Wiederzulassung eines Kfz nach der Stilllegung: Welche Unterlagen sind nötig?

Von Nicole, letzte Aktualisierung am: 27. August 2019

Zweiter Frühling fürs Auto?

Das wichtigste zur Wiedererteilung erfahren Sie in diesem Ratgeber.
Das wichtigste zur Wiedererteilung erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Wer sein Auto zeitweise nicht braucht, kann dieses, um die Ausgaben der Kfz-Steuer sowie die Beiträge für die Kfz-Versicherung zu sparen, außer Betrieb setzen. Bei der Abmeldung des Kfz entfernt die Zulassungsbehörde dann das amtliche Siegel vom Kennzeichen.

Diese Maßnahme bedeutet allerdings nicht, dass Ihr Fahrzeug für immer von der Straße verschwinden muss. Denn der Gesetzgeber räumt grundsätzlich die Möglichkeit einer sogenannten Wiederzulassung ein.

Doch welche Voraussetzungen müssen dafür erfüllt werden? Gilt es Fristen zu beachten? Was verlangt die zuständige Behörde bei der Wiederzulassung eines Kfz an Unterlagen? Und welche Kosten müssen Sie dafür einplanen? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert der nachfolgende Ratgeber.

FAQ: Wiederzulassung

Wann ist eine Wiederzulassung möglich?

Haben Sie Ihr Fahrzeug abgemeldet, besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, dieses erneut zulassen zu lassen.

Welche Unterlagen benötige ich für die Wiederzulassung?

Eine Übersicht der notwendigen Dokumente finden Sie hier.

Wie hoch fallen bei einer Wiederzulassung die Kosten aus?

Die Behörde erhebt mindestens eine Gebühr in Höhe von 12,40 Euro, wobei die Ausgaben je nach Aufwand steigen können. Darüber hinaus können aber noch zusätzlich Kosten – zum Beispiel für neue Kennzeichen – anfallen.

Wann ist eine Wiederzulassung beim Pkw möglich?

Für eine Wiederzulassung ohne Halterwechsel verlangt die Behörde zahlreiche Unterlagen.
Für eine Wiederzulassung ohne Halterwechsel verlangt die Behörde zahlreiche Unterlagen.

Haben Sie Ihr Kfz außer Betrieb gesetzt, besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dieses zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu zulassen. Zuständige dafür ist die Zulassungsbehörde am Wohnort des Halters. Vielerorts können Sie den Antrag auf Wiederzulassung eines Kfz vorab online herunterladen und in Ruhe ausfüllen.

Damit Ihrem Antrag auch stattgegeben wird, müssen allerdings verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. So dürfen die offenen Gebühren und Auslagen aus vorangegangenen Zulassungsvorgängen nicht mehr als 30 Euro betragen. Zudem kann es ab Kfz-Steuerschulden von 5 Euro zu Problemen kommen. Nicht zuletzt muss sich das Fahrzeug in einem verkehrssicheren Zustand befinden.

Darüber hinaus verlangt die zuständige Behörde für die Wiederzulassung von einem Motorrad, Pkw oder sonstigem Kfz die Vorlage verschiedener Unterlagen. Diese können Sie der nachfolgenden Auflistung entnehmen:

  • Zulassungsbescheinigung Teil I & II
  • Elektronische Versicherungsbestätigung
  • SEPA-Mandat (ehemals Einzugsermächtigung) für die Kfz-Steuer
  • Bescheinigung der HU (nicht älter als 3 Jahre)
  • Kennzeichen
  • Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung

In der Regel erfolgt die Wiederzulassung beim Kfz ohne Halterwechsel. Der Besitzer ist demnach vor und nach der Abmeldung identisch. Ändert sich der Besitzer eines Fahrzeugs, werten viele Behörden dies nicht als Wiederzulassung eines Kfz mit Halterwechsel, sondern gehen von einer Zulassung bzw. Ummeldung aus. Informieren Sie sich am besten bei der Zulassungsbehörde, welches Vorgehen in diesem Fall am besten ist und welche Unterlagen erforderlich sind.

Gibt es bei der Wiederzulassung Fristen zu beachten?

Der Gesetzgeber gibt generell keine bestimmte Anzahl von Jahren vor, in der eine Wiederzulassung erfolgen muss. Allerdings sollten Fahrzeughalter beachten, dass die Betriebserlaubnis bei einer Außerbetriebssetzung nach 7 Jahren erlischt. Innerhalb dieses Zeitraums ist die erneute Zulassung problemlos mit dem Nachweis einer gültigen Hauptuntersuchung möglich, wohingegen das Gesetz danach ein Vollgutachten des Fahrzeugs vorschreibt.

Haben Sie bei der Abmeldung Ihr Kennzeichen für eine mögliche Wiederzulassung reserviert? Auch in diesem Fall sollten Sie nicht zu lange warten, denn in der Regel können Sie das Kennzeichen nur für maximal ein Jahr bei der Zulassungsstelle reservieren.

Fehlende Unterlagen: Was nun?

Welche Gründe können dazu führen, dass der Antrag auf Wiederzulassung beim Pkw abgelehnt wird?
Welche Gründe können dazu führen, dass der Antrag auf Wiederzulassung beim Pkw abgelehnt wird?

Wie zuvor beschrieben, verlangt die Zulassungsstelle für die Wiederzulassung die Vorlage zahlreicher Unterlagen. Sind diese nicht mehr vollständig vorhanden, kann dies dazu führen, dass die Behörde Ihren Antrag ablehnt.

So ist die Wiederzulassung eines Kfz ohne Brief nicht möglich. Der Halter sollte sich daher darum bemühen, einen Ersatz für den Fahrzeugbrief bzw. die jeweilige Zulassungsbescheinigung zu organisieren. Neue Dokumente lassen sich bei der Zulassungsstelle beantragen.

Da sichergestellt werden muss, dass das Fahrzeug verkehrstauglich ist, erlaubt der Gesetzgeber prinzipiell keine Wiederzulassung ohne gültige TÜV-Bescheinigung. Eine Ausnahme kann allerdings bei sehr jungen Fahrzeugen gelten, denn diese müssen erst nach 3 Jahren zur Hauptuntersuchung, weshalb vorher kein Bericht vorliegt.

Übrigens! Auch wenn das jeweilige Fahrzeug eigentlich für den Export gedacht war und deshalb bereits ausgestattet ist mit einem sogenannten Ausfuhrkennzeichen, kann die Wiederzulassung für das Auto in Deutschland in der Regel problemlos erfolgen.

Welche Ausgaben entstehen durch die Wiederzulassung?

Möchten Sie ein stillgelegtes Auto wiederzulassen, erhebt die zuständige Zulassungsstelle für diesen Vorgang Gebühren. Wie hoch diese im Einzelnen ausfallen, hängt vor allem vom damit einhergehenden Aufwand ab. Dabei müssen Sie mit pauschalen Kosten in Höhe von mindestens 12,40 Euro rechnen.

Ergänzend dazu können aber noch weitere Ausgaben anfallen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie neue Kennzeichen drucken lassen oder möglicherweise Dokumente neu beantragen müssen. Im Zuge der Wiederzulassung kann zudem auch die Durchführung einer neuen Hauptuntersuchung notwendig sein.

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