Verkehrsstatistik - Sicherheit im Straßenverkehr 2018

Wissenswertes zur Verkehrsstatistik für das Jahr 2016

Verkehrsaufkommen in Deutschland: Die Statistik schafft Klarheit

Welchen Zweck verfolgt eine Verkehrsstatistik?

Welchen Zweck verfolgt eine Verkehrsstatistik?

Das überörtliche Straßennetz Deutschlands weist insgesamt eine Länge von über 231.000 Kilometern auf. Mit inbegriffen sind hierbei Bundesautobahnen, Bundesstraßen, Landesstraßen sowie Kreisstraßen. Hinzu kommen außerdem Gemeindestraßen, die über eine Länge von mehr als 413.000 Kilometern verfügen.

Ein derart gut ausgebautes Straßennetz bringt einige Vor- aber auch Nachteile mit sich. Zwar sorgt es für eine bessere Lebensqualität, da Menschen leicht von A nach B gelangen und Güter transportiert werden können, allerdings birgt ein starkes Verkehrsaufkommen gleichzeitig auch ein höheres Unfallrisiko. Hinzu kommen störender Lärm und Abgase.

Sinn und Zweck einer Verkehrsstatistik ist es, den Verkehrsfluss durch die daraus gewonnenen Erkenntnisse besser organisieren und Maßnahmen ergreifen zu können, um eine positive Entwicklung zu fördern. In unserem Ratgeber geben wir Ihnen anhand diverser Verkehrs­statistiken einen Überblick über die Geschehnisse auf deutschen Straßen im Jahr 2016.

Was sind die beliebtesten Verkehrsmittel der Deutschen?

Am 1. Januar 2016 waren dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zufolge insgesamt 54.602.441 Kraftfahrzeuge mit amtlichen Kennzeichen in Deutschland zugelassen. Mobilität ist dieser Statistik zufolge also ein wichtiger Punkt für die Deutschen. Wie sich diese Zahl auf die verschiedenen Fahrzeugarten aufteilte, zeigt die folgende Tabelle:

Kraftfahrzeuge in Deutschland 2016Anzahl
Personenkraftwagen45.071.209
Krafträder4.228.238
Lastkraftwagen2.800.780
Kraftomnibusse78.345
Zugmaschinen2.141.495
sonstige Kfz282.374

(Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt)

Das Auto ist laut Verkehrsstatistik das beliebteste Verkehrsmittel der Deutschen.

Das Auto ist laut Verkehrsstatistik das beliebteste Verkehrsmittel der Deutschen.

Aus dieser Verkehrsstatistik wird sehr deutlich, dass es sich beim Auto mit Abstand um das beliebteste Verkehrsmittel der Deutschen handelt. Dicht dahinter befinden sich Krafträder und Lastkraftwagen. Generell konnte laut dem Statistischen Bundesamt im Jahr 2016 ein Höchststand des Bestandes an Kraftfahrzeugen in Deutschland verzeichnet werden.

Doch auch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel war laut Statistik im Jahr 2016 ziemlich stark. Um 1,8 Prozent stiegen beispielsweise die Zahlen der Fahrgäste in Bus und Bahn – Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge – gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt 11,25 Milliarden Fahrten wurden im Linienverkehr unternommen; die Fahrgastzahl in Eisen- und S-Bahnen stieg sogar um 22,5 Prozent.

138 Millionen Menschen entschieden sich bei ihrer Reise laut Verkehrsstatistik für Fernzüge, was eine Steigerung um 5,3 Prozent aus 2015 bedeutet. Etwa 24 Millionen waren 2016 mit Omnibussen im Linienfernverkehr unterwegs.

Um ganze 2,4 Prozent wuchs der Verkehr mit Stadt-, Straßen- und U-Bahnen an, eine Steigerung von 0,9 Prozent konnte in Bezug auf die Nutzung von Nahverkehrsbussen der Verkehrsstatistik zufolge im Jahr 2016 verzeichnet werden.

Statistik: Unfälle im Verkehr

Im Jahr 2016 kam es laut der Verkehrsstatistik des Statistischen Bundesamts zu insgesamt 2.585.191 Unfällen auf deutschen Straßen. Bei 2.277.190 davon konnte lediglich ein Sachschaden verzeichnet werden, Unfälle mit Personenschaden gab es 308.001. Insgesamt 3.214 Menschen mussten im Jahr 2016 ihr Leben bei Verkehrsunfällen lassen.

Auch wenn diese Zahl zunächst relativ hoch erscheint, waren es im Vergleich zum Vorjahr 245 Verkehrstote weniger. Laut Statistik bedeutet dies eine Verringerung um 7,1 Prozent. Seit mehr als 60 Jahren war die Zahl der getöteten Verkehrsopfer nicht mehr so gering. Am höchsten ist die Zahl der Verkehrstoten übrigens in Bayern.

Im Gegensatz dazu ist die Zahl der verletzten Personen im Straßenverkehr um 0,8 Prozent gestiegen. 396.700 Menschen zogen sich laut Verkehrsstatistik im Jahr 2016 bei Unfällen im Straßenverkehr Verletzungen zu.

Auch in puncto Stau zeigt die Statistik eine Steigerung

Einer Verkehrsstatistik des ADAC zufolge gab es im Jahr 2016 in Deutschland im Durchschnitt 1.900 Staus – jeden Tag. Die Zahlen klingen erschreckend:

  • Insgesamt kam es in etwa zu 694.000 Staus.
  • Die Staulänge lag dabei bei über 1,3 Millionen Kilometern.
  • Bundesweit standen deutsche Autofahrer 419.000 Stunden im Stau.


Eine Zusammenfassung der Verkehrsstatistik in Deutschland vom ADAC in Bezug auf Staus finden Sie im folgenden Video:

Diese Zahlen sprechen für eine Steigerung um knapp 20 Prozent aus dem Vorjahr. Die Gründe dafür liegen der Verkehrsstatistik des ADAC zufolge unter anderem in der verbesserten Fahrleistung der Fahrzeuge oder daran, dass die Anzahl der Baustellen ebenfalls um etwa 15 Prozent zugenommen haben. Der staureichste Monat im Jahr 2016 war übrigens der September, wobei der Freitag als staureichster Tag mit ca. 5.000 Kilometern Stau im Durchschnitt gilt.

Da der ADAC im Jahr 2017 von einem noch höheren Verkehrsaufkommen ausgeht und die Anzahl der Baustellen auf Autobahnen ebenfalls weiter ansteigen wird, müssen sich deutsche Autofahrer wohl auch in diesem Jahr auf Wartezeiten und Stop-and-Go-Situationen einstellen.

Verkehrsstatistik: In der Schweiz gab es ebenfalls weniger Verkehrstote

Nicht nur in Deutschland kam es im Jahr 2016 zu weniger tödlichen Unfällen im Straßenverkehr – das Gleiche gilt für die Schweiz. Einer Verkehrsstatistik des Bundesamtes für Strassen (ASTRA) zufolge starben 2016 insgesamt 216 Menschen bei Verkehrsunfällen auf Schweizer Straßen. Dies sind 37 Personen weniger als im Vorjahr, was eine Verringerung um 15 Prozent ausmacht.

Zusammengefasst verunfallten 2016 der Verkehrsstatistik des ASTRA zufolge 10.221 Menschen mit einem Pkw, 3.519 mit dem Motorrad, 4.048 mit dem „Velo“ und 2.344 zu Fuß. Es wurden demnach über 20.000 Personen bei Unfällen auf Schweizer Straßen in einen Unfall verwickelt.

Übrigens: Auch in puncto Stau ist die Statistik für die Schweiz interessant: In Zürich beispielsweise mussten Autofahrer pro Tag 33 Minuten und pro Jahr 127 Stunden im Stau verbringen. In Genf waren es der Verkehrsstatistik zufolge im Durchschnitt sogar 146 Stunden pro Jahr und 38 Minuten pro Tag. Dies konnte dem Verkehrsindex des Navigationssystems TomTom entnommen werden.
Es gab laut Statistik auch weniger Verkehrstote im Jahr 2016 in Österreich.

Es gab laut Statistik auch weniger Verkehrstote im Jahr 2016 in Österreich.

Wie sieht es mit der Verkehrsstatistik für Österreich aus?

Eine erfreuliche Nachricht: Es gab ebenfalls weniger Verkehrstote in Österreich. Laut einer Statistik des Bundesministeriums für Inneres (BMI) mussten insgesamt 427 Personen im Jahr 2016 ihr Leben bei Unfällen auf Österreichs Straßen lassen. Damit verstarben im Vergleich zum Vorjahr 52 Menschen weniger, was eine Verringerung von knapp 11 Prozent bedeutet.

Es handelt sich dabei zudem laut der Verkehrsstatistik um die niedrigste Zahl an verstorbenen Personen im Verkehr seit 1950. Vor dem Jahr 2013 waren es stets mehr als 500 Verkehrstote.

Das Jahr 1972 gilt in Österreich übrigens als das „schwärzeste Jahr der Unfallstatistik, da es insgesamt 2.948 Todesopfer bei Verkehrsunfällen gab.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (21 Bewertungen, Durchschnitt: 4,30 von 5)
Loading...

Verfasse einen neuen Kommentar