Bußgeld wegen vorzeitiger Ferien: Urlaubsverlängerung kann teuer werden

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News vom 20.12.2017 um 17:39 Uhr

Schulpflicht beachten! Sonst droht ein Bußgeld wegen vorzeitiger Ferien.

Schulpflicht beachten! Sonst droht ein Bußgeld wegen vorzeitiger Ferien.

Die Weihnachtsferien stehen vor der Tür und viele Familien verbringen die Festtage im Ausland. Entweder sie brechen auf Richtung sonnigem Süden oder entfliehen dem hiesigen tristen Wetter in die Alpen zum Skifahren, Rodeln oder Schneeschuhwandern. Wer auf die Idee kommt, die Ferien der schulpflichtigen Kinder eigenmächtig um ein paar Tage zu verlängern, der läuft jedoch Gefahr, einen Bußgeldbescheid mit entsprechendem Bußgeld wegen vorzeitiger Ferien zu bekommen.

Schulpflicht darf nicht umgangen werden

Die Idee klingt verlockend: Die Kinder werden für die zwei, drei Schultage vor oder nach den Ferien von den Eltern entschuldigt, denn zur Hauptferienzeit steigen die Preise für Flüge und Unterkünfte spürbar. Hinzu kommen lange Staus und übervolle Urlaubsorte.

Doch Eltern, die ihren Urlaub auf diese Weise verschieben, nehmen wissentlich oder unwissentlich ein Bußgeld wegen vorzeitiger Ferien der Kinder in Kauf. Das gab der Verband für Bildung und Erziehung (VBE) bekannt. Denn ein Bußgeld kann nicht nur bei Verkehrswidrigkeiten, sondern auch anderen Ordnungswidrigkeiten – wie der Verletzung der Schulpflicht –
verhängt werden.

Grundlage ist bundesweit die Schulpflicht. Das Bußgeld kann in NRW beispielsweise durchaus mehrere hundert Euro umfassen. Sogar ein vierstelliger Betrag ist in einigen Fällen möglich.

Beurlaubung nur mit triftigem Grund

In der Regel gilt für alle Schülerinnen und Schüler, dass eine Beurlaubung unmittelbar vor oder nach der schulfreien Zeit nicht erfolgen kann. Aber es gibt Ausnahmen – dann müssen aber schwerwiegende Grunde vorliegen.

Der Skiurlaub ist zwar äußerst verlockend - das Bußgeld wegen vorzeitiger Ferien sollte jedoch ernstgenommen werden.

Der Skiurlaub ist zwar äußerst verlockend – Das Bußgeld wegen vorzeitiger Ferien sollte jedoch ernstgenommen werden.


Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn

  • eine Erkrankung vorliegt
  • innerhalb der Familie ein Todesfall aufgetreten ist
  • eine Hochzeit stattfindet.

Dann können Eltern ihre Kinder durch die Schulleitung beurlauben lassen und so dem Bußgeld wegen vorzeitiger Ferien vorbeugen. In der Regel können Beurlaubungen von wenigen Tagen auch von der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer genehmigt werden. Nicht so jedoch unmittelbar vor oder direkt im Anschluss an Ferien: Hier ist meistens laut dem VBE das Einverständnis des Schulleiters bzw. der Schulleiterin vonnöten.

Bildung ist Ländersache – im Vorfeld informieren!

Aber Achtung: Bildung ist Ländersache. Die Regelungen zur Beurlaubung finden Sie im Schulrecht Ihres Bundeslandes. Wer ohne Genehmigung den verfrühten Urlaub antritt, kann unter Umständen nicht nur mit dem Bußgeld wegen vorzeitiger Ferien belegt werden, sondern läuft auch Gefahr, den Antritt des Urlaubs verwehrt zu bekommen – beispielsweise bei einer Polizeikontrolle am Flughafen. Das ist laut dem VBE aber eher selten der Fall.

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