Wohnwagen kaufen – wie finden Sie den richtigen Caravan?

Mit Wohnmobil oder Wohnwagen in den Traumurlaub starten

Wohnwagen kaufen: Es ist Einiges zu beachten.

Wohnwagen kaufen: Es ist Einiges zu beachten.

Viele Urlauber schwören auf den Urlaub mit den eigenen vier Wänden auf Rädern, schließlich sind sie an keinen festen Ort gebunden. Gefällt ihnen ein Fleck besonders gut, verweilen sie länger als geplant; stellt sich eine Gegend als langweilig heraus, ziehen sie weiter. Keine nervigen Miturlauber im All-Inclusive-Casino, keine Verpflichtungen. Das Verreisen mit dem Camper ist deshalb für Begeisterte ein echtes Hobby.

Wer ebenfalls von der großen Freiheit träumt und darüber nachdenkt, ein Wohnmobil zu kaufen, der sollte sich im Vorhinein gut informieren – auch, weil Hersteller und Händler mitunter hohe Preise aufrufen. Fragen Sie sich deshalb vorab: Was wollen Sie mit dem Gefährt unternehmen? Soll es ein Wohnwagen oder ein Wohnmobil sein? Welcher Anbieter ist der richtige – Hymer, Knaus, Bürstner, Dethleffs oder ein ganz anderer? Welche Funktionen muss er aufweisen? Auf welche Spielerchen können Sie verzichten? Wollen Sie einen Wohnwagen gebraucht kaufen oder darf es auch ein neues Fahrzeug sein? Eine Batterie an Fragen, die vor der eigentlichen Anschaffung zu beantworten sind.

Der Unterschied zwischen Wohnwagen und Wohnmobil

Urlauber, die beim Campen nicht auf ein Zelt zurückgreifen wollen, haben verschiedene Optionen. Beim Wohnwagen, der landläufig auch als Caravan bekannt ist, handelt es sich um einen Anhänger für Kraftfahrzeuge, der wie eine Wohnung ausgestattet ist und über keinen eigenen Motor verfügt. Wohnmobile, die auch als Reisemobile bezeichnet werden, sind Kraftfahrzeuge. Einige weisen einen Alkoven vor – eine Bettnische, die sich über oder hinter dem Führerstand befindet.

Mobilheime kaufen jene, die eine richtige Wohnung wollen. So genannte „mobile homes“ sind bewegliche Wohneinheiten mit richtiger Toilette und Badewanne. Sie verfügen über keine Straßenzulassung; Lastwagen können sie von einem Ort zum anderen bewegen.

Wohnmobile kaufen – welche Vorüberlegungen anzustellen sind

Mit einer Lebensdauer von bis zu 20 Jahren sind Wohnmobile und Caravans durchaus langlebige Fahrzeuge, die bei der Neuanschaffung auch ihren Preis haben. Bevor Interessenten deshalb mit einem Händler in Kontakt treten, geschweige denn den Kaufvertrag unterschreiben, sind folgende Aspekte zu beachten:

  • Was für eine Art Camper brauchen Sie? Soll es ein Wohnmobil sein, das Sie hinter Ihrem Auto her ziehen oder wollen Sie einen Caravan kaufen, der kein Zugfahrzeug benötigt?
  • Wie viel Geld darf das Gefährt kosten? Wollen Sie Wohnmobil oder Wohnwagen neu kaufen oder darf es auch ein gebrauchtes Fahrzeug sein?
  • Verfügen Sie über genug Eigenkapital, um dem Händler das Geld bar auf den Tisch zu legen oder ist eine Finanzierung vonnöten?
  • Wie groß soll Ihr Wohnmobil oder Wohnwagen sein? Mit wie vielen Personen werden Sie unterwegs sein und wie groß ist Ihr Platzbedarf?
  • Wie sieht der Grundriss des Urlaubsmobils aus? Sind ausreichend Schlaf- und Sitzplätze vorhanden?
  • Wie ist das Fahrzeug ausgestattet? Muss eine großzügige Küche vorhanden sein oder legen Sie größeren Wert auf die Wohnlandschaft? Wollen Sie später weitere technische Geräte einbauen und ist Platz hierfür vorhanden?

Angesichts des in der Regel sehr begrenzten Platzes, berücksichtigen Sie beim Wohnmobile kaufen, dass die komplette Inneneinrichtung mit all ihren Geräten und Möbeln funktionalen Ansprüchen genügt und bei Bedarf auch der Luxus nicht kurz kommt.

Der Grundsatz des Caravanings lautet: Funktionalität ist wichtiger als das Aussehen bzw. Pomp. Insbesondere, wenn Urlauber ausgiebig mit ihrem Fahrzeug unterwegs sind, empfiehlt es sich, schon beim Womo kaufen auf mehr Stauraum für das Gepäck, einen großzügigeren Waschraum und mehr Platz in der Küche zu achten. Ebenso ist der Schlafplatz nicht zu vernachlässigen. Er sollte bequem sein und ausreichend Platz zur Verfügung stellen. Planen Sie mit Kindern unterwegs zu sein? Dann ist unter Umständen eine räumliche Trennung zwischen den zwei Arealen sinnvoll.

Wohnmobil gebraucht kaufen

Wohnmobil gebraucht kaufen: Sie können eine Menge Geld sparen!

Wohnmobil gebraucht kaufen: Sie können eine Menge Geld sparen!

Da die zu zahlenden Preise für Reisefahrzeuge schnell in schwindelerregende Höhen steigen können, kann es Sinn machen, Wohnmobile gebraucht zu kaufen. Das ist gerade für jene interessant, die nicht in jedem Urlaub mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen unterwegs sein wollen.

Doch Obacht: Auch, wenn Sie gebrauchte Reisemobile kaufen, die Kosten sind mitunter nicht wesentlich geringer. Denn: Wohnwagen verlieren weit weniger schnell ihren Wert im Vergleich zu Pkw. Echte Sparfüchse finden hier deshalb nur selten ihr Glück.

Wohnwagen oder Reisemobile kaufen – die Anschaffung welcher Fahrzeugart ist billiger?

Ob Wohnmobil oder Caravan, beide Fahrzeugarten haben ihre Liebhaber und Verfechter. Auch, wenn die Diskussionen zwischen Campern bisweilen sehr energisch ausfallen, haben beide ihre Berechtigung. Welche Vor- und Nachteile sich preislich ergeben, soll nachfolgend geklärt werden.

Wollen Sie einen Wohnwagen oder ein Reisemobil kaufen, ist zunächst der Kaufpreis zu berücksichtigen. Wie teuer Interessenten der Kauf zu stehen kommt, ist abhängig vom Ausstattungslevel und den Kosten für das jeweilige Wohnmobil-Zugfahrzeug. Hieraus ergeben sich die Anschaffungskosten. Wird der Zugwagen außer Acht gelassen, ruft ein Wohnmobil in der Regel niedrigere Preise auf.

Ein weiterer, nicht zu vernachlässigender Aspekt ist der Wertverlust. Er beträgt bei Wohnmobilen im ersten Jahr ca. 20 Prozent und fällt im nächsten auf 12 Prozent. In jedem sich anschließenden Jahr beläuft sich der Wertverlust auf acht bis zehn Prozent. Hierbei handelt es sich nur um eine grobe Orientierung, denn unabhängig davon, ob Sie einen Wohnwagen- oder Wohnmobil-Kauf anstreben, die Berechnung des Restwerts bezieht sich auf viele Faktoren. Dazu zählen unter anderem: Marke, Modell, Erstzulassung, Kilometerstand, Ausstattung und Fahrzeugzustand.

Ist das Gefährt noch gut in Schuss, wurde regelmäßig gewartet und gepflegt, ist noch dazu aufgrund seiner Marke oder Ausstattung von besonderem Interesse und besaß bisher nur wenige Vorbesitzer, dann kann der Verkäufer noch relativ viel Geld für den Kaufgegenstand verlangen.

Wenn Sie Wohnwagen oder Wohnmobile gebraucht von privat, einem Händler oder aber auch neu kaufen, kommen auch nicht unerhebliche laufende Kosten auf Sie zu. Diese ergeben sich den zu zahlenden Steuern, Versicherungen und dem unter Umständen benötigten Unterstellplatz.

    • Kfz-Steuer: Wie hoch die steuerlich abzuführende Summe ist, hängt von der zulässigen Gesamtmasse und der jeweiligen Schadstoffklasse ab. Je schwerer das Fahrzeug und je schlechter die Schadstoffwerte, desto teurer die Abgaben.
    • Versicherung: Die entstehenden Kosten variieren je nachdem, ob eine Voll- oder Teilkaskoversicherung abgeschlossen wurde. Die Beträge für die Haftpflichtversicherung fallen kaum ins Gewicht. In der Regel sind für beide Fahrzeugarten bis zu maximal 33 Euro zu zahlen.
    • Abstellplatz: Schließlich muss beim Caravan kaufen auch berücksichtigt werden, dass das unbegrenzt lange Abstellen auf öffentlichen Straßen untersagt ist. Dies gilt nicht für das Wohnmobil, empfiehlt sich aber trotzdem angesichts witterungsbedingter Einflüsse. Wie teuer Sie ein Unterstellplatz zustehen kommt, ist abhängig von Angebot und Nachfrage.
    • regelmäßige verpflichtende Untersuchungen: Wenn Sie einen gebrauchten Wohnwagen kaufen, achten Sie auf sein zulässiges Gesamtgewicht. Camping-Fahrzeuge müssen regelmäßig alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung, auch TÜV genannt. Ausnahmen gelten für Wohnmobile, die mehr 3,5 Tonnen wiegen. Ab einem Alter von sechs Jahren sind sie jedes Jahr einer Untersuchung zu unterziehen. Für Caravans fallen in der Regel niedrige Kosten an. Bei Wohnmobilen variiert der Preis je nach Gesamtgewicht.
Ist die Gasprüfung nicht mehr gültig, kommt ein Caravan trotzdem durch die Hauptuntersuchung. Das gilt nicht für Reisemobile. Hier entstehen höhere Kosten.

Sie können auch im Internet Wohnmobile kaufen. Seien Sie hierbei jedoch vorsichtig.

Sie können auch im Internet Wohnmobile kaufen. Seien Sie hierbei jedoch vorsichtig.


Bei Wohnwagen wie Wohnmobilen ist besonders wichtig, dass keine Feuchtigkeit einzieht. Deshalb sind sie einmal jährlich einer Dichtigkeitsprüfung zu unterziehen, um sich die in der Regel fünfjährige Herstellergarantie zu sichern. Sie kostet häufig bis zu 60 Euro, kann aber auch teurer ausfallen – das hängt ganz von Region und Anbieter ab.

Wohnwagen kaufen gebraucht im Internet

Wo sich Interessierte nach günstigen Angeboten für gebrauchte Wohnwagen oder Wohnmobile umsehen, ist eine Präferenzfrage. Während einige auf den Händler des Vertrauens setzen und sich ausschließlich vor Ort umsehen, informieren sich andere über das Internet. Hier ist die Auswahl riesig und der Komfort groß, schließlich müssen Sie sich nicht an Öffnungszeiten halten oder einen langen Anfahrtsweg in Kauf nehmen. Doch so vorteilhaft das Womo-Kaufen im World Wide Web erscheint, es birgt auch einige Risiken, tummeln sich dort doch auch dubiose Anbieter, die häufig reine Trittbrettfahrer sind.

Diese gehen in der Regel wie folgt vor:

  1. Zunächst erfolgt die Kontaktaufnahme mit einem tatsächlichen Wohnmobil- oder Wohnwagen-Verkäufer. Durch gefälschte E-Mails entlocken sie dem ahnungslosen Anbieter seine Daten.
  2. Anschließend kopieren die Betrüger das Angebot, verringern den Preis erheblich und geben sich als ebenjener Verkäufer aus – mit dem Unterschied, dass das Geld auf das eigene Konto fließt. Dieses Vorgehen nennt sich Phishing oder Identitätsdiebstahl.
  3. Ahnungslose Interessierte trauen ihren Augen kaum: Das Traumfahrzeug zu einem sensationell niedrigen Preis? Da schlagen sie gleich zu und überweisen ohne gründliche Prüfung des Anbieters oder Gefährts das verlangte Geld. Nur den Kaufgegenstand bekommen sie nie zu Gesicht. Der Ärger ist entsprechend groß.

Um solche Fehlschläge zu vermeiden, gilt es beim Campingwagen-Kaufen über das Internet, einige hilfreiche Empfehlungen zu beachten.

  1. Kaufen Sie ein Fahrzeug nie unbesehen. Vereinbaren Sie einen Besichtigungstermin, um sich über den Zustand der Kaufsache zu informieren. Verweigert sich der Anbieter Ihrem Wunsch oder zögert das Zusammentreffen immer weiter heraus, kann das ein Hinweis auf dubiose Machenschaften sein.
  2. Überweisen Sie, wenn möglich den geforderten Kaufpreis nicht an Unbekannte. Ebenfalls ist auf eine Vorabüberweisung zu verzichten! Die Trickbetrüger sitzen häufig im Ausland und verlangen die Zahlung via Bargeldtransfers. Haben Sie das Geld erst einmal überwiesen, fällt der Betrug meist erst auf, wenn die Empfänger schon längt über alle Berge sind.
  3. Wenn Sie ein Womo gebraucht kaufen, sollte ein sehr niedriger Preis Sie stutzig werden lassen. Das Vergleichen verschiedener Angebote lohnt sich deshalb. So bekommen Sie ein Gefühl für den wahren Marktpreis. Scheint ein Inserat zu gut, um wahr zu sein, sollten Sie lieber Vorsicht walten lassen und Abstand vom Kauf nehmen.
  4. Prüfen Sie, ob es das Angebot zweimal gibt. Ist es dupliziert, handelt es sich bei einem der zwei Angebote vermutlich um eine Fälschung.
  5. Unterziehen Sie die Website oder das Inserat eines Anbieter einer kritischen Betrachtung. Ist die URL vertrauenswürdig? Ist der Seiten-Inhaber benannt? Finden sich auf anderen Seiten Kunden-Bewertungen für den Verkäufer? Können Sie den Seitenbetreiber kontaktieren? All diese Informationen können Aufschluss über Trickbetrüger geben.

Wohnwagen gebraucht kaufen – was zu überprüfen ist

Im Gegensatz zum Gebrauchtwagenmarkt überblicken gewillte Camper den Wohnwagen- und Wohnmobilmarkt schnell, sind gute Offerten doch rar, da ein Fahrzeug oft lange Jahre in der Hand seines Besitzers verbleibt. Die Nachfrage übersteigt demnach in der Regel das Angebot, was die Preise auch für Gebrauchte nach oben schraubt und die Suche erschwert. Umso wichtiger ist daher, das anvisierte Kaufobjekt einer intensiven Prüfung zu unterziehen. Diese sollte vor Ort vorgenommen werden.

Damit Ihnen nichts entgeht und Sie wirklich gründlich vorgehen, empfiehlt es sich, vorab eine Übersicht in Form einer Checkliste zu erstellen. Diese kann bei der Begutachtung schnell und einfach abgehakt werden.

Insbesondere auf die folgenden Aspekte ist laut Caravaning – ein bekanntes Camping-Magazin – ein Auge zu werfen.

Bevor Sie ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen kaufen, ist das Kaufobjekt von außen zu begutachten.

    • Sind Hagelschäden vorhanden? Wenn ja, dann hat dies zwar keine große Auswirkung auf die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs, doch reduziert es den Wiederverkaufswert erheblich.
    • Wie sehen die Reifen aus? Entspricht der Luftdruck den Vorgaben? Weisen sie die nötige Mindestprofiltiefe auf? Ist das Pneumaterial spröde vom ausgiebigen Stehen? Grundsätzlich gilt: Wenn Sie ein Campingfahrzeug kaufen, dann sollten die Reifen nicht älter als sechs Jahre alt sein. Egal wie ihr allgemeiner Zustand zu diesem Zeitpunkt ist, sie sollten spätestens dann ausgetauscht werden.
    • In welchem Zustand befinden sich die Beleuchtungsanlage, Scheibenwischer, Schlösser, Lack und Außenspiegel?
    • Weisen Fenster und Türen voll funktionstüchtige Dichtungen auf? Oder sind sie verzogen?
    • Sind die Acrylscheiben rissig?
Der Dichtigkeit beim Wohnmobil kommt eine sehr große Bedeutung zu. Dringt Feuchtigkeit bzw. Wasser in das Fahrzeug ein, das schwere Schäden wie zum Beispiel Alufraß verursachen kann. Hierbei korrodiert Aluminium, wodurch schlimmstenfalls Löcher in der Substanz entstehen. Beginnt der Verfall erst einmal, kann sein Wachstum nicht mehr gehemmt werden. Es hilft nur die Stelle zu finden, an der die Feuchtigkeit eindringt, diese abzudichten und das betroffene Areal großzügig mit neuem Material zu bestücken (Neuverblechung). Und das wird richtig teuer. Bis zu 4000 Euro für eine Wand sind nicht unüblich.

Auf diese Dinge ist bei der Innenraumprüfung zu achten:

    • Beim ersten Betreten des Caravans oder Reisemobils: Riecht es muffig oder modrig? Können Sie Wasserflecken entdecken? Dann liegt auch hier der Verdacht nahe, dass das Fahrzeug nicht dicht und Feuchtigkeit eingedrungen ist. Ein Umstand den Camper unbedingt vermeiden sollten, zieht dies doch unter anderem auch Schimmelpilzbefall nach sich, der die Gesundheit gefährdet. Ein echtes Fiakso!

Da Camper häufig lange ungeschützt stehen und dabei der Witterung ausgesetzt sind, sollte der potenzielle Käufer hierauf besonders gründlich Acht gegeben werden. Mittels spezieller Feuchtemessgeräte gehen Sie auf Nummer sicher und vermeiden einen Fehlkauf.

    • Einen weiteren Hinweis auf ein nicht dichtes Fahrzeug liefert das Gesamtgewicht. Bevor Sie ein Wohnwagen oder Wohnmobil kaufen, fahren Sie deshalb zum Wiegen. Hier kann durch den Abgleich des tatsächlichen mit dem angegebenen Gewicht herausgefunden werden, ob sich Wasser im Campingwagen gesammelt hat.
    • Kontrollieren Sie des Weiteren die Innenraumverkleidung, Sitzbezüge, Beleuchtung, Fensterheber und alle übrigen Elemente des Wohnwagens. In welchem Zustand sind Sie? Entsprechen sie Ihren Vorstellungen?
    • Überprüfen Sie die Ausstattung: Ist Sonderzubehör wie eine Mikrowelle verbaut? Dann müssen Sie in der Regel beim Wohnwagen-Kauf mehr Geld auf den Tisch legen. Die Schwacke-Liste gibt Ihnen eine grobe Orientierung, mit wie viel Sie rechnen müssen. So komfortabel das Mehr an Luxus scheint, bedenken Sie:
Je mehr Zubehör verbaut ist und je schwerer das Fahrzeug wird, desto weniger Gepäck können Sie mitnehmen. Das zulässige Gesamtgewicht schränkt Sie an dieser Stelle ein. Überprüfen Sie daher vorab, ob es dieser Ausstattung tatsächlich bedarf.
  • Schließlich ist auch ein Technikcheck unabdingbar. Funktioniert die Bordtechnik ohne Probleme? Lassen Sie sich dies vom Verkäufer zeigen. Widmen Sie sich vor allem der Gasanlage besonders. Sie dient Campern beim Heizen und Kochen, birgt jedoch auch großes Gefahrenpotenzial. Der Eigner ist deshalb dazu verpflichtet, Sie in den Umgang mit dieser einzuweisen. Bei Wohnmobilen muss aus Sicherheitsgründen alle zwei Jahre eine Gasprüfung vorgenommen werden. Wollen Sie einen Wohnwagen kaufen, ist dieser Check nicht verpflichtend.
Verzichten Sie auch beim Caravan kaufen nicht auf eine Probefahrt.

Verzichten Sie auch beim Caravan kaufen nicht auf eine Probefahrt

Und schließlich gilt beim Caravan- bzw. Reisemobil kaufen genauso wie bei der Anschaffung eines neuen Autos: Stimmen Sie dem Fahrzeugkauf keinesfalls zu, bevor Sie nicht eine Probefahrt unternommen haben. Wie verhält sich der Wohnwagen am Auto?

Wie fährt sich das Wohnmobil? Kommen Sie mit den Abmaßen zurecht? Greifen die Bremsen unmittelbar? Vernehmen Sie unübliche Geräusche? All das sollte unbedingt vor dem Wohnmobil- oder Wohnwagen-Kauf berücksichtigt werden.

Wohnmobile gebraucht kaufen von privat

Haben Sie vor, Ihr neues Wohndomizil nicht von einem Händler, sondern einer Privatperson zu kaufen, dann gilt es auch hier auf einige Punkte besonders zu achten.

Gebrauchte Wohnmobile kaufen Sie von privat möglichst nie ohne schriftlichen Kaufvertrag. Achten Sie auf die womöglich enthaltene Klausel: „Gekauft wie gesehen“ bzw. „Gekauft wie besehen“ oder „Gekauft wie probegefahren“. Hierbei handelt es sich um einen Haftungsausschluss, der dem Käufer einen Großteil seiner Gewährleistungsansprüche nimmt. Der Verkäufer haftet nur noch in Fällen arglistiger Täuschung oder wenn die übereignete Beschaffenheit des Kaufgegenstandes nicht mit der vereinbarten übereinstimmt. Wichtig: Ebenjene Formulierungen entbinden den Verkäufer nicht komplett von seinen Gewährleistungspflichten!

Wer gebrauchte Wohnmobile von privat erwerben will, sollte, um einen möglichst großen Gewährleistungsspielraum zu erhalten, in einem Kaufvertrag deshalb folgende Informationen festhalten:

  • Mängel und eventuelle Fahrzeugschäden
  • Wurde das Gefährt importiert?
  • Anzahl der vorherigen Fahrhalter
  • Datum der Erstzulassung
  • Technische Daten
  • Welche Geräte sind mängelfrei und funktionsfähig?
  • Farbe und Lackierungsart des Reisemobils
  • Baujahr
  • Kraftstoffart
  • Türenanzahl
  • Kilometerstand
  • Schadstoffklasse
  • Um welches Fahrzeugmodell handelt es sich (Angabe der Fahrzeugnummer)?

Für diese Informationen interessieren sich jene, die gebrauchte Wohnwagen kaufen wollen, in der Regel am häufigsten. Stimmen diese Angaben im Kaufvertrag nicht mit den tatsächlichen Fahrzeugeigenschaften überein, handelt es sich unter Umständen um versteckte Mängel. In diesen Fällen kann der Käufer den Verkäufer unabhängig von der Klausel „gekauft wie gesehen“ in Haftung nehmen und die Erfüllung seiner Gewährleistungspflicht verlangen.

Hierfür ist der Mangel beim Verkäufer anzuzeigen. Durch eine Fristsetzung (Angabe eines konkreten Datums) geben Sie ihm die Möglichkeit den Mangel zu beseitigen. Im Recht wird hierbei von „Nacherfüllung“ gesprochen. Geht der Verkäufer hierauf nicht ein, hat der Käufer das Recht, vom Kaufvertrag zurückzutreten und den bereits entrichteten Kaufpreis zurückzuverlangen. Alternativ kann ebenfalls eine Minderung des Kaufpreises gefordert werden. Zusätzlich erlaubt der Gesetzgeber nach Paragraph 437 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) die Forderung eines Schadensersatzes bzw. des Ersatzes vergeblicher Aufwendungen.

Fazit

Spielen Sie mit dem Gedanken, ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen zu kaufen, sollten Sie zunächst überlegen, ob es tatsächlich ein eigenes Fahrzeug sein muss oder Sie nur einmal im Jahr einen Campingurlaub machen wollen. In diesem Fall empfiehlt sich eher das Mieten.

Ist die Entscheidung getroffen, fangen Sie rechtzeitig an zu suchen. So vermeiden Sie Schnellschüsse und Fehlinvestitionen. Der beste Zeitpunkt, ein Wohnmobil zu kaufen, ist der Herbst. Dann startet die neue Saison: Hersteller vermarkten die topaktuellen Modelle und werfen alte aus dem Programm, um Platz zu schaffen. Informierte Schnäppchenjäger haben jetzt die besten Chancen ein günstiges Angebot abzupassen.
Der beste Zeitpunkt für den Wohnmobil-Kauf ist der Herbst.

Der beste Zeitpunkt für den Wohnmobil-Kauf ist der Herbst.

Vor dem Kauf gilt es, sich ganz genau zu überlegen, ob es ein Wohnmobil oder ein Wohnwagen sein soll, welche Größe er vorzuweisen hat, welche Ausstattung vorhanden sein soll und wie viel Geld Sie darüber hinaus überhaupt zur Verfügung haben. Ist nicht ausreichend Eigenkapital vorhanden, kann es sich lohnen, auf das Finanzierungsangebot einer Bank zurückzugreifen. Hier sind die Konditionen jedoch unbedingt gründlich zu überprüfen, um keine Ver- oder Überschuldung zu riskieren.

Haben Sie das Modell ihrer Wahl gefunden, vereinbaren Sie mit Händler oder Privatverkäufer unbedingt einen Besichtigungstermin. In diesem Rahmen wird das potenzielle Kaufobjekt auf Herz und Nieren überprüft. Zudem können Sie all Ihre Fragen loswerden. Ganz besonders ist auf vorhandene Wasserflecken an Decke, Boden oder den Seitenwänden zu achten. Fällt Feuchtigkeit erst bei der späteren Dichtigkeitsprüfung auf, kommen enorme Kosten auf den Käufer zu. Die eventuell ausgehandelten Rabatte wären hiermit verloren – ein ärgerlicher Umstand.

Eine Besichtigung sollte, wenn möglich, niemals allein erfolgen. Nehmen Sie Ihren zukünftigen Mitreisenden mit und begutachten Sie das Fahrzeug zu zweit. Erfüllt es Ihrer beider Erwartungen? Stimmen Anordnung, Ausstattung und technischer Zustand? Auch, wenn Sie sich unsicher sind, auf eine Probefahrt ist nicht zu verzichten. Es kann aufschlussreiche Hinweise liefern.

Ist anschließend mit einigen Tagen Abstand Ihr Entschluss gereift, dass dieses Fahrzeug das richtige ist, geht es in die Vertragsverhandlungen. Während Händler über einen eher geringen Handlungsspielraum verfügen, können beim Wohnwagen kaufen von privat mitunter relativ große Preisnachlässe herausgehandelt werden. Es lohnt sich daher immer den Spielraum auszuloten. Berücksichtigen Sie jedoch, dass je nach Verkäufer unterschiedliche Gewährleistungsansprüche bestehen.

Wer sich für den Kauf eines gebrauchten Fahrzeugs beim Händler entscheidet, kann Mängel innerhalb von einem mindestens ein Jahr andauernden Zeitraum geltend machen. So sieht es die gesetzliche Sachmängelhaftung vor. Die Gewährleistung beim Privatverkauf kann unter Umständen stärker eingeschränkt sein. Völlig rechtlos sind Käufer jedoch auch in diesem Fall nicht.

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