Geistige Behinderung und Führerschein - Mobil mit Behinderung 2018

Geistige Behinderung und Führerschein – Was ist zu beachten?

Dürfen geistig Behinderte Auto fahren?

Geistige Behinderung: Darf der Führerschein gemacht werden?

Geistige Behinderung: Darf der Führerschein gemacht werden?

Mit dem eigenen Auto Erledigungen machen, zur Arbeit fahren oder Freunde besuchen – für die meisten Menschen ist dies ganz alltäglich. Besonders für Menschen mit Behinderung ist die Freiheit, die ein Fahrzeug und die damit verbundene Selbstständigkeit darstellt, oftmals von großer Bedeutung.

Körperliche Beeinträchtigungen können meist mithilfe von Umbauten und Fahrhilfen kompensiert werden, damit Betroffene trotz Einschränkungen mobil bleiben. Was ist aber bei einem geistig behinderten Menschen zu beachten?

Darf, wenn eine geistige Behinderung vorliegt, der Führerschein gemacht werden? Ist das bei jeder Fahrschule möglich? Und wie sieht es aus, wenn bei einem Führerscheinbesitzer plötzlich eine geistige Behinderung auftritt? Diese und weitere Fragen werden im folgenden Ratgeber geklärt.

Führerschein machen mit geistiger Behinderung – Wie ist das möglich?

Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Aufmerksamkeit und Konzentration. Aus diesem Grund müssen alle Menschen, die den Führerschein erwerben möchten, bestimmte Anforderungen erfüllen.

Das Recht besagt, dass hierzu unter anderem ein Mindestalter sowie gewisse körperliche Voraussetzungen gehören. So ist beispielsweise das Autofahren mit einer Sehbehinderung unter manchen Umständen verboten.

Doch auch die geistigen Fähigkeiten eines Fahrers sind entscheidend. Ob jemand, der geistig behindert ist, seinen Führerschein machen darf, wird immer je nach Einzelfall entschieden. Pauschale Angaben lassen sich hier also nicht treffen.

In den meisten Fällen fordert die zuständige Behörde, bei welcher der Antrag auf die Erteilung der Fahrerlaubnis gestellt wird, ein Gutachten an. So kann entschieden werden, ob die geistig behinderte Person dazu befähigt ist, ein Fahrzeug zu führen.

Ist es erlaubt, den Führerschein mit geistiger Behinderung zu machen?

Ist es erlaubt, den Führerschein mit geistiger Behinderung zu machen?

Meist wird eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) gefordert. Besonders wichtig sind hierbei Tests zum Konzentrations- und Reaktionsvermögen sowie zu den Wahrnehmungs- und Orientierungsfähigkeiten der Person.

Unter Umständen können nach dem Gutachten Einschränkungen für die Fahrerlaubnis gemacht werden, die nach Bestehen der Fahrprüfung in den Führerschein eingetragen werden.

Fällt dieses Gutachten positiv aus, dann ist eine geistige Behinderung für den Führerschein kein Hindernis. Menschen mit geistiger Behinderung sollten sich im besten Fall an eine Fahrschule wenden, die auf ihre besonderen Bedürfnisse eingestellt ist.

Diese bieten nicht nur geeignetes Lern- und Prüfungsmaterial, sondern können auch in vielen anderen Bereichen – beispielsweise rund um das Thema Zuschüsse – hilfreiche Informationen geben.

Unter bestimmten Umständen können die Kosten für den Führerschein bezuschusst werden. Und auch die Kosten für die erforderlichen Gutachten und Untersuchungen können zum Teil oder teilweise auch vollständig übernommen werden.

Kann man den Führerschein trotz geistiger Behinderung behalten?

Wie sieht es nun mit Menschen aus, die schon im Besitz des Führerscheins sind und plötzlich mit einer Behinderung konfrontiert sind? In diesem Fall müssen Sie dies bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde melden.

Diese fordert dann in vielen Fällen ein Gutachten, damit sichergestellt werden kann, dass die weitere sichere Teilnahme am Straßenverkehr gewährleistet ist. Nach der Untersuchung können Auflagen oder Beschränkungen festgelegt werden, die durch die geistige Behinderung für den Führerschein gelten.

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