Fahrstunden und die Kosten – wie hoch fallen diese etwa aus?

Fahrstunden verursachen hohe Kosten

Die Kosten pro Fahrstunde können je nach Anbieter variieren. Sie sollten aber 40 Euro nicht übersteigen.

Die Kosten pro Fahrstunde können je nach Anbieter variieren. Sie sollten aber 40 Euro nicht übersteigen.

Eine Führerscheinausbildung in der Fahrschule kann schnell zu einem großen Kostenfaktor werden. Von Anmeldegebühr bis zu den Fahrstundenpreisen kommt schnell eine Summe im vierstelligen Bereich zusammen.

Wobei für die Fahrstunden die Kosten deutschlandweit stark variieren können. Die Unterschiede belaufen sich in verschiedenen Städten auf bis zu 20 Euro pro Fahrstunde.

Weiterhin hängt der Preis davon ab, um welche Art der Fahrstunde es sich handelt. So kosten die sogenannten Sonderfahrten in der Regel mehr als eine „normale“ Übungsstunde.

Welche Fahrstunden sind eigentlich für den Führerschein Pflicht? Was kosten Fahrstunden im Durchschnitt? Diese Fragen sollen unter anderem in diesem Ratgeber geklärt werden. Außerdem erfahren Sie, in welcher Stadt in Deutschland die Kosten für eine Fahrstunde am niedrigsten sind.

Fahrschulpreise – wie viel kostet eine Fahrstunde?

Für eine Fahrstunde wird quasi das Fahrschulfahrzeug gemietet. Dafür muss das Unternehmen natürlich bezahlt werden. Auch der Fahrlehrer muss entlohnt werden, dadurch errechnet sich der Preis. Es handelt sich quasi um eine Leihgebühr für das Fahrzeug und einen Leistungsaufwand für den Lehrer. Grundsätzlich bestimmt die Art der Fahrstunde die Kosten.


Es wird zwischen den normalen Fahrstunden und den sogenannten Sonderfahrten unterschieden. Diese dauern in der Regel länger als eine einfache Fahrstunde. Eine Fahrstunde dauert durchschnittlich etwa 45 Minuten. Da diese Fahrzeit etwas kurz ist, werden die meisten Fahrten in der Fahrschule als Doppelfahrstunde durchgeführt. Diese dauert dann entsprechend 90 Minuten.

Als Sonderfahrten gelten die Nachtfahrt (3 Fahrstunden), die Autobahnfahrt (4 Fahrstunden) und die Überlandfahrt (5 Fahrstunden). Sie können erst bei einer entsprechenden Eignung des Schülers angesetzt werden. Hier sollen vor allem die Fahrfähigkeiten auf der Autobahn, auf Landstraßen und bei Nacht geschult werden. Dabei wird unter anderem der Einsatz von Fernlicht geübt.

Was kosten Fahrstunden – der Städtevergleich

In einer groß angelegten Studie hat die „Bild-Zeitung“ im Jahr 2014 die Fahrstunden Kosten in 100 Städten Deutschlands verglichen. Diese ergab, dass der Durchschnittspreis für eine Fahrstunde bei 32 Euro liegt. Sonderfahrten kosten im Schnitt gar 39 Euro. In der folgenden Tabelle finden Sie fünf deutsche Städte im Vergleich vom Preis pro Fahrstunde und Sonderfahrt, es handelt sich um Durchschnittswerte:

StadtPreis pro FahrstundePreis pro Stunde der Sonderfahrt
Tübingen43 Euro53 Euro
Gießen32 Euro47 Euro
Kassel31 Euro46 Euro
Rostock28 Euro33 Euro
Berlin27 Euro33 Euro

Gemeint sind Preise pro Fahrstunde für die Klasse B. Die Fahrstunden fürs Motorrad können je nach Anbieter abweichen. Ein Führerschein kostet insgesamt im Durchschnitt etwa 1.381 Euro.

Es lohnt sich, in jeder Stadt mehrere Anbieter zu vergleichen und dann eine Fahrschule auszuwählen. Sie sollten auch darauf achten, wann die Theoriestunden bei dieser Schule stattfinden. Schließlich sollte es terminlich bei Ihnen passen, damit die Ausbildung nicht unnötig in die Länge gezogen wird.

Fahrstunden im Durchschnitt – wie viele sind Pflicht?

Fahrstundenpreise hängen auch von der Art des Fahrschulfahrzeugs ab.

Fahrstundenpreise hängen auch von der Art des Fahrschulfahrzeugs ab.

Es gibt keine gesetzliche Mindestanzahl an normalen Führerschein-Fahrstunden. Deren Anzahl hängt immer vom Können und der Lernbereitschaft des Schülers selbst ab. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, daher werden meist einige Stunden zum Erlernen der Fahrpraxis in Anspruch genommen.

Wenn es sich um die Erweiterung einer Führerscheinklasse handelt, kann sich deren Anzahl allerdings deutlich reduzieren. Im Zweifelsfall müssen dann nur die klassenspezifischen Besonderheiten geübt werden.

Auch hier entscheiden die individuellen Fähigkeiten des Fahrschülers über die Anzahl der benötigten Stunden. Wenn Sie noch unsicher im Umgang mit dem Kfz sind, empfiehlt es sich lieber eine Stunde zu viel, als eine zu wenig zu absolvieren. Ein Crashkurs ist daher nicht immer sinnvoll.

Allerdings gibt es Pflichtfahrstunden, ohne die eine Anmeldung zur Prüfung nicht möglich wäre. Diese sind:

  • Nachtfahrt: Diese umfasst 3 Fahrstunden. Der Schüler soll lernen, welche Beleuchtung bei Nacht angebracht ist und wann das Fernlicht eingeschaltet werden darf. Vor Fahrbeginn werden alle Lichter des Kfzs auf Ihre Funktionstüchtigkeit geprüft.
  • Autobahnfahrt: In dieser vierstündigen Fahrt lernt der Führerscheinanwärter lernen, wie er sich auf der Autobahn verhalten soll. Auch das Auffahren und Verlassen der Schnellstraße werden geübt.
  • Überlandfahrt: Diese Fahrt ist mit fünf Stunden die längste am Stück. Der Auszubildende soll das Fahren auf Landstraßen erlernen. Dabei wird Wert darauf gelegt, dass der Prüfling sich an Straßenschildern und Karten orientieren kann, falls das Navigationsgerät versagt.

Die Fahrstunden der Sonderfahrten kosten in der Regel etwas mehr als normale Fahrstunden. Allerdings sollten die Preise im Vergleich nicht zu sehr in die Höhe schießen. Informieren Sie sich daher vorab über die Preise für die Sonderfahrten.

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