Auffahrunfall: Muss Schmerzensgeld gezahlt werden?

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Schmerzensgeldtabelle: Wichtige Urteile zum Auffahrunfall

Verletzung nach einem AuffahrunfallSchmerzensgeldGericht / Jahr
Schleudertrauma nach Unfall mit geringer Aufprallwuchtca. 700 EuroAG Köln / 2011
(Az. 261 C 289/09)
HWS-Schleudertrauma 1. Gradesca. 2.000 EuroLG Wiesbaden / 2016
(Az. 9 O 176/14)
HWS-Schleudertrauma, ISG-Blockade sowie Beeinträchtigung der Lendenwirbelsäule mit wochenlanger Arbeitsunfähigkeitca. 2.000 EuroAG München / 2013
(Az. 332 C 21014/12)

Nach einem Auffahrunfall spielt die Schuldfrage eine große Rolle

Wann begründen die Verletzungen nach einem Auffahrunfall Schmerzensgeld?

Wann begründen die Verletzungen nach einem Auffahrunfall Schmerzensgeld?

Oft ist es gar nicht so einfach, nach einem Auffahrunfall zu klären, wer die Schuld daran trägt. Schließlich kann es gekracht haben, weil das vorausfahrende Fahrzeug plötzlich und ohne ersichtlichen Grund abgebremst hat oder ein Fahrer ist seinem Vordermann aufgefahren, weil er abgelenkt war.

Wurden Sie nachweislich unverschuldet in einen Unfall verwickelt, steht Ihnen ein Schadensersatz von der Versicherung des Unfallverursachers zu. Dieser deckt in der Regel nicht nur die entstandenen Schäden am Kfz ab, sondern auch mögliche Verletzungen, die Sie im Zuge des Auffahrunfalls erlitten haben.

Wann Sie nach einem Auffahrunfall Schmerzensgeld beantragen und welche Umstände dazu führen können, dass die zu zahlende Entschädigungssumme verringert wird, lesen Sie in unserem Ratgeber.

Wann besteht ein Anspruch auf Schmerzensgeld nach einem Auffahrunfall?

Grundsätzlich muss erst einmal geklärt werden, ob bei dem jeweiligen Unfall nur ein Blechschaden entstand oder ob Menschen dabei zu Schaden kamen. Denn das Schmerzensgeld erhalten Geschädigte ausschließlich als Ausgleich für erlittene immaterielle Schäden. Bei Vermögensschäden kommt es nicht zum Einsatz.

Diese Grundvoraussetzung ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) definiert. In § 142 BGB heißt es dazu:

Ist wegen einer Verletzung des Körpers, der Gesundheit, der Freiheit oder der sexuellen Selbstbestimmung Schadensersatz zu leisten, kann auch wegen des Schadens, der nicht Vermögensschaden ist, eine billige Entschädigung in Geld gefordert werden.“

Daraus ergibt sich: Wurden Sie verletzt und klagen nun über Schmerzen nach einem Auffahrunfall, können Sie Schmerzensgeld von der Versicherung des Unfallverursachers verlangen. Wie hoch die Entschädigungssumme letztendlich ausfällt, ist von den jeweiligen Folgen des Vorfalls abhängig. Nach einem Auffahrunfall kann das Schmerzensgeld bzw. seine Höhe demnach nicht pauschal festgesetzt werden.

Vielmehr kommt eine sogenannte Schmerzensgeldtabelle zum Einsatz, die Urteile aus der Vergangenheit sowie Entschädigungssummen enthält, die bei ähnlichen Verletzungen gezahlt werden mussten. Sie gilt sozusagen als Anhaltspunkt. Die Höhe vom Schmerzensgeld können Geschädigte entweder in außergerichtlichen Verhandlungen mit der gegnerischen Versicherung aushandeln oder die Summe von einem Richter bei einer Verhandlung vor Gericht festsetzen lassen.

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Welche Faktoren führen dazu, dass das Schmerzensgeld bei einem Auffahrunfall verringert wird?

Schmerzensgeld nach einem Auffahrunfall: Nackenschmerzen können einen Anspruch darauf begründen.

Schmerzensgeld nach einem Auffahrunfall: Nackenschmerzen können einen Anspruch darauf begründen.

Möchten Sie nach einem Auffahrunfall Schmerzensgeld als Entschädigung für die jeweils erlittene Verletzung beantragen, müssen Sie diese normalerweise erst einmal nachweisen. Dies gestaltet sich jedoch nicht immer einfach. Die wohl häufigste Schädigung nach einem Auffahrunfall ist ein Schleudertrauma (HWS-Distorsion), welches zwar Schmerzensgeld begründet, aber nicht immer einfach zu beweisen ist.

Äußerlich ist ein solches Schleudertrauma kaum sichtbar, was Versicherungen oft ausnutzen, um nach einem Auffahrunfall das Schmerzensgeld zu schmälern. Mit einem Anwalt an Ihrer Seite können Sie dem jedoch in der Regel entgegenwirken.

Ein weiterer Aspekt, weshalb das Schmerzensgeld nach einem Auffahrunfall verringert werden könnte, besteht aus der Feststellung einer Mitschuld. Entgegen der Annahme einiger Autofahrer trägt der Auffahrende nicht immer auch automatisch die Schuld am Unfall. Schließlich könnte auch ein Fehlverhalten des Vorausfahrenden den Auffahrunfall provoziert haben.

In einer solchen Situation haben laut Verkehrsrecht beide Geschädigten ein Recht darauf, einen Schadensersatz vom jeweils anderen zu erhalten. Nach einem Auffahrunfall muss das Schmerzensgeld dementsprechend angepasst werden und verringert sich dadurch für die jeweilige Partei. Eine professionelle Beratung bei einem Anwalt empfiehlt sich daher durchaus, wenn Sie nach einem Auffahrunfall Schmerzensgeld beantragen möchten.
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4 Kommentare

  1. Murat sagt:

    Hallo
    Mit ist am 15.05.17 auf der Autobahn jemand hinter rein gefahren, seit dem hab ich Schmerzen im.hinteren Rücken!
    Letzte Woche war Ich im.Mrt , heute sagt der Arzt zu mit das Problem ist Gott sei dank nicht die Bandscheiben sonder mein hüftgelenk !
    Also muss ich operiert werden knorpell schänden !!!
    Was kann ich verlangen
    Seit fast drei halb Monaten Quelle ich mich durch das Leben , schmerztablezzen helfen nicht mehr ! Hab starke starke Schmerzen Sitze auf der Arbeit weil ich nicht lange stehen kann !
    Würde mich freuen wenn sie mir helfen

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Murat,

      leider dürfen wir keine Rechtsberatung anbieten. Ein Anwalt für Verkehrsrecht kann Sie bezüglich der Höhe des Schmerzensgeldes genau beraten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  2. Ciloglu sagt:

    Hallo Ich hatte vor fünf Jahren einen Auffahrunfall auf der Autobahn bei dem Ich mir HWS Schleudertrauma mit PTBS zugezogen habe. Wegen dem hatte ich ich vor einer Woche Gerichtsverhandlung ! Der Richter hat der Beklagten Rechtsanwalt und meinem zum Vergleich geraten.Was beinhaltet ein Vergleich bei Schmerzensgedforderung? muß ich den kürzeren ziehen? ich bin noch in Behandlung wird das mit einkalkuliert?

    Danke im Voraus

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Ciloglu,

      Vergleich bedeutet zumeist, dass nicht das Gericht eine bestimmte Summe festhält, sondern dass sich beide Parteien untereinander einig werden. Zu Ihrem Fall können wir aus der Ferne keine Einschätzung treffen. Setzen Sie sich bei weiteren Fragen noch einmal mit Ihrem Rechtsanwalt auseinander.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

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