Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts in Deutschland: Was ist festgelegt?

Von bussgeldkatalog.org, letzte Aktualisierung am: 27. April 2020

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Wie ist die Geschwindigkeitsbegrenzung innerhalb geschlossener Ortschaften geregelt?

Wie ist die Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts in Deutschland geregelt?
Wie ist die Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts in Deutschland geregelt?

Die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) legt in 53 Paragrafen und vier Anlagen sämtliche Regeln für alle Teilnehmer des öffentlichen Straßenverkehrs fest. Zu den wichtigsten gehören jene, welche die Geschwindigkeit auf Deutschlands Straßen vorschreiben. Hierbei wird unterschieden zwischen der Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts und der Geschwindigkeitsbegrenzung außerorts.

In einem Wohnort ist das Risiko größer, schwere Unfälle mit Beteiligung schwächerer Verkehrsteilnehmer (wie Radfahrer oder Fußgänger) zu bauen. Daher gibt es nicht nur ein niedriger angesetztes Tempolimit, sondern auch strengere Sanktionen, wenn die Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts nicht eingehalten wurde.

FAQ: Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts

Welche Geschwindigkeitsbegrenzung gilt innerorts?

Für alle Fahrzeugführer gilt innerhalb geschlossener Ortschaften ein Tempolimit von 50 km/h.

Ab wann bzw. wie lange gilt die Geschwindigkeitsbegrenzung für Innerortsstraßen?

Die Geschwindigkeitsbegrenzung für innerorts gilt ab Ortseingangsschild bis zum nächsten Ortsausgangsschild. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Was droht, wenn die Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts überschritten wird?

Überschreiten Sie innerorts die Geschwindigkeitsbegrenzung, kann ein Verwarnungs- oder Bußgeld von 30 bis 680 Euro, ein bis zwei Punkte in Flensburg oder ein Fahrverbot für ein bis drei Monate die Folge sein.

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Mit welchen Sanktionen muss ich rechnen, wenn ich die Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts überschreite?

Weil das Gefahrenpotenzial hier größer ist, gibt es gemäß Bußgeldkatalog auch höhere Sanktionen bei einer Überschreitung der Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts.

Als Beispiel: Sind Sie mit 20 km/h zu viel auf dem Tacho gefahren, etwa weil Sie eine 30-Zone nicht erkannten, oder dachten, diese sei bereits zu Ende, dann müssen Sie mit einem Bußgeld von 70 Euro rechnen. Passiert das außerorts, werden in der Regel „nur“ 60 Euro gefordert.

In der folgenden Bußgeldtabelle sind weitere Sanktionen dieser Art übersichtlich aufgelistet:

Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit innerorts (Pkw):

VerstoßStrafePunkteFahrverbotFVerbotLohnt ein Einspruch?
... bis 10 km/h30 €eher nicht
... 11 - 15 km/h50 €Hier prüfen
... 16 - 20 km/h70 €Hier prüfen
... 21 - 25 km/h80 €11 Monat*1 M*Hier prüfen
... 26 - 30 km/h100 €11 Monat*1 M*Hier prüfen
... 31 - 40 km/h160 €21 Monat1 MHier prüfen
... 41 - 50 km/h200 €21 Monat1 MHier prüfen
... 51 - 60 km/h280 €22 Monate2 MHier prüfen
... 61 - 70 km/h480 €23 Monate3 MHier prüfen
über 70 km/h680 €23 Monate3 MHier prüfen
* neue Fahrverbotsregel wegen eines Formfehlers in der StVO-Novelle nichtig
>>> alter Bußgeldkatalog für Geschwindigkeitsverstöße (innerorts)

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Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit innerorts (Pkw mit Anhänger):

VerstoßStrafePunkteFahrverbotFVerbotLohnt ein Einspruch?
… bis 10 km/h20 €eher nicht
… 11 - 15 km/h30 €eher nicht
… 16 - 20 km/h80 €1Hier prüfen
… 21 - 25 km/h95 €11 Monat**1 M**Hier prüfen
(bis 28. April 2020*
… 21 - 25 km/h)
(95 €)(1)Hier prüfen
… 26 - 30 km/h140 €21 Monat1 MHier prüfen
… 31 - 40 km/h200 €21 Monat1 MHier prüfen
… 41 - 50 km/h280 €22 Monate2 MHier prüfen
… 51 - 60 km/h480 €23 Monate3 MHier prüfen
über 60 km/h680 €23 Monate3 MHier prüfen
*Altes Bußgeld/Fahrverbot galt bis Inkrafttreten der StVO-Novelle
** neue Fahrverbotsregel wegen eines Formfehlers in der StVO-Novelle nichtig
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Dieser Bußgeldtabelle können Sie die neuen Sanktionen entnehmen, die seit der StVO-Novelle (28. April 2020) gelten. Informationen zu den Bußgeldern, die bis zum 27. April 2020 fällig waren, finden Sie in unserem Ratgeber zur Geschwindigkeitsüberschreitung.

Bußgeldrechner für Geschwindigkeitsüberschreitung

Achtung! Trotz Gültigkeit des neuen Bußgeldkatalogs werden auf Grund von Unstimmigkeiten in den meisten Bußgeldstellen derzeit die alten Bußgelder angewendet:

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Wie hoch ist die Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts?

In § 3 der StVO geht es um die zulässige Geschwindigkeit im deutschen Verkehr. Hier ist grundsätzlich für jedes Kfz eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h vorgeschrieben.

Jedoch ist es möglich, mit einem entsprechenden Verkehrszeichen für eine bestimmte Strecke die Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts nach unten, aber auch nach oben zu setzen. Aus diesem Grund kann auch innerhalb einer geschlossenen Ortschaft mit einem solchen Schild eine höheres Tempo erlaubt sein.

Natürlich ist auch ein niedriger als 50 km/h angesetztes Tempolimit verbindlich. Verbreitet ist dabei eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h innerorts. Zudem können mit einmaliger Beschilderung an den jeweiligen Grenzen ganze Zonen (wie 30-Zonen in Wohngebieten) mit einer solchen Begrenzung gekennzeichnet sein.

Darüber hinaus gibt es in bestimmten Bereichen eine spezielle Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts. So dürfen Kfz-Führer maximal Schrittgeschwindigkeit in den folgenden Bereichen fahren:

  • Verkehrsberuhigte Bereiche
  • Freigegebene Gehwege
  • Fußgängerzonen
Sie sollten außerdem beachten, dass diese grundsätzliche Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts nur für geschlossene Ortschaften vorgeschrieben ist. Diese sind mit einem gelben Ortseingangsschild gekennzeichnet. Eine Ortshinweistafel (gelbe Schrift auf grünem Grund) kündigt dagegen keinen solche Ortschaft an.

Wie lange gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts?

Die Aufhebung der Geschiwndigkeitsbegrenzung innerorts kann durch ein solches Schild gekennzeichnet sein.
Die Aufhebung der Geschiwndigkeitsbegrenzung innerorts kann durch ein solches Schild gekennzeichnet sein.

Das grundsätzliche Tempolimit von 50 km/h in einer Ortschaft endet üblicherweise mit dem Ortsausgangsschild. Dies ist durch eine roten Querstreifen über die gelbe Tafel gekennzeichnet. Nach diesem Schild gelten die Regeln für die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten außerorts.

Die Aufhebung einer Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts erfolgt derweil durch ein entsprechendes Aufhebungsschild. Dies zeigt entweder die vorher angegebene zulässige Höchstgeschwindigkeit in grauen Ziffern und fünf quer darüber verlaufene Balken. Oder es zeigt lediglich die Querbalken, wenn mit diesem Schild gleichzeitig ein anderes Verbot aufgehoben wird.

In manchen Fällen muss die Aufhebung nicht durch ein konkretes Schild gekennzeichnet sein. Das kann der Fall sein, wenn die Länge der Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts angegeben ist, oder diese im Zusammenhang mit einem Gefahrenzeichen besteht und dabei erkennbar ist, wo diese Gefahrensituation endet.

Ein Beispiel ist die Geschwindigkeitsbeschränkung an einer Baustelle.

Bildnachweise: fotolia.com/matteo (Header)

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1 Kommentar

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  1. w. sagt:

    ich kann es nicht verstehen warum die cdu/csu ein tempolimit blockiert.
    wir brauchen keine autos mit 500 ps und mehr die raserei muss endlich
    ein ende haben. so werden wir die co2 werte nie los. hoffentlich spricht
    die EU bald mal ein machtwort.

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