Wachtmeister Elliot: Tierischer Unterstützer im Kampf gegen Raser

News vom 15.05.2017 um 12:59 Uhr
Die Polizei in Neuseelands Hauptstadt Wellington hat einen neuen tierischen Unterstützer: Wachtmeister Elliot.

Die Polizei in Neuseelands Hauptstadt Wellington hat einen neuen tierischen Unterstützer: Wachtmeister Elliot.

Wellington (Neuseeland). In einer Aufklärungskampagne baut die neuseeländische Hauptstadtpolizei auf einen neuen tierischen Unterstützer: Constable (= Wacht­meister) Elliot. Der pelzige Neuzugang soll die Menschen aufmerksamer machen auf die Bedeutung angepasster Geschwindigkeiten im Straßenverkehr. Angesichts steigender Unfallzahlen in dem Inselstaat ist jede Hilfe willkommen.

Anti-Raser-Kampagne mit Wachtmeister Elliot

Wussten Sie, dass Meerschweinchen eine Geschwindigkeit von 9 km/h erreichen können? Ich selbst nicht, hab ein bisschen zugelegt in letzter Zeit und muss erst abnehmen, deshalb bin ich etwas langsamer unterwegs.“

Das niedliche Meerschweinchen in eigens angefertigter Polizeiuniform entspringt nicht der vermeintlichen Langeweile einiger Hauptstadtpolizisten, sondern hat einen ernsten Hintergrund. Wachtmeister Elliot soll eine tragende Rolle in einer Aufklärungskampagne übernehmen, die sich zum Ziel gesetzt hat, Raserei auf neuseeländischen Straßen zu vermeiden.

Die Kernaussage von Wachtmeister Elliot:

Ich bin nicht so schnell und das ist genau, wie ich es mag – langsam ist sicher!“

Der Hintergrund der niedlichen Kampagne ist durchaus ernst zu nehmen angesichts steigender Unfallzahlen in Neuseeland.

Hintergrund: Raser sind ein großes Problem auf Neuseelands Straßen

Für die Einheimischen ist der in Neuseeland geltende Linksverkehr unproblematisch, doch die starke Geschwindigkeitsbegrenzung scheint den ein oder anderen Fahrer zu stören. Selbst auf Highways ist ein Tempolimit von 100 km/h die Regel. Im Jahre 2016 registrierten Polizei und Verkehrsüberwachungssysteme fast 800.000 Geschwindigkeitsverstöße auf neuseeländischen Straßen.

Wie aus den staatlichen Verkehrsstatistiken hervorgeht, steigt zudem die Zahl der tödlichen Unfälle seit einigen Jahren wieder an. Allein 2017 starben bereits 137 Menschen bei Verkehrsunfällen. 2016 waren es im selben Zeitraum noch 127.

Belehrungen laufen jedoch oft ins Leere. Da kommt Wachtmeister Elliot gerade recht. Mit Witz, Charme und einem erheblichen Niedlichkeitsfaktor kann er seine wichtige Botschaft leichter an Jung und Alt weitertragen: Fahrt langsamer, nehmt Rücksicht, insbesondere auf Schulkinder und Schülerlotsen … „und esst immer euer Grünzeug auf.“ Ob der haarige Constable auch eigenhändig Strafzettel verteilt, ist nicht bekannt.

Übrigens: Wachtmeister Elliot ist nicht der einzige tierische Helfer der neuseeländischen Polizei. Die Beamten in Auckland zum Beispiel erhalten schon seit einem Jahr tatkräftige Unterstützung von Senior Constable Snickers:

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