Dürfen Sie schwarze Rückleuchten in Ihrem Auto verbauen?

Dürfen Sie Ihre Rückleuchten schwarz tönen?

Dürfen Sie Ihre Rückleuchten schwarz tönen?

Der besondere Hingucker – erlaubt oder nicht?

Der eigene Wagen ist für viele Fahrer mehr als nur ein Gebrauchsgegenstand. Dementsprechend besteht häufig der Wunsch, das eigene Kfz optisch zu modifizieren oder mit Zusatzausstattungen zu versehen. Hierzulande bestehen jedoch strenge Regeln, welche Änderungen vorgenommen werden dürfen und welche nicht.

Tuning ist nur in einem bestimmten Maße rechtlich unbedenklich. Gerade bei Veränderungen an den Leuchten bestehen häufig viele Unsicherheiten. So ist z. B. das Thema „schwarze Rücklichter“ ein Dauerbrenner unter Hobbyschraubern. Aber sind dunkle bzw. schwarze Rückleuchten überhaupt erlaubt?

Trotz vieler Angebote: Rückleuchten in Schwarz sind nicht zulässig!

Gleich vorweg: Schwarze Rückleuchten sind im Regelfall nicht gestattet. Denn die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung erlaubt keine andere als die vorgeschriebenen Lichtfarben für Leuchten.

So besagt die StVZO in § 49a Abs. 1 Satz 1:

An Kraftfahrzeugen und ihren Anhängern dürfen nur die vorgeschriebenen und die für zulässig erklärten lichttechnischen Einrichtungen angebracht sein.


Weiterhin ist in § 53 Abs. 4 Satz 1 bzgl. der Farbe von Rückstrahlern zu lesen:

Kraftfahrzeuge müssen an der Rückseite mit zwei roten Rückstrahlern ausgerüstet sein.

Im Regelfall sind dunkle Rückleuchten nicht erlaubt

Im Regelfall sind dunkle Rückleuchten nicht erlaubt

Daneben sind Rückfahrscheinwerfer – also die Leuchten, die ein Zurücksetzen des Wagens für den Hintermann signalisieren – in weiß zu halten. Damit ist klar: Rückleuchten müssen immer rotes Licht ausstrahlen, schwarze Rückleuchten sind nicht erlaubt.

Manch einer denkt, er kann diese Auflage umgehen, indem er die jeweilige Glühbirne verbaut lässt und die Rückleuchte bspw. mit einer Folie nur äußerlich schwarz einfärbt. Dies ist jedoch ebenso unzulässig. Denn grundlegend ist es unerheblich, wie die Verfärbung nun zustande kommt. Auch wer seine Rückleuchten schwarz lackieren oder folieren lässt, ohne die Lampe selbst zu verändern, riskiert Sanktionen!

Auch wenn das Verkehrsrecht hier klare Regelungen vorgibt, tummeln sich vor allem im Online-Bereich vielzählige Angebote für schwarze Rückleuchten: Videos mit Tipps zum richtigen Anbau, verschiedene Lasuren oder Tönungssprays, welche sich mit Produktbeschreiben wie „Bedingt im Bereich der StVO zugelassen“ ausweisen. Lassen Sie sich hiervon jedoch nicht verwirren. Das Ändern der Lichtfarbe ist bei Autoleuchten dennoch nicht gestattet!

Diese Sanktionen können Sie erwarten

Nehmen Sie durch eine Tuningmaßnahme eine unzulässige Veränderung an Ihrem Kfz vor, dann erlischt die Betriebserlaubnis. Wer ohne dieselbe unterwegs ist, muss mit einem Bußgeld von 50 Euro plus Gebühren rechnen.

Abgesehen davon können schwarze Rückleuchten eine Gefährdung des Verkehrs darstellen. Denn die dunkle Farbe sorgt ja normalerweise für ein gedämpftes Licht, welches eben nicht so auffällig ist wie eine vergleichbare, rote Leuchte. Kommt es nun zu einem Unfall, der auf schwarze Rückleuchten zurückgeführt werden kann – etwa, weil der Hintermann die Person schlecht wahrnehmen konnte – dann ist es denkbar, dass der Versicherungsschutz erlischt. Zudem werden dann in der Regel 90 Euro Bußgeld nebst einem Punkt in Flensburg fällig, wenn eine solche Gefährdung entsteht.

Wenn Ihnen unklar ist, welche Änderungen Sie vornehmen können, dann lassen Sie sich in einer örtlichen Werkstatt, bei einem TÜV oder einer anderen Expertenstelle beraten.

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