So sollte ein Leichtkraftrad-Kennzeichen aussehen!

Welchen Anforderungen muss das Kennzeichen von einem Leichtkraftrad entsprechen?

Welchen Anforderungen muss das Kennzeichen von einem Leichtkraftrad entsprechen?

Unterwegs auf zwei Rädern

Nicht jedes Gefährt darf einfach so am öffentlichen Verkehr teilnehmen. Damit ein Kraftfahrzeug hierzulande auf der Straße benutzt werden darf, muss es unter anderem strengen Sicherheitsvorkehrungen entsprechen.

Zudem sollen Fahrzeuge und deren Halter nicht anonym unterwegs sein. Deshalb gilt nicht nur in Deutschland die unbedingte Pflicht, ein amtlichen Kennzeichen bzw. Nummernschild zu führen. Das gilt für große Gefährte wie Busse und Lkw genauso wie für eher kleine Kfz wie Leichtkrafträder. Welchen Standards ein Leichtkraftrad-Kennzeichen entsprechen sollte und wo das geschrieben steht, erfahren Sie im Nachfolgenden.

Wer braucht ein solches Kennzeichen?

Bevor es um das Leichtkraftrad-Kennzeichen im Speziellen geht, sollte natürlich erstmal klar sein, welche Fahrzeuge überhaupt ein solches Nummernschild benötigen.

In Deutschland zählen solche zweirädrigen Gefährte als Leichtkrafträder, die

  • eine Leistung von maximal 15 PS aufweisen,
  • einen Hubraum zwischen 50 und 125 ccm haben,
  • deren Verhältnis von Gewicht und Leistung auf 0,1 kW/kg beschränkt ist und
  • die mit der Führerscheinklasse A1 und einem Mindestalter von 16 Jahren gefahren werden dürfen.

Leichtkrafträder stehen damit gewissermaßen zwischen den eher kleinen Rollern wie Mofas und den anspruchsvollen Motorrädern. Nicht selten sehen Leichtkrafträder Motorrollern optisch nicht unähnlich.

Wie sieht das Nummernschild von einem Leichtkraftrad aus?

Brauchen Sie ein verkleinertes Kennzeichen? Ein Leichtkraftrad ist auf 125 ccm beschränkt

Brauchen Sie ein verkleinertes Kennzeichen? Ein Leichtkraftrad ist auf 125 ccm beschränkt

Bei einem Leichtkraftrad-Kennzeichen handelt es sich um ein verkleinertes zweizeiliges Kennzeichen. Wie die Bezeichnung schon sagt, ist die Kennzeichenfolge auf zwei Zeilen aufgeteilt: Oben befindet sich im Regelfall die Ortskennung, unten die individuelle Buchstaben- und Zahlenkombination. Die Aufteilung auf zwei Zeilen hat zumeist den pragmatischen Grund, dass für eine Zeile auf dem Fahrzeug nicht genügend Platz ist.

Beim Kennzeichen von einem Leichtkraftrad wird die Größe deshalb einzeln definiert, weil andere, zweizeilige Kennzeichen mitunter auch an Pkw und Lkw angebracht werden könnten – auch wenn in Deutschland die standardmäßige, einzeilige Variante überwiegt.

In der Anlage 4 zu § 10 der FZV ist in Abs. 1 d Satz 2 bzgl. verkleinerter Leichtkraftrad-Kennzeichen zu lesen:

Verkleinerte zweizeilige Kennzeichen dürfen nur für Leichtkrafträder sowie für Fahrzeuge nach § 10 Absatz 6 Nummer 3 zugeteilt werden.

Die genaue Leistung spielt bei der Vergabe meist keine Rolle. Die Kennzeichengröße für ein 125-ccm-Leichtkraftrad ist im Normalfall dieselbe wie für ein weniger leistungsfähiges Modell.

Diese Kennzeichengröße gilt fürs Leichtkraftrad

Welche Vorschriften hierzulande für Nummernschilder gelten, ist in der Fahrzeug-Zulassungsverordnung, kurz FZV, festgehalten. Der Paragraph 10 mit der dazugehörigen Anlage 4 bestimmt sehr genau, welche Schrift, Größe und Plaketten ein amtliches Kennzeichen aufweisen muss.

Für ein Leichtkraftrad-Kennzeichen ist eine Größe von 255 Millimeter Breite und 130 Millimeter Höhe vorgeschrieben. Wie bei allen anderen Gefährten auch muss hier die fälschungserschwerende FE-Schrift verwendet werden. In der zweiten Zeile dürfen bis zu sechs Zeichen stehen.

Bei dem Schriftdruck sind folgende Toleranzen erlaubt:

  • Schrifthöhe: höchstens einen Millimeter mehr und höchstens einen halben Millimeter weniger
  • Strichbreite der Beschriftung: höchstens einen halben Millimeter mehr oder weniger
  • Strichbreite des Randes: höchstens einen Millimeter mehr und höchstens einen halben Millimeter weniger

Das Kennzeichen für ein Leichtkraftrad ist in Größe und Schrift genormt

Das Kennzeichen für ein Leichtkraftrad ist in Größe und Schrift genormt

Bitte beachten Sie: Die oben aufgeführten Maße gelten in der Regel nur für solche Gefährte, deren Leistung und Hubraum beschränkt ist. Ein verkleinertes Leichtkraft-Kennzeichen ist deshalb für ein Motorrad in Normalfall nicht die richtige Wahl. Hier benötigen Sie ein „richtiges“ Kraftradkennzeichen, welches anderen Vorgaben entsprechen muss.

Welche Sanktionen drohen bei einem nicht genormten Nummernschild?

Verwenden Sie ein Lenkrad-Kennzeichen, welches nicht den exakten Normen entspricht, dann werden hierfür in der Regel zehn Euro fällig. Aber auch, wenn Ihr Kennzeichen nicht richtig angebracht ist, kann dies mit einem Verwarngeld von zehn Euro geahndet werden.

Wenn das amtliche Kennzeichen zwar den Vorschriften entspricht, jedoch durch Folie oder ähnliche Materialien abgedeckt ist, werden zumeist 65 Euro fällig.

Wenn Sie gänzlich ohne Nummernschild unterwegs sind, dann ist dies normalerweise mit einem Bußgeld von 60 Euro belegt. Haben Sie ein Kennzeichen hingegen bewusst manipuliert und oder mit Täuschungsversuch nachgestellt, dann gilt dies als Kennzeichenmissbrauch!

Wenn Sie Anliegen oder Fragen zu Ihrem Leichtkraftrad-Kennzeichen haben oder sich ein bestimmtes Wunschkennzeichen wünschen, dann wenden Sie sich einfach an eine Zulassungsstelle. In der Regel kann Ihnen dort weitergeholfen werden.

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