Geblitzt in England, Schottland und Wales: Was erwartet Autofahrern?

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Wenn Blitzer in England zuschlagen

Geblitzt in England: Welche Sanktionen drohen?

Geblitzt in England: Welche Sanktionen drohen?

In Großbritannien können Urlauber vielfältige Sehenswürdigkeiten entdecken: Die Metropole London, das Schloss Windsor, den Loch Ness und vielleicht sogar seinen Bewohner Nessie. Um möglichst viele Highlights in den knappen Urlaubstagen unterzubringen, kann es sinnvoll sein, sich vor Ort einen Mietwagen zu organisieren.

Allerdings sollten Sie bei der Reise durchs Vereinte Königreich nicht in Hektik verfallen und die landeseigenen Verkehrsregeln missachten, denn ein Verkehrsverstoß – wie eine Geschwindigkeitsüberschreitung in Großbritannien – kann die Urlaubskasse erheblich schmälern.

Doch mit welchen Sanktionen müssen Sie rechnen, wenn Sie im Urlaub geblitzt werden? Kann ein Geschwindigkeitsverstoß für Urlauber in England ein Bußgeld nach sich ziehen? Oder droht ein Bußgeldbescheid? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert der nachfolgende Ratgeber.

Geblitzt in England: Wie werden die Bußgelder berechnen?

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung in England kann weitreichende Konsequenzen haben. Wie hoch das Bußgeld dabei im Einzelnen ausfällt, lässt sich pauschal allerdings nicht benennen, denn dieses ist in erster Linie anhängig vom jeweiligen Wocheneinkommen. Außerdem unterteilt der Bußgeldkatalog die Verkehrssünder – je nach Schwere des Tempoverstoßes – in verschiedene Gruppen, für die unterschiedliche Prozentsätze gelten. In der Regel gilt für Autofahrer, die geblitzt wurden, in England folgende Unterteilung:

Gruppe Tempoverstoß in mphProzentsatz
A1 – 1025 – 75
B11 – 2075 – 125
C21 und mehr125 – 175

Was diese Berechnungsmethode genau bedeutet, soll das nachfolgende Beispiel verdeutlichen:
Paul ist in England geblitzt worden, als er in London mit 8 mph zu schnell unterwegs war. Dadurch zählt er zu Gruppe A. Da sein durchschnittliches Wocheneinkommen 875 £ beträgt, kann das Bußgeld zwischen 218 und 656 £ liegen.

Allerdings bedeutet diese Regelung nicht, dass die Bußgelder nach oben hin offen sind. So liegt der gesetzlich definierte Höchstsatz in der Regel bei 1.000 £ und nur bei einer Missachtung der Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn wird dieser auf 2.500 £ erhöht.

Aber auch wenn Sie über kein eigenes oder nur über ein sehr geringes Einkommen verfügen, bedeutet dies nicht, dass Ihnen ein Bußgeld erspart bleibt. Denn wer geblitzt wird, muss in England mindestens eine Geldsanktion in Höhe von 100 £.
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Müssen Sie das Bußgeld zahlen, wenn Sie geblitzt wurden?

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung in England kann auch in Deutschland verfolgt werden.

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung in England kann auch in Deutschland verfolgt werden.

Neben der Berechnung des Bußgeldes stellen sich viele deutsche Autofahrer auch die Frage, ob sie eine solche Geldsanktion überhaupt begleichen müssen, nachdem sie im Ausland geblitzt wurden. Wer in England die Verkehrsregeln missachtet, muss grundsätzlich mit einem Bußgeldbescheid rechnen. Denn als Mitglied der EU ist eine grenzüberschreitende Vollstreckung möglich.

Dies ergibt sich aus dem EU-Rahmenbeschluss zur Geldsanktionenvollstreckung (RBGeld). Mögliche Punkte, die ein Verkehrsverstoß in England nach sich zieht, werden aber zum Beispiel nicht im Fahreignungsregister in Flensburg vermerkt. Zudem muss die Geldsanktion für eine Vollstreckung auch die Bagatellgrenze von 70 Euro erreichen. Dazu können allerdings auch Mahngebühren und Verwaltungskosten beitragen.

Es gilt somit der Grundsatz: Werden Sie geblitzt, ist in England mit einer Vollstreckung der hohen Bußgelder zu rechnen. Bislang ist allerdings unklar, wie sich der Brexit auf die Durchsetzung möglicher Sanktionen auswirkt. Denn durch den Austritt aus der EU findet der Rahmenbeschluss künftig vermutlich keine Anwendung mehr. Alternative Abkommen existieren zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht.

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