Führerschein für Behinderte – Diese Kosten fallen an

Führerschein mit Behinderung machen – Kosten für die Fahrschule

Führerschein für Behinderte: Die Kosten unterscheiden sich kaum von einer Ausbildung für Menschen ohne Handicap.

Führerschein für Behinderte: Die Kosten unterscheiden sich kaum von einer Ausbildung für Menschen ohne Handicap.

Eine Führerscheinausbildung kann mitunter teuer werden. Dabei gibt es innerhalb Deutschlands große Unterschiede bezüglich der Preise für die Anmeldung oder für einzelne Fahrstunden. Auch die Prüfungsgebühren fallen ins Gewicht, sodass recht schnell eine Summe im vierstelligen Bereich erreicht wird.

Dies gilt auch bei einem Führerschein für behinderte Menschen. Die Kosten fallen hier, entgegen vieler Vermutungen, allerdings gar nicht so viel höher aus als bei einer Fahrerlaubnis ohne Handicap. Die Grundgebühren sind nahezu identisch.

Bei einer Fahrerlaubnis kommt es auch auf das individuelle Können des Fahrschülers an. Durch die Anzahl der benötigten Fahrstunden wird der Endpreis maßgeblich beeinflusst. Was für einen Führerschein mit Behinderung an Kosten anfallen, erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Führerschein für Behinderte – Kosten für die Überprüfung der Fahreignung

Wenn ein Mensch mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung einen Führerschein machen möchte, ist zunächst ein Antrag bei der Führerscheinbehörde vonnöten. Im Rahmen dessen soll die „Eignung zur Verkehrssicherheit“ des Bewerbers überprüft werden.

Um sich darüber Gewissheit zu verschaffen, verlangt die Behörde verschiedene Unterlagen. Dazu muss auch ein ärztliches Gutachten erstellt werden. Auf Grundlage dessen kann beurteilt werden, in welchem Ausmaß Beeinträchtigungen vorliegen und inwiefern bestimmte Auflagen zu erfüllen sind.

Weiterhin gibt das Gutachten darüber Aufschluss, ob das Fahrzeug, welches der Antragssteller fahren möchte, eventuelle Umbauten benötigt. Beispielhaft sind hierbei die Verlängerung von Lenkrad oder Schalthebel zu nennen. Ebenso besteht die Möglichkeit, ein Handgas oder eine Handbremse einzubauen.

Beim Führerschein für Behinderte entstehen also Kosten durch die Erstellung des ärztlichen Gutachtens. Im Zuge dessen kann auch eine sogenannte Fahrprobe angefordert werden, um die Eignung zu überprüfen. Auch eine medizin-psychologische Untersuchung (MPU) ist denkbar und macht sich zusätzlich im Preis bemerkbar.

Da Mobilität jedem Menschen zur Verfügung stehen sollte, gibt es verschiedene Einrichtungen, die einen Führerschein für Behinderte in puncto Kosten unterstützen. Dazu können Sie sich beispielsweise an die Krankenkasse wenden, da ein Fahrzeug den Anfahrtsweg zum Arzt deutlich erleichtert.

Weitere Fixkosten

Führerschein mit Behinderung: Fixe Kosten stellen beispielsweise die Fahrstunden dar.

Führerschein mit Behinderung: Fixe Kosten stellen beispielsweise die Fahrstunden dar.

Die eben genannten Kosten sind eigentlich der größte Unterschied zu einem Führerschein für Menschen ohne Handicap. Ansonsten müssen folgende Posten bedacht werden:

  • Sehtest: ca. 6 Euro
  • Erste-Hilfe-Kurs: etwa 20 bis 30 Euro (je nach Anbieter)
  • Anmeldegebühr einer Fahrschule für behinderte Menschen: bis zu 200 Euro (regional können die Preise stark variieren)
  • Lernmaterialen für den Theorieunterricht: ca. 20 Euro
  • Fahrstunden: zwischen 30 bis 60 Euro (auch hier sind große regionale Unterschiede erkennbar)
  • Sonderfahrten: keine pauschale Angabe möglich, von Fahrschule zu Fahrschule unterschiedlich
  • Theorieprüfung: 20,83 Euro
  • Praktische Fahrprüfung: Gebühr je nach Führerscheinklasse

Dabei fallen vor allem die Gebühren der einzelnen Fahrstunden besonders ins Gewicht. Deren Anzahl hängt vom individuellen Können des Fahrschülers ab. Um einen Führerschein für Behinderte zu moderaten Kosten zu erhalten, kann ein Fahrschulvergleich lohnen.

Allerdings ist das Angebot diesbezüglich nicht in jeder Region sehr stark aufgeprägt. Es empfiehlt sich, mehrere Fahrschulen zu kontaktieren und zu erfragen, welche Ausbildungsmöglichkeiten vorhanden sind. Brauchen Sie beispielsweise ein speziell umgebautes Fahrzeug, so werden nicht alle Fahrschulen diese anbieten.

Bevor Sie sich in einer Fahrschule für behinderte Menschen anmelden, sollten Sie das Ergebnis der Überprüfung Ihrer Eignung zur Verkehrssicherheit abwarten. Diesem können Sie eventuelle Auflagen entnehmen. Fragen Sie dann bei einem Fahrschulanbieter an, ob eine solche Führerscheinausbildung dort überhaupt möglich ist.

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20 Kommentare

  1. Karl s. sagt:

    Ich hoffe das ich den Führer Schei machen kan das würde ich gut finden

  2. Hussein sagt:

    halo ich bin recut arm behindert und ich brouche fuhrschein
    bitte kontect mir
    danke

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Hussein,

      wir sind leider keine Fahrschule. Wir bieten Ihnen lediglich Informationen zu diesem Thema an. Im Internet finden Sie sicherlich passende Anbieter im Ihren Umkreis.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

    • Hasan c. sagt:

      Hüseyin kardes ehliyet aldin mi? Eger aldiysan ne kadar ödedin ..senden ricam bana emailim den cevap yazarsan sevinirim

  3. Linda U. sagt:

    Hallo ich hätte mal eine Frage ich bin 17 und interessiere mich Führerschein zu machen da ich noch zur Berufsschule gehen werde habe ich eine Frage mir wurde einmal gesagt das der Umbau des Autos nur von der Krankenkasse finanziert wird wenn man mit dem Auto günstiger unterwegs ist als mit irgendwelchen öffentlichen Verkehrsmitteln oder so wenn das der Fall sein sollte können Sie mir sagen dass ich keinen Führerschein und kein Auto bekomme??

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Linda,

      inwiefern eine Kostenübernahme möglich ist, sollten Sie direkt mit dem zuständigen Kostenträger besprechen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  4. A. C. sagt:

    Hallo…
    meine Tochter hat einen SBA mit einem Grad von 70. Sie hat eine Muskelschwäche, die sich aber nur auf Ihre Muskeltätigkeit auswirkt. Sie kann nicht so schnell laufen wie andere, nicht so schwer heben und hopsen usw. geht nicht.
    Sie hat sich nun in der Fahrschule angemeldet, Erste Hilfe Kurs und Sehtest sind auch erledigt. Theorie macht sie gerade. Fahrschule wird auf einem Automatik gemacht.

    Hätten wir jetzt irgendwas vorher beantragen müssen??? Sie geht auf ein normales Gymnasium und sonst ist sie auch fit.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo A.C.,

      eine vorherige Meldung wäre wahrscheinlich nötig gewesen, wenn Ihre Tochter – bedingt durch ihre Behinderung – weniger für die Verkehrssicherheit geeignet wäre. Ihren Beschreibungen nach zu urteilen, ist sie bis auf das Kuppeln nicht eingeschränkt. Insofern sollte die Fahrschulausbildung dieselbe sein. Sie sollten sich diesbezüglich jedoch noch einmal an die betroffene Fahrschule wenden und deren Handhabe erfragen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  5. Nik sagt:

    Hallo

    Ich möchte fragen ob sie Erfahrung mit ein gleich Fall wie bei mir haben.

    Ich bin ein behinderter mit 70 gb, fehlt linkste Arm.

    Ich möchte fragen:

    Kennen Sie vielleicht was für Sperre bekommen ich in Führerschein?

    Vielleicht muss ich nur automatisch fahren. Und was noch steht in Führerschein ?

    Liebe Grüße

    Nik

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Nik,

      dies muss durch ein ärztliches Gutachten festgestellt werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  6. Eveline B sagt:

    Unsere Tochter hat mit 18 den Führerschein erworben und ist bis zur Ihrer dauerhaften Erkrankung (chronische MS) mit ihrem eigenen Auto ca. 50 000 km vorbildlich und unfallfrei gefahren. Nun sitzt Sie schon 15 Jahre im Rollstuhl und hat 90% aG. Der bisherige Transportfahrer fällt wegen seinem Alter immer öfter aus. Dadurch ist die ganze Familie nicht mehr mobil. Das zu erwerbende Auto (Kangoo kurz ?) muss eine komplette Handbedienung haben und einen Rollstuhllader hinter dem Sitz (Platzfrage), vielleicht auch eine Einstiegshilfe.
    Was bitte muss nun getan werden wegen der Umschreibung des Führerscheins? Der Führerschein ist ja vorhanden. Gutachten Arzt kein Problem. Aber welcher Arzt darf das Gutachten abliefern? Und bitte wie soll sie eine Fahrprobe ohne umgebautes Auto ablegen? Denn ihre Füße und Beine funktionieren ja nicht.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Eveline B,

      wenden Sie sich ggf. an die Führerscheinbehörde. Ärztliche Gutachten dürfen bspw. Amtsärzte erstellen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  7. J.Strunk sagt:

    Guten Tag,

    einer unserer Mitarbeiter ist gehörlos und macht gerade seinen Führerschein. Zusätzlich zu den Gebühren für die theoretische Prüfung hin Höhe von 22,49€ muss er auch Gebühren für die Gebärdendolmetscherprüfung in Höhe von 118,30€ (laut TÜV Nord).
    Da er Schwierigkeiten beim Lösen der Fragen hatte, hat er die Theorieprüfung nicht sofort bestanden und muss diese Gebühren nun erneut bezahlen. Wieso ist die Gebühr für die Gebärdendolmetscherprüfung (in unseren Augen) so unverhältnismäßig hoch, wenn doch „nur“ ein einzelner Raum zur Verfügung gestellt wird und der Gehörlose den Dolmetscher noch selber stellen – und bezahlen muss? Und wieso muss er die normale Gebühr für die Theorieprüfung noch zusätzlich zahlen?
    Der TÜV hat uns auf Nachfrage nur gesagt, dass dies eben so verordnet sei.

    Barrierefrei ist dies nicht, im Gegenteil ziemlich diskriminierend.

    Sind diese Gebühren „normal“ und gerechtfertigt?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo J.Strunck,

      über eine entsprechende Verordnung ist uns nichts bekannt. Sollten Sie Einspruch einlegen wollen, können Sie überlegen, ob Sie sich an einen Anwalt wenden möchten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  8. Axel sagt:

    Ist es in Niedersachsen möglich, bereits mit 15Jahren aufgrund einer Körperbehinderung (100%, Merkzeichen aG) für ein dreirädriges Moped(45km/h) zu machen und dann auch im Verkehr teilzunehmen? Gibt es Sondergenehmigungen wegen unzureichendem Anschluss an ÖPNV?
    Gruß Axel

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Axel,

      erkundigen Sie sich bei der örtlichen Führerscheinbehörde. Dort erhalten Sie eine zuverlässige Auskunft.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  9. karahasan c. sagt:

    hallo,
    hier ist K.H. ich möchte sie etwas fragen:
    Ich bin 24 Jahre alt und bin SMA erkrankt. Die Krankeit kennt man auch unter Muskelschwäche. In diesrm Jahr hsbe ich VIER mal Spinraza Injektion erhalten und mein Körper fühlt sich seit dem etwas stärker. Ich muss aber auch erwähnen, dass diese Krankheit nur auf meine unteren Extremiteten auswirkt: Das heißt meine Beinmuskulatur ist geschwächt.
    An dieser Stelle möchte ich folgendes fragen:
    ich bin ekn Behinderter mit 100 % und möchte wissen, ob dieser Grad bzw. meine Krankheit mich beim Erwerben eines Führerscheins einschränkt oder nicht. Denn ich kann meine oberen Extremiteten ganz normal bewegen und ich glaube nicht, dass dies eine Gefahr für die Teilnahme sm Verkehr darstellt. Wenn ich einen Führerschein erhalten sollte, wie wikt sich dieser auf das Niveau bzw. Grad meiner Krankeit aus? Damit meine ich, ob sich an der Einstufung was ändert?
    liebe grüße

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Karahasan,

      durch einen Führerschein würde sich wahrscheinlich nichts am Grad der Behinderung ändern. Es ist davon auszugehen, dass Sie ein ärztliches Gutachten vorlegen müssen, bevor Sie einen Führerschein machen können. Schließlich müssen Sie mit Ihren Füßen die Pedale bedienen können. Reicht die Muskelkraft nicht aus, erfüllen Sie aber alle anderen Anforderungen, kann es sein, dass Sie ein behindertengerechtes Fahrzeug benötigen, damit Sie fahren dürfen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  10. Angela von C. sagt:

    Hallo!

    Im vergangenen Jahr wurde ich linksseitig oberschenkelamputiert. Zuvor bin ich 28 Jahre unfallfrei gefahren mit der Fahrerlaubnis Klasse 3. Im November habe ich bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde eine erneute Fahrprüfung ablegen müssen und diese auch erfolgreich bestanden. Jedoch wird mir im neuen Führerschein, der die Einschränkung auf Automatik enthält, lediglich ein zulässiges Gesamtgewicht von bis zu 3,5t erlaubt. Zuvor konnte ich 7,5t + Anhänger fahren.
    Ist diese Einschränkung rechtsmäßig?
    Vielen Dank und Grüße

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Angela von C.,

      das hängt davon ab, welche Fahrprüfung Sie genau abgelegt haben. Ein zulässiges Gesamtgewicht von höchstens 3,5 Tonnen gilt im Regelfall für die Klasse B. Am besten setzen Sie sich noch einmal mit Ihrer Fahrschule oder der Fahrerlaubnisbehörde auseinander und erfragen, inwieweit Ihre alten Klassen übertragen wurden und woher sich die Einschränkung erklären lässt.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

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