Schleudertrauma: Schmerzensgeld nach einem Autounfall?

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Was ist ein Schleudertrauma?

Ein Schleudertrauma kann durch bildgebende Maßnahmen meist nicht diagnostiziert werden.

Ein Schleudertrauma kann durch bildgebende Maßnahmen meist nicht diagnostiziert werden.

Immer wieder geschehen im deutschen Straßenverkehr Unfälle. Viele davon sind Auffahrunfälle, beispielsweise an einer Ampel. Hieraus resultieren häufig nicht nur Sachschäden, sondern eventuell auch Verletzungen.

Eine der am häufigsten auftretenden Verletzung ist ein Schleudertrauma, auch HWS-Distorsion genannt. HWS steht in diesem Fall für „Halswirbelsäule“. Dieses Trauma entsteht durch den Aufprall. Die freigesetzte Kraft wird auf die Insassen übertragen, dadurch werden die Weichteile und Bindegewebe im Halsbereich verletzt.

Ein Schleudertrauma zeigt sich durch Bewegungseinschränkungen. Dazu können Nacken– und Kopfschmerzen kommen sowie Schwindel, Sehstörungen, Zittern oder Schlafstörungen. Im schlimmsten Fall sind auch dauerhafte Schäden, wie chronische Schmerzen oder eine Querschnittslähmung nicht ausgeschlossen. Wie ausgeprägt diese Beschwerden nach einem Unfall sein können, hängt vom Grad der Verletzung ab.

In manchen Fällen bekommen Betroffene einer HWS-Distorsion ein Schmerzensgeld zugesprochen. Wie hoch dieses allerdings ausfällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab – die letztliche Entscheidung fällt ein Richter und verkündet dies in seinem Urteil. Möchten Sie für ein HWS-Schleudertrauma Schmerzensgeld verlangen, kontaktieren Sie einen Rechtsanwalt für Medizin- oder Verkehrsrecht, um sich beraten zu lassen.

Schleudertrauma nach einem Unfall

Typisch für ein Schleudertrauma ist die vorhergegangene Bewegung des Kopfes. Durch den Aufprall wird die Halswirbelsäule erst überstreckt und dann stark gebeugt. Einfluss auf das Trauma hat dabei nicht nur die Schwere des Aufpralls, sondern auch die Sitzposition im Auto und die Kopfhaltung während des Unfalls.

Die Kopfbewegung kann dabei wie folgt erklärt werden: Durch den von hinten zugefügten Stoß, knickt der Kopf nach hinten. Im Folgenden beugt sich der Kopf wieder nach vorne Richtung Brust. Dies passiert zumeist unvermittelt, da sich die Insassen nicht vorbereiten oder schützen können.

Die Diagnose gestaltet sich allerdings schwierig, da bildgebende Untersuchungsmethoden zumeist keine Veränderungen und Verletzungen der Halswirbel aufweisen. Somit fehlen eindeutige Beweise. Der Arzt muss sich also voll auf die Beschreibung des Patienten verlassen und daraus die Diagnose und weitere Behandlungsmaßnahmen ableiten.

Ein Schleudertrauma äußert sich durch Nackenschmerzen. Die Therapie ist häufig langwierig.

Ein Schleudertrauma äußert sich durch Nackenschmerzen. Die Therapie ist häufig langwierig.

Darüber hinaus beansprucht das Schleudertrauma medizinisch gesehen kein eigenes Krankheitsbild. Ärzte sprechen daher eher von einem Unfallmechanismus, welcher zu Weichteilverletzungen führt. Aus diesem Grund kommt es auch immer wieder zu Streitigkeiten, wenn es um ein Schleudertrauma und das Schmerzensgeld geht.

Schmerzensgeld bei einem Schleudertrauma?

Zwar ist nach einem Auffahrunfall ein Schleudertrauma nicht unwahrscheinlich, dennoch ist es ein problematisches Krankheitsbild, so lassen sich die Beschwerden und die Verletzung häufig nicht beweisen und äußert sich durch vielerlei Symptome. Trotzdem kann der Geschädigte Schmerzensgeld nach einem Auffahrunfall wegen einem Schleudertrauma verlangen. Nicht selten kommt es allerdings daraufhin zu Auseinandersetzungen mit den Versicherungen, welche dann auch vor Gericht landen.

Es kann Schmerzensgeld wegen einer HWS-Distorsion gefordert werden. Hat der Betroffenen allerdings eine Teilschuld, schmälert sich der Schadensersatz erheblich. Wie viel Schmerzensgeld bei einem Schleudertrauma zu entrichten ist, hängt neben den Beschwerden auch von dem Zeitraum der Arbeitsunfähigkeit ab. Lassen sich Sie sich durch einen Anwalt im Medizin- oder Verkehrsrecht beraten.

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Grundsätzlich muss das Schleudertrauma ärztlich begutachtet worden und schriftlich bestätigt sein. Zurückliegende Gerichtsverhandlungen zeigen, dass Versicherungen häufig argumentieren, dass eine Geschwindigkeitsänderung von 10 bis 15 Kilometer pro Stunde nicht genügt, um ein Schleudertrauma auszulösen. Gerade in solchen Fällen wird ein schriftliches ärztliches Gutachten unabdingbar.

Diese Grenze, die hier von den Versicherungen gezogen wird, nennt sich „Harmlosigkeitsgrenze“. Laut Bundesgerichtshof sollte trotz Harmlosigkeitsgrenze eine Diagnose erfolgen, denn ein Schmerzensgeld für ein Schleudertrauma wird trotz Grenze im Verkehrsrecht nicht ausgeschlossen und je nach Einzelfall entschieden.

Wie viel Schmerzensgeld bekommt man bei einem Schleudertrauma? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Dies hängt von mehreren Faktoren ab, auf welche wir im Folgenden eingehen. Beispiele für das Schmerzensgeld bei einem Schleudertrauma zeigt die Tabelle weiter unten.

Unter einer Geschwindigkeitsänderung wird die Kraft verstanden, welche auf die Insassen einwirkt. Diese ergibt sich aus der Änderung der Geschwindigkeit nach einem Zusammenstoß und meint die Geschwindigkeit, welches das vordere Auto durch den Zusammenprall aufnimmt.

Schmerzensgeldtabelle zum Thema „Schleudertrauma“

Hat ein Betroffener eine HWS-Distorsion und verlangt Schmerzensgeld, ergibt sich die Höhe aus folgenden Faktoren:

  • Geschwindigkeitsänderung durch den Unfall
  • Aufprallgeschwindigkeit (Geschwindigkeit mit welcher das eine Fahrzeug auf das andere aufprallt)
  • Differenzgeschwindigkeit
  • Sitzposition der Insassen
  • Beschwerden, Diagnose des Arztes, dauerhafte Schäden
  • Dauer der Arbeitsunfähigkeit
  • psychische Verfassung des Betroffenen
Führt ein Verkehrsunfall zu einem Schleudertrauma, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Führt ein Verkehrsunfall zu einem Schleudertrauma, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Die Beschwerden und Folgen des Schleudertraumas lassen sich darüber hinaus in weitere Grade unterteilen:

  • Schweregrad 0: Keine Schmerzen und keine klinischen Befunde
  • Schweregrad 1: Verspannungen, Überempfindlichkeit, Schmerzen im Nacken, auch hier keine klinischen Befunde
  • Schweregrad 2: Wie bei Schweregrad I, zusätzlich Druckschmerz und Bewegungseinschränkungen, Muskelzerrung und Hämatombildung durch Gefäßverletzungen möglich
  • Schweregrad 3: Wie bei Schweregrad II, zusätzlich Lähmungserscheinungen und abgeschwächte Muskeleigenreflexe
  • Schweregrad 4: Bänderriss, Verletzung des Rückenmarks, Fraktur der Halswirbelsäule, Querschnittslähmung möglich

In den meisten Fällen kommt es zu einem Schmerzensgeld wegen einer HWS-Distorsion 1. Grades. Gelegentlich auch zu einem Schleudertrauma 2. Grades, schwerwiegendere Verletzungen sind äußert selten.

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Folgende Tabelle soll die Höhe vom Schmerzensgeld wegen einem Schleudertrauma verdeutlichen. Diese dient allerdings nur als Richtlinie und ist keinesfalls allumfassend.
GradSchmerzensgeldBeschwerden/Folgen
Leichter Grad0-500 €mehrere Tage arbeitsunfähig
Mittlerer Grad500-2.000 €mehrere Wochen arbeitsunfähig, vorübergehende Bewegungseinschränkungen
Schwerer Gradüber 2.000 €mehrere Monate arbeitsunfähig, Minderung der Erbwerbstätigkeit
500.000 €dauerhafte Beeinträchtigung, wie z. B. Querschnitsslähmung

Schleudertrauma nach einem Unfall: So bekommen Sie Schmerzensgeld

Die Entscheidung über die Höhe des Schmerzensgeldes bei einem Schleudertrauma fällt ein Richter.

Die Entscheidung über die Höhe des Schmerzensgeldes bei einem Schleudertrauma fällt ein Richter.

Um nach einem Autounfall und einer Verletzung der HWS Schmerzensgeld zu erhalten, muss es neben einer strafrechtlichen Verfolgung, meist wegen Körperverletzung im Straßenverkehr, laut Recht auch zu einer zivilrechtlichen Auseinandersetzung kommen. Während die Staatsanwaltschaft entscheidet, ob es zu einer Strafverhandlung kommt, kann nur auf zivilrechtlichem Wege Schmerzensgeld eingefordert werden, dies ist auch außergerichtlich möglich.

Einigen sich die Parteien außergerichtlich, kann ein Zivilrechtsprozess umgangen werden. Klappt dies nicht, muss das Schmerzensgeld eingeklagt werden. Bis der Geschädigte dann seine Entschädigung erhält, können mehrere Monate vergehen. In diesem Fall sollte ein Anwalt hinzugezogen werden, welcher den Betroffenen unterstützt.

Ist der Unfallverursacher alleine Schuld, muss dieser die Kosten des Verfahrens und die Gerichtskosten tragen.

Darüber hinaus ist ein reibungsloser Ablauf nur möglich, wenn sich der Geschädigte in ärztliche Behandlung begeben hat. Betroffene sollten daher umgehend zum Arzt gehen, sobald Symptome zu spüren sind. Die Dokumente sollten sich die Patienten im Anschluss aushändigen lasse, um sie dem Unfallgegner oder der Versicherung vorlegen zu können.

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