Bremsleuchte am Auto: Diese Vorschriften gelten

Von Sandra, letzte Aktualisierung am: 19. September 2019

Jedes Auto braucht Bremslicht

Bremslicht ist am Auto und am Kraftrad zwingend notwendig. Ausnahmen gelten nur in wenigen Fällen.
Bremslicht ist am Auto und am Kraftrad zwingend notwendig. Ausnahmen gelten nur in wenigen Fällen.

Die Fahrzeugbeleuchtung ist nicht nur dafür da, dass Sie in der Dunkelheit besser sehen. Die meisten Teile der Standardbeleuchtung dienen auch dazu, dass andere Verkehrsteilnehmer Sie deutlich sehen bzw. auf Ihr Verhalten im Verkehr aufmerksam gemacht werden.

Die Beleuchtung an einem Kraftfahrzeug besteht aus vielerlei Komponenten. Manche können Sie aktiv einschalten, dazu zählen etwa Abblend-, Fern- und Standlicht. Andere aktivieren sich bei einer bestimmten Tätigkeit automatisch. Ist Ihr Fahrzeug etwa mit Tagfahrlicht ausgestattet, schaltet sich dieses bei eingeschalteter Zündung ein.

Treten Sie auf die Bremse oder ziehen die Handbremse an, aktiviert sich das Bremslicht hinten am Auto. Wie eine Bremsleuchte auszusehen hat und wo sie angebracht sein muss, ist in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) festgeschrieben. Ein drittes Bremslicht, das als LED-Leiste auftritt, ist hier allerdings nicht festgeschrieben. Erfahren Sie hier mehr zum Thema.

FAQ: Bremsleuchte

Wo befinden sich die Bremsleuchten?

Die Bremsleuchten befinden sich hinten am Fahrzeug und strahlt Licht nach rückwärts aus.

Wie sehen die Bremsleuchten aus?

Das Bremslicht ist rot und leuchtet auf, sobald die Bremse oder die Handbremse eines Fahrzeugs betätigt wird.

Wie viele Bremsleuchten muss ein Fahrzeug besitzen?

Fahrzeuge und Anhänger müssen zwei Bremsleuchten besitzen, Krafträder mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit ab 50 km/h hingegen nur eine.

0 bis 3 Bremsleuchten: Was ist vorgeschrieben?

Das dritte LED-Bremslicht ist nicht StVZO-geregelt, sondern durch EU-Recht.
Das dritte LED-Bremslicht ist nicht StVZO-geregelt, sondern durch EU-Recht.

Gemäß StVO müssen alle Kraftfahrzeuge sowie deren Anhänger mit zwei nach hinten rot strahlenden Bremsleuchten ausgestattet sein. Diese müssen so geschaltet sein, dass sie beim Betätigen der Betriebs- und der Handbremse leuchten. In der Regel ist eine Bremsleuchte in direkter Nähe zur Schlussleuchte angebracht. Ist das der Fall, muss sie deutlich stärker als diese leuchten.

Eine einzelne Bremslampe müssen Krafträder ohne Beiwagen aufweisen, sofern sie eine durch ihre Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit von mehr als 50 km/h erreichen können. Andernfalls ist keine Bremsleuchte nötig. Auch wenn ein Kraftrad einen Beiwagen oder einen Anhänger hat, ist Bremslicht nicht vorgeschrieben, wenn es weniger als die genannten 50 km/h erreichen kann.

Was im Gesetzestext allerdings nicht erwähnt wird, ist die dritte Bremsleuchte. In der StVZO kommt sie zwar aktuell nicht vor, aber dennoch ist sie für alle Neufahrzeuge vorgeschrieben, die seit 1998 zugelassen wurden. Dass die dritte Bremsleuchte nunmehr Pflicht ist, geht auf die EU-Regelungen bzw. -Richtlinien 76/756/EWG und ECE-R48 zurück.

EU-Recht verlangt nach einer dritten Bremsleuchte

Drittes Bremslicht: Pflicht ist es für alle seit 1998 erstmals zugelassenen Automobile und Wohnmobile.
Drittes Bremslicht: Pflicht ist es für alle seit 1998 erstmals zugelassenen Automobile und Wohnmobile.

Vor dem 01. Januar 1998 war es unzulässig, eine Zusatzbremsleuchte als LED-Leiste am Heck des Fahrzeugs zu haben. Dementsprechend konnten Sie auch keine dritte Bremsleuchte nachrüsten, falls Sie der Meinung waren, dadurch die Sichtbarkeit Ihres Fahrzeugs erhöhen zu können.

Seit nunmehr über 20 Jahren ist aber genau das auf dem europäischen Markt vorgeschrieben, sofern ein Automobilhersteller hier eine technische Zulassung für seine Fahrzeuge bekommen will. Das gilt zumindest, wenn diese der EG-Fahrzeugklasse M1 angehören.

Dabei ist die dritte Bremsleuchte üblicherweise eine LED-Leiste, die mittig zwischen den anderen beiden Bremslichtern angebracht wird, allerdings höher am Fahrzeug. Auch sie muss rot nach hinten strahlen.

Die dritte Bremsleuchte – beim TÜV relevant?

Leuchtmittel LED: Die dritte Bremsleuchte ist in der Regel in Form einer Leiste am Heck verbaut.
Leuchtmittel LED: Die dritte Bremsleuchte ist in der Regel in Form einer Leiste am Heck verbaut.

Zur Hauptuntersuchung müssen Sie in der Regel im Abstand von 24 Monaten. Unabhängig davon, mit welchem Fahrzeug Sie beim TÜV aufschlagen, wird die Fahrzeugbeleuchtung umfassend auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft. Ist ein Bremslicht kaputt, stellt das einen Mangel dar. Gleiches gilt, wenn Sie eine hochgesetzte dritte Bremsleuchte aus LED-Lampen an Ihrem Fahrzeug haben und diese defekt ist.

Wurde Ihr Pkw oder Ihr Wohnmobil erstmals ab dem 01. Januar 1998 zugelassen, ist es verpflichtend, zusätzliche Bremsleuchten in Form einer LED-Leiste am Heck zu haben. Sämtliche am Fahrzeug vorhandene Beleuchtung muss natürlich auch funktionieren. Dementsprechend kann ein drittes Bremslicht durchaus TÜV-relevant sein.

Auch eine blinkende Bremsleuchte ist nicht zulässig. Das gilt unabhängig davon, in welcher Anzahl diese Art der Beleuchtung bei Ihrem Kfz vorgeschrieben ist. Dass eine dritte Bremsleuchte als defekt beim TÜV auffällt, kann auch damit zusammenhängen, dass sie flackert. Das Leuchten muss stets hell und gleichmäßig sein.

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