Schwanger den Führerschein machen: Auswahlkriterien und Gesundheitsaspekte

Kann eine Schwangerschaft die Fahrschule stören?

Kann der Führerschein auch in der Schwangerschaft erworben werden? Dieser Ratgeber klärt auf.

Kann der Führerschein auch in der Schwangerschaft erworben werden? Dieser Ratgeber klärt auf.

Schwangere Frauen müssen einige Sonderregeln einhalten, um sich und dem Baby gesundheitlich nicht zu schaden. So wird allen Betroffenen stets geraten, sich von Alkohol und Zigaretten ganz und gar fernzuhalten und auch Koffein nur in Maßen zu genießen.

Auch in Bezug auf die Fahrschule zweifeln viele Mitglieder der Frauenwelt, ob sie sich in dieser Zeit nicht vom Lenkrad fernhalten müssen. Schließlich wird immer wieder gesagt, dass Sicherheitsgurte und Airbags gefährlich für das Kind sein können.

Aber stimmt das wirklich? Sollte jede Frau, die schwanger ist, den Führerschein lieber nicht machen? Der vorliegende Ratgeber beschäftigt sich eingängig mit dieser Frage und klärt über Mythen und echte Risiken auf.

Darüber hinaus hält er Tipps dazu bereit, worauf Schwangere bei der Wahl der richtigen Fahrschule und des Fahrlehrers achten sollten.

Der richtige Fahrlehrer ist die halbe Miete

Eine Frau ist während der Schwangerschaft mitunter besonders stressanfällig. Doch generell spricht nichts dagegen, auch in diesem aufregenden Lebensabschnitt die Fahrschule zu besuchen. Damit es dabei nicht zu unnötigen Komplikationen kommt, sollten Betroffene darauf achten, dass sie sich im Umfeld der Schule und vor allem in der Nähe des Fahrlehrers wohl fühlen.

Ein kompetenter Lehrer ermöglicht eine angenehme Lernatmosphäre und reagiert außerdem hilfreich, wenn trotz allem Stressmomente auftreten. Mit seinem geschulten Auge kann er zudem erkennen, ob die Tagesverfassung seiner Fahrschülerin eine Lernstunde zulässt oder ob nicht doch eine Verschiebung sinnvoller ist.

Wirklich bedenklich wird bei einer Frau die Teilnahme am Straßenverkehr erst im letzten Drittel der Schwangerschaft, vor allem durch eventuelle Konzentrationsschwächen und Müdigkeit. Aber auch dann können Fahrstunden durchaus noch problemlos absolviert werden. Hier muss im Einzelfall entschieden werden. Wer jedoch kurz vor der Geburt im letzten Monat steht, sollte nicht unbedingt die praktische Prüfung absolvieren. Denn das stellt nicht nur ein Risiko für Mutter und Kind dar, sondern es sorgt auch für Aufregung beim Fahrlehrer und dem Prüfer. Im Zweifelsfall solltene Betroffene sich und das Baby also lieber schonen und die Prüfung verschieben.

Die unnötige Angst vor Gurten und Airbags

Was die Sicherheitsvorrichtungen im Auto betrifft, sind viele Frauen, die schwanger den Führerschein machen wollen, oft skeptisch. Nicht nur erscheint der Sicherheitsgurt in den letzten Monaten oft sehr einschneidend, auch andere Bedenken bezüglich der Vorrichtungen sind oft vorhanden. Da wird dann vermutet, dass

  • der enge Gurt bei einem Aufprall das Baby verletzten kann oder dass
  • der Airbag eine zusätzliche Gefahr darstellt.
Prinzipiell spricht nichts dagegen, schwanger den Führerschein zu machen. Es gilt jedoch auf die Tagesverfassung zu achten.

Prinzipiell spricht nichts dagegen, schwanger den Führerschein zu machen. Es gilt jedoch auf die Tagesverfassung zu achten.

Doch hier kann deutliche Entwarnung gegeben werden. Beide Einrichtungen schützen Betroffene vor ernsthaften Verletzungen und bergen kaum ein Risiko, wenn sie richtig eingesetzt werden.

Zum Airbag sollte zum Beispiel der richtige Sicherheitsabstand eingehalten werden. Dieser ist in der Bedienungsanleitung des Autos notiert und beträgt in der Regel etwa 25 cm.

In Bezug auf den Sicherheitsgurt gilt: Er muss in jedem Fall angelegt werden. Dabei hilft es, wenn beim Dreipunktgurt der Beckengurt unter den Bauch geführt wird. So kann er nicht mehr auf den empfindlichen Bereich drücken.

Speziell erhältliche Sitzkissen und Gurtführungshilfen aus dem Handel helfen dabei, die optimale Sitzposition und Gurtführung zu erreichen – auch im achten und neunten Monat.

Schnallt sich eine werdende Mutter nicht an, riskiert Sie nicht nur ihr eigenes Leben und das des Kindes, sie kann auch den Kfz-Versicherungsschutz einbüßen. Außerdem kann es durch Verstoß gegen die Anschnallpflicht zu einem Bußgeld kommen.

Wer schwanger den Führerschein machen und ein Auto fahren will, sollte auch die folgenden Tipps beherzigen:

  • Rückt die Geburt immer näher, sollte bei jeder Möglichkeit darauf verzichtet werden, selbst zu fahren.
  • Beingymnastik und Kompressionsstrümpfe helfen bei der Durchblutung der Beine. Es hilft auch, die Zehen während der Fahrt mehrfach hochzuziehen und die Fußsohlen im Wechsel fest auf den Boden zu drücken.
  • Ausreichende Wasserzufuhr sollte vorherrschen, nach Möglichkeit mindestens zwei Liter pro Tag.

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