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Unbedenklichkeitsbescheinigung für Kfz: Wann wird sie benötigt?

Von bussgeldkatalog.org, letzte Aktualisierung am: 1. August 2021

FAQ: Unbedenklichkeitsbescheinigung für Kfz

Wann ist es erforderlich, eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für ein Kfz zu beantragen?

Vor März 2007 benötigten Sie immer eine Unbedenklichkeitsbescheinigung, wenn der Kfz-Brief verloren gegangen war. Die Bescheinigung wurde damals vom KBA ausgestellt. Seit Inkrafttreten der FZV ist dies jedoch nicht mehr erforderlich. Heute brauchen Sie eine Unbedenklichkeitsbescheinigung nur noch, wenn die Betriebserlaubnis für ein zulassungsfreies Fahrzeug abhanden gekommen ist oder Sie ein gebrauchtes Auto ohne Papiere aus einem Nicht-EU-Land importieren möchten.

Wo bekomme ich die Unbedenklichkeitsbescheinigung her?

Sie erhalten die Unbedenklichkeitsbescheinigung von der Zulassungsstelle des Bezirks, in dem das Fahrzeug aktuell gemeldet ist, ausgestellt. Handelt es sich um ein importiertes Auto aus einem Nicht-EU-Land, stellt Ihnen der Zoll die Unbedenklichkeitsbescheinigung für die Kfz-Zulassung in Deutschland aus.

Wie viel kostet eine Unbedenklichkeitsbescheinigung?

Die Gebühren für das Ausstellen der Unbedenklichkeitsbescheinigung bei der Zulassungsbehörde bewegen sich in der Regel zwischen 7 und 15 Euro.

Unbedenklichkeitsbescheinigung fürs Auto: Das hat es damit auf sich

Haben Sie Ihre Betriebserlaubnis verloren, können Sie bei der Zulassungsstelle eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für Ihr Kfz beantragen.
Haben Sie Ihre Betriebserlaubnis verloren, können Sie bei der Zulassungsstelle eine Unbedenklichkeitsbescheinigung beantragen.

Um hierzulande mit einem Kfz auf öffentlichen Straßen fahren zu dürfen, müssen Sie meist einige Dokumente mit sich führen, wie z. B. die Zulassungsbescheinigung Teil I und II. Derartige Papiere belegen, dass Ihr Fahrzeug ordnungsgemäß zugelassen ist und tatsächlich am Straßenverkehr teilnehmen darf. Kommen sie einmal abhanden, kann es recht aufwendig sein, neue Papiere zu erhalten.

Was dabei oft hilfreich ist, ist eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für das Kfz. Diese belegt einerseits, dass das Fahrzeug alle technischen Voraussetzungen für eine Zulassung oder Wiederzulassung erfüllt, und andererseits, dass es nicht zur Fahndung ausgeschrieben ist und Sie tatsächlich der Verfügungsberechtigte des Fahrzeugs sind. Es bestehen somit keine Bedenken, eine Zweitschrift der Betriebserlaubnis durch den Hersteller oder eine technische Prüfstelle auszustellen.

Unbedenklichkeitsbescheinigung für die Kfz-Zulassung: Was galt früher? Was gilt heute?

Bevor im März 2007 die Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) in Kraft trat, war eine Unbedenklichkeitsbescheinigung zwingend erforderlich, wenn Ihnen der Fahrzeugbrief abhanden gekommen war. Damals mussten sich Betroffene an das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wenden und einen Auszug aus dem Zentralen Fahrzeugregister anfordern. Dieser Auszug war die Unbedenklichkeitsbescheinigung für das Kfz, mit der dann die Neuausfertigung des Fahrzeugbriefes beantragt werden konnte.

Vom KBA müssen Bürger keine Unbedenklichkeitsbescheinigung für ihr Fahrzeug mehr anfordern.
Vom KBA müssen Bürger keine Unbedenklichkeitsbescheinigung für ihr Fahrzeug mehr anfordern.

Heute verhält sich das alles etwas anders. Zum einen wurde der Fahrzeugbrief durch die Zulassungsbescheinigung Teil II abgelöst, zum anderen ist es bei Verlust derselben nicht mehr erforderlich, eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für das Fahrzeug beim KBA einzuholen. Dies liegt daran, dass die Zulassungsstellen mittlerweile selbst online die Daten beim KBA prüfen können. Für die Bürger stellte diese Änderung eine Erleichterung dar.

Das bedeutet allerdings nicht, dass die Unbedenklichkeitsbescheinigung für Kfz seitdem komplett ausgedient hat. Zulassungsfreie Fahrzeuge wie Mofas, Roller oder E-Scooter benötigen z. B. ebenfalls häufig eine Betriebserlaubnis, welche bei Verlust in der Regel nur vom Hersteller neu ausgestellt werden kann. Für solche Fälle müssen Sie eine Unbedenklichkeitsbescheinigung mitbringen. Diese wird jedoch nicht länger beim KBA beantragt, sondern bei der zuständigen Zulassungsstelle. In der Regel reicht es dafür aus, ein gültiges Ausweisdokument, einen Eigentumsnachweis für das entsprechende Fahrzeug (z. B. den Kaufvertrag) sowie eine schriftliche Erklärung, dass Sie die alte Betriebserlaubnis verloren haben, mitzubringen.

Unbedenklichkeitsbescheinigung bei importierten Kfz:
Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für ein Kfz wird auch benötigt, wenn Sie dieses aus einem Land außerhalb des EU-Raums nach Deutschland einführen und hierzulande zulassen wollen. Die Bescheinigung erhalten Sie nach Zahlung der Zollgebühr und der Einfuhrumsatzsteuer.

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