Bussgeld aus der Schweiz: Ist die Vollstreckung in Deutschland möglich?

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Länderübergreifende Vollstreckungsabkommen

Europäische Vollstreckungsabkommen: Wird auch ein Bussgeld aus der Schweiz der deutschen Vollstreckung zugeführt?

Europäische Vollstreckungsabkommen: Wird auch ein Bussgeld aus der Schweiz der deutschen Vollstreckung zugeführt?

2014 wurden vier Millionen Übernachtungen in der Schweiz von deutschen Touristen gebucht. Buchstäblich nahe liegt es auch, mit dem Auto einen Ausflug in das Land nebenan zu unternehmen. Knapp 960 Kilometer trennen die deutsche Hauptstadt vom schweizerischen Regierungssitz Bern.

Da bietet es sich an, mit dem Auto einen Urlaub in das angrenzende Land zu unternehmen. Doch während auf Autobahnstrecken hierzulande dem Fahrzeug bei freigegebener Geschwindigkeit gerne mal die gesamten Pferdestärken abverlangt werden, herrscht in der Schweiz ein Limit von 120 km/h.

Fatal kann es enden, wenn das vergessen wird und ein deutscher Tourist auf schweizerischem Boden geblitzt wird, sodass er mit dem dortigen Recht in Konflikt gerät. Die Bussgelder , die dann zu zahlen sind, können nämlich beachtlich sein und bei schweren Verstößen gar in einem Strafverfahren enden.

Manch ein deutscher Verkehrssünder wähnt sich nach der Rückkehr vor dem Bussgeldbescheid bzw. den Behörden aus dem Ausland in Sicherheit. Er meint zu wissen, dass ein Bussgeld aus der Schweiz in Deutschland nicht vollstreckbar ist. Aber stimmt das?

Lesen Sie hier nach, ob es für ein Bussgeld aus der Schweiz ein Vollstreckungsabkommen mit Deutschland gibt und demnach ein Bussgeld aus der Schweiz durch deutsche Vollstreckung zu zahlen ist.

Gesetz zur europaweiten Vollstreckung von Geldstrafen und –bußen

Am 18. Oktober 2010 trat der Rahmenbeschluss der Europäischen Union in Kraft, der vorschrieb, dass Geldstrafen und –bußen in der Europäischen Union grenzüberschreitend zu vollstrecken sind.

Ab Überschreitung der Bagatellgrenze von 70 Euro ist es nach diesem Recht möglich, Strafzettel aus dem Ausland – konkret aus einem EU-Mitgliedsstaat – auch hierzulande zu vollstrecken und das ausstehende Geld einzufordern.

Entscheidend dafür, dass das Bundesamt für Justiz, welches hierzulande entsprechender Entscheidungsträger ist, ein ausländisches Ersuchen annimmt, ist die eindeutige Identifizierung des Schuldigen.

Bussgelder, bei welchen Halter zur Verantwortung gezogen werden sollen, ohne dass deren Verschulden festzustellen war, werden demzufolge zurückgewiesen. Denn der Halter ist nicht zwangsläufig mit dem Delinquenten identisch. Nach deutschem Recht sind Bussgelder jedoch immer nur von dem Fahrer zu zahlen, der den Verstoß tatsächlich begangen.

Wie verhält es sich nun aber mit dem Bussgeld aus der Schweiz? Greift die Vollstreckung in Deutschland auch hier?

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Bussgeld aus der Schweiz: Eingeschränkte Vollstreckung hierzulande

Für ein Bussgeld aus der Schweiz ist die Vollstreckung in Deutschland im deutsch-schweizerischen Polizeivertrag geregelt.

Für ein Bussgeld aus der Schweiz ist die Vollstreckung in Deutschland im deutsch-schweizerischen Polizeivertrag geregelt.

Da es sich bei der Schweiz nicht um ein EU-Mitgliedsstaat handelt, findet der seit wenigen Jahren geltende Rahmenbeschluss für den Bussgeldbescheid in der Schweiz und die Vollstreckung in Deutschland hier keine Anwendung.

Stattdessen existiert jedoch seit dem 1. März 2002 der sogenannte deutsch-schweizerische Polizeivertrag, welcher unter anderem auch einen Artikel beinhaltet, der bei einem Bussgeld in der Schweiß eine Vollstreckung hierzulande und ebenso die schweizerische Umsetzung deutscher Bussgelder vorsieht.

Geregelt ist diese Vollstreckungshilfe für Verkehrsordnungswidrigkeiten in den Artikeln 37 bis 41. Dort ist für Bussgelder in einer Höhe von 70 Schweizer Franken bzw. 40 Euro eine Vollstreckung vorgesehen. Doch eben diese Vorschriften sind bisher nicht in Kraft getreten. Demzufolge besteht bislang keine Möglichkeit, ein Bussgeld aus der Schweiz der deutschen Vollstreckung zuzuführen. Zugleich kann auch von deutschen Behörden erhobenes Geld nicht in der Schweiz eingetrieben werden.

Ebenso gilt ein durch den schweizerischen Bussgeldkatalog verhängtes Fahrverbot nicht in Deutschland. Auch das Flensburger Punktekonto bleibt von Vertretungen außerhalb der Landesgrenze unberührt.

Dennoch kann es für die im Bussgeldbescheid benannte Person Konsequenzen nach sich ziehen, wenn sie die Busse nicht zahlt. Bei einer Wiedereinreise kann der Betreffende zur Zahlung des Geldbetrages aufgefordert werden.

Wird sein Auto beispielsweise auf einem schweizerischen Parkplatz entdeckt, wird das Fahrzeug blockiert und der säumige Zahler so gezwungen, seiner Zahlungsverpflichtung nachzukommen.

Im Ernstfall kann einem Deutschen sogar Haft drohen, wenn die Geldbusse in eine Ersatzhaftstrafe umgewandelt wurde. Es können dann unter Umständen für grobe Verkehrsverstöße bis sieben Jahre Gefängnis angeordnet werden.

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87 Kommentare

  1. Joachim sagt:

    Ich habe einen Bußgeldbescheid wegen falsch Parken an meiner Windschutzscheibe
    mit einer Betrag von SFR 40,00 vorgefunden.

    Wird dieser Betrag auch in Deutschland vollstreckt?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Joachim,

      die deutschen Behörden können das Bußgeld nicht vollstrecken. Zudem würde der Betrag unter die Bagatellgrenze fallen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

    • Mirko sagt:

      Ich habe nach einem 3 jährigen Gefängnis Aufenthalt und einem landesverweis offene Bussen und auslagekosten beim Schweitzer Staat in Höhe von 50 000 Franken.
      Muss ich mit Konsequenzen rechnen?

  2. Tobias sagt:

    Guten Tag, ich habe einen Strafbefehl über 1000 Chf wegen Geschwindigkeitsüberschreitung in der Schweiz erhalten. Gebühren von 160 Chf habe ich bereits bezahlt. Alternativ bietet man mir 30 Tage Haft an. Da ich voraussichtlich in den nächsten 10 Jahren nicht mehr in die Schweizfahren werde möchte ich eigentlich die Strafe nicht bezahlen. Mit welchen Konsequenzen könnte ich rechnen?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Tobias,

      in diesem Fall empfehlen wir Ihnen den Rat von einem Verkehrsrechtsanwalt einzuholen. Dieser kann Sie bezüglich der Konsequenzen eingehend beraten und mit Ihnen das weitere Vorgehen besprechen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  3. Harry B. sagt:

    Ich habe bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 21 km/h 590 SF bei der Kontrolle (Lasermessung) gezahlt. Jetzt bekam ich Post und soll aufgrund einer Administrativmaßnahme 250 SF zahlen.
    Da es sich hier nicht um ein Bußgeld handelt, würde ich gerne die Verjährungsfristen erfragen und ob ich den Betrag zahlen sollte.

    MfG

  4. Andre sagt:

    ich habe die Geschwindigkeit um die 35 km/h auf einer Autobahn in der Schweiz überschritten. Bis jetzt war nur ein Polizist von vor Ort Polizei bei mir, um festzustellen, ob ich es gewesen war. Ich habe nachgelesen, dass dieser Tat nicht in DE vollstreckt werden kann.
    Meine Frage – wie lange beträgt die Verjährungsfrist in der Schweiz für so eine Tatsache?
    MfG
    Andre

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Andre,

      bei 35 km/h zu viel muss ein Richter über das Strafmaß entscheiden. Üblich als Strafe sind 10 Tagessätze und drei Monate Fahrverbot. Wurde ein Urteil erlassen, beträgt die Vollstreckungsverjährung gemäß § 99 StGB (Schweiz) fünf Jahre.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  5. Andreas sagt:

    Hallo Bußgeldkatalog.org,

    ich bin sehr unruhig. Ich habe im September ein Bußgeld in Höhe von umgerechnet ca 200€ für eine fehlende Vignette in der Schweiz erhalten und bin Student. Jetzt habe ich über die Lage gelesen und wollte es einfach aussitzen, da ich in meiner Lage sehr eingeschränkte finanzielle Mittel zur Verfügung habe. Nun hören die Mahnungen aber nicht auf und mir wird Bange. Stimmt es tatsächlich, dass die Strafe in Deutschland nicht vollstreckt werden kann? Hoffe stark auf eine deutliche Aussage. Vielen Dank!

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Andreas,

      es ist korrekt, dass die Schweiz ihre Bußgelder nicht in Deutschland vollstrecken kann. Die Frist für die Vollstreckungsverjährung beträgt drei Jahre. In dieser Zeit sollte von einem Aufenthalt in der Schweiz abgesehen werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  6. Rolf sagt:

    Hallo. Ich wurde in der Schweiz Auserorts von abzug der Marsche mit 34 km zu schnell geblitzt. Anstatt 80km bin ich 120km gefahren. Was kommt da auf mich zu???

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Rolf,

      die Schweiz ist sehr streng in Sachen Geschwindigkeitsüberschreitung. Voraussichtlich wird eine Anzeige gestellt. Möglich sind eine Geldstrafe von 20 Tagessätzen, allerdings wird das ein Richter individuell entscheiden. Auch ein Fahrverbot für die Schweiz ist denkbar.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  7. Klaus sagt:

    Hallo zusammen,
    Ich wurde letzten Monat in der Schweiz auf der Autobahn geblitzt. 30 km zu schnell. Nun habe ich einen Strafbefehl bekommen mit 900 SF Strafe.
    Wie ist es denn nun aktuell?
    Kann vollstreckt werden oder nicht?

    Gruß Klaus

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Klaus,

      soweit wir wissen, können Bußgelder aus der Schweiz nicht in Deutschland vollstreckt werden. Bei Strafurteilen kann die Sachlage aber anders aussehen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • didim sagt:

        Autobahnverstöße werden auch bei Schweizern erst ab +35 als Straftat ins Register eingetragen
        Für die deutsche Vollstreckung hätte dies aber auch keine Relevanz da auch diese nicht vollstreckt werden

  8. Stefan sagt:

    Ich bin vor einem Jahr mit 9km/h zu viel geblitzt worden. Da ich bis jetzt auf die Mahnungen nicht reagiert habe und zum aussitzen tendiert habe, liegt mir jetzt eine – Anordnung der Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen vor. Wie verhält es sich damit ? Kann ich das weiter aussitzen oder einfach ohne weitere Kosten die Haft antreten ? Da ich ja mal wieder in die Schweiz fahren möchte..

    Vielen Dank !

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Stefan,

      Aussitzen ist meist keine gute Idee.

      Durch die Ersatzfreiheitsstrafe verfällt die Geldstrafe. Haben Sie aber ein Verwarn- bzw. Bußgeld nicht bezahlt und wurde nun eine Erzwingungshaft angeordnet, verfällt durch die Tage in Haft das Bußgeld nicht, sondern die Forderung besteht weiter. Schlimmstenfalls kann es zur Pfändung kommen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  9. KHW sagt:

    Hallo,
    habe heute eine „Übertretungsanzeige“ aus der Schweiz über 113€ erhalten (14km zu schnell).
    Kann dieser Betrag in Deutschland vollstreckt werden?
    Habe nicht vor in den nächsten 3 Jahren nochmal in die Schweiz zu fahren.
    Vielen Dank für eine Auskunft.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo KHW,

      gegenwärtig gibt es noch kein Vollstreckungsabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  10. Rolf sagt:

    Hallo,
    meine Tochter ist mit meinem Firmenfahrzeug in der Schweiz geblitzt worden. Der Strafzettel wird über meine Firma an mich weitergeleitet. Ich würde dann mich als Fahrzeughalter angeben. Auf dem Foto würde man dann eindeutig sehen, das ich nicht gefahren bin. Ich würde mich dann auf das Zeugnisverweigerungsrecht berufen.

    Würde das funktionieren ?

    Viele Grüße

  11. Angelo sagt:

    Ich wurde auf der Autobahn, wo 100km/h erlaubt war mit 9kmh zu schnell geblitz. Was kommt auf mich zu. Ich bin noch in Probezeit und war mit dem Auto meines Vaters unterwegs, der neben mir saß. Ich wohne in Deutschland. Und wie lange könnte es dauern falls es zu einnem Strafzettel kommt bis ich Ihn bekomme.

    Danke im vorraus 🙂

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Angelo,

      sofern Sie in der Schweiz geblitzt wurden, droht ein Bußgeld von 110 Euro. Auf Ihre Probezeit sollte der Verstoß keinen Einfluss haben. Eine Einschätzung, wann der Bußgeldbescheid bei Ihnen eintrifft, ist leider nicht möglich – Verjährung tritt erst nach drei Jahren ein.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  12. Barbara sagt:

    Hallo,

    wie verhält es sich hiermit:
    Habe ein Schreiben erhalten:
    Im Juni habe ich offenbar auf einer Autobahn (A3) in Ch mit Geschwindigkeitbegrenzung 100km/h
    um 26km/h mit Abzug Toleranz überschritten.
    „Erledigung im Ordnungsbussenverfahren ausgeschlossen “ “ muss ordentliches Strafverfahren eingeleitet werden ( Verzeigung an die zuständige Staatsanwalt)“ steht dabei.
    Ich soll ein einfaches Formular mit Personalien ausfüllen u innerhalb 10Tagen zurücksenden.

    Außerdem hatte ich wegen Überschreitung der Parkzeit einen Strafzettel über 40eu am Auto letzte Woche, den ich noch nicht beglichen habe.
    Da ich sonst recht gewissenhaft bin ich natürlich ziemlich erschrocken …
    Was droht mir jetzt ???
    Gar Haft? Führerscheinentzug, habe den deutschen … ???
    Muss man die hohen Bussen in jedem Fall am Stück zahlen ???

    Vielen Dank im Voraus!

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Barbara,

      eine ausländische Behörde kann Ihren Führerschein in der Regel nicht dauerhaft einziehen. Allerdings kann Ihnen beispielsweise ein Fahrverbot in der Schweiz auferlegt werden, welches jedoch nur dort gültig ist. Ein Bußgeld aus der Schweiz kann in Deutschland nicht vollstreckt werden. Reisen Sie allerdings wieder in die Schweiz ein, können Sie zur Zahlung des fälligen Betrages aufgefordert werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  13. Clarissa sagt:

    Hallo!
    Ich studiere derzeit in der Schweiz und habe deswegen auch meinen Deutschen gegen den Schweizer Führerschein eintauschen müssen. Nun wurde ich mit 37km/h zu viel auf der Autobahn geblitzt und habe einen Brief vom den Behörden bekommen mit einem Formular, in dem ich angeben mein Einkommen usw angeben muss. Was kann auf mich zukomme, wenn ich bloss Studentin bin?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Clarissa,

      welche Busse erhoben wird, wird im Rahmen eines Strafverfahrens entschieden. Wie hoch die Busse ausfällt, können wir deshalb nicht pauschal beantworten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  14. Darya sagt:

    Guten Tag,
    ich habe eine Frage. Ich war vor kurzem in der Schweiz mein Freund besuchen und habe sein Auto ausgeliehen. Nun wurde ich geblitzt, 31 km/h abzüglich Toleranz in der 60-er Zone. Mein Freund hat ein Anruf von der Polizei bekommen und wurde persönlich nächste Woche zur einem Gespräch eingeladen. Natürlich wird er sagen dass ich es war. Welche Folgen habe ich zu erwarten? Wird mein Führerschein von deutschen Behörden entzogen oder soll ich nur mit einer Strafe aus der Schweiz rechnen?

    Vielen Dank im Voraus
    Darya

  15. Pako sagt:

    Hallo,

    ich wohne in der Schweiz und bin in Deutschland auf der Autobahn versehentlich ca 30 km zu schnell gefahren.
    Verfolgt Deutschland solche Vergehen in der Schweiz?
    Danke sehr.

    Besten Gruss

    Pako

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Pako,

      wie Sie dem obigen Text entnehmen können, können deutsche Bußgelder in der Schweiz nicht vollstreckt werden. Wenn Sie aber wieder nach Deutschland einreisen, können Sie zur Zahlung aufgefordert werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  16. Pako sagt:

    Hallo,

    wenn ich als Schweizer in Österreich ein Verkehrs-Busse erhalte, verfolgt Österreich diese Busse?

    Danke,

    Gruss

    Pako

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Pako,

      bereits 2012 wurde zwischen Österreich und der Schweiz ein einen Polizeikooperationsvertrag geschlossen, der die grenzüberschreitende Eintreibung von Verkehrsstrafen ermöglicht. Dieser ist unseres Kenntnisstandes nach jedoch noch nicht in Kraft getreten. Eine Vollstreckung in der Schweiz sollte also noch nicht möglich sein. Wenn Sie einreisen, kann das Bußgeld jedoch von Ihnen verlangt werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  17. Andi sagt:

    Hallo,

    ja leider erging es mir wie vielen anderen hier. Einmal im Leben in der Schweiz gewesen und wurde Nachts um 24 Uhr bei Regen in einer 30er Zone geblitzt (komischerweiße aber von Hinten / Blitzer auf der Gegenfahrbahn).
    Ich hatte gefühlt 50-60km/h drauf sprich also 20-30km/h zu schnell.

    Muss ich mit einem Führerscheinentzug rechnen? Wenn ja muss ich den dann in der Schweiz abgeben wodurch ich gleichzeitig ja auch in Deutschland nicht mehr fahren kann. Mit welchen Kosten habe ich zu rechnen? Auch schon Tagessätze? Und was sind Tagessätze eigentlich (wie wird dieser berechnet).

    Vorab vielen DAnk und schöne Grüsse aus Bayern
    Andi

  18. Max G. sagt:

    Hallo zusammen,

    ist die Höhe der Strafe hierbei irrelevant für nicht durchführbare Vollstreckung in Deutschland. Auch wenn es sich bei der Verkehrssünde um eine „Straftat“ handelt?

    Mit freundlichen Grüßen
    Michael Grafetstetter

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Max,

      die von uns genannte Regelung bezieht sich lediglich auf Bußgelder auf Grund von Ordnungswidrigkeiten. Wie sich dies bei Straftaten verhält, entzieht sich unserer Kenntnis.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  19. Norbert sagt:

    Hallo,

    ich habe für einen deutschen Mietwagen einen Anzeigevorhalt/Feststellung über 100,- SFR wegen Nichtbeachtung Verbot für Motorwagen erhalten. Anschrift ist die Mietwagenfirma nicht ich. Was passiert wenn die Mietwagenfirma meine Daten nicht herausgibt? Muss ich die 100 SFR zahlen?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Norbert,

      ein Bußgeld aus der Schweiz kann in der Regel nicht in Deutschland vollstreckt werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  20. Markus sagt:

    Hallo,

    ich bin als Deutscher mit 9 km/h zuviel in der Schweiz geblitzt worden. Bussenbetrag 112 Euro. Lebe in Deutschland und muss nicht unbedingt in den nächsten 3 Jahren in die Schweiz. Wie ist der ganz aktuelle Stand? August 2017. Kam vollstreckt werden? Was macht man, wenn man nicht zahlen will? Einfach nichts?

    Besten Dank!

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Markus,

      das Abkommen mit der Schweiz, wonach dortige Verstöße auch hier vollstreckt werden, ist noch nicht gültig. Es kann aber vorkommen, dass Schweizer Behörden die Vollstreckung an Inkassounternehmen abgeben. Dieses Vorgehen ist jedoch fragwürdig. Wir empfehlen Ihnen daher sich in Ihrer Angelegenheit von einem Anwalt beraten zu lassen. Wir selbst dürfen keine Rechtsberatung geben.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  21. Daniel sagt:

    Hallo,
    ich bin mit einer Überschreitung von 53km/h auf der Autobahn in einem Tunnel mit 100km/h Geschwindigkeitsbegränzung
    geblitzt worden. Was für eine Strafe hätte ich zu erwarten und wie lange beträgt dafür die Verjährungsfrist?
    Kann ich dann nur nicht mehr in die Schweiz reisen ? oder Gibt es noch Länder die so etwas wie ein Auslieferungsabkommen haben die ich dann auch meiden müsste?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Daniel,

      eine Geschwindigkeitsüberschreitung von über 25 km/h wird in der Schweiz als Straftat behandelt. Die Höhe der Geldstrafe kann daher nicht eingeschätzt werden. Die Verjährung beträgt mindestens 5 Jahre.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  22. Katrin sagt:

    Guten Tag,
    wir sind in den letzten vier Wochen zweimal in der Schweiz innerorts geblitzt worden – mit vermutlich rund 10 kmh Überschreitung. Das Auto gehört jedoch einem Freund, ist also nicht auf mich angemeldet. Dieser Freund ist verreist, Post wird ihn längere Zeit nicht erreichen.
    Ich bin Berufspendlerin und fahre täglich von Deutschland in die Schweiz.
    Macht es Sinn, in dem Fall in die Offensive zu gehen und mich bei den Schweizter Behörden zu melden? wo genau?

    Vielen Dank!

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Katrin,

      in der Tat können Sie sich in diesem Fall direkt an die Behörden wenden. Die Polizeidienststelle vor Ort ist der richtige Ansprechpartner, um Sie an die entsprechende Bußgeldstelle zu verweisen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  23. MaxB1 sagt:

    Hallo,
    ich komme aus Deutschland und wurde kürzlich mit 30 km/h zu viel (nach Abzug der Toleranz) auf der Schweizer Autobahn geblitzt. Erlaubt waren an der Stelle 80 km/h. Nun habe ich vom Kanton Friburg Post erhalten in der ich aufgefordert werde die Personalien des Fahrers anzugeben. Im Anschreiben ist von Strafbefehl die Rede. Eine Geldsumme wurde noch nicht genannt.
    Wie hoch wird der Strafbetrag ca. sein? Kann die Schweiz in Deutschland vollstrecken? Wie lange ist die Verjährfrist?

  24. Pierre sagt:

    Hallo,
    Ich wurde in der Schweiz angeblich beim überfahren einer Roten Ampel geblitzt die 2 Sekunden rot war. Sind 200irgendwas €
    Kann das hier Vollstreckt werden? Der Angebliche Verstoß ist ja für gewöhnlich derber als nur etwas zu schnell gefahren.

    Viele Grüße

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Pierre,

      wie Sie dem obenstehenden Text entnehmen können, können Bußgelder aus der Schweiz nicht in Deutschland vollstreckt werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  25. Tino sagt:

    Hallo liebes Bussgeldkatalog-Team, schön das es solch eine Seite gibt, hoffentlich könnt Ihr auch mir helfen..!

    Ich habe eine Übertretungsanzeige aus der Schweiz zugeschickt bekommen, in der es heißt dass ich 220 € zahlen soll, aufgrund:
    „Nichtbeachten eines Lichtsignales“ in der Stadt Zürich. Laut Bussenbescheid war ROT seit: 0,5 Sekunden. (in Dtl. zählt sowas erst bei rot ab 1 Sekunde soweit ich weiß) … Ich war mit dem Auto meines Dad`s unterwegs somit ist der Halter nicht der Fahrer gewesen…
    ..weiterhin wird gesagt: „Im polizeilichen Verfahrensstadium besteht kein Anspruch auf Akteneinsicht. Daher gewährt die Stadtpolizei Zürich keine Einsicht in das Aktendossier (ink. anfälliges Lichtbild). “

    Da ich leider finanziell knapp bei Kasse bin treffen mich die 220 € schon sehr hart. Muss ich die Strafe zahlen oder kann diese Sache nicht in Dtl vollstreckt werden? Und ist die Verjährungsfrist in diesen Fall auch 3 Jahre?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Tino,

      Bussen aus der Schweiz können in Deutschland nicht vollstreckt werden. Die Verjährung sollte nach drei Jahren eintreten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  26. Qamar sagt:

    Ich hab erste mal Letzte woche schweiz gefahren und beim außerorts geblitzt von 80 km/h ca. 97 km/h und von 40 km/h ca. 47 km/h. Und bestimmt krieg ivh irgendwie 240+100=340 CHF wo ich gelesen habe.
    Es ist für mich sehr hilfreich ist wenn ich statt bußgeld nur fahrverbot kriege ??
    Es ist möglich??

  27. Klaus sagt:

    Hallo,
    ich habe vor einem Jahr einen Parkzettel von 40CHF erhalten, darauf nicht reagiert und hab jetzt ein gelbes Einschreiben mit Strafbefehl erhalten. Forderung: 280€.
    Ich habe nicht vor in den nächsten dre Jahren in die Schweiz zu reisen.
    Muss ich mir sorgen machen?
    Danke

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Klaus,

      grundsätzlich können Bußgelder aus der Schweiz nicht in Deutschland vollstreckt werden. Nach drei Jahren tritt die Verjährung ein. Reisen Sie vorher in das Land ein, kann die Busse von Ihnen eingefordert werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  28. Oliver sagt:

    Ich wurde in einer Für Autos/Motorräder gesperrten Straße mit ca 30km/h geblitzt. Die Strecke ist nur für Busse freigegeben.
    Das Schild dafür habe ich übersehen, ist sehr hoch angebracht. Im Minutentakt erwischt es dort Autofahrer.
    Ich habe eben erfahren das Halterungen für das Smartphone verboten sein sollen. Ich hatte wie in D üblich natürlich eine benutzt.
    Falls ja, werden solche Sachen aufaddiert? Wie verhalte ich mich wenn das Geld per Inkasso eingetrieben werden soll?
    vielen Dank

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Oliver,

      in der Regel sollten solche Verstöße addiert werden, ja. Wenn eine Zahlungsaufforderung kommt, egal von welcher Stelle, dann sollte diese auch beglichen werden.

      Das Team von bussgeldkatalog.org

  29. Robert sagt:

    Guten Tag. Ich bin heute früh gegen 2:00 in Zürich über eine rote Ampel gefahren.Gefühlte 0,1 Sekunden nach Rotwerden. Seltsamerweise hatte es dort zwei mal kurz hintereinander geblitzt. Wird zusätzlich zum Rotlichtverstoß nun auch die Geschwindigkeit gemessen? Wird beides zusammen geahndet? Oder nur der schwerere Verstoß? Gruß Robert

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Robert,

      Ampelblitzer, die Rotlichtverstöße aufzeichnen, lösen in der Regel immer zwei mal aus: einmal beim Passieren der Haltelinie und einmal beim Einfahren in den Schutzbereich. So kann festgestellt werden, ob es sich um einen Haltelinienverstoß oder ein Überfahren der Ampel handelte. Wir gehen davon aus, dass die Anlagen in der Schweiz ähnlich funktionieren.

      Nichtsdestotrotz können Ampelblitzer auch Geschwindigkeitsverstöße aufzeichnen – meist messen diese jedoch entweder das eine oder das andere.

      Das Team von bussgeldkatalog.org

  30. Toni sagt:

    Hallo liebes Bussgeldkatalog-Team,

    Ich habe eine Übertretungsanzeige aus der Schweiz per Post zugeschickt bekommen, in der es heißt dass ich ca. 220 € zahlen soll, aufgrund:
    „Nichtbeachten eines Lichtsignales“. Laut Bussenbescheid war ROT seit: 1,2 Sekunden?.
    Muss ich die Strafe zahlen oder kann diese Sache nicht in Dtl vollstreckt werden? Und ist die Verjährungsfrist in diesen Fall auch 3 Jahre?.
    Vielen Dank

  31. Antonio sagt:

    Hallo zusammen,

    ich habe seit Mai 2017 ein Bußgeld über 250 CHF da ich im Tunnel auf einer Spur mit Roten Lichtsignal gefahren bin ( während dem Einfädelungsvorgang). Nun habe ich ein Strafbefehl mit zusätzlichen 200 CHF bekommen und wenn ich es nicht zahle, muss ich ersatzweise eine 3 Tage Freiheitsstrafe antreten. Was passiert wenn ich es weiter aussitze und ich vermutlich ein weiteres Schreiben mit einer Einladung vor Gericht in der Schweiz bekomme? Müsste ich mich dort vor Gericht blicken lassen? Wird so etwas auch im Polizeilichen Führungszeugnis eintragen?

  32. Kai sagt:

    Hallo,

    ich habe im September in Zürich wohl eine rote Ampel überfahren und wurde geblitzt.
    Eine Übertretungsanzeige über 250 CHF ist eingegangen.
    Kann diese Forderung vollstreckt werden? Gilt die Verjährung von 3 Jahren auch hier? Gilt diese auch wenn die Forderung in eine Ersatzhaft gewandelt wird?
    Danke für die Hilfe!

    Gruß Kai

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Kai,
      aktuell ist eine Vollstreckung von Geldbußen aus der Schweiz in Deutschland nicht möglich. Allerdings kann es bei der erneuten Einreise zu Problemen – wie einer Ersatzhaftstrafe – kommen. Die Verjährungsfrist beträgt dabei drei Jahre.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  33. Steven sagt:

    Hallo liebe Redaktion,

    Danke zunächst, ich habe hier viel gelesen und doch ist noch eine Frage offen:

    Ihr schreibt mal bei verkauften Inkassoforderungen der Schweiz in Deutschland, dass diese ‚Machenschaften‘ fraglich sind.

    Im späteren Verlauf schreibt ihr dann es sollte so oder so bezahlt werden, egal wer auffordert…

    Hm ich staune nicht schlecht dass ein privat wirtschaftliches Unternehmen staatliche Bußgelder eintreiben darf und sich über den Deutsch-Schweizerischen Polizeivertrag einfach hinweg setzen kann. Geht das so einfach?

    Gibt es hierzu weiter Infos oder Erfahrungswerte??

    Danke 🙏🏼

    VG
    Steven

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Steven,

      wir denken, dass hier ein Missverständnis vorliegt – derartige Bescheide sollten nur dann bezahlt werden, wenn es sich um offizielle Behörden handelt. Wir dürfen jedoch keine Rechtsberatung erteilen; das heißt, wir dürfen nicht zu Schritten raten oder abraten. Inkassobüros für Bußgeldbescheide sind nicht unüblich und spekulieren auf Zahlungen, haben aber meist de facto keine Vollstreckungsgewalt. Wenn Sie genauere Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte an einen Anwalt für Verkehrsrecht.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  34. Raienr sagt:

    Hallo,

    habe heute einen Strafbefehl aus Zürich wg. überschreiten der Höchstgeschwindigkeit nach Abzug der Toleranz von 19 km km/h erhalten. Massgebende Geschwindigkeit war 50 km/h , gefahren bin ich also nach Abzug der Toleranz 69 Km/h. Ich soll 410 Franken Busse und 430 Franken Kosten und Gebührenpauschale bezahlen, also insgesamt 840 Franken innerhalb der nächsten 30 Tage, Wenn nicht wird eine zusätzliche Mahngebühr von 20 Franken erhoben.
    Dazu nun folgende Fragen:
    1. Was passiert, wenn ich einfach nicht zahle, kann das Geld über ein sog. Rechtsmittelabkommen über die deutschen Behörden bei mir eingefordert werden?
    2. Was passiert, wenn ich mit dem Wagen meines Bruders in die Schweiz reise und in eine Überprüfung gelange, in der meine Personalien festgestellt werden (wird es ggfs. dann noch teurer?) oder kann ich zu einer Ersatzfreiheitsstrafe verdonnert werden.
    3. Wie lange ist die Verjährungsfrist, also wann könnte ich problemlos wieder in die Schweiz reisen?

    Danke für Eure Hilfe
    Gruß
    Rainer

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Raienr,

      in der Regel können Bußgelter der Schweiz auch in Deutschland eingetrieben werden. Zu Rechtsfragen der Schweiz kontaktieren Sie bitte einen Anwalt.

      Das Team von Bussgeldkatalog.org

  35. Angelika sagt:

    Hallo Liebes Bußgeldkatalog Team.

    Mein Sohn war heute in der Schweiz. Er wurde geblitzt mit ca 12 km/h zuschnell.
    Da er in der Probezeit ist, macht er sich jetzt Gedanken, ob er den Führerschein verliert.
    Und wie teuer wird es ungefähr.

    Viele Grüße Angelika

  36. David sagt:

    Hallo liebes Bußgeldkatalog Team,

    führt ein Nicht-Bezahlen der Ordnungsstrafe aus der Schweiz zu einem negativen Schufa Eintrag in Deutschland?

    Danke und Gruß

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo David,

      darüber ist uns nichts bekannt, allerdings sind Bußgelder durch das Bundesamt für Justiz eintreibbar.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  37. Wolfgang sagt:

    Guten Tag,
    Ich habe folgende Frage:
    Im August 2017 soll ich in der Schweiz innerorts nach Abzug einer Sicherheitsmarge 7 km zu schnell gefahren sein. Dafür erhielt ich eine Übertretungsanzeige mit der Aufforderung, 120 CHF als Busse zu bezahlen . Darauf habe ich nicht reagiert. Auf eine weitere Zahlungserinnerung habe ich ebenfalls nicht reagiert.
    Heute erhalte ich einen Strafbefehl wegen Überschreiten der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit. Zusätzlich zur Busse kommen jetzt noch 100 CHF Verwaltungsgebühr. Darüber hinaus wird mit einer Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen bei Nichtbezahlung gedroht.
    Besteht für die Schweizer Behörden die Möglichkeit, in Deutschland diesen Strafbefehl zu vollstrecken? In vergleichbaren Fällen in diesem Forum war immer die Rede davon ,dass dies nicht möglich sei. Kann ich daher den Strafbefehl ignorieren und die Angelegenheit aussitzen? ‚ Ich habe nicht vor in den nächsten 3 Jahren in die Schweiz zu reisen.
    Vielen Dank im Voraus für eine möglichst schnelle Antwort

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Wolfgang,

      wie dem Text zu entnehmen ist, haben Schweizer Behörden in Deutschland eine Art begrenzte Vollstreckungsgewalt. Was Ihre Situation angeht: Es ist uns nicht erlaubt, eine Rechtsberatung zu erteilen; das bedeutet, wir dürfen Ihnen nicht zu Schritten raten oder abraten.

      Das Team von bussgeldkatalog.org

  38. Michi sagt:

    Hallo,
    ich will allen Lesern des Forums meine Erfahrungen mitteilen.
    Da meine Freundin aus der CH kommt, bin ich regelmäßig in der CH unterwegs.
    Ihr könnt euch vorstellen, dass da auch regelmäßig Bussen bei mir einflattern. Ich bin ein spritziger Fahrer und halte mich nicht besonders an die CH Geschwindigkeiten, seit ich weiss, dass sie nicht eingetrieben werden können.
    Meine Bussen gingen von 200€ bis 700€. Haftstrafen wurden mir angedroht von 5 bis 10 Tagen. Haftbefehle von schweizer Richtern usw usf.
    Beim Bescheid bekommt man jedes Mal einen Schrecken, aber dann geht´s. Einfach nichts machen und das Risiko bei Wiedereinreise in Kauf nehmen.
    Ich wurde am Zoll schon mehrmals kontrolliert, mit Fahrzeugpapieren, Ausweisen usw. Seltsamerweise wurden meine Vergehen nie bemerkt. Ob der Zoll mit der Polizei verknüpft ist kann ich mir nicht vorstellen, sonst hätten sie es merken müssen.
    Sogar bei der Ausfuhr von zu viel Waren (>300€) wurde ich letzte Woche in Konstanz kontrolliert>>> der Zöllner hat bei einer Behörde Anfrage mit meiner Ausweis Nr. gestellt, wohin er genau telefoniert hat weiss ich nicht. Ergebnis>>> weiter fahren, alles o.k.

    Um ehrlich zu sein, denke ich jedes Mal, jetzt haben sie dich, jetzt musst du blechen. Aber bisher immer Fehlanzeige.
    3 von 6 Bussen sind bei mir schon verjährt. Die restlichen werden auch noch verjähren.

    Deswegen einfach starke Nerven behalten und nichts machen auch nicht antworten.
    Wenn sie zu zweit in die CH einreisen, lassen sie den unbescholtenen Bürger fahren, denn meist muss er dann den Ausweis zeigen und nichts ist auffällig.
    Optimal wäre es, wenn der Fahrzeughalter dein Opa oder so ist, der nie in die CH fährt. Dann hast du nichts zu befürchten, ausser sie kassieren direkt z.B Laserpistole.
    In der CH wird der Halter belangt und nicht der Führer. Ausnahmen Direktkontrollen.

    Ich hoffe ihr könnt wieder ruhig schlafen.

    Mfg
    Michi

    • Tom H. sagt:

      Huch, er hat Führer gesagt… darf man das noch?

      Anmerkung.. Bekannte aus dem Elsass arbeitete in Basel. Blitz wegen Falschabbiegen.
      Strafzettel traf ein bei ihr in F – sie jedoch zahlte einfach nicht.
      7 Jahre später kam sie aus einer Disco in Basel… wollte zum Auto .. und siehe da es war mit Parkkralle. Erst zahlen – dann heimfahren…

  39. James Bond sagt:

    Ich habe mich gerade in der Rechtschutzabteilung des ADAC informiert. Bei Nichtbezahlen eines Strafzettels von 100Chf wurde ein Strafbefehl mit Androhung einer Ersatzfreiheitsstrafe von 1 Tag angedroht. Diese Ersatzfreiheitsstrafe kann nur und ausschließlich in der Schweiz vollstreckt werden. Das Ganze verjährt nach spätestens 4 Jahren. Nun kann man sich überlegen ob und wann man wieder in die Schweiz fahren möchte.

  40. harry sagt:

    Wertes bussgeldkatalog.org-team

    zu Bussgelder aus der Schweiz:
    Wie in den vorherigen Antworten nun schon mehrfach festgestellt, widersprechen Sie sich in Ihren Antworten teilweise selbst. Was stimmt denn nun?

    z.B

    bussgeldkatalog.org sagt:
    2. Januar 2018 um 14:45 Uhr

    Hallo Kai,
    aktuell ist eine Vollstreckung von Geldbußen aus der Schweiz in Deutschland nicht möglich.

    bussgeldkatalog.org sagt:
    8. Januar 2018 um 16:32 Uhr

    Hallo Raienr,

    in der Regel können Bußgelter der Schweiz auch in Deutschland eingetrieben werden.

    bussgeldkatalog.org sagt:
    12. Februar 2018 um 10:56 Uhr

    Hallo Wolfgang,

    wie dem Text zu entnehmen ist, haben Schweizer Behörden in Deutschland eine Art begrenzte Vollstreckungsgewalt.

    Grüße

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Harry,

      dem obigen Text können Sie entnehmen, dass zwar eine rechtliche Grundlage für eine Vollstreckung besteht, diese aber noch nicht in Kraft ist. Dies bedeutet, dass die Schweiz derzeit keine Bußgelder in Deutschland eintreiben kann. Eine begrenzte Vollstreckungsgewalt über deutsche Verkehrssünder hat sie jedoch dergestalt, dass Forderungen bei einer Wiedereinreise in die Schweiz durchaus geltend gemacht werden können. Für weitere Auskünfte im Detail wenden Sie sich bitte an einen Anwalt für Verkehrsrecht.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  41. Peter P. sagt:

    Hallo Zusammen,

    ich bin vor 2 Jahren in der Schweiz beim Überfahren einer roten Ampel geblitzt worden. Ich lebe in Belgien (B Kennzeichen) und habe nie einen Strafzettel oder sonstiges erhalten. Ich plane jetzt wieder in die Schweiz zu fahren.
    Laufe ich Gefahr, z.B beim Überqueren der Grenze durch automatische Kennzeichenerkennung, oder einfach durch Zufall heute noch belangt zu werden?

    Danke und Grüsse aus Belgien
    Peter

  42. Timo sagt:

    Hallo,

    ich war im September 2017 mit dem Auto meines Vaters in Zürich und habe dort ein Lichtsignal übersehen. Entsprechend hat mein Vater wenige Wochen später einen Bußgeldbescheid von etwa 250 CHF erhalten. Auf diesen haben wir nicht reagiert und nun kam heute ein Strafbefehl von insgesamt 500 CHF (250 Buße, 250 Gebührenpauschale) und Androhung einer Haftstrafe von 3 Tagen bei Nichtzahlung eingeflattert. Wenn ich das hier so richtig lese, dann am besten gar nicht reagieren oder? Mein Vater hat natürlich eine riesen Bange und macht mir jetzt die Hölle heiß.

    Viele liebe Grüße,
    Timo

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Timo,

      wir dürfen an dieser Stelle keine kostenlose Rechtsberatung anbieten, können Ihnen also keine Ratschläge zum weiteren Vorgehen geben. Ein Anwalt für Verkehrsrecht kann Sie kompetent beraten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

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