In die Fahrschule fürs Motorrad – das sollten Sie beachten

Bei Fahrstunden mit dem Motorrad, fährt der Fahrlehrer in einem Auto hinter Ihnen her.

Bei Fahrstunden mit dem Motorrad, fährt der Fahrlehrer in einem Auto hinter Ihnen her.

Motorrad fahren im Grundkurs

In Deutschland besitzen rund 9,62 Millionen Menschen einen Motorradführerschein. Das Zweirad erfreut sich also großer Beliebtheit, daher entschließen sich jedes Jahr viele Menschen dazu, eine Fahrschule fürs Motorrad zu besuchen, um dort einen Führerschein zu erhalten – oftmals als logische Konsequenz nach dem Mofa-Führerschein.

Dabei gibt es unterschiedliche Motorradführerscheinklassen, die zur Fahrt mit unterschiedlichen Modellen berechtigen. Nicht jeder Motorradführerscheininhaber kann sich solch ein Zweirad leisten, sodass die Zahl der Fahrzeuge, der der Führerscheinbesitzer deutlich unterliegt.

In einer Motorradfahrschule muss der Schüler einen theoretischen und einen praktischen Teil der Ausbildung absolvieren. Der Grundkurs fürs Motorrad umfasst beispielsweise Kurven fahren lernen oder Sonderfahrten. Alles zu Fahrstunden, Theorieprüfung und der Fahrprüfung für das Zweirad, lesen Sie im folgenden Ratgeber.

Motorrad – Theorie für den Führerscheinerwerb

Motorradkurse sollen nicht nur Fahrpraxis bieten, auch der theoretische Teil ist für den Führerscheinerwerb elementar. Je nachdem, welche Führerscheinklasse Sie erwerben wollen, ist eine bestimmte Anzahl an Theoriestunden Pflicht.

Die Anzahl der Theoriestunden hängt davon ab, ob Sie vorher schon einen Führerschein einer anderen Klasse besitzen. Haben Sie die Fahrerlaubnis fürs Auto, also Klasse B, müssen Sie in der Fahrschule fürs Motorrad mindestens sechs Doppelstunden Theorieunterricht absolvieren.


Ist kein Führerschein vorhanden, sind es zwölf Doppelstunden für den allgemeinen Teil. Zusätzlich müssen zwei Theoriestunden zum Zusatzstoff absolviert werden. Diese Stunden theoretischer Unterricht sind unumgänglich, wenn Sie eine Fahrerlaubnis erhalten möchten. Erst nach einer erfolgreichen Theorieprüfung können Sie zur Praxisprüfung zugelassen werden.

Bei der Motorrad-Theorieprüfung werden Ihnen 30 Fragen gestellt. Diese habe Wertigkeiten bzw. Fehlerpunkte von zwei bis fünf. Insgesamt sind zehn Fehlerpunkte zulässig, allerdings dürfen nicht zwei Fragen der Wertigkeit fünf falsch beantwortet werden. Handelt es sich um eine Erweiterung, müssen Sie nur 20 Fragen beantworten, dürfen aber nur sechs Fehlerpunkte produzieren.

Fahrstunden mit dem Motorrad

Motorradkurse sollen natürlich auch praktisches Wissen vermitteln, daher sind Motorrad-Fahrstunden unabdingbar. Diese sind so gestaltet, dass Sie das Zweirad bedienen und der Fahrlehrer in der Regel mit einem Pkw hinter Ihnen her fährt. Über eine Funkverbindung erhalten Sie dann entsprechende Anweisungen.

Wie für einen Pkw, gibt es auch Sonderfahrten für das Motorrad. Diese müssen absolviert werden, vorher kann keine Prüfungszulassung erteilt werden. Diese bestehen aus 135 Minuten Nachtfahrt, 180 Minuten Autobahnfahrt und 225 Minuten Überlandfahrt (auf Land- und Bundesstraßen). Die Anzahl der zusätzlichen Motorrad-Fahrstunden, hängt vom jeweiligen Können des Führerscheinanwärters ab.

Der Motorradgrundkurs umfasst unter anderem das Verhalten in Kurven mit dem Zweirad.

Die Motorrad-Prüfung

In einer Fahrschule fürs Motorrad kann diese Führerscheinklasse erworben werden.

In einer Fahrschule fürs Motorrad kann diese Führerscheinklasse erworben werden.

Haben Sie die Fahrschule beendet, steht die Motorrad-Fahrprüfung an. Neben dem Fahrlehrer wird bei dieser auch der Prüfer im Auto Platz nehmen und Ihnen Anweisungen erteilen. Die Prüfungsfahrt für die Klasse A hat eine durchschnittliche Fahrzeit von 60 Minuten. In dieser Zeit sollen Sie das erlernte Wissen aus der Fahrschule über das Motorrad und die korrekte Fahrweise im Straßenverkehr belegen.

In der Regel wird der Fahrlehrer diese Prüfungssituation in einer Fahrstunde vor der Prüfung simulieren, sodass Sie ungefähr wissen, was auf Sie zukommen wird. Geprüft werden sechs Grundfahraufgaben. Diese sind zum Beispiel eine Slalomfahrt, oder das Ausweichen mit oder ohne vorherige Bremsung.

Die Gebühr für eine Führerscheinprüfung der Klasse A beträgt beim TÜV bei einem Direkteinstieg 112,81 Euro. Sollten Sie durch die Prüfung fallen, muss diese Summe erneut bezahlt werden. Nach bestandener Prüfung wird Ihnen der Motorradführerschein in der Klasse A umgehend ausgehändigt. Dieser ist sofort gültig und berechtigt Sie dazu, das Motorrad im Straßenverkehr zu führen.

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