Car Wrapping – alternativ zur Neulackierung das Auto folieren lassen?

Tuning: Das Auto zu folieren ist eine günstige Alternative zum Umlackieren.

Tuning: Das Auto zu folieren ist eine günstige Alternative zum Umlackieren.

Eine Umlackierung von Fahrzeugen ist oftmals extrem umständlich und teuer. Immer mehr Tuningspezialisten haben sich daher zunehmend auf eine neue Methode eingelassen, das Auto zu gestalten: das Car Wrapping (Auto folieren). Hierbei werden auf die Karosserie des Fahrzeuges Spezialfolien aufgebracht. Die Qualität entspricht dabei der von vollwertigen Lackierungen. Und: Den Gestaltungsmöglichkeiten beim Tuning mit Autofolien sind kaum Grenzen gesetzt.

Doch wie funktioniert das Car Wrapping? Können Sie das Auto auch selbst folieren? Und welche Preise können hierbei verlangt werden?

Dies und mehr erfahren Sie im folgenden Tuning-Ratgeber von bussgeldkatalog.org.

Car Wrapping – das Auto mit Folie bekleben

Für die Folierung von Fahrzeugen finden sich weitere Begriffe aus dem englischen Sprachraum: Cocooning – abgeleitet vom Wort für Kokon – und Wrapping – Einwickeln, Verhüllen. Bezeichnet wird dabei in beiden Fällen dasselbe: Das Fahrzeug wird mit besonders widerstandsfähigen und speziell beschaffenen Folien umhüllt. Diese Spezialfolien sind dabei nicht mehr mit den Folien zu vergleichen, mit denen zum Beispiel Bücher eingebunden werden.

Die Autofolien können unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Neben der reinen Verschönerung und Individualisierung des Wagens, können die dünnen Schichten den Lack vor Steinschlag und Kratzern schützen.


 

Das Auto folieren lassen – wie läuft das ab?

Die Autofolien, die beim Car Wrapping und zu Werbezwecken zum Einsatz kommen, sind dabei nicht mit handelsüblichen leichten Folien zu verwechseln. Diese Klebefolien würden nur schlecht dauerhaft auf dem Lack der Fahrzeuge halten. Stattdessen gibt es ein großes Angebot an dehnbaren und laminierten Folien, die sich besonders gut an die Fahrzeugformen anpassen lassen.

Zu unterscheiden ist dabei zwischen durchgefärbten und bedruckten Autofolien. Bedruckte Folien sind zwar in der Regel günstiger, haben jedoch auch einen wesentlichen Nachteil: Die Farben, die auf die Folien aufgebracht sind, können durch Umwelteinflüsse wie Regen und UV-Einstrahlung besonders schnell verblassen.

Durchgefärbte und laminierte Folien hingegen haben eine höhere Lebensdauer bzw. sind besser gegen Ausbleichen geschützt. Folienlaminat hat zudem den wesentlichen Vorteil, dass es besonders dehnbar und reißfest ist.

In der Regel hält die Pkw-Folierung etwa sieben Jahre.

Doch wie können Spezialisten ein Auto folieren? Es ist ein Irrglaube, dass es genügt, einfach ein Stück Folie zurechtzuschneiden und auf die Fahrzeugteile aufzukleben. Zumeist bedarf es zahlreicher Arbeitsschritte. Im Folgenden finden Sie eine kurze Übersicht zu den benötigten Handgriffen:

Die Lackschutzfolie dient ähnlich wie bei Handys der Erhaltung des Wiederverkaufswerts.

Die Lackschutzfolie dient ähnlich wie bei Handys der Erhaltung des Wiederverkaufswerts.


  1. Zuschnitt: Zuerst müssen die einzelnen Autoteile, die beklebt werden sollen, genauestens ausgemessen werden. Die Folien sollten dann weitestgehend exakt zugeschnitten werden. Durch die Lücken zwischen den einzelnen Metallflächen können die Folien nicht optimal befestigt werden. Gegebenenfalls müssen die Teile daher einzeln verklebt werden. Bei besonders dehnbaren Folien ist dies nicht nötig, da die Folien entsprechend in die Zwischenräume eingebracht werden können.
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  3. Grundreinigung: Bevor die Folien auf dem Auto verklebt werden können, müssen die Tuner den Fahrzeuglack von sämtlichen Verunreinigungen befreien. Staub und andere Fremdkörper können sonst zu Lufteinschlüssen und Blasenbildung führen. Die Haftung der Autofolien wäre in diesem Fall nicht ideal. Um die Haftbarkeit der Folien zu erhöhen, müssen die Flächen zudem auch mit Speziallösungen entfettet werden. Auch die Kanten müssen ausreichend gereinigt sein, damit sich die Folie hier nicht ablösen kann.
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  5. Auto folieren: Die Folie wird auf das Fahrzeugteil aufgebracht. Die Folien sind in der Regel mit einer selbstklebenden Schicht ausgestattet. An unebenen Stellen wie Nieten und Rinnen (Sicken) muss die Folie durch Erhitzen dehnbar gemacht werden, um sie exakt dem unebenen Untergrund einzupassen.
     
    Lufteinschlüsse und fehlender Halt können ansonsten dazu führen, dass die Folien nicht richtig auf dem Fahrzeugteil halten. Auch bei den Anschlussstellen der einzelnen Fahrzeugteile kann der Profi durch Erhitzen die Folie dehnen und fest in die Verbindungsstellen einbringen. Hiernach müssen die Kanten allesamt gut erhitzt werden, damit sich die Folie fest an das Autoteil anschmiegt und sich nicht so leicht lösen kann. Überstehende Kanten und Folienreste werden mit Hilfe eines Skalpells oder anderen präzisen Schneidewerkzeugen entfernt. Hierbei gilt es zu beachten, den Lack nicht zu beschädigen.
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  7. Kontrolle: Nachdem die Folie fertig angebracht ist, bedarf es einer eingehenden Prüfung, ob alle Kanten fest sitzen und keine Einschlüsse zu erkennen sind. Auch nach einigen Wochen sollte der Dienstleister eine Nachkontrolle anbieten, um gegebenenfalls gelöste Kanten und Fehler schnell auszubügeln und Regressionsansprüchen vorzubeugen. Auch kleine Fehler können schnell zur Ablösung der gesamten Folie führen. Eindringende Verunreinigungen und Wasser können die Verbindung schnell auflösen.
Lassen Sie von dem Gedanken ab, das Auto selber folieren zu wollen. Sie sollten stets auf Profis zurückgreifen, wenn Sie Ihr Auto folieren lassen wollen. Grund hierfür ist, dass schon kleinste Flüchtigkeitsfehler zum Scheitern des Unternehmens führen können. In Spezialwerkstätten sind die Dienstleister im Umgang mit der Autofolierung geübt. Zudem besitzen Sie die notwendigen staubfreien Räumlichkeiten, um Lufteinschlüsse und Fehler durch zu hohe Staubbelastung vorbeugen können. Unter Umständen sind auch gerade bei größeren Flächen mehr als nur zwei Hände nötig, um die Folien richtig anzubringen.

Welche Bußgelder sind beim Car Wrapping möglich?

BeschreibungBußgeldPunkte
Scheinwerfer verdeckt
... mit Gefährdung anderer
... mit Unfall
20 Euro
25 Euro
35 Euro
Inbetriebnahme des unvorschriftsmäßig ausgerüsteten/gebauten Fahrzeugs
... mit Gefährdung der Verkehrssicherheit
25 Euro
90 Euro

1
Fahren ohne Betriebserlaubnis
... mit Gefährdung der Verkehrssicherheit
50 Euro
90 Euro

1

Auto mit Steinschlagschutzfolie folieren

Im Vordergrund einer Folierung mit Steinschlagschutzfolie steht vor allem dem Schutz der Fahrzeuge vor Beulen und anderen kleineren Beschädigungen. Selbst Hagelschäden können durch die stabilen Folien verringert werden.

Bei der Steinschlagschutzfolie handelt es sich nicht um eine Folierung für Fahrzeugscheiben. Autoscheiben dürfen laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) nicht von außen beklebt werden. Zudem ist es untersagt, die Windschutzscheibe mit Folien zu versehen. Eine Steinschlagschutzfolie könnte in diesem Falle also keinerlei Schutz bieten. Und ein Verstoß gegen die Vorschrift kann zu einem Bußgeld und gar der Nutzungsuntersagung führen, bis die Veränderungen rückgängig gemacht wurden.

Das Car Wrapping zum Zwecke des Steinschlagschutzes erfolgt in der Regel nur in Form einer Teilfolierung. Nicht alle Karosserieteile sind gleichermaßen von Steinschlagschäden bedroht. Besonders aber Kotflügel, Motorhaube und Stoßstangen sind durch aufgewirbelte Steinchen gefährdet – besonders bei höheren Geschwindigkeit auf Autobahn und Landstraße. Daher bietet es sich an, ebendiese Fahrzeugteile mit einer stabilen Steinschlagschutzfolie belegen zu lassen.

Neben der stabileren Folie gibt es jedoch auch noch Lackschutzfolie. Auch diese kann den Lack vor Kratzern und leichteren Schäden bewahren.

Der Schutz durch die Lackfolie fürs Auto kann sich doppelt auszahlen: Zum einen entfallen unschöne Macken am Auto. Zum anderen kann sich der Wiederverkaufswert des Fahrzeugs erhöhen, da keine größeren Schäden am Lack entstehen – ähnlich wie bei den Schutzfolien für Handydisplay und Co.

Folien, die ausschließlich dem Schutz des Fahrzeuglacks und der Karosserie dienen, sind in der Regel nur wenig aufwendig gestaltet. Oftmals sind die Folien gar durchsichtig. Im Vordergrund der Autofolierung steht nicht die Verschönerung des Fahrzeuges, sondern die Schutzwirkung. Im Tuning-Segment sind diese Folien vor allem dann sehr sinnvoll, wenn die Fahrzeughalter eine Speziallackierung haben vornehmen lassen. Durch das Car Wrapping mit schützender Folie können Sie die teure Investition gut schützen.

Das Auto folieren – Teilfolierung

Nicht immer kommt es den Tunern darauf an, die gesamte Karosserie in ein neues Gewand zu hüllen. Oftmals sollen lediglich Highlights gesetzt werden. Eine Lackierung kann dann schnell teuer sein. Eine Teilfolierung mit farbigen Autofolien ist eine kostengünstige und attraktive Alternative.

Die Autofolierung ist nicht nur im Tuning beliebt, sondern dient zum Beispiel auch der Gestaltung der Polizeiwagen.

Die Autofolierung ist nicht nur im Tuning beliebt, sondern dient zum Beispiel auch der Gestaltung der Polizeiwagen.

Besonders beliebt beim Fahrzeugtuning sind die Rennstreifen. Dabei werden ein oder mehrere Streifen von der Motorhaube zum Heck über die gesamte Fahrzeuglänge aufgebracht, die sich farblich vom Rest des Wagens abheben. Dadurch soll das Fahrzeug eine besonders sportliche Performance erhalten. Die Rennstreifen sind vor allem bekannt von älteren amerikanischen Sportwagen wie dem Dodge Challenger oder dem Shelby Mustang. Auch heute sind im Autorennsport Rennstreifen populär. Da die Tuningszene gerade hieraus Vorbilder für die Fahrzeugumbauten gewinnt, sind auch die sportlichen Folienstreifen oft genutztes Mittel zur optischen Fahrzeugoptimierung.

Doch auch andere Wege der Teilfolierung sind möglich: Zum Teil können Sie die Kotflügel, die Motorhaube, das Autodach folieren lassen, um dem Fahrzeug einen individuellen Look zu verleihen. Den Gestaltungsmöglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt.


Wollen Sie Ihrem Auto ein paar Highlights ins Antlitz zaubern, dann bietet sich das Teilfolieren an. Ob Dach, Motorhaube, Spiegel, Felgen – folieren können Sie alle glatten Oberflächen. Ausgenommen sind hier jedoch das Nummernschild, die Glasflächen und Scheinwerferabdeckungen der Fahrzeuge.

Scheinwerfer dürfen nicht abgedeckt oder verschmutzt sein. Auch durchsichtige und gefärbte Autofolien sind auf diesen Bauteilen der Beleuchtung tabu. Ein Verstoß kann ein Verwarngeld in Höhe von 20 Euro nach sich ziehen. Zudem kann die Nutzungsuntersagung erfolgen, bis die Folien wieder entfernt sind. Im schlimmsten Fall erlischt die Betriebserlaubnis Ihres Fahrzeugs.

Auch Scheiben und Spiegelflächen dürfen nur unter gewissen Vorraussetzungen mit Folien beklebt werden. Beim Tönen von Autoscheiben ist unbedingt zu beachten, dass vor allem die Windschutzscheibe nicht mit Folien beklebt werden darf – weder von innen noch von außen. Für Scheiben, die nicht im unmittelbaren Sichtfeld des Fahrers liegen, gilt: Tönungsfolien dürfen nur innen an der Scheibe angebracht sein.

Kfz-Folierung – Werbung und Einsatzfahrzeuge von Polizei und Feuerwehr

Neben dem Setzen einzelner Highlights dient Fahrzeugfolierung auch Werbezwecken. Doch auch zu offiziellen Zwecken können Autofolien zum Einsatz kommen.

Jedem sind wohl die Fahrzeuge der Polizei bekannt, die mit zusätzlichen Aufschriften und Gestaltungsmitteln im Straßenverkehr besonders hervortreten. Es handelt sich bei den Aufschriften und grünen bzw. blauen Flächen dabei in aller Regel um aufgebrachte Autofolien. Dieser Bereich ist also nicht nur für das Tuning interessant, sondern bereits mitten im Leben angelangt.

Insbesondere bei Fahrzeugen von Einsatzkräften der Polizei und Feuerwehr dienen Autofolien der Kennzeichnung. Eine Lackierung wäre mitunter teurer und umständlicher. Zudem können ausgediente Dienstfahrzeuge leichter neu verkauft werden, da sie nicht umlackiert werden müssen, sondern in der Regel die Entfernung der Folien hierzu genügt.

Und auch bei notwendigen Änderungen kann schneller reagiert werden. Ändern sich zum Beispiel Aufschriften oder Farbvarianten – etwa bei der Polizei von grün zu blau – dann ist eine Neufolierung wesentlich einfacher zu handhaben als eine Neulackierung.

Und auch zu Werbezwecken dienen Folien als kostengünstiges und schnell zu revidierendes Mittel. Der Lack des Fahrzeuges wird nicht beschädigt. Möchte man auf die Werbung dann doch wieder verzichten bzw. einen neuen Werbebanner auftragen, kann die alte Folie relativ unkompliziert wieder entfernt werden. Dies ist besonders dann von Bedeutung, wenn Sie an Ihrem Privatfahrzeug Werbung anbringen lassen, um damit eine gewisse Provision zu erhalten. Haben Sie kein Interesse mehr daran, muss die Folie leicht wieder abzulösen sein, ohne einen Schaden am Lack zu hinterlassen. Andernfalls müsste der Werbeträger mit Schadensersatzansprüchen rechnen, die der Fahrzeughalter gegen ihn geltend machen kann.

Die Teilfolierung zu Werbezwecken ist im Alltag allgegenwärtig. Ob auf Bussen oder Bahnen: Die hier angebrachten Werbebanner, Schriftzüge und Bilder sind auf Folien gedruckt, die auf dem Lack verklebt wurden. Nach Ablauf der Werbefrist können die Autofolien dann wieder leicht entfernt und gegen neue Werbeanzeigen ausgetauscht werden.

Folienfarben: Zwar gibt es unendliche Möglichkeiten im Hinblick auf das Design, mit dem Sie das Auto folieren lassen können. Doch gilt es auch hier die Vorschriften der StVZO zu beachten. Signal- und Warnfarben sowie reflektierende Neonfarben sind für normale Fahrzeuge tabu. Diese Farbgebung ist einzig den Einsatzfahrzeugen von Feuerwehr und Co. vorbehalten.

Doch auch andere Fahrzeuge sind immer häufiger foliert statt lackiert. Hierzu zählen insbesondere auch Taxen. Ein Auto kann mittels Folierung leicht zum Taxi umfunktioniert werden, indem die entsprechende blassgelb-beige Taxifarbe aufgebracht wird – ohne dass sich dadurch der Wert des Autos automatisch mindert. Tritt das Fahrzeug aus dem Taxidienst aus, kann die Folie wieder entfernt und das Fahrzeug mit dem Originallack wiederverkauft werden. Hierbei handelt es sich allerdings um eine Vollfolierung.

Car Wrapping – Fahrzeugvollverklebung

Auto folieren: Scheiben und Scheinwerfer sind tabu!

Auto folieren: Scheiben und Scheinwerfer sind tabu!

Wollen Sie eine Komplettveränderung und den ursprünglichen Lack ganz abdecken, ist es anempfohlen, das Auto komplett folieren zu lassen. Ein großer Vorteil der kompletten Pkw-Folierung ist, dass der ursprüngliche Lack vor UV-Strahlen und anderen Umwelteinflüssen geschützt ist. Dadurch kann sich der Wiederverkaufswert auch älterer Fahrzeugmodelle positiv beeinflussen lassen.

Durch das Umlackieren von Fahrzeugen mindert sich oftmals der Wiederverkaufswert. Besonders Speziallackierungen können zwar für einige Nischenliebhaber von Interesse sein, doch hat sich erwiesen, dass vor allem schwarz und silber lackierte Fahrzeuge leichter am Markt verkaufen lassen.

Wollen Sie Ihr Fahrzeug irgendwann also eventuell wieder veräußern, bietet es sich an, das Auto folieren zu lassen. Den Gestaltungsmöglichkeiten sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Der Lack selbst wird aber nicht beschädigt bzw. unwiederbringlich überdeckt. Die Folierung kann jederzeit wieder rückgängig gemacht werden.


Das ist auch dann von Interesse, sollte sich der Geschmack des Halters mal ändern. Nach ein paar Jahren gefällt die ursprüngliche Folie gegebenenfalls nicht mehr. Dann kann die alte entfernt und gegebenenfalls eine neue aufgebracht werden.

Nicht nur den nach außen sichtbaren Teil des Fahrzeugs können Sie mit Folie ausstatten. Auch im Innenraum bieten sich zahllose Gestaltungsmöglichkeiten, etwa bei den Türinnenseiten, den Armaturen und anderen Einbauten. Allerdings ist die Innenraumfolierung mit einem erheblichen Montageaufwand verbunden, da Verkleidungen gegebenenfalls aus- und wieder eingebaut werden müssen bzw. die Armaturen für die Folierung zu entnehmen sind.

Spezielles Design beim „Erlkönig“
Auch Autohersteller greifen in regelmäßigen Abständen auf das Car Wrapping zurück. Eine allseitsbekannte Komplettfolierung von Fahrzeugen findet sich bei den sogenannten „Erlkönigen“. Hierbei handelt es sich um Fahrzeugprototypen, die mit einem schwarz-weißen Schachbrettmuster beklebt sind. Sollte einem aufmerksamen Beobachter ein Erlkönig vor die Kamera geraten, kann durch das unruhige Muster nicht jedes Detail im Einzelnen abgebildet werden. Genaue Formen und Details bleiben auf Fotos oftmals inkognito.

Autofolierung – Welche Kosten kommen auf Sie zu?

Die Car Wrapping-Preise sind abhängig von den zu folierenden Flächen und den verwandten Autofolien. Für eine Teilfolierung Ihres Autos können die Kosten bei etwa 1.000 Euro liegen. Steinschlagschutzfolien und Lackschutzfolien sind dabei in der Regel teurer. Die Folierung mit Steinschlagschutzfolie an den vorderen Karosserieteilen kann schnell mit 1.500 Euro zu Buche schlagen.

Und auch die Vollfolierung kann Kosten zwischen 1.500 und 4.000 Euro verursachen. Nach oben sind dabei allerdings kaum Grenzen gesetzt. Besonders aufwendige und kunstvolle Folien sind teurer als die Standardfolien. Zudem können Zusatzleistungen Extrakosten nach sich ziehen – z. B. die Demontage der Chrombuchstaben der Automarken und anschließende erneute Anbringung.

Natürlich ist das Folieren nicht nur Autos vorbehalten. Im Grunde können Sie alle glatten Oberflächen folieren – von Tischen und anderen Einrichtungsgegenständen bis hin zu Lkw und Motorrad. Das Folieren ist bei kleineren Kraftfahrzeugen in der Regel mit geringerem Aufwand und damit auch geringeren Kosten verbunden. Ein Motorrad zu folieren kann mit Kosten von zirka 500 bis 1.000 Euro zu Buche schlagen.

Das Auto zu folieren, ist vom Preis her eine günstige Alternative zum Lackieren und hat zudem den wesentlichen Vorteil, dass Fehler schnell behoben und gar die gesamte Autofolierung wieder rückgängig gemacht werden kann.

Auto folieren – die Vorteile

  • kostengünstige Alternative zum Umlackieren der Fahrzeuge
  • kann jederzeit wieder rückgängig gemacht werden
  • umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten
  • Schutz des Lacks vor Steinschlag, Kratzern und Umwelteinflüssen
  • positive Auswirkung auf den Wiederverkaufswert
  • Schutz von Speziallackierungen durch Lackschutzfolien

Wassertransferdruck – spannende neue Alternative zu Lack und Folie

Für kleinere Autoteile wie Felgen, Armaturen und Spiegel gibt es seit einiger Zeit eine neue spannende Alternative zu Autolackierung und Folierung: den sogenannten Wassertransferdruck. Es handelt sich dabei um ein besonderes Druckverfahren.

Auf einer Trägerfolie befindet sich dabei eine hauchdünne Motivfolie – auch hier ist das Design nach den eigenen Wünschen frei wählbar. In einem großen Behältnis befindet sich kaltes Wasser, auf dessen Oberfläche die Folie aufgelegt wird. Auf die Folie wird ein Verklebemittel aufgesprüht. Die feine Motivschicht löst sich dabei und wird flüssig. Vorsichtig wird das zu bedruckende Teil durch die Schicht eingetaucht. Dafür sind einiges Fingerspitzengefühl und reichlich Übung vonnöten. Beim Herausheben des eingetauchten Autoteils hat sich die Motivfolie fest auf die Oberfläche gelegt. Nach dem Abtrocknen folgt in der Regel eine zusätzliche Lasur, um die Oberfläche zu versiegeln und den Druck zu schützen.

Diese Methode findet nicht nur im Tuning-Segment Anwendung. Sämtliche Gegenstände können mit dieser Methode bedruckt und veredelt werden. Die Motive beim Wassertransferdruck lassen kaum Wünsche beim Verbraucher offen. Aufgrund der neuen Methode können die Preise noch vergleichsweise hoch liegen, entsprechen jedoch weitgehend denen der Kfz-Folierung.

Mehr zur Funktionsweise des Wassertransferdrucks erfahren Sie in diesem Video:

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10 Kommentare

  1. Frank H. sagt:

    Hallo zusammen,
    recht herzlichen Dank für Ihre umfangreiche Arbeit und schon häufig habe ich mich hier belesen.
    Nun habe ich selber eine Frage, die mir bislang keiner beantworten konnte.
    Gerne würde ich meinen 3,5t VW LT Koffer in einem Erlkönig Look folieren lassen. Auf Anfrage bei einer Firma wurde mir geraten doch bitte die rechtliche Frage zu klären da eine solche Folierung grosses Aufsehen errege….können sie mir bitte weiterhelfen?
    LG Frank

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Frank,

      solange die Urheberrechtsfrage einwandfrei geklärt ist und Sie sich bei der Folierung an die Bestimmungen halten (die Scheinwerfer beispielsweise nicht verdecken), sollten Sie nicht belangt werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  2. Marcel S. sagt:

    Hallo, ich hätte da mal eine Frage.

    Ich würde gern an meinem Ford Focus mk2 facelift die hinteren kleinen dreieckigen Seitenfenster mit Sticker Bombe Folie von außen bekleben. Is dies erlaubt?

  3. christian sagt:

    Hallo,
    mich würde interessieren wie viel denn eine komplettfolierung in mattgrau bei meinen C 63 AMG 2013 kosten würde?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Christian,

      entsprechende Kostenvoranschläge erhalten Sie bei darauf spezialisierten Werkstätten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  4. Guido sagt:

    Hallo jetzt eine Frage die mir bis jetzt niemand genau beantworten konnte wie verhält es sich mit einer chrom Folie egal welche ob farbig oder normal chrom???

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Guido,

      Sie haben nichts zu befürchten, sofern Sie sich bei der Folierung an die gesetzlichen Bestimmungen halten. Im Zweifelsfall erkundigen Sie sich bitte bei einem Fachmann (TÜV, DEKRA o.Ä.).

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  5. Jan sagt:

    Hallo,

    vielen Dank für den ausführlichen Artikel – sehr informativ 👌🏻
    Ich möchte meinen 3er BMW touring (E46) bei einem großen und international bekannten Tuner in Bukarest/Rumänien vollfolieren lassen ( viel günstiger als lackieren) , dabei die schwarze Farbe mit einer matt-schwarzen Folie abdecken.
    Eine Frage hätte ich dazu:
    – Bedarf es einer TÜV-Abnahme bzw. Eintragung bei der Rückkehr in Deutschland ?
    – Wie sieht es bei UV-Schutzfolien für die Windschutzscheibe & Fahrer-/Beifahrerseite aus? Es gibt hochwertige durchsichtige Folien, die den Innenraum vorm Erhitzen schützen. Sind diese per se verboten?

    Besten Dank
    VG Jan

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Jan,

      auch durchsichtige Folien sind unter Umständen problematisch auf der Windschutzschreibe, informieren Sie sich am besten direkt beim TÜV. Folierungen als Lackersatz sollten i. d. R. kein Problem sein.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

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