Fußgänger unter anderem durch Zebrastreifen, die strikte Unterteilung in Fuß- und Radwege sowie die Ausweitung von Tempo-30-Zonen. Vor der Umsetzung gilt es allerdings, die Bedürfnisse aller Nutzer zu bedenken, damit auch Rollstuhlfahrer, Sehbehinderte oder Eltern mit Kinderwagen von den Maßnahmen profitieren.

Rechte und Pflichten für Fußgänger

Die Förderung des Fußverkehrs geht aber nicht nur mit der Verbesserung der Rechte für Fußgänger einher, sondern nimmt diese auch in die Pflicht. Denn für den Fall, dass die geltenden Verkehrsregeln nicht beachtet werden, sieht der Bußgeldkatalog Sanktionen vor. Wie hoch das Verwarngeld bei verschiedenen Ordnungswidrigkeiten ausfällt, zeigt die nachfolgende Tabelle:

TatbestandBußgeld
Autobahn betreten oder überschritten10 €
Kraftstraße an einer nicht für Fußgänger vorgesehenen Stelle betreten oder überschritten10 €
Fahrbahn betreten, obwohl ein entsprechender Gehweg oder Seitenstreifen vorhanden ist5 €
außerhalb einer Ortschaft nicht am linken Fahrbahnrand gelaufen5 €
Fahrbahn nicht auf kürzestem Weg, an nicht vorgesehener Stelle oder ohne Beachtung des restlichen Verkehrs überquert…
…und eine Gefährdung verursacht5 €
…und einen Unfall verursacht10 €
Absperrung überstiegen5 €
…mit Unfallfolge10 €
Haltegebot oder Zeichen eines Polizeibeamten nicht beachtet5 €
Rotlicht missachtet5 €
…mit Unfallfolge10 €
am Straßenverkehr teilgenommen, obwohl körperliche und geistige Mängel vorhanden sind, ohne Vorsorge getroffen zu haben, dass andere nicht gefährdet werden5 €
…als Verantwortlicher zugelassen25 €
Fahrverkehr in einem verkehrsberuhigten Bereich unnötig behindert5 €

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