Hundebiss: Gibt es Schmerzensgeld für eine tierische Bisswunde?

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Was laut Schmerzensgeldtabelle bei einem Hundebiss gezahlt wird

VerletzungSchmerzens­geld bei HundebissGericht/Jahr
Hundebiss im Gesichtca. 10.200 €OLG Celle/­1996
(Az. 20 U 17/96)
Ver­letzungen durch Hundebiss an Ober- und Unter­schenkel mit Schädigung der Nerven­stränge und bleibenden Narbenca. 6.100 €LG Aachen/­1999
(Az. 4 O 15/98)
Schwere Genital­verletzung durch Hundebissca. 51.100 €OLG Saarbrücken/­1988
(Az. 1 U 31/86)
Biss­verletzung am rechten Busen durch Hundebiss, weitere Bisswunden an Schulter, Unterarm und Handca. 40.000 €LG Duisburg/­2006
(Az. 8 O 38/06)
Hundebiss an der Schulter und in den Unter­schenkel1.200 €AG Ravensburg/­2011
(Az. 13 C 1327/10)
Hundebiss an der Hand500 €LG Hanau/­2008
(Az. 2 S 172/07)
Hundebiss am Oberarm mit einer bleibenden Narbeca. 900 €AG Erlangen/­1996
(Az. 4 C 1469/95)

In 90 Prozent der Fälle stammt der Hundebiss von einem bekannten Vierbeiner

Muss Schmerzensgeld nach einem Hundebiss in Arm, Wade oder Gesicht gezahlt werden?

Muss Schmerzensgeld nach einem Hundebiss in Arm, Wade oder Gesicht gezahlt werden?

Auch wenn der Hund oft als der beste Freund des Menschen bezeichnet wird, gibt es immer wieder Situationen, in denen sich das Blatt wenden und das sonst so verspielte Fellknäul zubeißen kann. Die Gründe dafür reichen von der Verteidigung des eigenen Reviers über schlechte Erziehung bis hin zu Angst. Fühlt sich ein Hund bedroht, setzt er nicht selten zum Angriff an, anstatt sich verängstigt zurückzuziehen.

Was einige Herrchen verwundern mag: In 90 Prozent der Fälle ist es nicht etwa ein fremder Hund, der zubeißt, sondern vielmehr das eigene oder zumindest ein bekanntes Tier. Die Folgen bestehen meist aus Riss-, Platz- oder Schürfwunden. Je nachdem, wie tief der Biss ist, können auch Sehnen, Muskeln, Nerven und Knochen geschädigt werden. In einigen Fällen kommt es außerdem zu Wundinfektionen.

Da Geschädigte häufig starke Schmerzen empfinden und teilweise sogar mit dauerhaften Schäden zu kämpfen haben, stellen sich einige die Frage, ob es möglich ist, nach einem Hundebiss Schmerzensgeld einzufordern. Dem gehen wir im folgenden Ratgeber auf den Grund.

Zusätzlich erhalten Sie wichtige Informationen zum Schadensersatz bei einem Hundebiss.

Wann können Sie Schmerzensgeld nach einem Hundebiss beanspruchen?

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) regelt in Deutschland, wann geschädigte Personen einen Anspruch auf die Zahlung von Schmerzensgeld haben. § 253 BGB zufolge ist dies immer dann der Fall, wenn die gesundheitliche oder körperliche Unversehrtheit eines Menschen durch das Fremdeinwirken einer dritten Person geschädigt wurde.

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Bei einem Hund handelt es sich jedoch weder um eine Person, noch kann das Tier nach einem Hundebiss für das Schmerzensgeld aufkommen. In einer speziellen Situation wie dieser ist daher nicht der gerade genannte Paragraph maßgeblich, sondern vielmehr § 833 BGB. Dort heißt es:

Wird durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, welcher das Tier hält, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen.“

Wie können Sie nach einem Hundebiss Schmerzensgeld einfordern?

Wie können Sie nach einem Hundebiss Schmerzensgeld einfordern?

Wurden Sie also unverschuldet von einem Hund gebissen, ohne diesen in irgendeiner Form zu provozieren oder beispielsweise zu versuchen, einen Kampf zwischen zwei Hunden zu beenden, steht Ihnen normalerweise nach dem erlittenen Hundebiss ein Schadensersatz in Form von Schmerzensgeld zu. Die entsprechende Entschädigungssumme muss in diesem Fall der Halter des Tieres bzw. dessen Versicherung aufbringen.

Wie Sie nach einem Hundebiss an Ihr Schmerzensgeld kommen

Sie wurden von einem Hund gebissen und möchten Schmerzensgeld einfordern? Da der Hundehalter bzw. dessen Versicherung in einem solchen Fall dafür aufkommen muss, sollten Sie sich entweder an ihn oder direkt an seine Hundehaftpflichtversicherung wenden. Es empfiehlt sich, im Vorfeld einen Anwalt zu konsultieren, wenn Sie einen Schadensersatz nach einem Hundebiss geltend machen möchten.

Schließlich besteht immer die Möglichkeit, dass die Versicherung sich weigert, zu zahlen, obwohl Sie wegen dem unverschuldeten Hundebiss Anspruch auf Schmerzensgeld haben. Zudem kann es sein, dass Sie mit der vorgeschlagenen Entschädigungssumme nicht zufrieden sind und daher eine Klage vor Gericht anstreben müssen. Ein Anwalt kann Sie in beiden Fällen professionell unterstützen und sich für Ihr Recht einsetzen.

Ihnen sollte jedoch klar sein, dass Sie nur dann Schmerzensgeld bei einem Hundebiss in die Hand oder ein anderes Körperteil geltend machen können, wenn Sie den Vorfall auch entsprechend belegen können. Daher sollten Sie die jeweiligen Verletzungen direkt im Anschluss von einem Arzt untersuchen und sich eine Bescheinigung ausstellen lassen. Auch Zeugen sind von Vorteil, wenn Sie nach einem Hundebiss Schmerzensgeld durchsetzen möchten.

Kommt Ihnen eine Mitschuld an dem Vorfall zu, weil Sie den Vierbeiner in gewisser Weise provoziert haben, kann es durchaus passieren, dass das Schmerzensgeld bei einem Hundebiss ins Bein, in den Arm oder sogar das Gesicht sich verringert oder gänzlich wegfällt. Ein Anwalt kann Sie auch in einer solchen Situation bestmöglich beraten.
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Hundebiss: Wie viel Schmerzensgeld ist möglich?

Es kann grundsätzlich keine pauschale Aussage dazu getroffen werden, wie viel Schmerzensgeld bei einem Hundebiss fällig wird. Da jede Verletzung unterschiedlich ist, bedarf es stets einer Einzelfallentscheidung, die auf die individuellen Umstände des vorliegenden Falls abgestimmt ist. Faktoren, die nach einem Hundebiss das Schmerzensgeld in seiner Höhe beeinflussen können, sind z. B.

Die Höhe der Entschädigungssumme kann nach einem Hundebiss laut Schmerzensgeldtabelle variieren.

Die Höhe der Entschädigungssumme kann nach einem Hundebiss laut Schmerzensgeldtabelle variieren.

  • das Ausmaß und die Intensität der Verletzungen,
  • ob daraus Folge- oder sogar Dauerschäden resultieren oder
  • inwiefern die geschädigte Person eine Mitschuld trägt.

Soll beim Schmerzensgeld nach einem Hundebiss die jeweilige Höhe bestimmt werden, kommt meist eine sogenannte Schmerzensgeldtabelle zum Einsatz. Sie enthält eine Sammlung vergangener Urteile, die von diversen Gerichten getroffen wurden und bei denen ebenfalls nach einem Hundebiss Schmerzensgeld verlangt wurde. Auf diese Weise können die vorliegenden Verletzungen verglichen werden.

Sie können als Anhaltspunkt für die Höhe vom Schmerzensgeld bei einem Hundebiss die obige Tabelle verwenden. Dabei handelt es sich allerdings lediglich um einen Auszug. Trotzdem zeigt sie: Geschädigte erhalten oft mehr Schmerzensgeld, wenn ein Hundebiss ins Gesicht oder eine anderweitige empfindliche Körperstelle erfolgte.

Es ist jedoch nicht gesagt, dass das Schmerzensgeld bei einem Hundebiss in den Oberschenkel in jedem Fall niedriger ausfallen muss. Wie bereits erwähnt, bedarf es einer individuellen Einzelfallentscheidung. Um sich jedoch nicht mit einer geringeren Entschädigung zufrieden zu geben, als sie Ihnen eigentlich zusteht, sollten Sie sich sicherheitshalber an einen Anwalt wenden, wenn Sie nach einem Hundebiss Schmerzensgeld geltend machen möchten.
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