Autobewertung – welche Kriterien bei der Wertermittlung eines Pkw eine Rolle spielen

Was ist mein Auto noch wert?

Eine Autobewertung kann durch verschiedene Methoden vorgenommen werden.

Eine Autobewertung kann durch verschiedene Methoden vorgenommen werden.

Ein Auto ist für viele Menschen ein Statussymbol und ein Luxusgut. In der Anschaffung sind die Fahrzeuge meist teuer. Damit Sie für einen Gebrauchtwagen nicht zu viel Geld ausgeben, sollte vorab eine Autobewertung stattfinden. Um den Wert von einem Auto zu berechnen, sind verschiedene Varianten möglich.

Auch wenn Sie Ihren Gebrauchtwagen verkaufen wollen, empfiehlt es sich, die Preise auf dem Markt zu vergleichen und den Gebrauchtwagenwert zu ermitteln. Dazu stellt sich zuerst die Frage „Wieviel ist mein Auto wert?“. Das Auto und dessen Wert kann von Experten mittels eines Wertgutachtens analysiert und gemessen werden. Allerdings sind diese Gutachten kostspielig.

Dieser Ratgeber gibt Tipps, wie die Wertermittlung eines Pkw kostengünstig durchgeführt werden kann. Darüber hinaus erhalten Sie Informationen rund um den Autoverkauf und zur Wertsteigerung Ihres Gebrauchtwagens.

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Kriterien der Autobewertung

Um eine Autobewertung vornehmen zu können, sollten Sie einige Kriterien vorab in Erfahrung bringen und sich aufschreiben. Diese können Sie Ihrem Fahrzeug bzw. den Fahrzeugpapieren entnehmen. Auch eine optische Begutachtung ist sinnvoll.

Bei einer Autobewertung werden verschiedene Kriterien überprüft.

Bei einer Autobewertung werden verschiedene Kriterien überprüft.

Die Daten werden Sie später brauchen, um Ihren Wagen mit anderen Fahrzeugen, die ähnliche Werte aufweisen, vergleichen zu können. Achten Sie daher darauf, die Angaben so genau wie möglich abzulesen.

Ziehen Sie ruhig einen Freund oder Bekannten, der sich mit Autos auskennt zu Rate. Können Sie dennoch nicht alle relevanten Angaben ablesen, empfiehlt es sich eine Werkstatt aufzusuchen.

Je genauer die Informationen, desto besser können Sie in einem ersten Schritt selbst ungefähr einschätzen, wie viel Ihr Wagen noch Wert ist. Wichtige Angaben sind:

  • Die Marke des Fahrzeugs
  • Der Fahrzeugtyp
  • Die Ausführung (Modell)
  • Das Alter bzw. das Baujahr
  • Der exakte Kilometerstand
  • Das Datum der Erstzulassung
  • Mögliche Sonderausstattung (z.B. ein Navi)
  • Die Farbe des Fahrzeugs (mehrfarbige Fahrzeuge lassen sich in der Regel schlechter verkaufen)
  • Die Angabe „Scheckheftgepflegt“
  • Die Zeit bis zur nächsten Hauptuntersuchung (HU)
  • Der Zustand der Reifen, Felgen und Radkappen
  • Eventuell vorhandene Kratzer oder Rost
  • Eventuelle Reparaturkosten, die durch Schäden am Auto anfallen können

Haben Sie diese Werte ermittelt, können Sie in gängigen Autobörsen im Internet vergleichen, zu welchen Preisen andere Anbieter Pkw mit ähnlicher Bewertung anbieten. Allerdings können die Preise hier stark variieren, sodass auf jeden Fall eine weitere Methode, um den Autowert zu ermitteln, erforderlich ist.

Schwacke-Liste und DAT

Ein Mittel zur Gebrauchtwagen-Preisermittlung ist die sogenannte Schwacke-Liste. Die Idee für die Liste hatte 1957 der deutsche Autohändler Hanns W. Schwacke, nach dem die Liste benannt ist. Ziel war es, den Wert eines Autos berechnen zu können. Die erste Schwacke-Liste umfasste 40 verschiedene Automodelle.

Heutiger Herausgeber der Liste ist die EurotaxSchwacke GmbH. Bereits Ende der 1990er Jahre wurde die Liste auch online zugänglich gemacht. Heute kann der Wert von etwa 70.000 Modellen ermittelt werden. Doch wie funktioniert die Wertschätzung vom Auto durch Schwacke?

Die rund 700 Mitarbeiter der EurotaxSchwacke GmbH werten verschiedene Daten aus, um den Wert von Gebrauchtwagen zu schätzen. Dabei stützt sich die Analyse auf das Angebot und die Nachfrage auf dem Markt. Die Daten werden aus unterschiedlichen Quellen gewonnen, zum Beispiel aus dem Autohandel oder der Tages- und Fachpresse.

Zusätzlich spielen statistische Daten wie Neuzulassungen oder Bestandszahlen eine wichtige Rolle. Sämtliche Daten werden in eine große Datenbank eingepflegt. Das System errechnet dann die Durchschnittswerte für das jeweilige Modell. Schwacke bietet außerdem im Internet eine schnelle Autobewertung an. Sie geben die Relevanten Daten auf der Seite ein und erhalten in Kürze den geschätzten Wert Ihres Pkw. Dieser Service kostet 7,90 Euro.

Bei der Bewertung durch Schwacke wird Ihnen ein durchschnittlicher Wert für Ihr Auto angegeben. Dieser kann eine gute Orientierung sein, ist allerdings nicht zu 100 Prozent mit der Realität abgeglichen.
Der Auto-Wert-Rechner von Schwacke wertet An- und Verkaufspreise aus und bestimmt auf Grundlage dessen den Wert Ihres Kfz.

Der Auto-Wert-Rechner von Schwacke wertet An- und Verkaufspreise aus und bestimmt auf Grundlage dessen den Wert Ihres Kfz.

Die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) ist ein deutscher Marktforscher im Automobilsektor. Ähnlich wie bei Schwacke, veröffentlicht auch die DAT eine Liste, anhand derer der ungefähre Gebrauchtwagen Zustand und Wert abgelesen werden kann.

Grundlage der Preisempfehlung ist die Analyse von ca. 70.000 An- und Verkaufswerten von Pkw. Auch bei der DAT können Sie online eine Fahrzeugbewertung einholen. Dieser Service ist kostenlos und erfordert keine Registrierung. Allerdings handelt es sich auch hier nur um statistische Werte, die nicht mit der Realität abgeglichen sind.

Autowert online ermitteln – wie zuverlässig sind Autowertrechner?

Eine Autobewertung kann online nicht nur mir Schwacke oder der DAT erfolgen. Zahlreiche Anbieter werben mit einer kostenlosen Pkw Wertermittlung im Netz. Diese Angebote sollten Sie vorab auf ihre Seriosität überprüfen.

In der Regel müssen Sie auch hier alle relevanten Daten eingeben und bekommen dann über das System eine Wertermittlung von Ihrem Gebrauchtwagen. Viele Anbieter bieten zusätzlich an, Ihr Auto anzukaufen. Bei solchen Angeboten sollten Sie vorsichtig sein, da die Online-Händler oft den Preis drücken wollen und Ihr Auto bei deren Bewertung schlechter abschneidet.

Zuverlässiger können kostenpflichtige Autobewertungen online sein. Allerdings gilt es hier, vorab den Preis zu erfragen, um unnötig hohe Kosten zu vermeiden. Auch bei einer kostenpflichtigen Bewertung können die Angaben stark variieren.

Autobewertung online

Vorteile: Sie erhalten ein schnelles Ergebnis, für Sie entsteht kein großer Aufwand, durch ständig aktualisierte Datenbanken bekommen Sie einen zeitgemäßen Wert für Ihr Auto bestimmt.

Nachteile
: Regionale Besonderheiten werden nicht berücksichtigt, nicht alle Details fließen in die Bewertung ein, die Beurteilung ist nicht individuell.

Auto schätzen lassen beim Händler

Sie können Ihren Wagen natürlich auch einem Händler präsentieren. Dieser wird das Fahrzeug begutachten und Ihnen ein Angebot unterbreiten. Anhand dessen habe Sie eine weitere Orientierung, was Ihr Auto noch wert ist.

Allerdings gilt zu bedenken, dass Händler mit dem Ankauf Ihres Autos einen Gewinn erzielen möchten. Das heißt, sie werden es zu einem geringeren Preis ankaufen, um beim Weiterverkauf einen möglichst hohen Preis zu erzielen. Daher sollten Sie mehrere Angebote einholen und vergleichen.

Bei Wagen, die keinen TÜV mehr haben oder sehr alt sind, kann sich der Verkauf an einen Händler allerdings lohnen. Bekannt sind vor allem die Visitenkarten-Händler. Sie stecken Visitenkarten an potenzielle Kaufobjekte und werben mit einer 24 Stunden Begutachtung und Abholung Ihres Fahrzeugs.

Sollte Ihr Fahrzeug einen sehr geringen Restwert aufweisen, kann sich ein Verkauf an einen solchen Händler lohnen. Dieser geht schnell und unkompliziert von Statten. Denken Sie allerdings daran, Ihr Auto vorher abzumelden.

Autobewertungen von Gutachtern

"Was ist mein Auto wert?" Diese Frage kann durch ein Wertgutachten eines Kfz-Sachverständigen beantwortet werden.

„Was ist mein Auto wert?“ Diese Frage kann durch ein Wertgutachten eines Kfz-Sachverständigen beantwortet werden.

Das kostspieligste, aber auch zuverlässigste Mittel zur Autobewertung ist ein Wertgutachten von einem Kfz-Sachverständigen. Für dieses Gutachten wird das Kfz genau überprüft und detailliert untersucht. Ein Wertgutachten ist immer dann sinnvoll, wenn der zu erwartende Autowert über 1.500 Euro liegt.

Verschiedene Gutachter bieten die Erstellung eines Gutachtens für Ihr Fahrzeug an. Sie unterscheiden sich im Wesentlichen nur im Preis. Das Gutachten an sich läuft immer nach demselben Muster ab. Die Autobewertung bekommen Sie im Anschluss ausgehändigt. Sie umfasst:

  • Fahrzeugart/Aufbau
  • Hersteller
  • Anzahl Türen/Sitzplätze
  • Motor-, Kraftstoffart/Schadstoffklasse
  • Hubraum/Leistung
  • Erste Zulassung
  • Letzte Zulassung/Vorbesitzer
  • Nächste Hauptuntersuchung (HU)
  • Farbe/Lackierung
  • Leergewicht in kg
  • zul. Gesamtgewicht in kg
  • Anzahl Achsen/Anzahl angetriebener Achsen
  • Gesamtlaufleistung abgelesen
  • Gesamtlaufleistung geschätzt
  • Bereifung
  • Unterlagen zum Fahrzeug
  • Serienausstattung
  • Minderwertermittlung (Reparaturkosten)
  • Gutachterliche Stellungnahme (Allgemeinzustand, Lackschichtdickenmessung/-prüfung, Fahrzeugidentifizierung, Besichtigungsbedingungen, Probefahrt, Probelauf, Verkehrssicherheit, Werterhaltende-/werterhöhende Reparaturen, reparierte Vorschäden, Besonderes/Sonstiges)
  • Schlusswort

Zusätzlich wird der Zustand des Pkw mit Fotos dokumentiert. Auch diese bekommen Sie ausgehändigt. Wer darf ein solches Gutachten überhaupt ausstellen?

Wichtig ist, dass der Gutachter ein „öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger“ ist. Von Sachverständigen mit solcher Qualifikation lassen sich die Gutachten in der Regel nicht anfechten. Generell muss ein Gutachter keinen Nachweis seiner Qualifikation leisten. Allerdings lassen sich Gutachten von weniger qualifizierten Kfz-Sachverständigen leichter anfechten.

Gutachter arbeiten zum Beispiel beim TÜV oder der DEKRA . Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl freiberuflicher Gutachter, die meist flexibler in der Vergabe von Terminen sind. Die einzelnen Anbieter im Überblick:

Das Auto und dessen Wert ermitteln per Wertgutachten - DEKRA und TÜV bieten diesen Service an.

Das Auto und dessen Wert ermitteln per Wertgutachten – DEKRA und TÜV bieten diesen Service an.

  • TÜV: Beim TÜV können Sie gegen einen Aufpreis von 50 Euro im Rahmen der HU eine Autobewertung vornehmen lassen. Steht keine HU an, können Sie einen Termin mit einem Sachverständigen des TÜV vereinbaren. Die Bewertung erfolgt für 125 Euro in einer Filiale. Für 150 Euro kommt der Gutachter zum Fahrzeugstandort und erstellt dort das Wertgutachten.
  • DEKRA: Bei der DEKRA müssen Sie für das Kfz-Gutachten einen Termin vereinbaren. Die Begutachtung findet in einer Niederlassung der DEKRA statt. Eine Bewertung am Fahrzeugstandort wird nicht angeboten. Der Preis für das Gutachten beträgt bei einem normalen Gebrauchtwagen 142,21 Euro.
  • Private Anbieter: Private Gutachter haben den Vorteil, dass meist ein zeitnaher Termin vereinbart werden kann. Die Gutachten werden in der Regel am Fahrzeugstandort erstellt. Die Kosten belaufen sich auf ca. 180 Euro.

Welchen Anbieter Sie nutzen, ist letztendlich Ihre Entscheidung und hängt davon ab, wie viel Sie zu zahlen bereit sind. Grundsätzlich sollten Sie alle Anbieter auf Ihre Verfügbarkeit prüfen, um einen zeitnahen Termin zu erhalten.

Auto verkaufen – wie steigere ich den Gebrauchtwagenwert?

Konnten Sie die gängigen Gebrauchtwagenpreise ermitteln, gilt es, Ihren alten Pkw zu einem möglichst hohen Preis zu verkaufen. Dazu können Sie den Wagen online oder in einer Zeitung inserieren. Auch „zu Verkaufen“-Schilder am Auto sind vereinzelt noch im Einsatz.

Um Ihr Auto optimal zu präsentieren, sollten Sie folgende Punkte beachten, die sich bei der Autobewertung durch einen potenziellen Käufer positiv auf den Gesamteindruck auswirken können:

  1. Wenn Sie Ihr Auto online verkaufen wollen, inserieren Sie Ihr Fahrzeug auf mehreren Portalen gleichzeitig. Das ist zwar zeitaufwändig, verschafft Ihnen aber eine größere Anzahl potenzieller Käufer.
  2. Reinigen Sie Ihr Auto gründlich. Der erste Eindruck ist oft entscheidend. Sie sollten den Innenraum sauber machen und gegebenenfalls das Auto durch die Waschanlage fahren. Sind Gerüche im Auto vorhanden, sollten Sie versuchen, diese so gut wie möglich zu entfernen.
  3. Machen Sie schöne, qualitativ hochwertige Fotos. Die Bilder sind der erste Schritt, einen Interessenten auf Ihr Inserat aufmerksam zu machen. Verwenden Sie keine alten Bilder.
  4. Beschreiben Sie den Zustand möglichst genau und wahrheitsgemäß. Sind Mängel vorhanden, müssen Sie diese auch angeben. Eine ehrliche, detaillierte Beschreibung erweckt einen seriösen Eindruck.

Erweckt Ihre Anzeige Interesse, wird sich der Interessierte bei Ihnen melden und einen Termin für eine Besichtigung vereinbaren. Kommt es im Rahmen dieser zu einer Probefahrt, sollten Sie sich vorab den Führerschein des Probe-Fahrers zeigen lassen. Überzeugt das Kfz und Sie einigen sich über den Preis, wird im nächsten Schritt der Kaufvertrag aufgesetzt.

Der Kaufvertrag

Ist der Gebrauchtwagen bzw. dessen Wert ermittelt und ein Käufer gefunden, muss ein Kaufvertrag aufgesetzt werden.

Ist der Gebrauchtwagen bzw. dessen Wert ermittelt und ein Käufer gefunden, muss ein Kaufvertrag aufgesetzt werden.

Für einen Kaufvertrag finden Sie im Internet zahlreiche Vorlagen. Sie sollten den Verkauf immer schriftlich fixieren, ein nur mündlich abgeschlossener Vertrag kann zu Problemen führen. Außerdem ist für die Ummeldung des Wagens ein Kaufvertrag vonnöten.

Um sich vor einem Betrug zu schützen, sollten Sie die Daten, die der Käufer einträgt, mit dessen Personalausweis abgleichen. Vereinbaren Sie nach Möglichkeit eine Barzahlung. Weiterhin müssen im Kaufvertrag alle bestehenden Schäden und Mängel festgehalten werden. Verschweigen Sie vorhandene Mängel, kann der Vertrag im Nachhinein angefochten werden. Im schlimmsten Fall müssten Sie das Auto dann zurücknehmen. Paragraph 444 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) dazu:

Auf eine Vereinbarung, durch welche die Rechte des Käufers wegen eines Mangels ausgeschlossen oder beschränkt werden, kann sich der Verkäufer nicht berufen, soweit er den Mangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Sache übernommen hat.

Die Gewährleistung

Achten Sie in dem Vertrag unbedingt darauf, eine Klausel für den Gewährleistungsausschluss einzubringen. Diese kann als „vollständiger Gewährleistungsausschluss“ oder als „gekauft wie gesehen“ vermerkt sein. Ist diese Klausel nicht im Vertrag, müssen Sie eine zwei-jährige Gewährleistung für den Wagen bieten.

Wertminderung – So verhindern Sie eine schlechte Autobewertung

Verschiedene Faktoren können den Wert Ihres Kfz mindern. Schon vor dem Kauf eines Fahrzeugs sollten Sie sich über den Wertverfall im Klaren sein. Gerade Neuwagen verlieren enorm schnell an Wert. So sinkt der Wert eines neu gekauften Autos nach etwa 15.000 Kilometern schon um ein Viertel des ursprünglichen Kaufpreises.

Nach etwa drei Jahren hat sich der Wert gar halbiert. Achten Sie daher schon vor dem Kauf darauf, dass Sie sich ein möglichst wertstabiles Auto zulegen. Folgende Kriterien können den Wertverlust möglichst gering halten:

  • Wählen Sie beim Autokauf eine gängige, beliebte Farbe wie schwarz oder silber. Auffällig lackierte Autos lassen sich in der Regel schlechter verkaufen.
  • Wählen Sie ein beliebtes Modell, auch dieses lässt sich im Anschluss leichter verkaufen (die Nachfrage bestimmt ja bekanntlich den Preis).
  • Vorteilhaft ist zudem, wenn Sie ihr Fahrzeug allen Inspektionen und Wartungen nach Herstellerangaben unterziehen. Dazu bietet sich eine Vertragswerkstatt an.
  • Sonderausstattungen (Einparkhilfe, Navigationsgerät etc.) steigern die Wertstabilität. Allerdings müssen diese Geräte auch einwandfrei funktionieren. Mögliche Reparaturkosten für die Sonderausstattung würden den Verkaufspreis drücken.
  • Pflegen Sie ihr Auto und vermeiden Sie es, im Auto zu rauchen.

Durch diese Vorgaben können Sie schon vor dem Fahrzeugkauf auf Wertstabilität setzen. Allerdings gibt es bei längerer Nutzung des Fahrzeugs unweigerlich Verschleißspuren, die eine Wertminderung zur Folge haben können.

Bremsen

Der Wert von einem Gebrauchtwagen kann durch schlechte Bremsen gemindert werden.

Der Wert von einem Gebrauchtwagen kann durch schlechte Bremsen gemindert werden.

Die Bremsen gehören zu den wichtigsten Vorrichtungen im Fahrzeug. Sie sollen die Geschwindigkeit minimieren und den Wagen letztlich zum Stehen bringen. Abgefahrene Bremsen stellen nicht nur ein großes Risiko im Straßenverkehr dar, sie wirken sich auch negativ auf die Autobewertung aus.

Bei Fahrzeugen in Deutschland handelt es sich meist um eine Scheibenbremse. Dabei betätigt der Fahrer das Bremspedal, welches an einen Hydraulikzylinder angeschlossen ist. Von dort wird ein Druck an die vier Räder weitergegeben.

Durch die Bremsflüssigkeit werden feststehende Bremsbeläge an die Bremsscheibe gedrückt. Die entstehende Reibung sorgt dafür, dass das Fahrzeug verzögert. Je intensiver der Tritt auf das Bremspedal ist, desto stärker wird die erzeugte Reibung und somit auch die Verzögerung.

Die Bremsbeläge nutzen sich durch die Reibung schneller ab als die Bremsscheiben. Daher müssen Sie in regelmäßigen Abständen den Bremsbelag, die Bremsflüssigkeit und die Bremsscheiben prüfen. Dabei können Sie wie folgt vorgehen:

  • Die Bremsflüssigkeit sollten Sie zuerst prüfen. Die Menge der Bremsflüssigkeit sollte zwischen dem angezeigten Maximum und Minimum des Behälters liegen. Notieren Sie sich die ungefähre Menge der Flüssigkeit, sie wird später noch einmal benötigt.
  • Danach sollten Sie vorne die Räder einschlagen, um einen Blick auf die Bremsscheiben zu erhalten. Sollten Sie tiefe Rillen (ähnlich wie bei einer Schallplatte) entdecken, deuten diese auf einen Verschleiß hin. Die Bremsscheiben sollten daher gewechselt werden. Eine defekte Bremsscheibe führt außerdem zu einem hohen Verschleiß der Bremsbeläge.
  • Verlassen Sie sich auf Ihren Ohren. Macht Ihr Auto beim Bremsen auffällige Geräusche, ist es immer sinnvoll eine Werkstatt aufzusuchen, wenn Sie selbst den Fehler nicht erkennen können.
  • Fahren Sie den Wagen eine mittlere Strecke und überprüfen Sie die Bremsflüssigkeit erneut. Sollte die Menge gesunken sein, stimmt etwas mit Ihren Bremsen nicht. Ein Flüssigkeitsverlust kann entstehen, wenn die Bremskolben mangels Belegstärke näher zur Scheibe wandern.

Mit diesen Tipps können Sie einen Verschleiß der Bremsen schnell erkennen und Sie reparieren lassen. Besteht beim Verkauf des Autos noch ein Mangel an der Bremse, sind Sie verpflichtet, dem Käufer das mitzuteilen.

Rost

Rost ist nicht nur hässlich, er mindert auch den Wert eines Kfz und kann sich, wenn Sie den Autowert berechnen lassen, negativ auswirken. Rost entsteht durch Feuchtigkeit und Salze. Sobald Sie eine rostige Stelle an ihrem Wagen entdecken, sollten Sie schnell handeln und den Rost entfernen bzw. entfernen lassen.

Kleinere Roststellen können Sie durchaus selbst beseitigen, ein Besuch der Werkstatt ist erst bei einem großen Rostbefall vonnöten. So können Sie den Rost selbst entfernen:

  • Schleifen Sie ihn ab, bis keine Reste und nur noch blankes Metall zu sehen ist.
  • Die geschliffene Stelle sollte dann mit Silikonentferner gereinigt werden.
  • Anschließend tragen Sie mit einem kleinen Pinsel eine Lackgrundierung auf. Die Grundierung muss gut trocknen.
  • Lackieren Sie abschließend die betroffene Stelle nach, der Lack sollte in mehreren Schichten aufgetragen werden.

Generell sollten Sie das Rostrisiko so gering wie möglich halten. Dazu sollten Sie vermeiden, dass Ihr Auto Feuchtigkeit ausgesetzt wird. Wenn Flüssigkeiten im Wagen auslaufen, wischen Sie diese umgehend auf, sodass kein Rost am Unterboden entsteht.

Unfallautos

Autobewertungen bei Unfallautos müssen gemacht werden, um die Entschädigungszahlung der Versicherung zu definieren.

Autobewertungen bei Unfallautos müssen gemacht werden, um die Entschädigungszahlung der Versicherung zu definieren.

War Ihr Fahrzeug in einen Unfall verwickelt (egal ob als Verursacher oder Geschädigter), gilt es danach als „Unfallauto“. Sind Sie der Geschädigte, haben Sie einen Anspruch auf Entschädigungszahlung gegenüber der Versicherung des Unfallverursachers. Um die genaue Summe zu bestimmen, wird eine Autobewertung mittels eines Unfallgutachtens nötig.

Außerdem muss eine Entschädigung für die zu erwartende Wertminderung gezahlt werden. Diese wird je nach Fahrzeug und dessen Zustand individuell berechnet. Handelt es sich um einen Unfall mit Totalschaden, wird der Restwert des Autos ermittelt.

Zu diesem Wert muss das Auto dann vom Geschädigten verkauft werden. Im zweiten Schritt wird der Wiederbeschaffungswert bestimmt. Dieser gibt an, wie viel ein gleichwertiger Wagen, wie das Unfallfahrzeug, kosten würde. Die Entschädigungszahlung berechnet sich dann wie folgt: Wiederbeschaffungswert – Restwert = Zahlung der Versicherung an den Geschädigten.

Von einem „wirtschaftlichen Totalschaden“ ist die Rede, wenn die Kosten für die Reparatur des Kfz dessen Restwert übersteigen würden.

Oldtimerbewertung

Ein besonderes Feld der Autobewertungen bilden die Oldtimerbewertungen. Als Oldtimer gelten solche Fahrzeuge, deren Erstzulassungen mindestens 30 Jahre zurückliegen. Diese Pkw können zu hohen Preisen verkauft werden, da diese Modelle kaum noch existieren und nicht mehr hergestellt werden. Sammler zahlen teilweise Beträge in Millionenhöhe.

Bei der Beurteilung eines Altautos werden Zustandsnoten vergeben:

  • Note 1: Der Oldie entspricht ohne Einschränkungen der Verfassung der Erstauslieferung. Optisch und technisch sind keine Mängel vorhanden, das Fahrzeug ist mit einem Neuwagen vergleichbar.
  • Note 2: Der Oldtimer ist in einem guten Originalzustand oder wurde von einem Fachmann aufwendig und originalgetreu restauriert. Optisch und technisch ist das Auto einwandfrei, lediglich leichte Gebrauchsspuren sind zu erkennen.
  • Note 3: Der Wagen ist generell fahrtauglich und verkehrssicher. Ein akuter Reparaturbedarf liegt nicht vor. Allerdings sind Gebrauchsspuren und leichte Mängel gegeben. Auch Rost ist denkbar, allerdings darf der Wagen nicht „durchgerostet“ sein.
  • Note 4: Der Oldie ist zwar fahrbereit, könnte aber bei der nächsten HU durchfallen. Einige Mängel und ein hoher Verschleiß sind erkennbar. Durchrostungen sind möglich, das Fahrzeug ist aber in allen Teilen vollständig.
  • Note 5: Dieser Oldtimer befindet sich in einem mangelhaften Zustand und ist nicht fahrbereit. Nicht alle Baugruppen sind vollständig vorhanden. Eine Restaurierung wäre sehr aufwendig. Diese Oldies werden oft als „Ersatzteillager“ genutzt.

Die Zustandsnote eins wird nur in seltenen Fällen vergeben, alte Autos in einem solchen Zustand sind sehr schwer zu finden. Üblich ist eine Bewertung zwischen den Noten zwei bis vier. Ein Oldtimer-Gutachten ist mit Kosten zwischen 100 und 200 Euro verbunden.

Wertstabile Autos

Die DAT gibt jährlich eine Restwertprognose für 50 Automodelle ab. Dabei wird angegeben, wie viel ein heutiger Neuwagen in drei Jahren voraussichtlich noch Wert sein wird. Kaufen Sie also ein Auto aus diesem Ranking, wird der Wertverlust nicht so gravierend sein wie bei anderen Herstellern oder Modellen.

Auch Schwacke bietet in Zusammenarbeit mit der „Auto Bild“ einen solchen Service an und kürt jedes Jahr den „Wertmeister“. Dabei werden die 39 wertbeständigsten Modelle in 13 Fahrzeugklassen prämiert. Beiden Prognosen ist zu entnehmen, dass deutsche Modelle in großer Zahl in den jeweiligen Rankings vertreten sind und somit zu den wertstabilen Autos gehören.

„Was kostet ein Auto?“ – Fazit:

Es existieren viele unterschiedliche kostenlose oder kostenpflichtige Methoden um den Autowert zu berechnen. Wichtig ist, dass Sie sich vorab über die Angebote und die Preise informieren. Hat das Fahrzeug noch einen hohen zu erwartenden Wert, empfiehlt es sich, ein Wertgutachten erstellen zu lassen. Dieses bietet eine gute Verhandlungsgrundlage, wenn Sie ein Auto kaufen oder verkaufen wollen.

Verschiedene Faktoren können zur Wertminderung führen, wenn Sie den Wert des Autos berechnen. Das sind zum Beispiel Rost oder der Verschleiß wichtiger Teile. Sie können allerdings schon vor dem Fahrzeugkauf auf ein wertstabiles Modell setzen, um den Wertverlust in Grenzen zu halten. Wenn Sie für ein Auto den Preis ermitteln möchten, empfiehlt es sich immer, mehrere Methoden dafür zu nutzen.

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