Crashkurs Führerschein – wie schnell kann die Fahrerlaubnis erlangt werden?

Crashkurs für den Führerschein – diese Optionen gibt es

Per Schnellkurs zum Führerschein? Einige Fahrschulen bieten dieses Modell an.

Per Schnellkurs zum Führerschein? Einige Fahrschulen bieten dieses Modell an.

Der Weg zur Fahrerlaubnis ist oft beschwerlich und lang. Termine für Fahrstunden müssen mit dem Fahrlehrer abgesprochen werden und die Theoriestunden fallen genau auf das Sporttraining. Da kann die Führerscheinausbildung schomal vier bis fünf Monate dauern und zu einem lästigen Begleiter im Hinterkopf werden. Termine müssen in dieser Zeit mit der Fahrausbildung koordiniert werden.

Abhilfe kann in einer Fahrschule mit einem Intensivkurs geleistet werden. Hier ist es möglich, in zwei Wochen den Führerschein zu machen. Wann ein Führerschein-Intensivkurs sinnvoll ist, ob es einen 7-Tage-Führerschein gibt und was für oder gegen einen Crashkurs für den Führerschein spricht, erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Vor dem Turbo-Führerschein

Um überhaupt an einen Express-Führerschein denken zu können, müssen vorab einige Dinge erledigt werden. Der obligatorische Erste-Hilfe-Kurs sollte absolviert sein und ein Sehtest vom Augenarzt oder Optiker muss vorliegen. Eine Anmeldung zur praktischen Fahrprüfung dauert in der Regel mindestens einen Monat, sodass auch dieser Termin im Vorhinein vereinbart werden sollte.

Sind diese Voraussetzungen geschaffen, muss eine Fahrschule, die einen Crashkurs anbietet, gefunden werden. Nicht jede Fahrschule bietet diese Option. In der Regel können nur große Fahrschulen mit vielen Mitarbeitern einen solchen Service gewährleisten, da bei kleineren Unternehmen die Fahrlehrer oft ausgebucht sind.

Viele Fahrschulen werben mit Ferienkursen, wo der Führerschein in 14 Tagen erworben werden kann. Darüber hinaus bieten einige Unternehmen auch ein Camp an, in dem schnell der Führerschein erworben werden kann.

Führerschein in einer Woche?

Zunächst sollte beachtet werden, dass die Führerscheinausbildung aus Praxis und Theorie besteht. 14 Theoriestunden sind bei einem Führerschein der Klasse B Pflicht. Dabei müssen allerdings nicht alle Themengebiete abgedeckt werden. Bei einem Crashkurs für den Führerschein ist es aber üblich, dass an einem Tag mehrere Theoriestunden abgedeckt werden.

Bei den Fahrstunden ist ein gesetzliches Minimum von zwölf vorgegeben. Diese werden als Sonderfahrten bezeichnet. Das umfasst eine 3-stündige Nachtfahrt, eine 4-stündige Autobahnfahrt und eine 5-stündige Überlandfahrt. Sind diese Pflichtstunden erfüllt, steht einer Fahrprüfung nichts mehr im Weg. Allerdings werden in der Regel noch etwa mindestens zehn normale Fahrstunden zusätzlich vereinbart. Die Anzahl hängt vom Können des Führerscheinanwärters ab.

Führerschein Schnellkurs – steigen die Kosten?Bei einem Führerschein-Intensivkurs steigen die Kosten im Vergleich zu einer längeren Ausbildung in der Fahrschule nicht an. Durch ein Führerschein-Camp können die Kosten durch den Aufenthalt vor Ort allerdings steigen.

Schnellkurs für den Führerschein – Pro und Contra

Mit einem Intensivkurs den Führerschein zu machen hat Vor- und Nachteile.

Mit einem Intensivkurs den Führerschein zu machen hat Vor- und Nachteile.

Wer die Fahrschule schnell hinter sich bringen möchte, hat in Deutschland die Möglichkeit dazu. In Intensivkursen oder Feriencamps kann die Fahrerlaubnis binnen weniger Tage erhalten werden. Für Schüler werden Ferienfahrschulen angeboten, damit die Fahrausbildung nicht mit der schulischen kollidiert. Der Theorieunterricht wird in wenigen Tagen abgedeckt und auch die Fahrstunden folgen in sehr kurzen Abständen aufeinander.

Doch ist das wirklich sinnvoll? Sollte eine Fahrausbildung nicht umfassender sein? Kann man die Prüfung überhaupt mit so kurzer Vorbereitungszeit bestehen? Wirkt sich der hohe Druck negativ auf die Leistungen des Fahrschülers aus?

Das Thema wird in Fachkreisen kontrovers diskutiert. Zu einem eindeutigen Ergebnis sind die Experten bisher nicht gekommen. Im Folgenden sollen einige Pro- und Contra-Argumente für bzw. gegen einen Crashkurs für den Führerschein aufgelistet werden.

Argumente, die für einen Crashkurs für den Führerschein sprechen:

  • Die Ausbildungszeit ist verkürzt und wird ohne Pausen absolviert. Dadurch können gelernte Dinge sofort umgesetzt werden und es wird nicht Gefahr gelaufen, bis zur nächsten Fahrstunde zwei Wochen später wieder alles vergessen zu haben.
  • Schüler, Studenten oder Berufstätige werden auf diese Art nur zwei Wochen in Ihrer Zeit zum Lernen oder Arbeiten eingeschränkt.

Argumente, die gegen einen Führerschein-Crashkurs sprechen:

    • In der kurzen Zeit können nicht alle relevanten Punkte der Verkehrssicherhit vermittelt werden. Ein langfristiger Lerneffekt tritt nicht ein.
    • Der Stress und der Druck sind für einen Führerscheinanwärter in dieser Situation noch größer. Das kann zu noch mehr Aufregung bei der Fahrprüfung führen.

Letztlich müssen Sie selbst entscheiden, ob für Sie ein Schnellkurs in Frage kommt. Dieser bietet die oben genannten Vor- und Nachteile. Wenn Sie beruflich oder durch die Schule gebunden sind, kann ein Intensivkurs durchaus eine passable Lösung darstellen.

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